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+ – Out of Nowhere
Noi Fuhrer
Freitag 24.04.26
Eröffnung
18:00 Uhr
Bewerbung ab 1. September
Dr. phil. in art. / PhD in Art Practice
Neben der theoretisch-wissenschaftlichen Dissertation und der Dissertation mit künstlerischem Werk in Verbindung mit einem theoretisch-wissenschaftlichen Text mit Abschluss Dr. phil. in art., bietet die HFBK Hamburg den bundesweit einzigartigen Abschluss PhD in Art Practice an, bei dem ein recherchebasiertes, künstlerisches Werk im Rahmen eines dreijährigen Curriculums entsteht. Die Bewerbungszeiträume für beide Promotionsverfahren starten am 1. September 2026.
Michal BarOr, Ruins 2, 2023
Dariia Kuzmych, From conversations about similarity of pain, 2024
Julia Stolba, Jelkas Traces. Making of a Graphic Novel, Ausstellungsansicht, 2025; Foto: Stefan Wahler
Helene Kummer, nemo 05, 2025
Vanessa Gravenor, Cover, Duck &, Ausstellungsansicht Research for Tomorrow, 2023; Foto: Răzvan Năstase Cercetare
Zhichao Zhu, Muddy Waters, DE/CN 2026, Filmstill
Noi Fuhrer
18:00 Uhr
Anne Duk Hee Jordan
im Rahmen des Gallery Weekend Berlin
18:00 Uhr
Helen Hu, Katsuhiko Matsubara
19:00 Uhr
Ehsan Soheyli Rad
In the realm of all PhD programs of HFBK Hamburg we cordially invite to the conference on the topic of „Representation and Presence“.
What is art doing between representation and presence? What are its performativity and agency? Who speaks? Who acts? What counts as history, as art, as society? Which identities and exclusions are constructed in the process — and which counter-positions emerge?
PhD fellowswill reflect on questions of artistic representation (Darstellung), historical representation, and political representation (Stellvertretung). Contributions may address crises of representation and post-representational approaches in the sciences, the arts, and social movements, or a crisis of presence within the ongoing dynamics of neoliberal transformation and claims to immediacy.
The aim of the event is to initiate a discussion about research projects and to facilitate an exchange among doctoral students at the HFBK Hamburg.
Program:
10:00–10:15 Welcome!
10:15–11:00: Maria Ignatenko: „The Surface of the Cinematic Work as a Form of Presence“, moderated by Richard Magee
11:00–11:45: Pablo Torres Gómez: „Vibratile Grammars for Earthbound Becomings“, moderated by Ruxin Liu
11:45–12:30: „Ruxin Liu: I have a friend…“, moderated by Pablo Torres Gómez
12:30–13:30: Lunch break
13:30–14:15: Helene Kummer: „Animal Bodies Carry Stories“, moderated by Nina Bruchhaus
14:15–15:00: Richard Magee: „When Jimmie Durham built a Neolithic VideoTotem in 1988 Derry“, moderated by Maria Ignatenko
15:00–15:30: Coffee break
15:30–16:15: Michal Baror: „GHOSTING. Ethical Reflections and Artistic Interventions in the ethnographic photographic collection“, moderated by Filipe Lippe
16:15–17:00: Filipe Lippe: „To Violate Representation to Liberate the Collective Subject: A Critical Reflection in Times of Negative Expectations“, moderated by Michal Baror
17:00–17:45: Nina Bruchhaus: „Wer spricht im Bild? Farbe als Erkenntnisform bei Hilma af Klint“, moderiert von Helene Kummer (in German)
18:00: Dinner
Organized by the department of Theory & History and the PhD in Art Practice program.
