Diese Webseite verwendet Cookies, um externe Inhalte anzuzeigen und um anonymisierte Statistiken über das Nutzungsverhalten zu erfassen.
+ – BIRDS, FISH, NETS, SKY
Oksana Yushko u.a.
Freitag 03.07.26
Eröffnung
19:00 Uhr
10.–12. Juli 2026
Lerchenfeld 2+2a, Finkenau 42, Wartenau 15
Mehr als 200 Absolvent*innen des Jahrgangs 2025/26 zeigen ihre künstlerischen Abschlussarbeiten an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Entdecken Sie die nächste Generation vielversprechender Künstler*innen in einer umfassenden Ausstellung, die sich über die gesamten Atelier- und Seminarräume erstreckt, ergänzt durch ein abwechslungsreiches Performanceprogramm.
Oksana Yushko u.a.
19:00 Uhr
Julia Nordholz u.a.
Niclas Riepshoff u.a.
18:00 Uhr
Franz Ackermann, Lilia Kovka, Werner Büttner, Daniel Richter, Simin Jalilian, Monika Michalko, Tjorg Douglas Beer, Anselm Reyle, Jorinde Voigt, Xiyao Wang, Thorsten Brinkmann u.a.
16:00 Uhr
Studio Experimentelles Design u.a.
Verena Issel, Tolani Abayomi, Dana Plöger u.a.
19:00 Uhr
Al Anders u.a.
Teil der Phototriennale Expanded
18:00 Uhr
Eda Aslan
14:00 Uhr
Marija Arakelyan Lucic, Kilian Zillessen, Camille Couavoux, Danny Shin, Ehsan Mokhtari, Karl Hinderer, Leo Zhang, Bertille Letillois, Milan Braun, Caecilie Bess
Eine Vorführung von Studierendenfilmen, die als Teil des Seminars von Viki Kühn im Rahmen ihres PhD in Art Practice entstanden sind.
Jenny Schäfer, Verena Issel u.a.
Begleitausstellung zu den Frankfurter Poetikvorlesungen
18:00 Uhr
Laura Sigrüner, Clara Lena Langenbach
19:00 Uhr
Jonas Borinski, Iclal Donmez, Lukas Hartl, Sofia Hintermann, Rebecca Jones, Ryunah Kang, Eula Lee, Saeram Oh, Marieke Plettner, Oksana Yushko
Experimentelle Siebdruckarbeiten, die in Zusammenarbeit mit Stefan Guzy, Gastprofessor der Klasse Grafik, realisiert wurden
18:00 Uhr
Sanna Leone u.a.
19:00 Uhr
Merlin Luczynksi, Christian Meiboom
18:00 Uhr
Rosanna Graf, Jonathan Penca
Partizipative Performance mit Rosanna Graf & Jonathan Penca
+ Special Guest: Philipp Joy Reinhardt als Nachtwächterin
mit Anmeldung bis 18.06.2026: info@night-shifts.com
Prof. Dr. Nora Sternfeld, Verena Issel u.a.
Das Professionalisierungsprogramm der HFBK zielt darauf ab, Studierende und Graduierte mit Kenntnissen und Fähigkeiten ausstatten, die ihnen eine selbstsichere berufliche Positionierung im Kunstfeld erleichtern. Die Gestaltung des Programms richtet sich dabei insbesondere an freie Künstler*innen und sieht die Vermittlung von berufsfeldbezogenen Kenntnissen vor, die für die komplexen Erfordernisse einer selbständigen künstlerischen Tätigkeit notwendig sind. Ziel ist es, informiert und selbstbewusst im Kunstfeld agieren zu können und so den Übergang vom Studium in die Berufstätigkeit reibungsloser zu gestalten. Die Professionalisierung ist an das ICAT angeschlossen, das die Forschungsaktivitäten der HFBK bündelt und künstlerische Fragestellungen nachhaltig in die aktuellen gesellschaftlichen Diskurse einbringt.
Das kostenfreie Angebot, das sich an Studierende sowie an Graduierte der HFBK bis fünf Jahre nach dem Studium richtet, beinhaltet Informationsveranstaltungen, Vorträge und Workshops zu den Themenfeldern künstlerische Positionierung, Präsentation, Finanzierung, Networking, Management, Recht und Verträge, Marketing, soziale Absicherung und Steuern. Wir beraten Sie außerdem gerne zu individuellen Fragen innerhalb dieser Themenfelder; sichten gemeinsam Ihr Portfolio und beantworten Fragen zu Ihren Bewerbungsunterlagen.
Bestandteile des Programmes sind darüber hinaus regelmäßig Veranstaltungen aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Diversität und Internationales. Gekennzeichnete Veranstaltungen aus dem Programm (*Microcredential) können für Graduierte mit Microcredentials zertifiziert werden. Die Veranstaltungen sind ein konsistenter Baustein des hochschulischen Angebotes im Kontext des „Lebenslangen Lernens“. Sie ermöglichen den Teilnehmer*innen ein flexibles und effektives Vertiefen von individuell wichtigen Lernbausteinen.
Michael Richers
Netzwerkangebot
Grundlagen: Budget, Rücklagen, Schulden verstehen und vermeiden
Finanzielle Intelligenz: Wie du heute die richtigen Geldentscheidungen triffst und warum langfristig denken mehr bringt als kurzfristige Gewinne.
Vermögensaufbau: Wie du mit kleinen Beträgen langfristig investieren kannst.
Krypto und „schnelles Geld“: Warum viele hier Geld verlieren und wie du dich vor dem Hype und den Risiken schützt.
Finanz-Mythen und Social Media: Was du nicht glauben solltest und wie du Fakten von Meinung trennst.
Finanzierungen: Wann sie sinnvoll sind und wann sie dich auf lange Sicht blockieren können.
Altersvorsorge: Warum es sich gerade in jungen Jahren lohnt, früh zu starten.
Michael Richers ist seit mehr als 20 Jahren als Vermögens- und Investmentberater in der Finanzbranche tätig. Er unterstützt seine Kunden individuell bei der Vermögensplanung, je nach Lebensphase und Themenfeldern. Darüber hinaus engagiert er sich stark ehrenamtlich, unter anderem als Gastdozent im Bereich Finanzielle Bildung an Schulen und Hochschulen.
Anmeldung bis 7. April 2026 an career.center@hfm.eu. Die ZOOM-Einwahldaten werden ein Tag vor dem Vortrag, am 08.04.26 per Mail verschickt.
Der Kurs richtet sich an Studierende aller künstlerischer Fachrichtungen.
Ein Angebot des Career Centers der Hochschule für Musik Karlsruhe.
Maike Mia Höhne
Deutschsprachiges Angebot
Filmfestivals sind für viele Filmschaffende ein wichtiger Schritt in den professionellen Einstieg – gleichzeitig wirken Einreichungsprozesse, Auswahlkriterien und Festivalstrategien oft undurchsichtig. Welche Festivals sind die richtigen für welchen Film? Was passiert nach der Einreichung hinter den Kulissen? Und welche Fehler lassen sich vermeiden?
In diesem Vortrag gibt Maike Mia Höhne (Leiterin Kurzfilmfestival Hamburg) einen praxisnahen Überblick über die grundlegenden Abläufe von Filmeinreichungen bei Filmfestivals. Aus der Perspektive der Festivalleitung erläutert sie, wie Programme entstehen, nach welchen Kriterien Filme gesichtet und ausgewählt werden und welche Rolle Formate, Premierenstatus und strategische Platzierungen spielen.
Neben strukturellem Grundlagenwissen bietet die Veranstaltung wertvolle Einblicke in Entscheidungsprozesse sowie konkrete Orientierung für den eigenen beruflichen Weg im Festival- und Kinokontext. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und individuelle Aspekte rund um Einreichungen, Festivalprofile und Karrierewege zu diskutieren.
Maike Mia Höhne, selbst Absolventin der HFBK, ist Filmkuratorin, Regisseurin und Professorin mit Sitz in Hamburg. Von 2007 bis 2019 leitete sie die Kurzfilmsektion Berlinale Shorts bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin. Seit 2019 ist sie künstlerische Leiterin des Kurzfilm Festival Hamburg und lehrt als Professorin für Film & Motion Design an der HAW. Sie ist international als Jurorin und Kuratorin tätig und engagiert sich besonders für zeitgenössischen Kurzfilm und Nachwuchspositionen.
Anmeldung ab 1. April 2026 hier.
Dieser Vortrag richtet sich an Film-Studierende und Graduierte bis 5 Jahre nach dem Studium.
