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Dane Komljens Werk entfaltet sich an der Schnittstelle von narrativem, experimentellem und essayistischem Kino und untersucht Konzepte von Körper, Raum, Utopie und Gemeinschaft. Es zeichnet eine Bewegung nach – von der Auseinandersetzung mit spezifischen architektonischen Orten und dem Schichten persönlicher und kollektiver Erinnerungen hin zur Entfaltung utopischer Fiktionen, die sowohl von realen als auch inszenierten Gemeinschaften bewohnt werden. In der Zusammenarbeit mit Schauspieler*innen, Laien und Performance-Künstlerinnen erschafft er Welten um Gruppen, die nach neuen Formen des Miteinanders suchen und dabei die Grenzen individueller Körper und Identitäten auflösen – an der Schwelle zwischen dem vom Menschen Geschaffenen und dem Nicht-Menschlichen. Durch den Einsatz einer Vielzahl digitaler, analoger und zelluloider Materialien begreift Komljen das Kino als Raum der Möglichkeit, der Verwandlung und des Gestaltwandelns.
Komljen wurde 1986 in Banja Luka, SFR Jugoslawien geboren und studierte an der Fakultät für Dramatische Künste in Belgrad (Serbien), am Le Fresnoy in Tourcoing (Frankreich) sowie an der Universität der Künste in Berlin.
Sein jüngster Spielfilm Desire Lines feierte 2025 Premiere beim Festival del Film Locarno. Sein zweiter Langfilm Afterwater wurde beim Filmfestival von Sevilla mit dem Preis für den besten Film ausgezeichnet. Seine Kurzfilme Phantasiesätze und Our Body wurden mit dem Fundación Casa Wabi Mantarraya Award in Locarno bzw. dem Prix UIP der Europäischen Filmakademie in Rotterdam prämiert. Sein Kurzfilm während der Studienzeit I Already Am Everything I Want to Have gewann den dritten Cinéfondation-Preis bei den Filmfestspielen in Cannes. Komljens Filme wurden unter anderem auf der Berlinale, beim Cinéma du Réel, FID Marseille und dem New York Film Festival gezeigt, außerdem wurde sein Werk in Institutionen wie dem ICA in London, der Volksbühne in Berlin, UnionDocs in New York und der Lagos Biennale präsentiert.