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Sa, Samstag02.05.26—
Sa, Samstag01.08.26
Fr, Freitag08.05.26—
So, Sonntag02.08.26
Sa, Samstag18.07.26—
So, Sonntag09.08.26
Temorscha Zoltani
Sa, Samstag06.06.26—
So, Sonntag09.08.26
Maik Gräf
So, Sonntag21.06.26—
Fr, Freitag21.08.26
Annette Kelm, Lene Markusen, Mark Morris u.a.
Sa, Samstag18.04.26—
So, Sonntag23.08.26
So, Sonntag19.07.26—
So, Sonntag30.08.26
Eda Aslan u.a.
Fr, Freitag26.06.26—
So, Sonntag30.08.26
Dorothee Diebold
So, Sonntag07.06.26—
Mo, Montag31.08.26
Jenny Schäfer u.a.
Mi, Mittwoch08.07.26—
So, Sonntag06.09.26
Jakob Floess u.a.
Fr, Freitag24.07.26—
So, Sonntag06.09.26
Gesa Troch
Porous Container ist eine ortsspezifische Installation, die Handwerk und Massenproduktion, Individualität und Universalität, Intimität und Konformität verhandelt. Zwei Arbeiten stehen sich jeweils mit ihren vielschichtigen Konnotationen und verschiedenen Modi gegenüber – keramisch und textil.
Entgegen der Kühle von Haushaltsgeräten und technischen Waren im Erdgeschoss des MediaMarkts assoziiert das Textile Organisches, Warmes und Weiches. Die Gedankenkette zu Gewebe und Stoff ist lang, sie spinnt sich vom Häuslichen, Privaten, zu weiblich besetzter Arbeit sowie Verbundenheit und Resilienz, Hüllen oder Häuten. Je dichter ein Gewebe, so opaker und widerstandsfähiger wird es. Spitze hingegen ist mit bewussten Aussparungen versehen, die dekorativ und künstlerisch zugleich sind. Gesa Troch bringt in ihrer Installation gefärbte, dichte Stoffe und Drucke von leichter, löchriger Spitze zusammen, welche sie von Familienmitgliedern gesammelt hat. Beinahe widersprüchlich in ihrer Funktion trotz des gemeinsamen Materials verweisen die beiden unterschiedlichen Figurationen des Textils auch auf ihre ambivalenten Lesarten. Zum einen steht textile Arbeit immer im Zusammenhang mit der Abwertung ihrer femininen Zuschreibung, die laufend aktualisiert wird, und zum anderen stellt sie eine anspruchsvolle und sehr alte Kunst- sowie Handwerksform dar, die Würdigung verdient. Die allgegenwärtige Alltäglichkeit des Materials in Form von Kleidung wiederum erinnert an die globalen Produktionsketten, die sich oft konträr zur Wertschätzung menschlicher Arbeitskraft verorten. Die industrielle Herstellung von Spitze beispielsweise hat wenig mit Klöppeln, Häkeln oder Weben gemein, sie wird unter prekären Bedingungen für Arbeiter*innen und Umwelt hergestellt.
Die zweite Komponente von Porous Container besteht aus keramischen Objekten, Imitationen von Feuerwerksbatterien, die man aus den ersten Tagen des neuen Jahres kennt. Eine große Menge pappiger Spuren, überall im Stadtraum verteilt.
Für die einen verkörpern sie die Feierlichkeiten eines zentralen Übergangs, den Jahreswechsel und damit verknüpfte Wünsche, Hoffnungen, Träume. Für andere stellen sie eine Gefahr da, der laute Knall erinnert viele an Gewalt und auch die Natur nimmt Schaden durch die Geräuschkulisse. In ihrer Struktur der runden Röhren, die nach der Explosion erhalten bleiben, ähneln sie der monotonen Ornamentik von Gewebe. Die Arbeit Cracker überträgt der sonst aufgeweichten Pappobjekte im öffentlichen Raum an Neujahr in zunächst starre und doch fragile Objekte.
