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Tobias Zielony ist bekannt für seine fotografischen Darstellungen von jungen Menschen, die am Rande der Wohlstandsgesellschaft und der sozialen Akzeptanz leben. Seit 20 Jahren konzentriert er sich auf vorstädtische Milieus, die von Kanada bis England, von der Ukraine bis Japan gemeinsam haben, dass sie aus den Versprechungen des Fortschritts der Moderne herausgefallen sind und sich in ihren eigenen kulturellen Nischen ein Leben auf Zeit aufbauen. Was mit Melancholie einhergeht, offenbart zugleich eine große menschliche Zärtlichkeit im Zusammenhalt prekärer Gemeinschaften, denen sich Zielony nähert und den Raum gibt, sich zu inszenieren. Dabei manifestiert sich Zielonys kritischer Umgang mit dem Dokumentarischen in einer spezifischen Ästhetik und Beziehung zur Fiktion. Zu seinen zahlreichen institutionellen Ausstellungen gehört der Deutsche Pavillon in Venedig 2015.
Zielonys Arbeiten wurden in den letzten Jahren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, u. a. Lia Rumma Gallery, Neapel (2024/25); Standard Deluxe, Lausanne (2025); Galerie KOW, Berlin (2023); Marta Herford (2022) oder Museum für Gegenwartskunst, Siegen (2022).
Seit dem Wintersemester 2022/23 ist Tobias Zielony Professor für Fotografie an der HFBK Hamburg.