Peter Müller
Angebot je nach Bedarf in Deutscher und Englischer Sprache möglich
Wie beginnt man einen Projektantrag? Wie strukturiert man ihn überzeugend – und wie findet man einen stimmigen Abschluss? Gerade für wenig erfahrene Akteur*innen kann der Einstieg in eine Antragstellung herausfordernd sein. Unklare Anforderungen, noch unfertige Ideen oder offene Fragen müssen sich jedoch nicht gegenseitig blockieren, wenn der Prozess in sinnvollen, gut durchdachten Schritten angegangen wird.
Dieser Einführungsvortrag beleuchtet typische Herausforderungen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, die im Verlauf der Antragstellung auftreten können, und zeigt Strategien zu ihrem Umgang auf. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, individuelle Erfahrungen und konkrete Fragestellungen in einer kurzen Diskussion zu vertiefen.
Peter Müller lehrt und berät zu Antragskonzeption und konzeptioneller Vermittlung an Kunsthochschulen sowie in Förderprogrammen für Künstler*innen. An der HFBK war er künstlerisch-wissenschaftlicher Koordinator des Postgraduiertenprogramms Ästhetik des Virtuellen. Als Künstler verfügt er zudem über umfangreiche eigene Erfahrungen mit Förderungen durch nationale und internationale Institutionen.
Anmeldung ab 1. April 2026 hier.
Lulu MacDonald, Dr. Lima Sayed
English language offer
*Microcredential Diversity
Career paths are often multifaceted and unclear, and at times even unsettling and discouraging. Usually, it only becomes clear in hindsight why certain paths and decisions made sense. In particular, the professional journeys of artists can take many different directions. But what is it that truly matters?
Before we can know what actions or path to take in the outside world, we have to become aware of inner roadmaps: our experiences, strengths, values and desires.
In this workshop we systematically delve into the matter of career developing and questions that are essential for inner guidance, but often left unanswered because they are too abstract or overwhelming.
This workshop consists of
a lecture by Lulu MacDonald, in which she shares candid lessons from her early career as a fine artist, challenges negative misconceptions about artist’s careers and networking, and reframes it as building supportive, collaborative relationships beyond self-serving and transactional. She weaves personal stories and insider insights from the art world to provide practical tools for creating an authentic professional network and empowering artists to take control of their career development.
workshop sessions with Lima Sayed, designed to empower you to take ownership of your career development. Building on your experiences, skills, and competences, we will strengthen your self-awareness, we lay the ground work for exploring potential professional pathways. We will assess our current professional situation, identify our strengths and challenges, and gain deeper insight into our core values.
Lulu MacDonald completed her MA studies in 2017 at the HFBK Hamburg (class of Pia Stadtbäumer) with a BA from The Slade School of Fine Art. Since then she has been working as a freelance artist and has presented her work at Å+ Gallery Berlin, BWA Sic! Poland, Kunsthaus Hamburg, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Westfälischer Kunstverein Münster, MOM Art Space Hamburg, Kunstverein Gastgarten, Galerie Wassermühle Trittau and Centre d’Art Contemporain D’Anglet, among others. She is a guest lecturer at the Muthesius Art School Kiel and HAW Hamburg.
Dr. Lima Sayed serves as HFBK’s Counselor for Psychosocial Support and Diversity. A systemic coach with expertise in Diversity, Equity, and Inclusion, she brings many years of experience in university counseling contexts. In addition to her institutional role, she works as a freelance diversity trainer and career consultant, designing and facilitating workshops that empower students to navigate their professional paths with purpose and authenticity.
Registration from April 1, 2026 here.
Alicja Möltner
Angebot in Deutscher und Englischer Sprache möglich
*Microcredential Professionalisierung
Dieser zweiteilige Workshop bietet eine praxisnahe Einführung in die Selbstständigkeit für Künstler*innen und vermittelt die notwendigen rechtlichen, finanziellen und organisatorischen Schritte auf dem Weg in die berufliche Selbstständigkeit in Deutschland.
Teil 1 widmet sich den Grundlagen: Es werden unterschiedliche Rechtsformen (Freiberuflichkeit oder Gewerbe, Einzel- oder Kollektivstruktur) vorgestellt und deren jeweilige Rahmenbedingungen erläutert. Zudem wird die Einbindung in das Sozialversicherungssystem (einschließlich KSK, Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) erklärt. Auch grundlegende rechtliche Voraussetzungen wie Wohnsitz, steuerlicher Status oder Arbeitserlaubnis werden thematisiert. Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, ob eine selbstständige Tätigkeit im Haupt- oder Nebenerwerb sinnvoll ist.
Teil 2 konzentriert sich auf die praktische Umsetzung: Es wird erläutert, wie eine Tätigkeit offiziell angemeldet wird, und ein Überblick über das deutsche Steuersystem (Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Kommunikation mit dem Finanzamt, digitale Tools) gegeben. Grundlagen der Buchführung werden vermittelt, ebenso die Anforderungen an eine korrekte Rechnungsstellung, notwendige Unterlagen, Fristen und rechtliche Verpflichtungen. Abschließend werden weiterführende Beratungsangebote in Hamburg und bundesweit vorgestellt.
Alicja Möltner ist Co-Geschäftsführerin und Mitgründerin von Smart Germany (smartde.coop), einer Genossenschaft zur Unterstützung von Freiberufler*innen in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Mit ihrer langjährigen Erfahrung in der Beratung von Künstler*innen bringt sie fundierte Einblicke in die Herausforderungen und Chancen unternehmerischer Tätigkeiten im kreativen Bereich in Deutschland mit.
Anmeldung ab 1. April 2026 hier.
Dieser Vortrag richtet sich an HFBK-Studierende im Abschlussjahr und Graduierte bis 5 Jahre nach dem Studium.
Birgit Effinger
Angebot in Deutscher und Englischer Sprache möglich
Vom Kunstmachen zum Berufsleben: Viele Künstler*innen wünschen sich, langfristig von ihrer künstlerischen Arbeit leben zu können. Doch neben Talent und Kreativität braucht es dafür auch strategische Planung, Selbstorganisation und ein solides Verständnis der beruflichen Rahmenbedingungen im Kunstfeld. Der Workshop unterstützt dabei, das eigene künstlerische Handeln als ganzheitliches Unterfangen zu verstehen – als Zusammenspiel von kreativem Schaffen, realistischer Finanz- und Zeitplanung sowie bewusster Positionierung. ‚getting things done‘ bietet erste Unterstützung für die Schritte in die berufliche Selbstständigkeit und die strategische Positionierung als Freiberufler*in.
Inhalte des Workshops:
Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag von Künstler*innen aus?
Wie funktioniert die Anmeldung beim Finanzamt, was ist zu beachten?
Einstieg in die Künstlersozialkasse (KSK): Voraussetzungen und Vorgehen.
Preisgestaltung: Wie kalkuliere ich meine künstlerischen Arbeiten angemessen?
Rechnungslegung und Kleinunternehmerregelung: Was bedeutet das konkret?
Wie bestimme ich mein eigenes Honorar?
Darüber hinaus bleibt Raum für Fragen und Austausch von Erfahrungen.
Bitte für den Workshop relevante Unterlagen parat halten (Portfolio, Fotos, Kurztexte, Abb. etc.)!
Birgit Effinger ist Kunstwissenschaftlerin und Expertin für Laufbahnentwicklung im Kunst- und Designbereich. Sie unterstützt Künstler*innen, Gestalter*innen und Filmemacher*innen mit Coaching und Lehre an verschiedenen europäischen Kunsthochschulen bei der proaktiven Gestaltung ihrer beruflichen Laufbahn – mit erprobten Methoden, individueller Beratung und Empowerment.
Als langjährige Projektleiterin (u. a. Goldrausch Künstlerinnenprojekt, see up weißensee kunsthochschule berlin, Designfarm Berlin) und Mentorin verfügt sie über umfassende Erfahrung in der Vermittlung von professionellen Standards im Kunstfeld, stets mit Blick auf die künstlerische Integrität und individuelle Entwicklung.
Anmeldung ab 1. April 2026 hier.
Dieser Vortrag richtet sich an HFBK-Studierende im Abschlussjahr und Graduierte bis 5 Jahre nach dem Studium.
Fred Janssen
Deutschsprachiges Angebot
Niemand kommt als Selbständiger so günstig in die Krankenkasse wie freie Künstler und Publizisten: Sie müssen sich nicht freiwillig gesetzlich und überteuert absichern, sondern bekommen die Hälfte der Beiträge als Zuschuss von der Künstlersozialkasse. Und die Rente wird von der KSK auch noch bezuschusst – insgesamt erhält man von der KSK so mehrere tausend Euro pro Jahr. Doch was sind die Voraussetzungen, wer wird überhaupt in die KSK aufgenommen?
Fred Janssen wird darüber berichten. Er ist seit über 35 Jahren Mitarbeiter der Künstlersozialkasse und war in den Bereichen Versichertenrecht, Künstlersozialabgabe, Betriebsprüfung tätig. Sein jetziges Aufgabenfeld liegt im Bereich des Wissensmanagements, Auskunft und Beratung/Öffentlichkeitsarbeit.