Quinka Stoehr
Auf Einladung von Feministische Filmgruppe HFBK
Susanne von Falkenhausen, Samo Tomšič, Jana Pfort, Eske Schlüters, Vanessa Gravenor / Ulrike Gerhardt, Sarah Lehnerer, Eran Schaerf, Judith Raum, Vera Tollmann, Astrid Mania, Bettina Uppenkamp
Symposium anlässlich des Abschieds von Hanne Loreck, Professorin für Kunst- und Kulturwissenschaften, HFBK Hamburg
11.00 Uhr
Begrüßung durch Martin Köttering (Präsident der HFBK Hamburg)
Im Anschluss
Willkommen und Einführung: Astrid Mania und Bettina Uppenkamp (Professorinnen im Studienschwerpunkt Theorie und Geschichte, HFBK Hamburg)
11.30 Uhr
Susanne von Falkenhausen (Professorin em. für Neuere Kunstgeschichte, Humboldt-Universität zu Berlin)
Vortrag: „Zur Kunst des Metaphernflechtens“
Von 1993 bis 2016 war Susanne von Falkenhausen Professorin für Neuere Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Moderne am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Kunst, Architektur und Macht seit der Französischen Revolution, die Kunst des 19. Jahrhunderts, Geschlechterforschung in der Kunstgeschichte der Moderne, Theorien und Praxen von Repräsentation, Rhetorik und medialer Codierung in der Kunst seit 1945, Fragen der Interdisziplinarität in Kunstgeschichte und Kunstwissenschaft sowie das Verhältnis von Kunstgeschichte zu Cultural- und Visual Studies. Neben akademischen Publikationen verfasst sie auch Rezensionen und Essays in Kunstzeitschriften wie Texte zur Kunst und Frieze, zuletzt insbesondere zu Themen wie Identitätspolitiken der Sichtbarkeit und Zensur in der Gegenwartskunst. Ausgewählte Publikationen: Susanne von Falkenhausen: Praktiken des Sehens im Felde der Macht. Gesammelte Schriften. Hrsg. von Elena Zanichelli, Bettina Uppenkamp et al., Hamburg 2011. Jenseits des Spiegels. Das Sehen in Kunstgeschichte und Visual Culture Studies. Fink: Paderborn 2015. Beyond the Mirror. Seeing in Art History and Visual Culture Studies. transcript: Bielefeld 2020.
12.00 Uhr
Samo Tomšič (Professor für Philosophie und Ästhetik, Hochschule für Bildende Künste Dresden)
Vortrag: „Wortspiel als Methode“
Samo Tomšič ist Professor für Philosophie/Ästhetik an der Hochschule für bildenden Künste Dresden. Zuvor lehrte er an der Hochschule für bildenden Künste Hamburg sowie an der Akademie der bildenden Künste Nürnberg. Er promovierte in Philosophie an der Universität Ljubljana und war mehrere Jahre am Wissenschaftlichen Forschungszentrum der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste tätig, anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er publiziert zur Theorie der Psychoanalyse sowie zu Fragen der politischen Philosophie, der Ästhetik und der Epistemologie. Ausgewählte Publikationen: The Capitalist Unconscious: Marx and Lacan (London: Verso, 2015), The Labour of Enjoyment: Toward a Critique of Libidinal Economy (Berlin: August Verlag, 2019), The Drive of Destruction: Psychoanalysis at the Limits of the Social (in Vorbereitung für 2027).
12.30 Uhr
Jana Pfort (Assistenzkuratorin Hamburger Kunsthalle)
Vortrag: „Mysterien des Übergangs“
Jana Pfort ist Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin. Sie studierte im Master Theorie & Geschichte an der HFBK Hamburg bei Hanne Loreck und Michaela Melián. Seit Abschluss ihres Studiums ist sie als freie Autorin und Kuratorin tätig, unter anderem am Museum für Moderne Kunst Frankfurt und an der Hamburger Kunsthalle. Aktuell arbeitet sie als Assistenzkuratorin an der umfangreichen Gruppenausstellung UNSTABLE MEDIA IN THE 21st CENTURY. Highlights from the Centre Pompidou New Media Collection, einer Kooperation zwischen der Hamburger Kunsthalle und dem Centre Pompidou, die im November 2026 eröffnen wird. Ihre Texte erscheinen unter anderem bei Texte zur Kunst, im Lerchenfeld Magazin der HFBK Hamburg und in diversen Ausstellungspublikationen, zuletzt in Monografien von Edi Hila und Hilka Nordhausen, die sie ebenfalls redaktionell betreute.