Trochs Installation wirkt wie eine Gegenthese zur lauten Umgebung, die wiederum auf Massenproduktion und Konsum verweist. Die inzwischen leise gewordenen Feuerwerksbatterien und die Verweise auf textiles Arbeiten sowie ihre Handwerkskunst fragen nach den Kontexten und Kodierungen ihrer Materialitäten, im Zusammenhang mit ihrer Umgebung eingangs der Haupteinkaufsstraße Hamburgs. Auf diese ambivalenten Einschreibungen der Werkstoffe nimmt auch der Titel der Ausstellung Bezug: ein Container verweist zunächst auf genormte Behältnisse, die aus einem harten Material bestehen, robust und austauschbar sind. Wird er porös, beginnt er aus seiner ursprünglichen Funktion zu fallen, wird durchlässig und instabil. Diese Porosität wird zum verbinden Element, durch welches die Arbeiten miteinander kommunizieren.
Porous Container, Gesa Troch; Fotos: Aimilia A. Theofilopoulos
Sa, Samstag13.06.26—
So, Sonntag06.09.26
Jakob Scheidt
Fr, Freitag22.05.26—
So, Sonntag13.09.26
Jasmin Werner
Fr, Freitag29.05.26—
So, Sonntag20.09.26
Martin Boyce, Omer Fast, Jens Franke u.a. Kuratiert von Thomas Demand
So, Sonntag10.05.26—
So, Sonntag27.09.26
Robert Bramkamp, Thomas Demand, Bogomir Ecker, Pia Stadtbäumer u.a.
Sa, Samstag27.06.26—
Mo, Montag28.09.26
Stanton Cornish-Ward, Trent Crawford u.a.
So, Sonntag21.06.26—
So, Sonntag04.10.26
Merve Kaplan, Özlem Altın, Jason Dodge, Annika Kahrs u.a.
So, Sonntag28.06.26—
So, Sonntag11.10.26
Aleen Solari
Do, Donnerstag25.06.26—
Fr, Freitag16.10.26
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Die Präsentation von Archivmaterialien in den Vitrinen der HFBK-Bibliothek wurde flankierend zur Vorstellung von Dr. Alina Laura Just neu erschienener Studie Gestaltung und Gleichschritt. Die Geschichte der Hochschule für bildende Künste Hamburg im Nationalsozialismus (Forum Zeitgeschichte, Band 34, Metropol Verlag, Berlin, 2026) am 25.Juni 2026 eröffnet. Sie bietet einen Einblick in die Bestände des Hochschularchivs. Mit ihrem Fokus auf den Studierenden möchte sie deren Perspektive betonen und auf offene Forschungsfragen hinweisen.
Um das Potenzial dieses Forschungsdesiderats aufzuzeigen, werden innerhalb dieser Präsentation einzelne, von Ausschluss und Verfolgung betroffene Studierende exemplarisch vorgestellt. Es handelt sich dabei um Funde, die sich aus den Recherchen vor allem externer Forschender im Hochschularchiv unsystematisch ergeben haben. Der Grund hierfür liegt in der gewachsenen Struktur des Hochschularchivs der HFBK: Die Studierendenakten sind in rein alphabethischer Ordnung von 1905 bis 1945 sortiert – ein umfangreiches und bislang in seiner Gänze unerschlossenes Quellenmaterial.
Mit den sieben hier vorgestellten Fallbeispielen, deren individuelle Lebenswege durch Relegation, Vertreibung und Deportation entscheidend beeinträchtigt oder sogar beendet wurden, will die Präsentation die Perspektive jener einnehmen, die das Wesen einer Kunsthochschule bis heute maßgeblich mitbestimmen: die Studierenden.
Inhaltliche Erarbeitung: Sabine Boshamer, Marlene Kirsten, Julia Mummenhoff
Gestaltungskonzept und Reproduktionen: Tim Albrecht
Dank an: Dietrich Banse und die Geschichtswerkstatt Uelzen, Peter Degkwitz, Corry Guttstadt, Alina Laura Just, Alisa Navot (Israel), Felix-Nussbaum-Gesellschaft (Osnabrück), Nora Sternfeld, Itamar Wexler (Tel Aviv), Ingo Wille.
Sa, Samstag09.05.26—
So, Sonntag22.11.26
Kader Attia, Sung Tieu, Henrike Naumann, Yalda Afsah, Jenna Sutela u.a.