Diese Veranstaltung ist geöffnet für Studierende von zahlreichen Kunst- und Musikhochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Anmeldung ab 1. April 2026 hier.
Bianca Müllner
Angebot in deutscher und englischer Sprache möglich
Kunst am Bau ist ein spannendes und zugleich anspruchsvolles Arbeitsfeld für Künstler*innen: Es verbindet künstlerische Freiheit mit konkreten architektonischen, gesellschaftlichen und funktionalen Kontexten. Kunst am Bau ist Teil des öffentlichen Raums und steht dort im direkten Dialog zu Architektur und den Menschen. Doch welche Strukturen, Verfahren und Regeln bestimmen Kunst-am-Bau-Wettbewerbe? Wie finden Künstler*innen den Einstieg? Und wie entwickelt man aus einer Idee einen überzeugenden Wettbewerbsbeitrag?
Der zweiteilige Workshop vermittelt Schritt für Schritt das notwendige Wissen und praktische Handwerkszeug für den Zugang zu Kunst-am-Bau-Projekten. Anhand realisierter Beispiele analysieren wir Strategien, Konzepte und Umsetzungen. Wir klären formale Rahmenbedingungen unterschiedlicher Wettbewerbsformen, besprechen zugrundeliegende Regelwerke sowie typische Hürden und Entscheidungskriterien in Wettbewerbsverfahren.
Im zweiten Teil durchlaufen wir exemplarisch einen Wettbewerb: von der Veröffentlichung über die Bewerbung und Konzeptentwicklung bis zur Ausarbeitung eines künstlerischen Entwurfs. Gemeinsam skizzieren wir einen Wettbewerbsbeitrag im Kontext eines konkreten Fallbeispiels – von der Recherche bis zur überzeugenden Präsentation der Idee.
Ziel des Workshops ist es, erste Berührungen mit Kunst-am-Bau-Verfahren zu erfahren, strategisches Denken zu schärfen und mit einem klaren Verständnis der nächsten Schritte in den ersten Wettbewerb zu starten.
Bianca Müllner lebt und arbeitet in Hamburg. Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt in der Malerei, Installation und Video. Sie war 2018–23 kulturpolitisch aktiv als Vorsitzende des Berufsverbands Bildender Künstler*innen in Hamburg. Sie ist Mitglied der Kunstkommission Hamburg und frisch Vorsitzende im Hinterconti e.V. Sie ist Organisatorin des Frappant Atelierstipendiums. Seit 2024 arbeitet sie im Bereich Wettbewerbsmanagement für Kunst am Bau Wettbewerbe.
Anmeldung ab 1. April 2026 hier.
Birgit Effinger
Angebot in deutscher und englischer Sprache möglich
Du fragst dich:
Wie spreche ich authentisch über meine Kunst, ohne mich zu verbiegen?
Wie bewerbe ich mich erfolgreich für Stipendien, Ausstellungen oder Projekte?
Wie geht es nach dem Studium weiter und mit wem möchte ich in Austausch treten?
In diesem zweitägigen Workshop entwickelst Du praxisnahe Methoden, um deine künstlerische Arbeit präzise, selbstverständlich und angemessen zu vermitteln – mündlich wie schriftlich.
Sprechen und Schreiben spielen auch in der bildenden Kunst eine zentrale Rolle. Doch wie schreibe ich über meine Arbeit – persönlich, aber professionell? Welche Texte passen in ein Portfolio? Und wie vermeide ich gängige Floskeln?
Was erwartet Dich im Workshop:
Anhand deiner aktuellen Projekte und Arbeiten erproben wir verschiedene Formen der Präsentation und des Schreibens.
Kurzvorstellungen: Wie stelle ich meine Arbeit präzise und pointiert vor?
Portfolio- Check: Individuelles Feedback zu deinem Portfolio und Einblicke in verschiedene Jury- und Sichtungssituationen.
Textentwicklung: Wir verfassen Textbausteine für Bewerbungen, Website & Publikationen
Ziel ist eine durch Selbstreflexion, Information und Übung verfeinerte Darstellung der eigenen Praxis und die Entwicklung von Textbausteinen, auf die man/frau für Bewerbungen, Anträge, Publikationen und Webseiten zurückgreifen kann.
Für den Workshop bitte bereithalten: Aktuelles Portfolio, Fotos, Kurztexte soweit vorhanden.
Birgit Effinger ist Kunstwissenschaftlerin und Expertin für Laufbahnentwicklung im Kunstfeld. Sie unterstützt Künstler*innen, Gestalter*innen und Filmemacher*innen mit Coaching und Lehre an verschiedenen europäischen Kunsthochschulen bei der proaktiven Gestaltung ihrer beruflichen Laufbahn – mit erprobten Methoden, individueller Beratung und Empowerment.
Als langjährige Projektleiterin (u. a. Goldrausch Künstlerinnenprojekt, see up weißensee kunsthochschule berlin, Designfarm Berlin) und Mentorin verfügt sie über umfassende Erfahrung in der Vermittlung von professionellen Standards im Kunstfeld, stets mit Blick auf die künstlerische Integrität und individuelle Entwicklung.
Anmeldung ab 1. April 2026 hier.
Dieser Workshop richtet sich an HFBK-Studierende im Abschlussjahr und Graduierte bis 5 Jahre nach dem Studium.
Fabian Schöneich
Angebot in Deutscher und Englischer Sprache möglich
Das Portfolio von Künstler*innen funktioniert wie ein Schaufenster für Juror*innen, Kurator*innen und Interessierte, die einen überblickhaften Eindruck von der jeweiligen künstlerischen Position bekommen wollen. Doch oft herrscht Unsicherheit über die Struktur, den Aufbau und die Gestaltung des eigenen Portfolios. Professionelles Feedback kann hier Abhilfe schaffen! Fabian Schöneich (Gründer und Direktor des CCA Berlin) kommentiert in halbstündigen Einzelgesprächen die eingereichten Portfolios und erarbeitet mit den einzelnen Teilnehmer*innen Konzepte zu deren Optimierung.
Fabian Schöneich ist Gründer und Direktor des CCA Berlin – Zentrum für zeitgenössische Kunst. Er war Kurator des Portikus in Frankfurt (2014–18) und arbeitete als Assistenzkurator in der Kunsthalle Basel und im Kunstinstituut Melly (ehemals Witte de With Center for Contemporary Art) in Rotterdam.
Anmeldung ab 1. April 2026 hier.
Einreichungsfrist der Portfolios bis spätestens 3. Mai 2026 an Swaantje Benson.
Dieser Workshop richtet sich an HFBK-Studierende und Graduierte bis 5 Jahre nach dem Studium.
Rosita Kuerbis
Deutschsprachiges Angebot
Ziel des Workshops ist es, die Teilnehmer*innen zu ermächtigen, eigenständig passende Förderprogramme zu identifizieren und erfolgreich zu beantragen.
Im Fokus des ersten Workshop-Teils stehen Ziele, Förderkriterien und Antragsverfahren. Wir verschaffen uns zunächst einen Überblick über ausgewählte Förderprogramme sowie die gängigen Finanzierungsarten und sprechen darüber, was notwendig ist, um einen Antrag erfolgreich aufzusetzen. Da mit der Förderzusage auch immer eine Dokumentationspflicht gegenüber dem Geldgeber einhergeht (Verwendungsnachweis mit Sachbericht und zahlenmäßigem Nachweis), wollen wir einüben, den Arbeitsaufwand vor, während und nach dem Projekt richtig einzuschätzen.
Im Fokus des zweiten Workshop-Teils stehen Ziele, Förderfähigkeit, Zielgruppe, Zeitplan, Schlüsselwörter und Fehlerquellen. Wir sprechen über das rechte Maß an Inhaltstiefe und Umfang bei der Anlage von Konzepten und der Entwicklung förderfähiger Projekte. Außerdem lernen wir, die Anforderungen des Förderers bereits bei der Konzeptentwicklung mitzudenken. Praxisnahe Hinweise und Tipps aus der langjährigen Beratungstätigkeit und Berufspraxis von Rosita Kuerbis sowie Förderbeispiele veranschaulichen die Kursinhalte.
Seit 2016 berät Rosita Kuerbis Unternehmen, Kulturschaffende und Institutionen in Förderangelegenheiten und begleitet geförderte Projekte auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene. Ihre Berufspraxis (seit 2004) umfasst die Identifikation und Beantragung von Fördermitteln, die Betreuung und Abrechnung von Projektmitteln von Bund und Land, die Projektbegleitung auf internationaler Ebene, ebenso wie die Entwicklung von EU-Förderprogrammen.
Anmeldung ab 1. Mai 2026 hier.
