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Zur Eröffnung des akademischen Jahres 2025/26 am 15.⁠ ⁠Oktober 2025 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK Hamburg) heute Abend begrüßt Präsident Martin Köttering die 230 neu immatrikulierten Studierenden, die für den Bachelor- und den Masterstudiengang Bildende Künste sowie für das Lehramt im Fach Kunst aus 2291 Bewerbungen ausgewählt worden sind.

An die Begrüßung schließt sich der Gastvortrag Captive Contagions: How We Cope With Epidemics in the Modern Era der Wissenschaftshistorikerin Dr. Edna Bonhomme an, der den inhaltlichen Auftakt zu dem Symposium State of Health im Rahmen des PhD-Programms am Folgetag bildet.

Nachfolgend stellen sich die fünf neu an die HFBK Hamburg berufenen Professor*innen vor: Die Hochschule freut sich über die Bereicherung der Lehre durch Cyprien Gaillard im Bereich Bildhauerei, durch Anne Femmer und Anne Duk Hee Jordan im Studienschwerpunkt Design sowie im Bereich der Grundlagen durch Dane Komljen für Film und Jasmin Werner für Bildhauerei und Bühnenraum.

Zu den neuen HFBK-Professor*innen

Anne Femmer

Anne Femmer ist Architektin und lotet in ihrer Arbeit kontinuierlich die Professionsgrenzen der Architekturdisziplin aus, indem sie alternative Praktiken des prozesshaften Gestaltens, Herstellens und Nutzens gebauter Umwelten einbezieht. Ihre kollaborativ erarbeiteten Bauten und Entwürfe sind dabei forschende Untersuchungen zu weit gefassten Fragestellungen: vom Umgang mit Material im Spannungsfeld zwischen Ökologie und Ökonomie, über das experimentelle (Zusammen-)Wohnen bis hin zu brennenden Fragen von Form, Gestalt und Ausdruck. Dabei interessiert sie vor allem das unmittelbare Tätigwerden: das Machen. Ihre Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet, u.⁠ ⁠a. mit dem Kunstpreis Berlin in der Sektion Baukunst sowie dem Preis des Deutschen Architekturmuseums Frankfurt. 2023 co-kuratierte Anne Femmer den Deutschen Pavillon auf der 18.⁠ ⁠Architekturbiennale in Venedig. Seit mehr als zehn Jahren ist sie in der Lehre tätig, zuletzt als Gastprofessorin an der TU München (2019), TU Graz (20202022) und der UdK Berlin (20222025). Ab diesem Wintersemester ist Anne Femmer Professorin für Sustainable Practices an der HFBK Hamburg.

Cyprien Gaillard

Cyprien Gaillard arbeitet mit Film, Video, Fotografie, Collage, Installation und Performance. Sein Werk thematisiert zivilisatorische Umbrüche, geologische Zeit und die „Poesie der Entropie“, indem es Geschichte neu ordnet und so Gegenwart sichtbar macht. Gaillard kombiniert Landschaften und Architekturen verschiedener Zeiten: So reichen seine skulpturalen Eingriffe von der Freilegung eines Bunkers bis zu Objekten aus Schaufeln und Onyx. Gaillards audiovisuelle Sprache erinnert an Romantik, wirkt aber zugleich als Kritik an Kolonialismus, gescheiterter Moderne und kapitalistischer Dynamik. Er hatte zahlreiche Einzelausstellungen in internationalen Kunstinstitutionen, u.⁠ ⁠a. Palais de Tokyo & Lafayette Anticipations, Paris (2022), Fondation LUMA, Arles (2022), Mori Art Museum, Tokyo (2021), TANK Shanghai (2019), Accelerator Konsthall, Stockholm (2019), Museum Tinguely, Basel (2019), K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (2016), Julia Stoschek Collection, Düsseldorf (2015) oder MoMA PS1, New York (2013). 2011 wurde er mit dem Preis der Nationalgalerie für junge Kunst, Hamburger Bahnhof (Berlin), 2010 mit dem Prix Marcel Duchamp (Paris) ausgezeichnet. Cyprien Gaillard übernimmt die Professur für Bildhauerei an der HFBK Hamburg.

