2025/05/26: Doppelte HFBK-Präsenz im Deutschen Pavillon der kommenden Venedig Biennale
Die aktuelle HFBK-Gastprofessorin und Absolventin Sung Tieu sowie die zukünftige HFBK-Professorin Henrike Naumann bespielen den Deutschen Pavillon der Venedig Biennale 2026. Die beiden Künstlerinnen wurden von der Kuratorin Kathleen Reinhardt für diese prestigeträchtige und renommierte Ausstellung ausgewählt.
In ihrer forschungsbasierten, künstlerischen Praxis widmet sich die HFBK-Absolventin Sung Tieu historischen und politischen Themen, deren Genese und Verstrickungen bis hinein in die Gegenwart reichen. Sie richtet ihren Blick auf das hegemonial Unerzählte, auf mehrheitsgesellschaftlich wenig beachtete Zusammenhänge und beschäftigt sich insbesondere mit den Verschränkungen von Gesellschaft und Individuum, der Beziehung von Architektur und Bürokratie und Infrastrukturen der Macht. Dabei greift sie auf Archivdokumente, historische Texte, Tonaufnahmen und andere dokumentarische Materialien zurück und verwebt diese mit biografischen Elementen oder aktuellen Ereignissen zu vielschichtigen narrativen Installationen.
Henrike Naumann reflektiert gesellschaftspolitische Probleme auf der Ebene von Design und Interieur und erkundet das Reibungsverhältnis entgegengesetzter politischer Meinungen im Umgang mit Geschmack und persönlicher Alltagsästhetik. In ihren immersiven Installationen arrangiert sie Möbel und Objekte zu szenografischen Räumen, in welche sie Video- und Soundarbeiten integriert. Ihre Praxis analysiert sie Mechanismen der Radikalisierung und deren Zusammenhang mit persönlicher Erfahrung. Ihre künstlerische Praxis wird von einer Vielzahl von Vorträgen und interdisziplinären Kooperationen begleitet, die die Fragestellungen ihrer Arbeit reflektieren.
Sung Tieu (*1987) wurde in Hai Duong, Vietnam geboren und wuchs seit ihrer Kindheit in Berlin auf. Sie studierte von 2009 bis 2013 an der HFBK Hamburg bei Prof. Andreas Slominski und am Goldsmiths College, London, bevor sie an die Royal Academy of Arts, London, wechselte. Sie hatte zahlreiche nationale und internationale Ausstellungen, u.a. im Museum für Gegenwartskunst Siegen (2024), Kunstmuseum Winterthur (2023), MIT List Visual Arts Center, Cambridge (2023), Mudam, Luxemburg (2022), Kunstmuseum Bonn (2021), Nottingham Contemporary (2020) und Haus der Kunst, München (2020). Sie nahm an zahlreichen internationalen Biennalen teil, u.a. an der 15. Gwangju Biennale (2024), der 14. Shanghai Biennale (2023) und der 34. Biennale de São Paulo (2021). Sung Tieu wurde mit dem Preis für Künstlerische Forschung der Schering Stiftung (2024), mit dem Rubensförderpreis der Stadt Siegen (2024) und dem Publikumspreis der Nationalgalerie, Berlin (2021) ausgezeichnet.
Henrike Naumann wurde 1984 in Zwickau (DDR) geboren. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Derzeit ist sie Stipendiatin des Berliner Programm Künstlerische Forschung. Zum Wintersemester 2026 hat sie den Ruf an die HFBK Hamburg für die Professur der Bildhauerei angenommen. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Karl Schmidt-Rottluff Stipendium, dem Max-Pechstein-Preis der Stadt Zwickau, dem Kunstpreis der Leipziger Volkszeitung sowie dem Villa Aurora Stipendium / Thomas Mann House, Los Angeles. Wichtige Ausstellungen fanden u.a. im Sculpture Center in New York, im Busch-Reisinger-Museum in Harvard, im Museum of Modern Art in Warschau, im Haus der Kunst in München, im Deutschen Bundestag, sowie im Rahmen der Ghetto Biennale in Haiti und der Kyiv Biennale in der Ukraine statt.
In der Geschichte des Deutschen Pavillons waren bereits zahlreiche Künstler*innen vertreten, die an der HFBK Hamburg studiert oder gelehrt haben. Darunter u.a. Tobias Zielony (2015), Isa Genzken (2007), Martin Kippenberger (2003), Bernd und Hilla Becher (1990), Sigmar Polke (1986) oder Hanne Darboven (1982).
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