Chloe Stead
English language offer
Many artists wish their work could „speak for itself“ and often feel uneasy about writing or speaking about their practice. However, in today’s art world, there are countless moments when artists must put their thoughts into words—whether for grant applications, residencies, exhibitions, or public talks. These tasks can feel overwhelming: What to emphasize? How to find the right tone?
This is where the workshop led by HFBK graduate and frieze associate editor Chloe Stead comes in. Designed to demystify the process, the workshop equips participants with practical skills to approach writing with confidence and clarity. Through exploring various text types, such as artist statements, bios, and applications, participants will learn to critically assess what works well and what doesn’t. Beyond the external demands of writing, this workshop will highlight how writing can serve as a tool for deeper self-reflection, helping artists better understand their own practice. Writing, too, can be an act of generosity, offering essential context to audiences unfamiliar with contemporary art. By developing their own voice in writing, participants will gain control over how their work is presented and understood, ensuring that their vision reaches both specialist and non-specialist audiences alike.
On request, Chloe will allocate individual time slots following the successful completion of the workshop in which online feedback can be given on the written texts revised on the basis of the newly acquired knowledge.
Chloe Stead graduated from HFBK in 2014 and now works as a Berlin-based art critic and associate editor of frieze. Her writing has appeared in publications such as Artnet, frieze, Mousse and Spike Art Magazine. She also regularly contributes to artist monographs and has taken part in or moderated talks at Damien & the Love Guru, Brussels; Vienna Contemporary; Hamburger Bahnhof, Berlin; Kunstverein Hamburger Bahnhof, Hamburg; and Migros Museum, Zurich.
Registration from May 1, 2026 here.
Anna Gröger
Deutschsprachiges Angebot
Die Behörde für Kultur und Medien Hamburg unterstützt bildende Künstler*innen durch ein umfangreiches Förderportfolio: So können etwa Kataloge, Ausstellungen und Veranstaltungen von professionellen Künstler*innen sowie Jahresprogramme von nicht-kommerziellen Ausstellungsräumen gefördert werden. Außerdem werden jährlich Hamburger Arbeitsstipendien für bildende Kunst, projektbezogene Kunststipendien der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie Atelier- und Auslandsstipendien vergeben. Auch der Ausbau von Ateliers wird unterstützt. Darüber hinaus können Projekte im Rahmen des Programms „Kunst im öffentlichen Raum“ bezuschusst werden. Nicht zuletzt lobt die Behörde den Edwin Scharff-Preis und den Lichtwark-Preis aus.
Im Fokus des Online-Vortrags stehen die Vorstellung der einzelnen Fördermöglichkeiten sowie Tipps für die Antragstellung.
Anna Gröger studierte an der AdBK Nürnberg, der HFBK Hamburg und an der Burg Giebichenstein und arbeitet als Referentin für Kunst im öffentlichen Raum an der Behörde für Kultur und Medien Hamburg.
Anmeldung ab 1. Mai 2026 hier.
Julie Legouez
Angebot in deutscher Sprache
Der Vortrag vermittelt Einblicke in kuratorische Arbeitsweisen und zeigt, welche Möglichkeiten sich daraus für die eigene Praxis ergeben. Dazu gehört auch, dass kuratorische Projekte im Rahmen erfolgreicher Förderungen eine wichtige zusätzliche Einnahmequelle darstellen können.
Anhand konkreter Projekte wird veranschaulicht, wie Ausstellungen als eigenständige Situationen funktionieren und wie Präsentation, Raum und Kontext die Wahrnehmung von Arbeiten beeinflussen. Im Fokus stehen dabei die Ausstellungsreihe fight or flight sowie der Kunstverein Gruppe Gorgone e. V., die aus dem Aufbau eigener Strukturen heraus entstanden sind.
Julie Legouez (*1988 in Viersen) ist Künstlerin und Kuratorin und lebt in Berlin. Sie studierte Bildende Kunst an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und war Meisterschülerin von Prof. Werner Liebmann. In ihrer medienübergreifenden Praxis beschäftigt sie sich mit Fragen von Macht, Kontrolle und gesellschaftlichen Strukturen. Neben ihrer künstlerischen Arbeit entwickelt sie eigene kuratorische Projekte und Ausstellungsformate.
Anmeldung:
Unter Angabe der eigenen Hochschulzugehörigkeit per Mail an: stenzel@adbk-nuernberg.de
Ein Angebot der Akademie für Bildende Künste Nürnberg.
Dr. Kerstin Flasche
Angebot in Deutscher und englischer Sprache möglich
In einem von Künstlern betriebenen Raum ausstellen? Leerstehende Räume für Pop-up-Ausstellungen nutzen? Werbeflächen als temporäre Ausstellungsfläche anfragen? Beim Studium der Kunst geht es um das Schaffen, aber auch um das Ausstellen – und Ausstellungen können genauso experimentell sein wie die Kunst selbst. Aber wie fängt man an? Was muss man beachten? Welche Möglichkeiten gibt es?
Der Kurs vermittelt die Grundlagen des Ausstellungsmanagements – einschließlich kreativer, technischer, finanzieller und logistischer Aspekte. Es werden Einblicke in PR und Öffentlichkeitsarbeit gegeben und Kernthemen der Kuratierung vorgestellt.
Nach Abschluss dieses Kurses verfügen die Teilnehmer über grundlegende Kenntnisse im Ausstellungsmanagement. Sie sind in der Lage, selbstständig kreative und unkonventionelle Ausstellungsorte zu identifizieren und für ihre Kunstprojekte zu nutzen. Sie haben ein Verständnis für die technischen, finanziellen und logistischen Herausforderungen bei der Planung und Realisierung von Ausstellungen und können diese zielgerichtet bewältigen. Außerdem erhalten sie erste Einblicke in die Bereiche PR und Kunstvermittlung, um ihre Projekte einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Grundlegende Kenntnisse im Bereich Kuratieren ermöglichen es ihnen, experimentelle Ausstellungskonzepte zu entwickeln und umzusetzen.
Dr. Kerstin Flasche war Kuratorin am Kunsthaus Dresden – Städtische Galerie für zeitgenössische Kunst und in der Stephanie Kelly Gallery, einem gemeinnützigen Ausstellungsraum für junge Künstler*innen in Dresden. Ihre Doktorarbeit „Minerals that Matter. Crystals and Minerals in the Art of the 21st Century” (Titel übersetzt, Edition Metzel München, 2025) wurde im Sommer 2021 an der Hochschule der Künste Dresden abgeschlossen. Sie ist spezialisiert auf zeitgenössische Kunst, transdisziplinäre Methoden, queere und posthumane Theorien sowie kuratorische Praxis.
Anmeldung ab 1. Mai 2026 hier.
Deutschsprachiges Angebot
The workshop will be held in German, but you can ask questions in English.
Was sind die Optionen für die Zeit nach dem Studium, um weiterhin in Deutschland zu bleiben und als Künstler*in zu arbeiten? In diesem Workshop wird Sebastian Hoffmann von der Informations- und Beratungsstelle touring artists (https://www.touring-artists.info/) einen Input zu den aufenthaltsrechtlichen Möglichkeiten geben, mit einem Fokus auf den Aufenthalt für freiberufliche Künstler*innen. Zusätzliche Themen werden die Wege zur Niederlassungserlaubnis und Einbürgerung sowie die Mobilität innerhalb der EU sein.
Sebastian Hoffmann koordiniert das touring artists-Beratungsangebot zu den administrativen Regelungen des grenzüberschreitenden Arbeitens im Kulturbereich (alle Sparten) sowie zu Fragen von Visa und Aufenthaltsstatus für Künstler*innen aus Nicht-EU-Ländern. touring artists ist ein Gemeinschaftsprojekt der Internationalen Gesellschaft für Bildende Künste/IGBK, des Internationalen Theaterinstituts/ITI – Zentrum Deutschland und des Dachverbands Tanz.
Anmeldung: Bitte bis 28. Mai 2026 unter Angabe der Hochschule an anna.bernlochner@hmt-rostock.de
Ein Angebot des Career Service der hmt Rostock.
Sandra Freischem
Netzwerkangebot
Wer oder was ist die VG Bild-Kunst? Welche Aufgaben hat sie? Wer kann Mitglied werden und kostet die Mitgliedschaft etwas? Warum sollte ich Mitglied werden und wie kann ich von der VG Bild-Kunst profitiere? Diese und andere Fragen rund um die VG Bild-Kunst beantwortet Ihnen der Vortrag. Dozentin ist Sandra Freischem, Inhouse-Juristin der VG Bild-Kunst. Sie hält regelmäßig Seminare und Workshops zur VG Bild-Kunst, Urheberrecht und angrenzenden Themen.
