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Franz Wanner (*1975, Bad Tölz) ist bildender Künstler und seit Frühjahr 2026 Professor an der HFBK Hamburg. In seiner forschenden Praxis behandelt er Themenkomplexe wie die Migrationspolitik der Europäischen Union, den deutschen Geheimdienst und die Rüstungsindustrie, ihre Geschichte und gegenwärtigen Strukturen sowie die Wirkungen des Nazismus auf den neoliberalen Wohlstandsimperativ. Als Artist in Residence des Harun Farocki Instituts entwickelte er die Ausstellung Mind the Memory Gap für das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst in Berlin. Die Dimensionen der NS-Zwangsarbeit legt er darin offen, wirft erstmals die Frage nach der Beteiligung von Kunstmuseen auf und erzählt mit Fotografien, Texten, Videos und Objekten von ihren Auswirkungen auf die Gegenwart.
„Mit einer systematischen Überlagerung von belegbaren Quellen und fiktiven Erzählebenen lässt Franz Wanner Bilder einer kollektiven kognitiven Dissonanz entstehen und entwirft analytische Poesien über die Pathologie des Übersehenwollens innerhalb des aktuellen bundesdeutschen Moments und dessen Idiomen.“ (Stephanie Weber, Kuratorin für Gegenwartskunst am Lenbachhaus in München, Eingestellte Gegenwarten, Hirmer, 2026)