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Anja Kaiser bewegt sich in der freien Szene sowie innerhalb der Popkultur und sucht nach Freiräumen für gesellschaftliche Mitgestaltung. In Zusammenarbeit mit subkulturellen Räumen und feministischen Gruppen hat sie an Projekten und deren grafischer Übersetzung in verschiedenen Kollaborationen mitgewirkt.

In selbst initiierten Projekten verhandelt sie feministische Themen und forscht zu undisziplinierten Erzählungen und Werkzeugen im Grafikdesign. Dabei untersucht sie die Übergänge zwischen Grafik, Design, Kunst, Musik und Formen digitaler Selbstermächtigung. Mit Plakaten, animierten Digitalbildern, Handdruckeditionen und verwandten, bewusst rutschigen Medien verschafft sie den bearbeiteten Themen und ihren Kompliz*innen Sichtbarkeit.

Kaiser war von 2014 bis 2018 im Lehrgebiet Schrift und Typografie an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle tätig. Von April 2021 bis März 2023 vertrat sie die Professur für Typografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Sie wird regelmäßig zu Vorträgen und Workshops im In- und Ausland eingeladen, zuletzt zur Biennial of Graphic Design in Chaumont und zum Weltformat Graphic Design Festival in Luzern.

Seit 2013 arbeitet sie selbstständig als Grafikdesignerin. Das Projekt Sexed Realities – To Whom Do I Owe My Body? begann sie im Rahmen ihres Masterstudiums am Sandberg Instituut Amsterdam (Gerrit Rietveld Academie) zu entwickeln.

Die Arbeit wurde auf der internationalen Designbiennale in Brno ausgezeichnet und im Juni 2017 von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen angekauft. Im selben Jahr erhielt sie den INFORM-Preis der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig, eine Auszeichnung für konzeptuelles Gestalten an der Schnittstelle von Grafikdesign und Kunst.

2019 wurde ihre Arbeit Whose.Agency für die Shortlist des renommierten Beazley Design of the Year nominiert und im Design Museum London ausgestellt. 2020 präsentierte Le Signe – Centre National du Graphisme in Frankreich eine Einzelausstellung zu ihrer autonomen und auftragsbezogenen Praxis.

2021 veröffentlichte Kaiser gemeinsam mit der Gestalterin und Professorin Rebecca Stephany das Symposiums- und Publikationsprojekt Glossary of Undisciplined Design.

Projekte (Auswahl) +

  • Rewire Festival (20182026), in Kollaboration mit Jim Kühnel, visuelle Identität und jährliche Kampagnengestaltung

  • Riddle — Series of Events Dealing With Evolving and Mutating Forms of Music (20232026), visuelle Identität und Kuration

  • 5th edition of International Graphic Design Biennial of Chaumont, in Kollaboration mit Nelly Nakahara and Gerrit Brocks, visuelle Identität und Kampagnenumsetzung

  • Sonic Acts Biennial—Melting for Love, in Kollaboration mit Knoth&Renner, visuelle Identität und Kampagnenumsetzung

  • Bauhaus Study Rooms, visuelle Identität (2023) und szenografische Übersetzung (2023 und 2025)

  • Bard College—Architecture Department, in Kollaboration mit Stefan Endres, Website, Online-Identität

  • Home Coming™, in Kollaboration mit Jonas Holfeld, Website, UX Design, 1 HD Video, 16:9

  • Kunsthalle Osnabrück, in Kollaboration mit Franziska Leiste, institutionelles Erscheinungsbild und periodische Kampagne

  • Glossary of Undisciplined Design, in Kollaboration mit Rebecca Stephany, Symposium und Publikation, 312 Seiten, (Spector Books, April 20213.⁠ ⁠Auflage erscheint 2026)

  • Please Divide In Groups Of Two Or Three, in Kollaboration mit Simone C. Niquille, performative Identität, 2,5⁠ ⁠×⁠ ⁠2 m, visuelle Identität, verschiedene Medien (Print und Digital)