Sandra Freischem ist Rechtsanwältin und seit 2014 als Unternehmensjuristin für die VG Bild-Kunst in Bonn tätig. Daneben hält sie regelmäßig Vorträge zu den Themen Urheberrecht, Urhebervertragsrecht, Fotografie und Persönlichkeitsrecht sowie VG Bild-Kunst.
Anmeldung ab 1. April 2026 über careerservice@hfbk-dresden.de bei Denise Ackermann
ZOOM-Einwahldaten nach Anmeldung per Mail
Ein Angebot des Career Service der HfBK Dresden.
Dagrun Hintze
Deutschsprachiges Angebot
Viele Kunstwerke und künstlerische Praktiken lassen sich nicht ausschließlich über visuelle Wahrnehmung erfassen, sie benötigen Vermittlung, weitere Informationen, Kontext. Sie benötigen: Text. Dieser sollte Betrachter*innen Zugänge zur Kunst ermöglichen, ihnen aber keinesfalls vorgeben, was sie angesichts eines Werks zu denken oder zu empfinden haben. Ebenso wenig sollte Text, der Kunstwerke flankiert (an der Wand, im Portfolio, in der Pressemitteilung), die Worthülsen eines vermeintlichen Fachjargons reproduzieren – komplexe Inhalte können nach komplexer Sprache verlangen, oft genug sind schwer verständliche Texte aber einfach nur Ausdruck von Bequemlichkeit und unpräzisem Denken.
Künstler*innen tragen Verantwortung für den Text, der ihre Arbeiten begleitet – wenn sie mit denjenigen kommunizieren, die ihn am Ende verschriftlichen, wenn sie ihn selbst formulieren. Im Workshop machen wir uns auf die Suche nach der Sprache, die dem jeweiligen Werk und der jeweiligen Praxis entspricht. Wir präsentieren die eigene Arbeit und gehen in den Austausch miteinander, um die eigene Perspektive zu reflektieren und voneinander zu lernen. Wir analysieren, was einen besonders geglückten „Text zur Kunst“ ausmacht. Wir behalten beim Schreiben und Sprechen verschiedene Zielgruppen im Blick.
Seit Dagrun Hintze Kunstvermittlerin bei der documenta11 war, beschäftigt sie die Frage, welche Sprache einem Kunstwerk angemessen ist. In diesem Zusammenhang experimentiert sie mit verschiedenen Textformaten: Neben Katalogbeiträgen kollaboriert sie auch literarisch mit Künstler*innen – eine Sammlung so entstandener Prosatexte erschien 2019 unter dem Titel „Wer was in welcher Nacht träumte – Erzählungen zu Kunst, Design und Architektur“ im Textem Verlag. Hintze veröffentlicht außerdem Lyrik, Prosa und Theaterstücke und lehrte Interdisziplinäre künstlerische Praxis an der UDK Berlin sowie Creative Writing an der HAW Hamburg.
Anmeldung ab 1. Mai 2026 hier.
Chris Xu
Angebot in deutscher und englischer Sprache möglich
Über 12.000 Filmfestivals weltweit – von großen A-Festivals über spezialisierte Genre-Events bis hin zu thematisch oder regional fokussierten Plattformen. Doch welche davon passen wirklich zu meinem Film? Und wie behalte ich den Überblick über Deadlines, Premierenstatus, Gebühren und strategische Prioritäten?
Dieser Workshop stellt Screentour vor – eine App, die Filmschaffende dabei unterstützt, aus der Vielzahl internationaler Festivals eine fundierte Auswahl zu treffen. Auf Basis einer kurzen Filmbeschreibung schlägt Screentour passende Festivalsektionen vor und hilft anschließend dabei, die Auswahl in einen strukturierten und realistischen Einreichungsplan zu überführen und auch die Premierenanforderungen stets im Blick zu halten.
Gemeinsam werfen wir einen praxisnahen Blick auf die Funktionsweise des Tools, diskutieren Auswahlkriterien und sprechen über Festivalstrategien:
Welche Rolle spielen Genre, Länge und Produktionskontext?
Wie wichtig ist der Premierenstatus?
Welche Ziele verfolge ich mit meinem Festivalrun – Sichtbarkeit, Vertrieb, Netzwerk, Preise?
Wie lassen sich Einreichungen zeitlich und finanziell sinnvoll planen?
Screentour entstand in Kooperation mit der HFBK Hamburg und der Filmwissenschaftlerin Skadi Loist (Jurymitglied des Berlinale TEDDY Award) und verbindet wissenschaftliche Expertise mit praktischer Anwendung für die Filmbranche.
Wer möchte, bringt ein aktuelles Filmprojekt mit: Eine kurze Beschreibung oder ein Link zur Filmwebseite genügt als Grundlage. Anhand ausgewählter Beispiele probieren wir das Tool direkt aus und entwickeln erste individuelle Festivalstrategien.
Chris Xu ist Filmproduzent sowie Gründer und Entwickler von Screentour, dem weltweit ersten datenbasierten Tool zur strategischen Festivalplanung. Sein koproduzierter Film GUOCHANG (Regie: Nana Xu) feierte seine Premiere im Forum Special der Berlinale.
Aus der praktischen Erfahrung zahlreicher Festivalauswertungen und der intensiven Auseinandersetzung mit internationalen Festivalstrategien entwickelte er Screentour – mit dem Ziel, Filmschaffenden eine fundierte, transparente und effiziente Orientierung im globalen Festivalmarkt zu ermöglichen.
Anmeldung ab 1. Mai 2026 hier.
Dieser Workshop richtet sich an Film-Studierende der HFBK und Graduierte bis 5 Jahre nach dem Studium.
Fred Janssen
Deutschsprachiges Angebot
Niemand kommt als Selbständiger so günstig in die Krankenkasse wie freie Künstler und Publizisten: Sie müssen sich nicht freiwillig gesetzlich und überteuert absichern, sondern bekommen die Hälfte der Beiträge als Zuschuss von der Künstlersozialkasse. Und die Rente wird von der KSK auch noch bezuschusst – insgesamt erhält man von der KSK so mehrere tausend Euro pro Jahr. Doch was sind die Voraussetzungen, wer wird überhaupt in die KSK aufgenommen?
Fred Janssen wird darüber berichten. Er ist seit über 35 Jahren Mitarbeiter der Künstlersozialkasse und war in den Bereichen Versichertenrecht, Künstlersozialabgabe, Betriebsprüfung tätig. Sein jetziges Aufgabenfeld liegt im Bereich des Wissensmanagements, Auskunft und Beratung/Öffentlichkeitsarbeit.
Diese Veranstaltung ist geöffnet für Studierende von zahlreichen Kunst- und Musikhochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Anmeldung ab 1. Mai 2026 hier.
Nirith Nelson
English language offer
*Microcredential Internationales
This workshop addresses the evolving relationship between artists and curators at a moment when authorship, power, and responsibility in exhibition-making are increasingly shared, contested, and renegotiated. Drawing on Yuko Hasegawa’s concept of the egofugal and Carolyn Christov Bakargiev’s notion of the curator as draftsperson, the workshop proposes a model of the artist–curator liaison as a multi voiced composition and an ongoing draft, rather than a fixed hierarchy or a finished script.
Egofugal combines the idea of a centered ego—each participant arriving with desires, convictions, and a strong standpoint—with a movement of fugere: to move away and forward. It resonates with the musical fugue, where a theme appears in one voice, is taken up and transformed by others, and progresses through repetition, variation, and counterpoint. In this sense, the artist–curator relationship becomes an egofugal choreography: two distinct centers that repeatedly decenter themselves to respond to each other and to the evolving exhibition. Christov Bakargiev’s metaphor of the curator as draftsperson emphasizes process, tentativeness, and revision. The curator generates sketches—conceptual, spatial, discursive—within and around the artist’s work, knowing that these drafts will be reworked, contested, or erased in dialogue.
The curator generates conceptual, spatial and discursive sketches within and around the artist’s work. Yet these drafts are to be reworked, contested or erased in dialogue with the artist. This view resists curatorial over authorship: the exhibition is not a final drawing imposed on the artist but a palimpsest of drafts, traces, and negotiations between artist, curator, institution, and public.
Taken together, egofugal movement and curatorial drafting offer a productive framework for early career artists to understand and navigate their liaisons with curators: not as one sided judgment or service, but as a dynamic, co authored process of composing, revising, and sharing meaning.
The workshop follows a structured yet dialogical format, putting into practice the collaborative model it reflects upon. It begins with an introduction to the curatorial role in exhibition-making, considering its historical development and its shifting understandings of authorship and responsibility. On this basis, we will explore various curatorial approaches and examine how an artwork changes as it moves from the studio into the exhibition space, where context, mediation, and spatial arrangement actively shape its meaning. Participants will take part in focused exercises that address the presentation of their own work and the development of exhibition ideas. They will learn to articulate their positions with clarity, intellectual depth and critical awareness.
