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Dienstag09.06.26

Vortrag

"Fritz Langs Film Metropolis von 1927 und die Idee des Dritten Reiches"

19:00 Uhr HFBK Hamburg, Lerchenfeld 2, Raum 229 (Hörsaal)

Dr. Jürgen Müller

Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Müller (Professor für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte, TU Dresden): „Fritz Langs Film Metropolis von 1927 und die Idee des Dritten Reiches“

Metropolis ist als ein Meilenstein der Filmgeschichte erachtet worden. Eine brillante Tricktechnik, sowie beeindruckende wie stilbildende Studioarchitekturen einer Megapolis und ein Happy End, bei dem die Arbeiterklasse ins Himmlische Jerusalem einziehen darf – was will man mehr? Der aufwändig produzierte Film ist zunächst beim Publikum durchgefallen. Er hat die UFA ruiniert, aber dem Ruf des Wiener Regisseurs nicht geschadet. Thea von Harbous und Langs Werk ist später sogar der Rang des Weltdokumentenerbes zugesprochen worden. Der Vortrag will der politischen Ikonographie des Films nachgehen und seine Nähe zu rassistischen Ideologien aufweisen. Liest man den Wikipedia-Eintrag und schaut in den von der Berliner Kinemathek erstellten Katalog aus dem Jahre 2010 so stechen die unpolitischen Lesarten ins Auge. Im Unterschied dazu soll der programmatische Charakter des Films deutlich werden, der die Idee eines zukünftigen Reichs der Deutschen enthält, wie es Arthur Moeller van den Bruck in seinem Werk Das dritte Reich schon 1923 entworfen hat.