13.00 Uhr
Mittagspause
14.00
Eske Schlüters (Künstlerin, Hamburg)
Vortrag: „Es sieht so aus wie, es ist ungefähr so, oder so ähnlich.“
Eske Schlüters ist eine postkonzeptuell und intermedial arbeitende Künstlerin und Filmemacherin, die recherchebasiert und oftmals kollaborativ arbeitet. In essayistischen Erzählweisen arbeitet sie mit einer Verkomplizierung von Perspektiven. Ein wiederkehrendes Motiv ist die Reflektion von Bildern und deren Wahrnehmungs- und Funktionsweisen und die Frage, auf welche Weise sie Gesellschaften prägen. In der Montage ihrer (Found Footage) Filme interessieren sie jene Verknüpfungen und Räume zwischen Bildern, Tönen und Texten, in denen sich neue Denkansätze, gedankliche Bilder und Dissonanzen bilden, die andere – nicht lineare, unvorhersehbare und widersprüchliche – Erzählungen möglich machen. 2021 erschien ihre Dissertation Alles kann ein Bild von allem sein, die von möglichen und unmöglichen Bildern erzählt, die über das Visuelle hinaus gedacht werden. Im Wechselspiel von Lesen und Um-Schreiben, in dem die Sprache ihre eigene Rolle zu spielen beginnt, wird die Montage der Textelemente selbst zum Argument und die Grenzen zwischen Eigenem und Anderem verwischen. Ihre Arbeiten wurden in Gruppenausstellungen in der Bundeskunsthalle Bonn, im Museum für Gegenwartskunst Siegen, im Frankfurter Kunstverein, im VOX Montréal und im MacLyon, sowie in Einzelausstellungen im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf und im Museum für Gegenwartskunst Siegen gezeigt.
14.30 Uhr
Ulrike Gerhardt (Verwalterin der Professur für Kunstdidaktik und Inklusion, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig) und Vanessa Gravenor (Künstlerin, Berlin)
Lecture Performance: „Living in the End of Times with a Mask: A Radioactive Image Reel“ (EN)
Dr. Ulrike Gerhardt ist eine Kunst- und Kulturwissenschaftlerin und Kunstvermittlerin, die sich u. a. mit künstlerischer Forschung zu versehrten Ökologien und (nicht-)menschlichen Verletzlichkeiten sowie mit Ansätzen einer inklusiven, geschichtsreflexiven und postdigitalen kulturellen Bildung auseinandersetzt. Sie promovierte zur „Generation Transformation“ – Künstler*innen und Kollektiven, die den Umbruch nach 1989/91 in ihrer Kindheit erlebten (De Gruyter Brill, 2024) und ist seit 2016 Co-Leiterin der Videokunstplattform D’EST (mit S. Husse). Ulrike Gerhardt ist Mitglied des neu gegründeten Forschungsclusters „Futures of Care in Education“ (Arbeitstitel) der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Universität Bremen. Ihre Veröffentlichungen umfassen u. a. Von der Ko-Konstruktion zur Ko-Kreation. Ko-kreative digitale Bildung und Kunstpädagogik in der Postdigitalität (kopaed, 2026, hrsg. mit M. Kaiser/M. Seiler) sowie Differenz und Inklusion in Kunstpädagogik und Kunstvermittlung (i.E., transcript/UTB, hrsg. mit M. Kaiser/N. Ahokas). Seit dem SoSe 2026 verwaltet sie die Professur Kunstdidaktik und Inklusion an der HBK Braunschweig.
Dr. Vanessa Gravenor ist eine in Berlin lebende Künstlerin, Autorin und Forscherin. Ihre künstlerische Forschung untersucht die Nachwirkungen geheimer militärischer Operationen und wie diese in Worte, Bilder und Psychen hineinwirken, die die Wahrnehmung von Geschichte verzerren und verschieben. Ausgehend von der intimen Perspektive der Autofiktion nehmen ihre Arbeiten verkörperte Erfahrung zum Ausgangspunkt und verankern Bildschirmkulturen im Affektiven. Zu den künstlerischen Präsentationen ihrer Arbeiten zählen unter anderem: A.I.R. Gallery, Transmediale Studio, 68. Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, Lichter Art Award, Kim?, neue Gesellschaft für bildende Kunst, Park Avenue Armory, VISIO: Lo Schermo dell’arte und Galeria Miejska Arsenał. Ihre wissenschaftlichen Texte erschienen in Third Text, n. Paradoxa: Feminist Journal und Rosa Mercedes: Harun Farocki Institut. Ein Teil ihrer abgeschlossenen Dissertation keeping secret: Tracing Artistic Strategies Towards Images at War After the Digital wurde als Artikel unter dem Titel „Roaming Pixels: Clipping the Operative Close-up“ im Artl@s Bulletin (2025) in der Sonderausgabe The Same, But Not the Same veröffentlicht.
