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Ausstellung
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Finkenwerder Kunstpreis 2026
Di. – So., 14 – 18 Uhr ICAT der HFBK
Die Hochschule für bildende Künste Hamburg lädt Sie herzlich ein zur Verleihung des Finkenwerder Kunstpreises 2026 an Otobong Nkanga und des Finkenwerder Förderpreises der HFBK Hamburg an Leyla Yenirce mit anschließender Ausstellungseröffnung. Es begrüßen Nawina Walker (Standortleiterin, Airbus Operations GmbH), Adolf Fick (Kulturkreis Finkenwerder e.V.) und Martin Köttering (Präsident, HFBK Hamburg).
Zu den Prämierten:
Mit Einzelausstellungen im MoMA New York, der Tate Modern London oder im Musée d’Art Moderne de Paris zählt Otobong Nkanga (geboren 1974 in Kano, Nigeria) zweifelsohne zu den renommierten Künstler*innen unserer Zeit. Ihre internationale Bedeutung wird nicht zuletzt durch ihre Teilnahme an der aktuellen 61. Kunstbiennale von Venedig unterstrichen.
In ihrer ersten Einzelausstellung in Hamburg konzentriert sich Otobong Nkanga auf zwei forschungsbasierte Schlüsselwerke. Contained Measures of a Kolanut ist eine multimediale Installation zur Kulturgeschichte der Nigerianischen Kolanuss und ihrem globalen Einfluss. Mit der modularen Rauminstallation Tsumeb Fragments erzählt Nkanga facettenreich von der Mine The Green Hill in Tsumeb, Namibia und wie sich der Hügel unwiderruflich verändert, nachdem die nachhaltige Gewinnung verschiedener Mineralien im Boden durch die Ovambo für deren Eigenbedarf von dem industriellen Abbau unter deutscher Kolonialherrschaft verdrängt wurde. Ergänzt mit ihren beeindruckenden Wandteppichen, dokumentarischen Fotografien und Videos, öffnet Otobong Nkanga mit dieser Ausstellung einen Reflexionsraum über Landschaften, Erinnerungen, individuelles Konsumverhalten und Verschiebung von Machtstrukturen während und nach der Kolonialisierung des afrikanischen Kontinents.
Leyla Yenirce (geboren 1992 in Qubînê, Kurdistan) hat 2022 bei Jutta Koether an der Hochschule für bildende Künste Hamburg ihren Masterabschluss gemacht. Aktuell zieht sie große Aufmerksamkeit in deutschen und internationalen Kunstinstitutionen auf sich, u. a. Landesmuseum Oldenburg, Museum Brandhorst München oder Mudam Luxemburg, und gehört zu den markanten Stimmen ihrer Künstler*innengeneration.
Leyla Yenirce präsentiert großformatig ihre Video- und Soundinstallation Being Strong Is Hard. Das Video zeigt gefundenes Bildmaterial von kurdischen Freiheitskämpferinnen, Aktivistinnen und Journalistinnen abwechselnd mit verpixelten Landschaftsaufnahmen in rasanter Abfolge und ist begleitet von einem harten elektronischen Beat. Damit stößt einen die Künstlerin unerbittlich auf die schwierige Frage: Wie kann man Widerstand leisten gegen militärische und mediale Dominanz und die Freiheit verteidigen? Die Frauen, die Leyla Yenirce hier zeigt, haben ihre Entscheidung getroffen. Dass diese eine harte ist mit all ihren Implikationen, ist unmittelbar zu spüren.
Donnerstag21.05.26
Eröffnung
19:00 Uhr
Freitag05.06.26
Artist Talk
+ – Artist Talk mit Leyla Yenirce
im Gespräch mit Yalda Afsah