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Donnerstag04.06.26

Symposium

Texturen – Symposium aus Anlass der Verabschiedung von Hanne Loreck

11:00 Uhr Extended Library, HFBK Hamburg

Susanne von Falkenhausen, Samo Tomšič, Jana Pfort, Eske Schlüters, Vanessa Gravenor / Ulrike Gerhardt, Sarah Lehnerer, Eran Schaerf, Judith Raum, Vera Tollmann, Astrid Mania, Bettina Uppenkamp

Symposium anlässlich des Abschieds von Hanne Loreck, Professorin für Kunst- und Kulturwissenschaften, HFBK Hamburg

Programm:

  • 11.00 Uhr
    Begrüßung durch Martin Köttering (Präsident der HFBK Hamburg)

    Im Anschluss
    Willkommen und Einführung: Astrid Mania und Bettina Uppenkamp (Professorinnen im Studienschwerpunkt Theorie und Geschichte, HFBK Hamburg)

  • 11.30 Uhr
    Susanne von Falkenhausen (Professorin em. für Neuere Kunstgeschichte, Humboldt-Universität zu Berlin)
    Vortrag: „Zur Kunst des Metaphernflechtens“

    Von 1993 bis 2016 war Susanne von Falkenhausen Professorin für Neuere Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Moderne am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Kunst, Architektur und Macht seit der Französischen Revolution, die Kunst des 19.⁠ ⁠Jahrhunderts, Geschlechterforschung in der Kunstgeschichte der Moderne, Theorien und Praxen von Repräsentation, Rhetorik und medialer Codierung in der Kunst seit 1945, Fragen der Interdisziplinarität in Kunstgeschichte und Kunstwissenschaft sowie das Verhältnis von Kunstgeschichte zu Cultural- und Visual Studies. Neben akademischen Publikationen verfasst sie auch Rezensionen und Essays in Kunstzeitschriften wie Texte zur Kunst und Frieze, zuletzt insbesondere zu Themen wie Identitätspolitiken der Sichtbarkeit und Zensur in der Gegenwartskunst. Ausgewählte Publikationen: Susanne von Falkenhausen: Praktiken des Sehens im Felde der Macht. Gesammelte Schriften. Hrsg. von Elena Zanichelli, Bettina Uppenkamp et al., Hamburg 2011. Jenseits des Spiegels. Das Sehen in Kunstgeschichte und Visual Culture Studies. Fink: Paderborn 2015. Beyond the Mirror. Seeing in Art History and Visual Culture Studies. transcript: Bielefeld 2020.

  • 12.00 Uhr
    Samo Tomšič (Professor für Philosophie und Ästhetik, Hochschule für Bildende Künste Dresden)
    Vortrag: „Wortspiel als Methode“

    Samo Tomšič ist Professor für Philosophie/Ästhetik an der Hochschule für bildenden Künste Dresden. Zuvor lehrte er an der Hochschule für bildenden Künste Hamburg sowie an der Akademie der bildenden Künste Nürnberg. Er promovierte in Philosophie an der Universität Ljubljana und war mehrere Jahre am Wissenschaftlichen Forschungszentrum der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste tätig, anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er publiziert zur Theorie der Psychoanalyse sowie zu Fragen der politischen Philosophie, der Ästhetik und der Epistemologie. Ausgewählte Publikationen: The Capitalist Unconscious: Marx and Lacan (London: Verso, 2015), The Labour of Enjoyment: Toward a Critique of Libidinal Economy (Berlin: August Verlag, 2019), The Drive of Destruction: Psychoanalysis at the Limits of the Social (in Vorbereitung für 2027).