15.00 Uhr
Sarah Lehnerer (Künstlerin, Berlin)
Lesung aus Day Book (2025)
Sarah Lehnerer ist eine in Berlin lebende Künstlerin. In ihrer medienübergreifenden Praxis verbindet sie Fotografie, Druckgrafik und Text über Verfahren des Journalings, der Recherche sowie einem über Jahre gewachsenen persönlichen Bildarchiv. Ihre Arbeiten experimentieren mit somatischen Erinnerungs- und Übersetzungsprozessen, feministischen Schreibstrategien und Techniken der Polyphonie. Sarah Lehnerer studierte Bildende Kunst an der HFBK Hamburg und der AdBK München sowie im Master in Critical Studies an der AdBK Wien. 2025 schloss sie ihre Dissertation zum Thema „Writing as Artistic Practice“ an der HFBK Hamburg ab, betreut von Hanne Loreck und Maria Muhle. Seit 2017 unterrichtet sie regelmäßig an verschiedenen Kunsthochschulen. Lehnerer wurde unter anderem durch die Studienstiftung des deutschen Volkes, durch das Karl Schmidt-Rottluff Stipendium sowie die Kulturstiftung Bonn gefördert. Ihre Arbeiten wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen unter anderem im Kunstverein München, im Kunstverein Göttingen, im Neuen Essener Kunstverein, im im Cabaret Voltaire, im Rahmen der Manifesta 12, sowie im ZKM | Zentrum für Kunst und Medien präsentiert. Seit August 2023 ist sie Teil des Teams von Texte zum Nachdenken.
15.15 Uhr
Kaffeepause
16.00 Uhr
Eran Schaerf (Künstler und Autor, Berlin)
Lesung: „Kombination mit schaitaan“
Eran Schaerf lebt in Berlin und Brüssel. Zu seinen jüngeren Projekten zählen „Only Six Can Play this Game“ (gemeinsam mit Eva Meyer), präsentiert beim Droste Festival 2020; „Levantinism: The Anachronic Possibilities of a Concept“ (ebenfalls mit Eva Meyer), erschienen 2021 auf bakonline.org; „Blinded in Remembering the Present? Ask Franz“ in der Publikation Hijacking Memory. The Holocaust and the New Right im Haus der Kulturen der Welt, Berlin, 2022; sowie Ein jüdischer Garten, herausgegeben gemeinsam mit Hila Peleg und Itamar Gov, erschienen 2022 im Carl Hanser Verlag. Weitere Projekte umfassen die „Levantine Line Library“ im institut de carton, Brüssel (2022); „The Clay Song“ im Seoul Museum of Art (2022); „Nomadesque“ im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía (2023); sowie Gesammeltes Deutsch, erschienen 2023 bei Transversal texts, Wien. 2025 folgten „Student Strike & Amateur Reading“ in Institutional (Self-)Critique. On Art, Teaching and Caring in Times of Urgency, Universität der Künste, Berlin; „Irrtümliche Liebe“ beim Berliner Hörspielfestival sowie „When the Lights Go Out in a West German Talk Show. Ask Max“ in Der grosse Kanton: Rise & Fall of the BRD, Zürich
16.30 Uhr
Judith Raum (Künstlerin, Berlin)
Vortrag: „Stoffbesprechung. Künstlerische Recherche an Otti Bergers Stoffen für die Architektur der Moderne“
Judith Raum, Künstlerin und Autorin, lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Malereien, Installationen und Performances stehen im Spannungsfeld zwischen sozial- und wirtschaftsgeschichtlicher Recherche und der Frage nach den Bedingungen und der Verfasstheit künstlerischer Prozesse. Ihre Arbeit ist interdisziplinär verortet, Prozesse im Atelier und detailgenaue Archivrecherche gehen in ihrer Praxis Hand in Hand. Ihre Installationen thematisieren sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Verflechtungen des textilen Mediums (Textile Territories, 2021, Stiftung Bauhaus Dessau), traditionelle Hierarchien zwischen Handwerk und freien Künsten, tradierte Marginalisierungen weiblicher gestalterischer Arbeit (Hedwig Roth, 2025, Zilberman Berlin) und wirtschaftskolonialen Themen, wie ihre Arbeit harmless entrepreneurs für die diesjährige Manifesta 16 Ruhr. Seit 2017 sind zahlreiche Installationen und Performances zu den Funktionsstoffen der Textilwerkstatt am Bauhaus mit Konzentration auf das Werk der Textilgestalterin Otti Berger entstanden, 2024 gab Judith Raum in Kooperation mit dem Bauhaus-Archiv Berlin die erste umfangreiche Monografie zu Bergers Werk, Otti Berger. Weaving for Modernist Architecture (Hatje Cantz, 2024) heraus.