Throughout the workshop, a collaborative methodology is emphasized: curators are approached as partners in an ongoing process rather than as external authorities. Participants are encouraged to remain attentive to their central concerns while cultivating critical thinking, mutual trust, openness, and flexibility.
Nirith Nelson is a contemporary art and design curator and art educator. She teaches Curatorial Studies at the Bezalel Academy of Arts and Design and is Curator of Contemporary Art at the Israel Museum in Jerusalem.
Registration from May 1, 2026 here.
This workshop is aimed at HFBK students in their final year and graduates up to 5 years after graduation.
Verena Issel
Angebot in deutscher Sprache
Ja, das klingt öde, oder? Hat auch echt nichts mit der heiligen kreativen Kunst zu tun, nicht?
Najaaa. Wer Erb*in ist und für den Rest seiner Tage diese ohnehin, komme was wolle, wonnig malend cocktailtrinkend verbringen wird, muss hier nicht weiterlesen. Aber alle andern, die vielleicht jetzt schon mehr oder weniger angestrengt jonglieren zwischen Seminaren, Nebenjobs, Ansprüchen von Partner*innen und Freund*innen, Wäsche waschen, Steuererklärung und noch nebenbei ein ganz bisschen Kunst machen: macht euch auf was gefasst. Das wird alles noch viel schlimmer hinterher, wenn der Schutzmantel der Alma Mater mit ihren gratis Ateliers und Werkstätten und damit auch das Bafög und der Studijob entfallen und die Krankenversicherung plötzlich horrende Summen will. Und dann noch Babies kommen. … das Ende der Kunst?! BUH!
Muss aber nicht. Keine Angst. Organisation ist alles. Das klingt schei?e, ist aber …leider geil. Im Endeffekt. Und gar nicht so schwer. Darüber wollen wir sprechen und versuchen, gemeinsam Modelle zu finden, Vorgänge zu straffen, komprimieren und optimieren – damit mehr Zeit für wonniges Malen bleibt. Oder so. Und sonst so.
Verena Issel hat an der HFBK Hamburg studiert und lebt und arbeitet in Berlin. Sie bewegt sich zwischen Kunstproduktion, Lohnarbeit und dem Versuch, beides dauerhaft miteinander zu vereinbaren. 100 Prozent angestellt und 100 Prozent Kunstaktiv und 0 Prozent burnout (nicht alles stimmt, aber fast) ;)
Anmeldung:
Unter Angabe der eigenen Hochschulzugehörigkeit per Mail an: stenzel@adbk-nuernberg.de
Ein Angebot der Akademie für Bildende Künste Nürnberg.
Gespräch von Alina Just und Michael Wildt, moderiert von Yvonne Robel
In Kooperation mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
Öffentliche Veranstaltung, Eintritt frei
Der Vortrag wird auch online via Zoom übertragen.
Alina Laura Just, Gestaltung und Gleichschritt. Die Geschichte der Hochschule für bildende Künste Hamburg im Nationalsozialismus, Cover
Wie veränderte die nationalsozialistische Diktatur den Alltag an einer staatlichen Kunsthochschule? Welchen Einfluss nahm das Regime auf Praktiken des Lehrens und Lernens? Wo lagen die Kipppunkte der Institution auf ihrem Weg in die Diktatur? Die gerade erschienene Studie Gestaltung und Gleichschritt von Alina Just geht diesen Fragen am Beispiel der HFBK Hamburg bzw. deren Vorgängereinrichtungen, der Landeskunstschule und der Hansischen Hochschule für bildende Künste, nach. Sie liefert ein anschauliches Zeitbild des künstlerisch-intellektuellen Beziehungsgeflechts im nationalsozialistischen Hamburg – und dessen Nachwirkungen in der demokratischen Nachkriegszeit.
In der Extended Library der HFBK Hamburg stellt die Autorin ihre Forschungsergebnisse vor und spricht anschließend mit Michael Wildt über den Prozess der institutionellen Anpassung an das nationalsozialistische System und darüber, wie die Beteiligten ihre jeweiligen Handlungsspielräume nutzten.
Dr. Alina Just ist Historikerin und seit 2024 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH). Sie hat Neuere und Neueste Geschichte an der Humboldt- Universität zu Berlin studiert und wurde 2015 an der Universität Münster promoviert. Im Anschluss forschte sie am Leibniz-Institut für Medienforschung / Hans-Bredow-Institut im Bereich Mediengeschichte und an der HafenCity Universität (HCU) Hamburg im Bereich Kultur der Metropole. Freiberuflich war sie u. a. tätig für die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen (SHGL) und die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen Stadtgeschichte, Kulturgeschichte und Migrationsgeschichte des 20. Jahrhunderts sowie die Geschichte des geteilten Deutschlands nach 1945.
Prof. i.R. Dr. Michael Wildt ist Historiker und lehrte von 2009 bis 2022 als Professor für Deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zuvor arbeitete er an der Forschungsstelle für die Geschichte des Nationalsozialismus in Hamburg und am Hamburger Institut für Sozialforschung mit dem Arbeitsbereich Theorie und Geschichte der Gewalt. Für seine Forschung wurde er 2022 mit dem Preis des Historischen Kollegs ausgezeichnet. Jüngste Veröffentlichungen von ihm sind Zerborstene Zeit. Deutsche Geschichte 1918–1945 (2022), Die Ambivalenz des Volkes. Der Nationalsozialismus als Gesellschaftsgeschichte (2019) sowie Volk, Volksgemeinschaft, AfD (2017). Gemeinsam mit Susan Neiman hat er den Band Historiker streiten. Gewalt und Holocaust – Die Debatte (2022) herausgegeben.
PD Dr. Yvonne Robel ist Historikerin, Privatdozentin für Neuere Geschichte an der Universität Hamburg und seit 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg. Sie forscht u. a. zur Geschichte des Altonaer Museums und Museums für Hamburgische Geschichte während des Nationalsozialismus und in der unmittelbaren Nachkriegszeit und bereitet derzeit (gemeinsam mit Christoph Strupp, FZH) einen Sammelband zu Kultur und Kulturpolitiken in Hamburg während der NS-Zeit vor.
Im Anschluss eröffnet im Magazin der HFBK-Bibliothek die Präsentation Von Bruchstücken und Leerstellen: Studierende am Lerchenfeld 1933–45
Ausgehend von ihrer gemeinsamen Arbeit an Thomas Demands Einzelausstellung The Stutter of History im Israel Museum Jerusalem im Jahr 2023/2024 reflektieren die Kuratorin Nirith Nelson und Thomas Demand über die Dynamiken der Zusammenarbeit zwischen Künstler*in und Kurator*in. Wie entstehen Ausstellungen im Dialog? Welche Rollen übernehmen Künstler*in und Kurator*in im Prozess der Konzeption, Entwicklung und Präsentation einer Ausstellung? Und wie verschieben sich Fragen von Autorschaft, Verantwortung und Deutung im Verlauf einer solchen Zusammenarbeit?
Anhand ihrer konkreten Erfahrungen sprechen die beiden über die Entstehung der Ausstellung, über die Entwicklung der Präsentation und über die produktiven Näheverhältnisse, die das Projekt geprägt haben und die diese Ausstellungsversion von ihren vorherigen Iterationen unterschieden. Dabei eröffnet das Gespräch Einblicke in die oftmals unsichtbaren Aushandlungsprozesse, die zwischen Werk, Raum, Institution und den beteiligten Akteur stattfinden.
Das Gespräch findet im Rahmen des Workshops von Nirith Nelson an der HFBK Hamburg statt und ist für alle Interessierten geöffnet.
Nirith Nelson ist Kuratorin für zeitgenössische Kunst und Design sowie Kunstpädagogin. Sie unterrichtet Kuratorische Studien an der Bezalel-Akademie für Kunst und Design und ist Kuratorin für zeitgenössische Kunst am Israel-Museum in Jerusalem.
Otobong Nkanga, Leyla Yenirce
Die Hochschule für bildende Künste Hamburg lädt Sie herzlich ein zur Verleihung des Finkenwerder Kunstpreises 2026 an Otobong Nkanga und des Finkenwerder Förderpreises der HFBK Hamburg an Leyla Yenirce mit anschließender Ausstellungseröffnung. Es begrüßen Nawina Walker (Standortleiterin, Airbus Operations GmbH), Adolf Fick (Kulturkreis Finkenwerder e.V.) und Martin Köttering (Präsident, HFBK Hamburg).
Zu den Prämierten:
Mit Einzelausstellungen im MoMA New York, der Tate Modern London oder im Musée d’Art Moderne de Paris zählt Otobong Nkanga (geboren 1974 in Kano, Nigeria) zweifelsohne zu den renommierten Künstler*innen unserer Zeit. Ihre internationale Bedeutung wird nicht zuletzt durch ihre Teilnahme an der aktuellen 61. Kunstbiennale von Venedig unterstrichen.
