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Fünf künstlerische Positionen in nationalen Pavillons und der zentralen Ausstellung unterstreichen die internationale Strahlkraft künstlerischer Arbeit und Forschung aus Hamburg. Die Arbeiten der fünf Künstler:innen sind eng mit der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) verbunden und berühren Themen von Erinnerungskultur über Migration bis hin zu kolonialen Zusammenhängen. An der feierlichen Eröffnung in Venedig nehmen auch Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal und HFBK-Präsident Prof. Martin Köttering teil.

Am 9.⁠ ⁠Mai 2026 wird der Deutsche Pavillon der 61.⁠ ⁠Venedig Biennale mit neuen Arbeiten der Anfang des Jahres verstorbenen HFBK-Professorin Henrike Naumann und der Absolventin und ehemaligen Vertretungsprofessorin der HFBK Hamburg Sung Tieu eröffnet. Zugleich sind mit Kader Attia in der zentralen Ausstellung im Arsenale, mit Jenna Sutela im Finnischen Pavillon sowie mit Yalda Afsah und ihrer Ausstellung Still in the Dark im Palazzo Ca’ Buccari drei weitere künstlerische Positionen präsent, die mit Hamburg und insbesondere der HFBK eng verbunden sind.

Die Behörde für Kultur und Medien fördert den Deutschen Pavillon mit 100.000 Euro, die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung gemeinsam mit der HFBK mit weiteren 50.000 Euro. Darüber hinaus unterstützt die neu gegründete JEF – not a fondation gGmbH, eine gemeinnützige Organisation mit Schwerpunkt auf Kunst und Kultur, gemeinnützige Teilhabe sowie Wissenschaft und Forschung mit 75.000 Euro und die Rudolf Augstein Stiftung und die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS jeweils mit weiteren 40.000 Euro die Präsenz.

Die Präsenz der fünf Künstler:innen auf der diesjährigen Venedig Biennale sind ein bemerkenswerter Erfolg für den Kunst- und Wissenschaftsstandort Hamburg. Alle fünf Positionen stehen exemplarisch für die künstlerische und forschende Qualität der HFBK Hamburg: Als Professorin für Bildhauerei hätte Henrike Naumann ab Oktober 2026 eine prägnante künstlerische Perspektive eingebracht, die sich mit großer analytischer Schärfe Fragen von Erinnerungskultur, politischer Prägung und Alltagsästhetik widmet; mit Sung Tieu, Alumna und zuletzt Vertretungsprofessorin, ist eine sensible und analytische Praxis zu Fragen von Migration und Zugehörigkeit von hoher Signifikanz verbunden; Kader Attia setzt als Professor internationale Maßstäbe in der Auseinandersetzung mit Erinnerung, Reparation und postkolonialen Zusammenhängen; Jenna Sutela erweitert als künftige Professorin im Kontext des Exzellenzclusters BlueMat in Kooperation mit der TU Hamburg künstlerische Ansätze im Spannungsfeld von Technologie, Biologie und Sprache; Grundlagenprofessorin Yalda Afsah prägt mit ihren filmischen Arbeiten eine eigenständige Untersuchung von Wahrnehmung und Machtverhältnissen.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Mit der Beteiligung am Deutschen Pavillon auf der Biennale setzt Hamburg ein starkes Zeichen für die internationale Vernetzung und Sichtbarkeit zeitgenössischer Kunst und bekräftigt seine Rolle als engagierter Kunst- und Kulturstandort. Das international beachtete Werk der ehemaligen Studierenden und Gastprofessorin der HFBK Sung Tieu steht beispielhaft für die große Kreativität und Exzellenz der Künstler:innen in Hamburg. Die Unterstützung aus Hamburg zeigt, wie öffentliche und private Förderer sowie Kultur und Wissenschaft gemeinsam die Entwicklung und internationale Sichtbarkeit junger Künstler:innen ermöglichen.“

Maryam Blumenthal, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Henrike Naumann hat stets betont: ‚Für mich als Künstlerin ist alles politisch.‘  Eine Botschaft, die wir weitertragen sollten. Denn Kunst positioniert sich immer auch zur Gegenwart und eröffnet neue Perspektiven auf die Welt. Dass hier auf der Biennale in Venedig ihre Werke und die von vier weiteren Künstler:innen zu sehen sind, deren Perspektiven durch die Arbeit an der HFBK geprägt wurden, unterstreicht die internationale Bedeutung dieser Hochschule und des Wissenschaftsstandorts Hamburg in der wichtigen Doppelrolle als Impulsgeber und Spiegel unserer Gesellschaft. Fragen der Ausgrenzung und des kolonialen Erbes greifen die Arbeiten ebenso auf wie das Wechselspiel zwischen Mensch, Sprache und Technik.“

Für HFBK-Präsident Prof. Martin Köttering verweisen die Arbeiten der fünf Künstler:innen auf die internationale Anschlussfähigkeit der Hamburger Kunsthochschule und zeigen, wie künstlerische Praxis und Forschung eine produktive Verbindung eingehen. Die HFBK Hamburg präsentiert sich auf der Venedig Biennale als ein Ort, an dem relevante ästhetische und gesellschaftliche Fragestellungen mit hoher Sichtbarkeit verhandelt werden.

Der Deutsche Pavillon auf der Biennale di Venezia 2026 wird realisiert durch das ifa – Institut für Auslandsbeziehungen als Kommissar für den deutschen Beitrag. Die Ausstellung ist vom 9.⁠ ⁠Mai bis 22.⁠ ⁠November 2026 in Venedig zu sehen.

Weitere Informationen erhalten Sie über: https://deutscher-pavillon.org/de/press

 (05.05.2026)