  • 12.30 Uhr
    Jana Pfort (Assistenzkuratorin Hamburger Kunsthalle)
    Vortrag: „Mysterien des Übergangs“

    Jana Pfort ist Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin. Sie studierte im Master Theorie & Geschichte an der HFBK Hamburg bei Hanne Loreck und Michaela Melián. Seit Abschluss ihres Studiums ist sie als freie Autorin und Kuratorin tätig, unter anderem am Museum für Moderne Kunst Frankfurt und an der Hamburger Kunsthalle. Aktuell arbeitet sie als Assistenzkuratorin an der umfangreichen Gruppenausstellung UNSTABLE MEDIA IN THE 21st CENTURY. Highlights from the Centre Pompidou New Media Collection, einer Kooperation zwischen der Hamburger Kunsthalle und dem Centre Pompidou, die im November 2026 eröffnen wird. Ihre Texte erscheinen unter anderem bei Texte zur Kunst, im Lerchenfeld Magazin der HFBK Hamburg und in diversen Ausstellungspublikationen, zuletzt in Monografien von Edi Hila und Hilka Nordhausen, die sie ebenfalls redaktionell betreute.

  • 13.00 Uhr
    Mittagspause

  • 14.00
    Eske Schlüters (Künstlerin, Hamburg)
    Vortrag: „Es sieht so aus wie, es ist ungefähr so, oder so ähnlich.“

    Eske Schlüters ist eine postkonzeptuell und intermedial arbeitende Künstlerin und Filmemacherin, die recherchebasiert und oftmals kollaborativ arbeitet. In essayistischen Erzählweisen arbeitet sie mit einer Verkomplizierung von Perspektiven. Ein wiederkehrendes Motiv ist die Reflektion von Bildern und deren Wahrnehmungs- und Funktionsweisen und die Frage, auf welche Weise sie Gesellschaften prägen. In der Montage ihrer (Found Footage) Filme interessieren sie jene Verknüpfungen und Räume zwischen Bildern, Tönen und Texten, in denen sich neue Denkansätze, gedankliche Bilder und Dissonanzen bilden, die andere – nicht lineare, unvorhersehbare und widersprüchliche – Erzählungen möglich machen. 2021 erschien ihre Dissertation Alles kann ein Bild von allem sein, die von möglichen und unmöglichen Bildern erzählt, die über das Visuelle hinaus gedacht werden. Im Wechselspiel von Lesen und Um-Schreiben, in dem die Sprache ihre eigene Rolle zu spielen beginnt, wird die Montage der Textelemente selbst zum Argument und die Grenzen zwischen Eigenem und Anderem verwischen. Ihre Arbeiten wurden in Gruppenausstellungen in der Bundeskunsthalle Bonn, im Museum für Gegenwartskunst Siegen, im Frankfurter Kunstverein, im VOX Montréal und im MacLyon, sowie in Einzelausstellungen im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf und im Museum für Gegenwartskunst Siegen gezeigt.

  • 14.30 Uhr
    Ulrike Gerhardt (Verwalterin der Professur für Kunstdidaktik und Inklusion, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig) und Vanessa Gravenor (Künstlerin, Berlin)
    Lecture Performance: „Living in the End of Times with a Mask: A Radioactive Image Reel“ (EN)

    Dr. Ulrike Gerhardt ist eine Kunst- und Kulturwissenschaftlerin und Kunstvermittlerin, die sich u.⁠ ⁠a. mit künstlerischer Forschung zu versehrten Ökologien und (nicht-)menschlichen Verletzlichkeiten sowie mit Ansätzen einer inklusiven, geschichtsreflexiven und postdigitalen kulturellen Bildung auseinandersetzt. Sie promovierte zur „Generation Transformation“ – Künstler*innen und Kollektiven, die den Umbruch nach 1989/91 in ihrer Kindheit erlebten (De Gruyter Brill, 2024) und ist seit 2016 Co-Leiterin der Videokunstplattform D’EST (mit S. Husse). Ulrike Gerhardt ist Mitglied des neu gegründeten Forschungsclusters „Futures of Care in Education“ (Arbeitstitel) der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Universität Bremen. Ihre Veröffentlichungen umfassen u.⁠ ⁠a. Von der Ko-Konstruktion zur Ko-Kreation. Ko-kreative digitale Bildung und Kunstpädagogik in der Postdigitalität (kopaed, 2026, hrsg. mit M. Kaiser/M. Seiler) sowie Differenz und Inklusion in Kunstpädagogik und Kunstvermittlung (i.E., transcript/UTB, hrsg. mit M. Kaiser/N. Ahokas). Seit dem SoSe 2026 verwaltet sie die Professur Kunstdidaktik und Inklusion an der HBK Braunschweig.