In ihrer ersten Einzelausstellung in Hamburg konzentriert sich Otobong Nkanga auf zwei forschungsbasierte Schlüsselwerke. Contained Measures of a Kolanut ist eine multimediale Installation zur Kulturgeschichte der Nigerianischen Kolanuss und ihrem globalen Einfluss. Mit der modularen Rauminstallation Tsumeb Fragments erzählt Nkanga facettenreich von der Mine The Green Hill in Tsumeb, Namibia und wie sich der Hügel unwiderruflich verändert, nachdem die nachhaltige Gewinnung verschiedener Mineralien im Boden durch die Ovambo für deren Eigenbedarf von dem industriellen Abbau unter deutscher Kolonialherrschaft verdrängt wurde. Ergänzt mit ihren beeindruckenden Wandteppichen, dokumentarischen Fotografien und Videos, öffnet Otobong Nkanga mit dieser Ausstellung einen Reflexionsraum über Landschaften, Erinnerungen, individuelles Konsumverhalten und Verschiebung von Machtstrukturen während und nach der Kolonialisierung des afrikanischen Kontinents.
Leyla Yenirce (geboren 1992 in Qubînê, Kurdistan) hat 2022 bei Jutta Koether an der Hochschule für bildende Künste Hamburg ihren Masterabschluss gemacht. Aktuell zieht sie große Aufmerksamkeit in deutschen und internationalen Kunstinstitutionen auf sich, u. a. Landesmuseum Oldenburg, Museum Brandhorst München oder Mudam Luxemburg, und gehört zu den markanten Stimmen ihrer Künstler*innengeneration.
Leyla Yenirce präsentiert großformatig ihre Video- und Soundinstallation Being Strong Is Hard. Das Video zeigt gefundenes Bildmaterial von kurdischen Freiheitskämpferinnen, Aktivistinnen und Journalistinnen abwechselnd mit verpixelten Landschaftsaufnahmen in rasanter Abfolge und ist begleitet von einem harten elektronischen Beat. Damit stößt einen die Künstlerin unerbittlich auf die schwierige Frage: Wie kann man Widerstand leisten gegen militärische und mediale Dominanz und die Freiheit verteidigen? Die Frauen, die Leyla Yenirce hier zeigt, haben ihre Entscheidung getroffen. Dass diese eine harte ist mit all ihren Implikationen, ist unmittelbar zu spüren.
19:00 Uhr
im Gespräch mit Yalda Afsah
Ana Zeno de Courcy, Ashley Shugart, Sy Choi, Laura Mahnke, Lucia Choffat, Joana Owona with Dejvi Haxhi, Anastasia Adasheva, LMNO, Emilia Clio, Darya Khoroshikh, Yağmur Bozacı, Manjari Goteti, Zeynep Bafralı, Kiek Nieuwint, Eleni Kaouki, Ethan Tate, Tolani Aboyami
A full day program with students from the Class of Slavs and Tatars at HFBK, Hamburg exploring how hospitality functions as a discursive but also affective practice?
Taking Eve Kosofsky Sedgwick’s dictum focuses on the role of reading as a generative form of making art in a world increasingly hostile to it.
Studierende der Klasse Jasmin Werner
Paul Glaw
18:00 Uhr
Auf Einladung der Klasse Jorinde Voigt
Der Vortrag von Juliane von Herz versteht den Sakralraum nicht zuvorderst als religiösen Ort, sondern als Erfahrungsraum, in dem Kunst über Jahrhunderte an Architektur, Körper, Öffentlichkeit und Wahrnehmung gebunden war. Im Zentrum steht die Beobachtung, dass die vormoderne Kunst das Werk nicht als autonomes Objekt auffasste. Fresken, Kapellen, Altäre oder Bildzyklen waren untrennbar mit ihrem Ort verbunden und Teil räumlicher, sozialer und liturgischer Zusammenhänge. Kunst entstand im Verhältnis zu Architektur, Licht, Bewegung und Betrachter.
Anhand ausgewählter Beispiele – von Masaccios Trinità in Santa Maria Novella über Renaissance-Freskenräume bis zur Rothko Chapel sowie zu Arbeiten von Bill Viola oder Jenny Holzer – entwickelt der Vortrag eine Genealogie solcher Bindungen zwischen Kunst und Raum. Dabei steht weniger die Geschichte religiöser Ikonographie im Vordergrund als die Frage, wie Kunst sich an Räume bindet und wie Räume ihrerseits Konzentration, Präsenz und Wahrnehmung hervorbringen.
Sonia D'Alto
Taking Eve Kosofsky Sedgwick’s mantra as a starting point, Slavs and Tatars’ summer 2026 seminar „Pluralize and Specify“ focuses on the role of reading as a generative form of making art in a world increasingly hostile to it. For much of its history, reading has been a collective and performative act. For millennia, texts have been recited, delivered to crowds, and experienced as a social body. Only in recent centuries have we become accustomed to understanding reading as a private, individual, and silent act.
In our age of rampant disinformation and increasingly fragmented, molecular attention, “Pluralize and Specify” proposes to reexamine the potential of reading—in a broader sense—to create spaces for social cohesion. How does hospitality function as a discursive but also affective practice? How can the analytical and intimate act of contemporary reading be translated into a phenomenological and public act?
On the occasion of the guest professorship, Slavs and Tatars will curate a small programme of lecture performances at the Extended Library of the HFBK
Lecture performance by Slavs and Tatars
Through the lens of phonetic, semantic, and theological slippage, Transliterative Tease explores the potential for transliteration – the conversion of scripts – as a strategy equally of resistance and research into notions such as identity politics, colonialism, and faith. The march of alphabets has always accompanied that of empires – Arabic with the rise of Islam, Latin with that of Roman Caholicism, and Cyrillic with the Orthodox Church and subsequently communism. This lecture-performance attempts not to emancipate peoples or nations but rather the sounds rolling off our tongues.
Lecture performance by Zishi Han and Wei Yang
Emerging from their shared interests in the power dynamics inherent in desire and intimacy, Zishi Han and Wei Yang’s collaborative practice departs from historical Chinese homoerotic literature, intertwining multiple narratives to explore queer existences in China and of the Chinese diaspora. Their collaborative project has been presented at Politikens Forhal (DK), SculptureCenter (US), Asia Art Archive in America (US), Kunstraum MEMPHIS (AT), West Den Haag (NL), Pickle Bar (DE), among others.
Lecture performance by Elif Satanaya Özbay
Live accordion by Blan Jalouqa
Live visuals by EMIRHAKIN
Elif Satanaya Özbay (NL/TR) works across performance, installation, and script-based forms. Through montage and unstable narration, she explores horror, beauty, and archival research, investigating how bodies are staged and aestheticized within systems of spectacle and modern visual culture, moving between myth, cinema, and displacement.
Marija Arakelyan Lucic, Haoyu (Tom) Bian, Michela DiStefano, Jay Ho, Yuwen Huang, Ivan Kizindo, Tomma Köhler, Jan-Niklas Kuhn, Camila Low Tanne, Emma Maiwald, Einav Hana Maler, Charlotte Neidel, Kiek Nieuwint, Ashley Shugart, Kane Tank, Anissa Tavara, Katharina Wanke, Zhenghao Yan, Odille Zexter, Yukuo Zhang, Wenfei Zhao, Ammar Yassir
Die ART SCHOOL ALLIANCE (ASA) ist ein internationales Austauschprogramm für Kunststudierende und Gastkünstler*innen. Ziel ist die Stärkung internationaler künstlerischer Praxis, die Entwicklung künstlerischer Projekte mit vielfältigen Perspektiven und Einflüssen und ein lebendiger Dialog im internationalen Kontext.
Während der Open Studios sind aktuelle künstlerische Arbeiten aller derzeit an der ART SCHOOL ALLIANCE teilnehmenden Künstler*innen im gemeinsam genutzten Atelierhaus zu sehen.
Studierende:
Marija Arakelyan Lucic, Haoyu (Tom) Bian, Michela DiStefano, Jay Ho, Yuwen Huang, Ivan Kizindo, Tomma Köhler, Jan-Niklas Kuhn, Camila Low Tanne, Emma Maiwald, Einav Hana Maler, Charlotte Neidel, Kiek Nieuwint, Ashley Shugart, Kane Tank, Anissa Tavara, Katharina Wanke, Zhenghao Yan, Odille Zexter, Yukuo Zhang, Wenfei Zhao
Artist in Residence:
Ammar Yassir
19:00 Uhr
Clara Palmberger-Süße
11:00 Uhr
Kader Attia u. a.
Agnes Eeg-Olofsson, Flora Fee Mayrhofer
Im Rahmen seines Vortrags IMAGE AS SYSTEM spricht Jonas Weichsel über zentrale Fragestellungen seiner malerischen Praxis.
