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Omer Fast arbeitet mit filmischen und installativen Formaten, die Dokumentation und Fiktion miteinander verweben und so die Grenzen von Realität, Erinnerung und Erzählung aufbrechen. Immer wieder thematisiert Fast die Verschränkung von persönlicher Erfahrung, Trauma und kollektiver Geschichte, wobei Motive wie Militär, Krieg, Repression und Geister der Vergangenheit im Vordergrund stehen. Seine Arbeiten erzeugen ambivalente, oft verstörende Bilderwelten, in denen Realität und Fiktion, Vergangenheit und Gegenwart ineinanderfließen und so die Mechanismen von Macht, Erinnerung und Identitätsbildung erfahrbar machen.
Omer Fast wurde 1972 in Jerusalem geboren. Er hat einen BA in Englisch von der Tufts University, einen BFA in Visual Arts von der Boston Museum School of Fine Arts und einen MFA vom Hunter College, City University of New York. Seit dem Abschluss seines Studiums im Jahr 2000 hatte Fast Einzelausstellungen im Allen Art Museum, Ohio (2025); Pinakothek der Moderne, München (2021); im Salzburger Kunstverein (2019), im Times Art Museum, Guangzhou (2018); im Martin Gropius Bau, Berlin (2016); im Jeu de Paume, Paris (2015) und im Whitney Museum, New York (2010). Zu den Gruppenausstellungen gehören die dOCUMENTA13, Kassel (2021) und die Biennale Venedig (2011).
Fast erhielt den Bucksbaum-Preis für seine Arbeit The Casting auf der Whitney Biennale 2008 und den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst in Berlin 2009 mit seiner Arbeit Nostalgia. Seine Arbeiten befinden sich in mehreren internationalen Sammlungen, darunter die Tate Modern, das Guggenheim Museum und das Centre Pompidou. Fasts erster Spielfilm Remainder, eine Adaption des Romans von Tom McCarthy, wurde 2016 auf der Berlinale uraufgeführt. Sein zweiter Spielfilm Abendland kam 2024 in die Kinos. Seit 2023 ist Omer Fast Professor für Film an der HFBK Hamburg.