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Fr, Freitag17.04.26
So, Sonntag03.05.26

Ausstellung

Fake it till you make it

Di. – Fr., 14:00–18:00 Uhr ICAT der HFBK Hamburg, Raum 02

Künstler*innen: Phuong Bui, Trieu Dao, Sina Eichhorst, Luzie Ana Catalina Katzorke, Willi Mend, Emiliano Mondragón, Josie Overton, Sude Nur Tosun, UWAGA2002 (Nika Genetika & Ella Kur & Alfons Nagel), Leonie Wahler, Aleit Wagenbrenner

Eröffnung: 16.⁠ ⁠April, 18 Uhr
Mit einer Performance von UWAGA2002 (Nika Genetika & Ella Kur & Alfons Nagel)

Finissage: 3.⁠ ⁠Mai 2026, 15 Uhr
Mit einer Performance der Working Class Daughters und einer Lesung von Daniela Aparicio Ugalde

Immer wieder stoßen das Bild des prekären Künstler*innen-Daseins und reale ökonomische Verhältnisse aufeinander: für manche eine Lebensphase in Verzicht als freiwillig gewählte kreative Aufopferung und für andere eine strukturelle Ungleichheit, die wenig Zeit und Ressourcen für die künstlerische Arbeit lässt. Es entstehen Ambivalenzen, Irritationen und Reibungen. Unterschiedlichste Startbedingungen prägen künstlerische Prozesse, ihre Perspektiven und ästhetischen Fragestellungen.

Der Begriff „Klassismus“ beschreibt unterschiedliche Formen von Ausgrenzung, Abwertung und Ungleichheiten aufgrund sozialer Herkunft, ökonomischer Bedingungen oder Zugehörigkeit. Solche sind besonders im Kunst- und Kulturbetrieb geprägt von Performanz, Habitus, der Verkörperlichung von Handlungsstrukturen, und scheinbar unsichtbaren Codes, flankiert von Gefühlen wie Scham, Wut oder Unsicherheiten. Wie könnten Aneignungsprozesse, Maskierungen, Strategien durch eine gläserne Decke aussehen, welche ebenso ästhetische Auseinandersetzungen in den Blick nehmen? Welche künstlerischen Mittel können Zugriffsbedingungen oder zwischenmenschliche Solidarität sichtbar machen, soziale Herkunft in verschiedenen Ausformungen reflexiv befragen?

Die Ausstellung Fake it till you make it im ICAT, Raum 2, im April 2026 möchte mithilfe von künstlerischen Positionen, die aus einem Open Call hervorgegangen sind, die Startbedingungen einer künstlerischen Auseinandersetzung, ihre Sichtbarmachung sowie ihre Ästhetiken untersuchen. Fake it till you make it ist Teil des dezentralen Festivals „Klassenreise – Aktionen zu sozialer Herkunft“ mit weiteren Programmpunkten und Standorten in Hamburg im April und Mai 2026.