17.00 Uhr
Vera Tollmann (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Leuphana Universität, Lüneburg)
Vortrag: „Vom (Un-)Sichtbaren. Dual Use, situierte Ästhetiken und mimetische Verfahren“
Vera Tollmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kultur und Ästhetik digitaler Medien (ICAM) und Mitglied des Centre for Digital Cultures (CDC) an der Leuphana Universität Lüneburg. Von 2019–2022 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hildesheim und an der Universität der Künste in Berlin. Als Stipendiatin im Graduiertenkolleg Ästhetiken des Virtuellen an der HFBK Hamburg promovierte sie bei Hanne Loreck zu den Bildpolitiken der Vertikalität in Powers of Ten (1968/77), einem Kurzfilm von Charles und Ray Eames (2020). Eine überarbeitete Fassung erschien 2022 bei Spector Books. Ihre Forschungsinteressen umfassen Theorien der Sichtbarkeit, feministische Technologiekritik, Bildpolitiken der Fernerkundung und AI in digitalen Kulturen.“
Leo Bleßmann, Yeji Cheon, Dari Danchinova, Hannes Fendrich, Elisa Gonschior, Paula Kraus, Dongseok Lee, Sonya Novichkova, Richard Parmentier, Veronika Pluzhnikova, Katharina Wanke, Paul Werner, Yixue Zhao
10 Briefings, 10 Untersuchungen, 10 visuelle Systeme. Ein aus mehreren Einzelteilen zusammengesetztes visuelles Ganzes erproben und veröffentlichen – mit disziplinierten wie auch undisziplinierten Werkzeugen, Methoden und Formaten des Grafikdesigns. Im Rahmen des von Anja Kaiser betreuten Seminars wurden spezifische Verdauungsprozesse maßgeschneidert konzipiert und Beziehungsgeflechte choreografiert, die auf Kohärenz und Erstarrung hin befragt wurden.
Suse Itzel
19:00 Uhr
mit Nora Sternfeld und Franz Wanner
Online, Link wird nach der Anmeldung über tutorinkupaed@hfbk-hamburg.de zugeschickt
mit Heike Mutter
Philine Mayr
18:00 Uhr
Albrecht | Wilke, Anna Ley, Karla Zipfel u. a.
Blanka Győri
19:00 Uhr
INGLAM (Nora Sternfeld, Anja Steidinger, Julia Stolba)
Jemima Rose Dean, Simone Karl, Jil Lahr und Janis von Rohden. Ein Projekt von Rosanna Graf, Lisa Klosterkötter und Gesa Troch
Treffpunkt: Sexy Angel, Hans-Albers-Platz
(ab 18 Jahren)
Rahel Bruns, Elisa Manig, Nick Wachs, Sofia Seidi u.a.