    Dr. Vanessa Gravenor ist eine in Berlin lebende Künstlerin, Autorin und Forscherin. Ihre künstlerische Forschung untersucht die Nachwirkungen geheimer militärischer Operationen und wie diese in Worte, Bilder und Psychen hineinwirken, die die Wahrnehmung von Geschichte verzerren und verschieben. Ausgehend von der intimen Perspektive der Autofiktion nehmen ihre Arbeiten verkörperte Erfahrung zum Ausgangspunkt und verankern Bildschirmkulturen im Affektiven. Zu den künstlerischen Präsentationen ihrer Arbeiten zählen unter anderem: A.I.R. Gallery, Transmediale Studio, 68.⁠ ⁠Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, Lichter Art Award, Kim?, neue Gesellschaft für bildende Kunst, Park Avenue Armory, VISIO: Lo Schermo dell’arte und Galeria Miejska Arsenał. Ihre wissenschaftlichen Texte erschienen in Third Text, n. Paradoxa: Feminist Journal und Rosa Mercedes: Harun Farocki Institut. Ein Teil ihrer abgeschlossenen Dissertation keeping secret: Tracing Artistic Strategies Towards Images at War After the Digital wurde als Artikel unter dem Titel „Roaming Pixels: Clipping the Operative Close-up“ im Artl@s Bulletin (2025) in der Sonderausgabe The Same, But Not the Same veröffentlicht.

  • 15.00 Uhr
    Sarah Lehnerer (Künstlerin, Berlin)
    Lesung aus Day Book (2025)

    Sarah Lehnerer ist eine in Berlin lebende Künstlerin. In ihrer medienübergreifenden Praxis verbindet sie Fotografie, Druckgrafik und Text über Verfahren des Journalings, der Recherche sowie einem über Jahre gewachsenen persönlichen Bildarchiv. Ihre Arbeiten experimentieren mit somatischen Erinnerungs- und Übersetzungsprozessen, feministischen Schreibstrategien und Techniken der Polyphonie. Sarah Lehnerer studierte Bildende Kunst an der HFBK Hamburg und der AdBK München sowie im Master in Critical Studies an der AdBK Wien. 2025 schloss sie ihre Dissertation zum Thema „Writing as Artistic Practice“ an der HFBK Hamburg ab, betreut von Hanne Loreck und Maria Muhle. Seit 2017 unterrichtet sie regelmäßig an verschiedenen Kunsthochschulen. Lehnerer wurde unter anderem durch die Studienstiftung des deutschen Volkes, durch das Karl Schmidt-Rottluff Stipendium sowie die Kulturstiftung Bonn gefördert. Ihre Arbeiten wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen unter anderem im Kunstverein München, im Kunstverein Göttingen, im Neuen Essener Kunstverein, im im Cabaret Voltaire, im Rahmen der Manifesta 12, sowie im ZKM | Zentrum für Kunst und Medien präsentiert. Seit August 2023 ist sie Teil des Teams von Texte zum Nachdenken.