Ausgehend von ausgewählten Werkgruppen gibt der Künstler Einblick in seine Arbeitsweise und die Entwicklung seiner Bildsysteme. Im Mittelpunkt stehen dabei Wiederholung, Struktur, Wahrnehmung sowie die Beziehung zwischen digitalen und analogen Bildprozessen.
Anhand seiner Arbeiten untersucht Weichsel, wie Bilder durch minimale Verschiebungen, serielle Verfahren und strukturelle Entscheidungen organisiert werden und wie sich Wahrnehmung innerhalb dieser Prozesse verändert.
Der Vortrag versteht Malerei als eine Form der Bildproduktion, die auf gegenwärtige visuelle Bedingungen reagiert und Fragen nach Materialität, Reproduktion und Bildstabilität verhandelt.
Jonas Weichsel lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Seine Arbeiten wurden unter anderem im Kunstmuseum Bonn, MMK Frankfurt, Josef Albers Museum Bottrop und Oldenburger Kunstverein gezeigt. Er wird von der Galerie Thomas Schulte, Berlin, vertreten.
Auf Einladung der Klasse Jorinde Voigt.
Anna Scalfi Eghenter, Valentina Viviani, Nora Sternfeld
Anna Scalfi Eghenter (Artist) and Valentina Viviani (Assistant Curator, 13. Berlin Biennale) in conversation with Nora Sternfeld (Professor of Art Education at HFBK Hamburg) about the project Clearing House / Die Komödie! [The Comedy!]
As part of the 13th Berlin Biennale, artist Anna Scalfi Eghenter realized the installation Clearing House / Die Komödie! [The Comedy!] in 2025 at the former military court building on Lehrter Straße, where Karl Liebknecht was convicted in 1916 for his resistance to the First World War. The title refers to Liebknecht’s exclamation “Die Komödie!” (“The Comedy!”) after the courtroom had been cleared. In the entrance area of the installation, red leaflets swirled through the space — reprints of the pamphlets with which Liebknecht called on workers on May 1, 1916 to refuse the “fratricide” of war.
With Clearing House / Die Komödie! [The Comedy!], Anna Scalfi Eghenter extends this historical and political inquiry into the digital and urban realm. Through a web-based platform, users around the world can enter their own interests, initiatives, needs, and forms of protest. These inputs are translated in real time into cartographic and visual patterns and transmitted back into the Biennale exhibition space. The result is a collective, immaterial cartography of shared concerns that connects local initiatives and experiments with new forms of political and artistic participation.
The event will discuss the relationship between art, activism, and technology, as well as the question of how collective action and solidarity can be organized today beyond the logics of economic exploitation and commodification.
Anna Scalfi Eghenter (*1965) uses artistic practice as a tool for intervening in the laboratory of reality. She holds a PhD in Management Studies from the Essex Business School, an MSc in Sociology from the University of Trento, and MFAs from the National Academy of Dramatic Arts “Silvio d’Amico” and the Academy of Fine Arts of Brera. Her work has been presented internationally, including at the 13th Berlin Biennale, 16th Quadriennale d’arte di Roma, MAMbo – Museo d’Arte Moderna di Bologna, Biennale Democrazia, Kadist, Real Academia de España en Roma, and Palais de la Bourse Brussels.
https://scalfieghenter.com/
The project is supported by the Italian Council Program of the Italian Ministry of Culture.
Anna Scalfi Eghenter, Clearing House / Die Komödie! [The Comedy!], installation view 13. Berlin Biennale; Photo: Ela Bialkowska, OKNO studio
Shahrbanoo Sadat, Abel Auer
Mit anschließendem Talk
Hamburger Premiere des neuen Films von Regisseurin und HFBK-Professorin Angela Schanelec.
Angela Schanelec, Meine Frau weint, 2026; Filmstill © Blue Monticola Film
Michael Taussig, Pablo Torres Gómez, Luise Donschen
Leider muss die Veranstaltung krankheitsbedingt entfallen.
Michael Taussig, born in Australia, studied medicine and sociology and conducted anthropological fieldwork in western Colombia. He was a professor of Performance Studies at NYU, then of Anthropology at Columbia University, where he is now emeritus. Together with friends he runs a seminar called “The Mini aaa” focused on the art of writing. His books include The Devil and Commodity Fetishism in South America (1980); Shamanism, Colonialism, and the Wild Man (1987); Mimesis and Alterity (1993); I Swear I Saw This (2011); Field Notebooks. 100 Notes – 100 Thoughts, dOCUMENTA 13 (2011); The Corn Wolf (2015); And the Garden Is You: Essays on Fieldwork, Writingwork, and Readingwork (2024).
Pablo Torres Gómez, born in Colombia, is a PhD candidate in the postgraduate program Being(s). Artistic Research in Transformative Contexts of Health at the HFBK Hamburg. He works as an artistic researcher, sound artist, and anthropologist. He holds a B.A. in Social & Cultural Anthropology and an M.A. in Design & Computation from the Berlin University of the Arts. He is co-curator of the Listening Biennial and a member of the collective ~pes: laboratory for animal dreams. His work has been activated at documenta fifteen, Ars Electronica, TBA21’s Ocean Archive, and Kunstmuseum Stuttgart, among others.
Luise Donschen is a filmmaker, born in East Berlin. She studied European Ethnology in Hamburg and Belgrade, as well as film at the HFBK Hamburg, where she subsequently taught as an artistic staff member in the narrative film department. Her films Casanova Gene (2018), Entire Days Together (2019), and Elle (2021) have been successfully screened at international festivals (including the Berlinale, New York Film Festival, Viennale, and Oberhausen Short Film Festival) and have received numerous awards. Her latest feature film Patty is currently in post-production.
Dr. Jürgen Müller
Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Müller (Professor für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte, TU Dresden): „Fritz Langs Film Metropolis von 1927 und die Idee des Dritten Reiches“
Metropolis ist als ein Meilenstein der Filmgeschichte erachtet worden. Eine brillante Tricktechnik, sowie beeindruckende wie stilbildende Studioarchitekturen einer Megapolis und ein Happy End, bei dem die Arbeiterklasse ins Himmlische Jerusalem einziehen darf – was will man mehr? Der aufwändig produzierte Film ist zunächst beim Publikum durchgefallen. Er hat die UFA ruiniert, aber dem Ruf des Wiener Regisseurs nicht geschadet. Thea von Harbous und Langs Werk ist später sogar der Rang des Weltdokumentenerbes zugesprochen worden. Der Vortrag will der politischen Ikonographie des Films nachgehen und seine Nähe zu rassistischen Ideologien aufweisen. Liest man den Wikipedia-Eintrag und schaut in den von der Berliner Kinemathek erstellten Katalog aus dem Jahre 2010 so stechen die unpolitischen Lesarten ins Auge. Im Unterschied dazu soll der programmatische Charakter des Films deutlich werden, der die Idee eines zukünftigen Reichs der Deutschen enthält, wie es Arthur Moeller van den Bruck in seinem Werk Das dritte Reich schon 1923 entworfen hat.
mit Kader Attia
Online unter: https://bbb.hfbk.net/rooms/lau-mkd-w7b-ba3/join
Abel Auer u.a.
Jan Eilhardt, Siri Hammarén, Mina Simendić, Zhichao Zhu u.a.
Jan Eilhardt, Bad Luck, DE 2025, 17:40 Min.
Siri Hammarén, Du sagst, dass du auf der Party bleibst, weil es dir Spaß macht, DE/DK/SE 2026, 27:45 Min
Mina Simendić, The Desirable Device, DE/RS 2026, 17:23 Min.
Zhichao Zhu, 浑浊 (Muddy Waters), DE/CN 2026, 16:51 Min.
Anna Tautfest, Stefan Mildenberger u.a.
18:00 Uhr
Ulla von Brandenburg
Eröffnung: 22. Februar, 11 Uhr
Ulla von Brandenburg
Ulla von Brandenburg und Dr. Karsten Müller führen im Gespräch durch die aktuelle Ausstellung Schüttelt Schattendramen aus dem Ärmel und offenbaren Einblicke hinter die Kulissen: Wie ist der Entstehungsweg von der Idee zu von Brandenburgs Ausstellungen? Wie entstehen ihre Filme? Was bedeutet das Theater für sie? Was treibt sie an und um?
Carolina Lehan, Laura Mahnke, Sara Malie, Paula Hoffmann, Nicl Barbro, Natalie Brehmer u.a.
15:00 Uhr
Tanja Nis-Hansen
18:00 Uhr
Lena Schramm u.a.
Max Weiss u.a.
19:00 Uhr
Monika Michalko, Helen Hu, Anna Steinert u.a.
20:00 Uhr
Jorinde Voigt
im Rahmen des Gallery Weekend Berlin
18:00 Uhr