18:00 Uhr
Prof. Dr. Teresa Koloma Beck, Kateryna Mishchenko, Prof. em. Natan Sznaider, Dr. Eva von Redecker
Eva von Redecker im Gespräch mit Teresa Koloma Beck, Kateryna Mishchenko und Natan Sznaider
Kann man im Krieg noch denken? Auch wo Frieden herrscht, blockiert die kriegerische Parteilichkeit die Abwägung und spaltet Diskurse. Aber wie soll man nicht Partei ergreifen, wo es um das Überleben geht? Für die im Krieg Lebenden stellt sich die Frage ganz anders. Ihr Denken muss permanent mit Tod, Gewalt und Zerstörung rechnen. Ist es möglich, dennoch Frieden vorstellbar zu halten? Oder läuft der Gedanke an Frieden angesichts der realen Umstände Gefahr, eine ausgehöhlte Ruhe ohne jede Gerechtigkeit zu fordern? Auf dem Podium diskutieren disziplinär, geografisch und politisch unterschiedlich verortete Intellektuelle darüber, wie sich dem Recht des Stärkeren auf verschiedenen Stufen der Auseinandersetzung die Stirn bieten ließe.
Öffentliche Veranstaltung, Eintritt frei
Prof. Dr. Teresa Koloma Beck ist Soziologin und hat in Angola, Mosambik, Afghanistan und Deutschland geforscht. 2021 wurde sie als Professorin für Soziologie mit Schwerpunkt Gesellschaftsanalyse und sozialer Wandel an die Helmut-Schmidt-Universität Hamburg berufen. Zuvor war sie Professorin für Soziologie der Globalisierung an der Universität der Bundeswehr München und Senior Fellow am Hamburger Institut für Sozialforschung. In einem aktuellen Forschungsprojekt befasst sie sich mit (Un-)Sicherheitserfahrungen im Kontext Hochschule nach dem 7. Oktober 2023 (UNEASE) an der Schnittstelle von (Un-)Sicherheitssoziologie, Critical Security Studies und Alltagssoziologie der Globalisierung.
Kateryna Mishchenko ist Essayistin, Übersetzerin und Kuratorin sowie Fachreferentin bei der Bundeszentrale für politische Bildung für die Ukraine. Sie ist Mitbegründerin der Zeitschrift für Literatur, Kunst und Gesellschaftskritik Prostory und Herausgeberin beim unabhängigen Verlag Medusa. 2015 erschien ihr Buch Ukrainische Nacht / Ukrainian Night / Ukrajinska nitsch. Sie publiziert Essays in internationalen Zeitschriften und Anthologien. Im Jahr 2022/23 war sie Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Bei Suhrkamp erschien 2023 Aus dem Nebel des Krieges. Die Gegenwart der Ukraine und 2025 Geteilter Horizont. Die Zukunft der Ukraine – beide von ihr gemeinsam mit Katharina Raabe herausgegeben.
Prof. em. Dr. Natan Sznaider ist Soziologe und lehrte von 1994 bis 2022 als Professor an der Akademischen Hochschule in Tel Aviv, seit 1996 als Lehrstuhlinhaber. Er unterrichtete an der Columbia University, an der Hebräischen Universität in Jerusalem und der Ludwig- Maximilians-Universität München. Seine zentralen Forschungsthemen sind Wissenssoziologie, Politische Theorie, Kosmopolitismus, Antisemitismus und Shoah. Zuletzt erschienen bei Hanser Die jüdische Wunde. Leben zwischen Anpassung und Autonomie (2024) und Fluchtpunkte der Erinnerung. Über die Gegenwart von Holocaust und Kolonialismus (2022). Er erhielt 2024 den Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung und war im Frühjahr Fellow am Hamburg Institute für Advanced Studies (HIAS).
Prof. Dr. Eva von Redecker ist Philosophin und freie Autorin. Von 2009 bis 2019 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt- Universität zu Berlin und als Gastwissenschaftlerin an der Cambridge University sowie der New School for Social Research in New York tätig. 2020/2021 hatte sie eine Marie-Sklodowska-Curie-Fellowship an der Universität von Verona inne, wo sie zur Geschichte des Eigentums forschte. Sie beschäftigt sich mit Kritischer Theorie, Feminismus, Kapitalismuskritik und Autoritarismus. Im März erschien ihr aktuelles Buch Dieser Drang nach Härte. Über den neuen Faschismus, 2023 der Band Bleibefreiheit (beide im S. Fischer Verlag). Seit dem Sommersemester 2026 ist sie Gastprofessorin für Philosophie an der HFBK Hamburg.