Anne Duk Hee Jordan

Anne Duk Hee Jordans künstlerische Praxis umfasst Skulptur, Robotik, Installation und narrative Umgebungen. Die Arbeiten bewegen sich im Feld einer regenerativen Kunst, die aktiv in Umweltprozesse eingreift und Fragen von Technologie, Ökologie, kollektivem Handeln und Transformation verhandelt. Humor und poetische Imagination sind dabei wesentliche Mittel, um Verbindungen zwischen menschlichem und nicht-menschlichem Leben erfahrbar zu machen. Von 2023 bis 2025 war Duk Hee Professor*in für Digitale Medien an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Einzelausstellungen fanden u.⁠ ⁠a. im Canal Projects, New York; Barbican Centre, London; Bass Museum, Miami; und Kunsthaus Wien statt; Gruppenausstellungen u.⁠ ⁠a. am ZKM | Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe; Trondheim Kunstmuseum; Gwangju Biennale; ACC Korea; und NYU Shanghai. Zum Wintersemester 2025/26 tritt Duk Hee die Professur für Environmental Practice an der HFBK Hamburg an.

Dane Komljen

Dane Komljens Werk entfaltet sich an der Schnittstelle von narrativem, experimentellem und essayistischem Kino und untersucht Konzepte von Körper, Raum, Utopie und Gemeinschaft. Es zeichnet eine Bewegung nach: von der Auseinandersetzung mit spezifischen architektonischen Orten und dem Schichten persönlicher und kollektiver Erinnerungen hin zur Entfaltung utopischer Fiktionen, die sowohl von realen als auch inszenierten Gemeinschaften bewohnt werden. Komljens jüngster Spielfilm Desire Lines feierte 2025 Premiere beim Festival del Film Locarno. Sein zweiter Langfilm Afterwater wurde beim Filmfestival von Sevilla mit dem Preis für den besten Film ausgezeichnet. Seine Kurzfilme Phantasiesätze und Our Body wurden mit dem Fundación Casa Wabi Mantarraya Award in Locarno bzw. dem Prix UIP der Europäischen Filmakademie in Rotterdam prämiert. Komljens Filme waren u.⁠ ⁠a. auf der Berlinale, beim Cinéma du Réel, FID Marseille und dem New York Film Festival zu sehen. Dane Komljen übernimmt die Grundlagenprofessur Film an der HFBK Hamburg.

Jasmin Werner

Jasmin Werner untersucht in ihrer skulptural-installativen Praxis die materiellen wie ideologischen Architekturen von Herkunft, Zugehörigkeit und ökonomischer Abhängigkeit – oft im Zusammenspiel mit kollaborativen Prozessen, die Recherche und handwerkliche Praktiken miteinander verweben. Ihre Arbeiten wurden international präsentiert, etwa in Einzelausstellungen bei Damien & The Love Guru in Zürich und palace enterprise in Kopenhagen (beide 2025), im Westfälischen Kunstverein in Münster (2021) oder im Kunstverein Braunschweig (2018). Gruppenausstellungen führten sie u.⁠ ⁠a. an den Hamburger Bahnhof in Berlin (2024), zur Bundeskunsthalle in Bonn (2022) sowie an das National Museum of Modern and Contemporary Art in Korea (2017). Jasmin Werner war 2023 Teil des Berlin Program for Artists, 2024 erhielt sie das Arbeitsstipendium Bildende Kunst des Berliner Senats und verbrachte Residenzen unter anderem am Goethe-Institut Manila, bei Art Hub Copenhagen und am National Museum of Modern and Contemporary Art in Seoul. Jasmin Werner ist auf die Grundlagenprofessur im Bereich Bildhauerei und Bühnenraum berufen.

(15.10.2025)