Kader Attia
Kader Attia, Professor für Zeitbezogene Medien
Kontakt:
- Raum:Büro: Lerchenfeld 2, R 20, Ateliers: Lerchenfeld 2, R 42, R 120, R 120c, Lerchenfeld 2a, R 201
- Mail: kader.attia@hfbk-hamburg.de
Kader Attia (*1970) wurde im Pariser Stadtteil Dugny geboren und wuchs in Vororten von Paris und in Algerien auf. Er absolvierte 1993 die École Supérieure des Artes Appliqués Duperré und 1998 die École Nationale Supéreure des Arts Décoratifs.
Kader Attias Arbeitsweise verbindet intensive Recherche mit künstlerischen Strategien, die sich kritisch mit Kolonialismus, Migration, Identität, Religion und der westlichen Moderne auseinandersetzen. Er interessiert sich besonders für die Erfahrung von Ausgrenzung, Demütigung und Verletzung – ob physisch, psychisch oder kulturell – und entwickelt daraus künstlerische Konzepte, die sich mit der Idee von „Reparatur“ beschäftigen. Dabei kontrastiert er westliche Vorstellungen, die auf die Wiederherstellung eines ursprünglichen Zustands zielen, mit traditionellen Ansätzen, die Spuren von Verletzungen sichtbar lassen. Seine Arbeiten reichen von Installationen mit Masken, Spiegeln und Vitrinen über Fotoprojekte bis hin zu Videoarbeiten, in denen er Anthropolog*innen, Psychoanalytiker*inne, Heiler*innen und/oder Betroffene zu Wort kommen lässt. Mit poetischen Bildern und historischer Tiefe schafft er Räume, in denen verdrängte Geschichten, koloniale Traumata und alternative Wissensformen sichtbar werden – stets mit dem Ziel, gesellschaftliche Narrative zu hinterfragen und neue Formen kollektiver Heilung und Erinnerung zu eröffnen.
Seine Einzelausstellungen fanden in Museen und Galerien auf der ganzen Welt statt, darunter MAMBO, Bogotá (2024/25); MUAC, Mexico (2025); Hayward Gallery, London (2019); The Power Plant, Toronto (2018); SMAK: Stedelijk Museum voor Actuele Kunst, Gent (2017); Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main (2016); Beirut Art Center (2014) oder Whitechapel Gallery, London (2013). Er nahm an zahlreichen internationalen Biennalen teil, an der 36. Bienal de Sao Paulo (2025); der Manifesta 12, Palermo (2018); der Sharjah Biennale (2017); der 57. Biennale Venedig (2017) und der documenta 13, Kassel (2012). Im Jahr 2022 kuratierte er die 12. Berlin Biennale. Von 2016 bis 2020 leitete er (zusammen mit Zico Selloum) La Colonie, eine Bar und ein Begegnungsraum für Ausstellungen, Aktivismus und Debatten in Paris. Seit 2023 ist er Professor für Zeitbezogene Medien an der HFBK Hamburg.
How to apply: Studium an der HFBK Hamburg
Jahresausstellung 2026 an der HFBK Hamburg
In Zukunft schreiben
Neues Semester, neue Gesichter: Willkommen an der HFBK Hamburg
Bald geht's los – Semesterstart 2025/26
Promovieren an der HFBK Hamburg
Being(s)
Graduate Show 2025: Don't stop me now
Cine*Ami*es
Redesign Democracy – Wettbewerb zur Wahlurne der demokratischen Zukunft
Kunst im öffentlichen Raum
Jahresausstellung 2025 an der HFBK Hamburg
Der Elefant im Raum – Skulptur heute
Hiscox Kunstpreis 2024
Die Neue Frau
Graduate Show 2024 - Letting Go
Finkenwerder Kunstpreis 2024
Archives of the Body - The Body in Archiving
Neue Partnerschaft mit der School of Arts der University of Haifa
Jahresausstellung 2024 an der HFBK Hamburg
(Ex)Changes of / in Art
Extended Libraries
And Still I Rise
Let's talk about language
Graduate Show 2023: Unfinished Business
Let`s work together
Jahresausstellung 2023 an der HFBK Hamburg
Symposium: Kontroverse documenta fifteen
Festival und Symposium: Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image
Einzelausstellung von Konstantin Grcic
Kunst und Krieg
Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun
Der Juni lockt mit Kunst und Theorie
Finkenwerder Kunstpreis 2022
Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule
Raum für die Kunst
Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg
Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments
Diversity
Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021
Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen
Schule der Folgenlosigkeit
Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg
Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020
Digitale Lehre an der HFBK
Absolvent*innenstudie der HFBK
Wie politisch ist Social Design?