Prateek Vijan u. a.
19:00 Uhr
Despina Pagiota, Luisa Telles, Luzia Cruz u.a.
19:00 Uhr
Philine Mayr
In der Annahme, dass Sehen ein aktiver Akt ist, beschreibt Pythagoras mit dem „Sehstrahl“ in der griechischen Antike das Auge als Sender, dessen Vektoren die Wirklichkeit abtasten. Sehen ist für ihn eine produzierende Praxis. Die Ausstellung Introducing: The Crumb von Philine Mayr verschiebt diesen Gedanken in einen zeitgenössischen Bildkontext. Sie verhandelt die These, dass Sehen sowohl Erfassen von Welt als auch deren Hervorbringung ist. Damit verändert sich auch der Begriff von Perspektive als Ordnung eines äußeren Raums hin zu einer Projektion aus dem Inneren der Sehenden.
Die künstlerische Praxis von Mayr tastet die Bedingungen der Bildentstehung ab und untersucht, welche ästhetischen Entscheidungen Bilder hervorbringen und wie formale Kriterien deren Wahrnehmung bestimmen. Ihre Arbeiten beruhen auf der malerischen Auseinandersetzung mit einem wachsenden fotografischen Archiv. Oft sind es konkrete Bildausschnitte, denen sie sich in einer Mischung aus konzeptionell strukturiertem und „sehendem“ Vorgehen nähert. Im Fokus steht dabei die Untersuchung, wie Licht die Konstruktion und Wahrnehmung von (räumlicher) Sichtbarkeit und Körperlichkeit strukturiert.
In Introducing: The Crumb geht Mayr von einer spekulativen Setzung aus: Von einem festgelegten, unzugänglichen Punkt inmitten einer Säule an der äußeren Ecke des Ausstellungsraums erscheint das Auge als Projektionsapparat, vergleichbar mit einem Beamer, von dem aus sich Bilder in den Raum einschreiben. Die zentrale Arbeit, The Crumb (2026), erscheint so als Projektion eines inneren Bildes. Mayr denkt die physische Leinwand als durchlässige Bildoberfläche, hinter der sich die Bildinhalte verzerrt, verschoben und perspektivisch gebrochen an den Wänden des Raums fortsetzen.
Die Ausstellung verhandelt neben dem Verhältnis von Produktion, Rezeption und Illusion auch die Übersetzung zwischen Analogem und Digitalem, die unter anderem im 16:9-Format der Leinwand sichtbar wird. Angetrieben von einer auf einen Bildkern gerichteten Suchbewegung zerlegt Mayr die zentrale Arbeit der Ausstellung in ihre Bestandteile: Fläche, Farbe, Motiv. Die Wandmalereien gehen aus einer aktiven Reduktion hervor, in der Farbe reduziert und Plastizität zurückgenommen wird. Wenn das Auge als projizierend gedacht wird, lassen sie sich auch als Rückstände innerer Bilder lesen. Sie sind Fragmente dessen, was aus dem Inneren nach außen projiziert wird, ohne jemals vollständig zur Deckung zu kommen.
Philine Mayr, Introducing: The Crumb
18:00 Uhr
Philine Mayr
moderiert von Anna Bochkova
Kastania Waldmüller, Adrien Lagrange, Sudabe Yunesi
19:00 Uhr
Jaewon Kim u.a.
19:00 Uhr
19:00 Uhr
Eda Aslan a.o.
15:50 Uhr
„Art Girls“, ein Film von Robert Bramkamp mit Kunst von Susanne Weirich, Produktion BramkampWeirich GbR, International Film Friends Hamburg, D 2014, 120 Min.
Im Rahmen von „Metabolism: Inorganic Evolution“, kuratiert von Zhichao Zhu
Inae Shin, Qiannan Zheng, Wei Zhu
19:00 Uhr
Screening von „Die Ausstattung der Welt“ / „Make Up the World“ (Buch, Regie, Produktion: Susanne Weirich, Robert Bramkamp, D 2023, 99 Min).