  • 15.15 Uhr
    Kaffeepause

  • 16.00 Uhr
    Eran Schaerf (Künstler und Autor, Berlin)
    Lesung: „Kombination mit schaitaan“

    Eran Schaerf lebt in Berlin und Brüssel. Zu seinen jüngeren Projekten zählen „Only Six Can Play this Game“ (gemeinsam mit Eva Meyer), präsentiert beim Droste Festival 2020; „Levantinism: The Anachronic Possibilities of a Concept“ (ebenfalls mit Eva Meyer), erschienen 2021 auf bakonline.org; „Blinded in Remembering the Present? Ask Franz“ in der Publikation Hijacking Memory. The Holocaust and the New Right im Haus der Kulturen der Welt, Berlin, 2022; sowie Ein jüdischer Garten, herausgegeben gemeinsam mit Hila Peleg und Itamar Gov, erschienen 2022 im Carl Hanser Verlag. Weitere Projekte umfassen die „Levantine Line Library“ im institut de carton, Brüssel (2022); „The Clay Song“ im Seoul Museum of Art (2022); „Nomadesque“ im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía (2023); sowie Gesammeltes Deutsch, erschienen 2023 bei Transversal texts, Wien. 2025 folgten „Student Strike & Amateur Reading“ in Institutional (Self-)Critique. On Art, Teaching and Caring in Times of Urgency, Universität der Künste, Berlin; „Irrtümliche Liebe“ beim Berliner Hörspielfestival sowie „When the Lights Go Out in a West German Talk Show. Ask Max“ in Der grosse Kanton: Rise & Fall of the BRD, Zürich

  • 16.30 Uhr
    Judith Raum (Künstlerin, Berlin)
    Vortrag: „Stoffbesprechung. Künstlerische Recherche an Otti Bergers Stoffen für die Architektur der Moderne“

    Judith Raum, Künstlerin und Autorin, lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Malereien, Installationen und Performances stehen im Spannungsfeld zwischen sozial- und wirtschaftsgeschichtlicher Recherche und der Frage nach den Bedingungen und der Verfasstheit künstlerischer Prozesse. Ihre Arbeit ist interdisziplinär verortet, Prozesse im Atelier und detailgenaue Archivrecherche gehen in ihrer Praxis Hand in Hand. Ihre Installationen thematisieren sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Verflechtungen des textilen Mediums (Textile Territories, 2021, Stiftung Bauhaus Dessau), traditionelle Hierarchien zwischen Handwerk und freien Künsten, tradierte Marginalisierungen weiblicher gestalterischer Arbeit (Hedwig Roth, 2025, Zilberman Berlin) und wirtschaftskolonialen Themen, wie ihre Arbeit harmless entrepreneurs für die diesjährige Manifesta 16 Ruhr. Seit 2017 sind zahlreiche Installationen und Performances zu den Funktionsstoffen der Textilwerkstatt am Bauhaus mit Konzentration auf das Werk der Textilgestalterin Otti Berger entstanden, 2024 gab Judith Raum in Kooperation mit dem Bauhaus-Archiv Berlin die erste umfangreiche Monografie zu Bergers Werk, Otti Berger. Weaving for Modernist Architecture (Hatje Cantz, 2024) heraus.

  • 17.00 Uhr
    Vera Tollmann (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Leuphana Universität, Lüneburg)
    Vortrag: „Vom (Un-)Sichtbaren. Dual Use, situierte Ästhetiken und mimetische Verfahren“

    Vera Tollmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kultur und Ästhetik digitaler Medien (ICAM) und Mitglied des Centre for Digital Cultures (CDC) an der Leuphana Universität Lüneburg. Von 20192022 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hildesheim und an der Universität der Künste in Berlin. Als Stipendiatin im Graduiertenkolleg Ästhetiken des Virtuellen an der HFBK Hamburg promovierte sie bei Hanne Loreck zu den Bildpolitiken der Vertikalität in Powers of Ten (1968/77), einem Kurzfilm von Charles und Ray Eames (2020). Eine überarbeitete Fassung erschien 2022 bei Spector Books. Ihre Forschungsinteressen umfassen Theorien der Sichtbarkeit, feministische Technologiekritik, Bildpolitiken der Fernerkundung und AI in digitalen Kulturen.“