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Die Präsentation von Archivmaterialien in den Vitrinen der HFBK-Bibliothek wurde flankierend zur Vorstellung von Dr. Alina Laura Just neu erschienener Studie Gestaltung und Gleichschritt. Die Geschichte der Hochschule für bildende Künste Hamburg im Nationalsozialismus (Forum Zeitgeschichte, Band 34, Metropol Verlag, Berlin, 2026) am 25.Juni 2026 eröffnet. Sie bietet einen Einblick in die Bestände des Hochschularchivs. Mit ihrem Fokus auf den Studierenden möchte sie deren Perspektive betonen und auf offene Forschungsfragen hinweisen.
Um das Potenzial dieses Forschungsdesiderats aufzuzeigen, werden innerhalb dieser Präsentation einzelne, von Ausschluss und Verfolgung betroffene Studierende exemplarisch vorgestellt. Es handelt sich dabei um Funde, die sich aus den Recherchen vor allem externer Forschender im Hochschularchiv unsystematisch ergeben haben. Der Grund hierfür liegt in der gewachsenen Struktur des Hochschularchivs der HFBK: Die Studierendenakten sind in rein alphabethischer Ordnung von 1905 bis 1945 sortiert – ein umfangreiches und bislang in seiner Gänze unerschlossenes Quellenmaterial.
Mit den sieben hier vorgestellten Fallbeispielen, deren individuelle Lebenswege durch Relegation, Vertreibung und Deportation entscheidend beeinträchtigt oder sogar beendet wurden, will die Präsentation die Perspektive jener einnehmen, die das Wesen einer Kunsthochschule bis heute maßgeblich mitbestimmen: die Studierenden.
Inhaltliche Erarbeitung: Sabine Boshamer, Marlene Kirsten, Julia Mummenhoff
Gestaltungskonzept und Reproduktionen: Tim Albrecht
Dank an: Dietrich Banse und die Geschichtswerkstatt Uelzen, Peter Degkwitz, Corry Guttstadt, Alina Laura Just, Alisa Navot (Israel), Felix-Nussbaum-Gesellschaft (Osnabrück), Nora Sternfeld, Itamar Wexler (Tel Aviv), Ingo Wille.