Kuratorenstatement:
Metabolism: Inorganic Evolution
—Robert Bramkamp & Susanne Weirich: Film Showcase and Workshops
Before entering the horizon of artistic practice, objects or props often remain dormant at the dead-ends of functionality or within the redundancies of global supply chains—static entities in a state of „suspended animation“ under standardized production. However, in the intertwined practices of Robert Bramkamp and Susanne Weirich, these inorganic bodies are stripped from their mundane routines and transformed into active existences that bridge the boundaries between the material and the biological, fact and fiction. In this context, objects are no longer cold residues of history, but „live participants“ undergoing continuous metabolism, self-proliferation, and narrative evolution.
This metamorphosis stems from the deep convergence of two distinct creative logics: Weirich utilizes spatial installations to deconstruct the social coding of matter, employing serial expansion and the fragile transformation of materials to evoke a sense of ritual released during the „disappearance“ of physical form—hinting at the displacement of life and the projection of spirit. Meanwhile, Bramkamp penetrates the surface of the object through a „Docu-fiction“ cinematic engine, implanting fictional evolutionary genes. By using moving image interventions to blur the threshold between the documentary and the fabricated, he endows standardized industrial products with subjective desire and narrative momentum.
This represents a complementary evolutionary path for the „Object“: Bramkamp drives the
evolutionary soul of the narrative, while Weirich shapes the tactile body of matter. Through film screenings, dialogues, and workshop practices, we will witness how objects transfigure from standardized dead matter on an assembly line into narrative with emotional tension and historical depth. Here, the evolution of the inorganic is no longer a physical accident, but a vitalistic metabolism driven by artistic will, a moving-image experiment on the reconstruction of reality.
Text by Zhichao Zhu
mit Martin Boyce
Bitte vorab bei Martin Boyce anmelden, Treffen findet online statt. Link wird bei Anmeldung bekannt gegeben.
Jorinde Voigt u.a.
Chinesische Premiere von „Die Ausstattung der Welt“ (Buch, Regie, Produktion: Susanne Weirich, Robert Bramkamp, D 2023, 99 Min)
Q&A mit Dr. Evelyn Hust (Goethe Institut), Susanne Weirich, Robert Bramkamp
Eine Veranstaltung in der Reihe „Metabolism, Inorganic Evolution“, kuratiert von Dr. Zichao Zhu
Harriet Foster, Bruno Kühn
Chinesische Premiere von „Gelbe Sorte“ (Buch&Regie: Robert Bramkamp, Filmwerkstatt Münster, D 1987, 90 Min) sowie Gespräch Dr. Zhichao Zhu, Robert Bramkamp
Eine Veranstaltung in der Reihe „Metabolism, Inorganic Evolution“, kuratiert von Dr. Zichao Zhu
Omid Arabbay, Ayala Berger, Leonidas Kosmidis u.a
19:00 Uhr
Rosanna Graf, Fion Pellacini u. a.
Eröffnung: 14. Februar, 18 Uhr
Evo Sidney, Talia Kurman, Lia Stürze, Maren Stocklöw, Linus Berg, Maria Martha Szymkowiak, Nick Wachs u.a.
19:00 Uhr
Niclas Riepshoff u. a.
19:00 Uhr
Noémi Barbaglia
16:00 Uhr
14:00 Uhr
Ula Ahmed u.a.
16:00 Uhr
Oksana Yushko
20:00 Uhr
Anna Stüdeli
18:00 Uhr
Felix Egle, Daniel Hopp u.a.
The Chinese Film Festival Hamburg (CFFH) returns for its 4th edition, continuing its „Film Plus“ mission to bridge Sinophone cinema with contemporary art. Founded in 2022 by Hanqi Sheng and Zhichao Zhu, this year’s festival centers on the theme „Ever Becoming | 未竟之境,“ exploring the moving image as a state of continuous emergence. The event will be officially inaugurated with greetings from Prof. Robert Bramkamp and Prof. Ruby Chen.
The festival will take place at Metropolis, Lichtmeß & more venues across Hamburg.
19:00 Uhr