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Zur Eröffnung der Jahresausstellung 2026 am 12.⁠ ⁠Februar 2026 wurde der DAAD-Preis für herausragende Leistungen internationaler Studierender sowie das Stipendium der Stiftung Stendar-Feuerbaum unter dem Dach der Hamburgischen Kulturstiftung vergeben: Der Filmemacher Santiago Gómez García konnte sich über das Preisgeld von 1.000 Euro freuen; das mit 3.600 Euro dotierte Stipendium ging an das Kollektiv Sustainable Practices.

Der DAAD-Preisträger Santiago Gómez García (Professorin Angela Schanelec) wurde aufgrund seiner mit einer intensiv reflektierten interkulturellen Praxis verbundenen künstlerischen Leistungen während seines Bachelor-Studiums an der HFBK Hamburg ausgezeichnet. Sein aktuelles Filmprojekt Heiliger Sebastián ist ein besonders ambitioniertes und hochgradig originelles Werk. Es verbindet umfangreiche historische Recherchen mit einer anspruchsvollen filmischen Sprache und untersucht Themen wie Glauben, Macht, Gemeinschaftsbildung sowie die Transformation von Narrativen in institutionelles Gedächtnis. In seiner Arbeit beschäftigt sich der Filmemacher mit Alltagsrassismus, Zugehörigkeit, Sprachwandel und den sozialen Realitäten migrantischer Communities in Deutschland. Getragen wird sie von konkreten Erfahrungen in seinem Umfeld und dem Wunsch, marginalisierte Perspektiven selbstbestimmt zu dokumentieren, statt sie journalistischen oder institutionellen Formaten zu überlassen. Sein Engagement in künstlerischer wie in sozialer Hinsicht richtet sich auf Solidarität, Sichtbarkeit und Empowerment im postmigrantischen Kontext.

Das Stipendium der Stiftung Stendar-Feuerbaum wurde an das Kollektiv Sustainable Practices (Professorin Anne Femmer) vergeben, das mit seinem Projekt zur Jahresausstellung ganz im Sinne des Stifterpaars Wolfgang Stendar und Renate Stendar-Feuerbaum die Verflechtungen von Material, Kontext und Gestaltung adressiert und dabei die Grenzen zwischen Bildhauerei und Raum, zwischen Installation und Raumstrukturierung auslotet. Neben der Material- und Technikerforschung zu Holzkonstruktionen wird in ihrer Praxis der Aspekt der Nachhaltigkeit fokussiert und die grundsätzliche Frage, was heute eine Skulptur im Raum ist, verhandelt. Gestaltung wird dabei als Teil ökologischer Systeme begriffen, in denen Dinge kontinuierlich zirkulieren, sich transformieren und neue Relationen hervorbringen, die im Raum sichtbar gemacht werden können. So zeigen sie Gestaltung als eine Praxis des unmittelbaren „Involviertseins“, in der Akteur*innen Verantwortung übernehmen und untrennbar mit den Dingen und Prozessen verflochten sind.

Noch bis Sonntag sind im Rahmen der Jahresausstellung die aktuellen Arbeiten von rund 500 Studierenden zu sehen. Während der dreitägigen Laufzeit ermöglichen kostenfreie Führungen in Deutsch, Englisch und in Gebärdensprache zahlreiche persönliche Begegnungen mit der aktuellen Kunstproduktion. Zudem bietet der Studieninformationstag am Samstag allen Interessierten einen besonderen Einblick in die künstlerische Lehre an der HFBK.