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Wartenau Versammlung #27
18:00 Aula Wartenau, Wartenau 15, 2. Stock
Buchpräsentation: Immer wieder! NS-Geschichte vermitteln in Schule, Hochschule und den Künsten
Am 21.10.2025 wird das Buch „Immer wieder! NS-Geschichte vermitteln in Schule, Hochschule und den Künsten“ im Rahmen der Wartenau Versammlung #27 von seiner Herausgeberin vorgestellt.
Die Publikation richtet sich an Leser*innen mit einem Interesse an nationalsozialistischer Gewaltgeschichte sowie an den Schlüssen, die daraus heute für das Engagement in Kunst, Pädagogik und Zivilgesellschaft zu ziehen sind.
Sie behandelt zwei thematische Schwerpunkte:
Teil 1 beschäftigt sich mit Erinnerungsarbeit und Extremismusprävention in Kunst, Museum und Schule.
Teil 2 stellt Interventionen in die Stadt-, Diskurs- und Hochschulgeschichte dar.
Die Vorarbeit hierfür begann in dem Seminar „Kunst/Erziehung im NS. Rückblick, Kontinuitäten, Perspektiven“ im Sommer 2023 sowie mit der zeitgleich stattfindenden Forschung mit Studierenden im Archiv der Universität der Künste Berlin.
Als Ergebnis dieser forschenden Lehre sind in dem Buch vier Studienarbeiten zu lesen. Außerdem trugen Lehrende und Studierende, die an anderen Kunsthochschulen – in Bremen, Dresden, Hamburg und Wien – ähnliche, zum Teil künstlerische Forschungen zum NS realisiert haben, ihre Ergebnisse bei. Darüber hinaus sind Künstlerinnen und Aktivistinnen, die zur Nazizeit und ihren Nachwirkungen Stellung beziehen, mit Arbeiten vertreten. Kunstpädagoginnen, Erziehungs- und Kulturwissenschaftlerinnen formulieren transdisziplinäre Bezüge.
Die vielstimmige Auswahl an Beiträgen ist ein Angebot, um von Kunst und ihrem Kontext aus immer wieder der NS-Geschichte und ihren Folgen auf die Spur zu kommen. Sie soll dafür sorgen, in Schulen, Hochschulen und den Künsten immer weiter (gruppenbezogene) Menschenfeindlichkeit zu verlernen und dabei reflektierend und diskriminierungskritisch Gegenwart wie Zukunft zu verändern.
Link zur Verlagsseite: https://www.kopaed.de/kopaedshop/?pid=1537
Im Anschluss an Einblicke in die Publikation und ihren Produktionsprozess lassen sich Formen der Anwendung, Fortführung und anderes mehr diskutieren.
Nanna Lüth arbeitet und forscht in den Bereichen Kunst, Kunstpädagogik und Medienbildung. Aktuell bereitet sie eine AG Fotografie und Fiktion für Schülerinnen vor, eine Rebell-Clowning-Fortbildung und, zusammen mit Kolleginnen, den Fachtag „Perspektiven im Plural! Kunstunterricht als (T)Raum für Demokratiebildung“ des BdK Berlin.
Bis vor kurzem war sie in der Kunstlehrerinnenbildung tätig, u. a. als Gastprofessorin für diskriminierungskritische Didaktik an der Universität der Künste (UdK) Berlin. Lüths Arbeitsschwerpunkte sind: Kooperative und interdisziplinäre Hochschullehre v.a. in den Bereichen Didaktik und Lehrerinnenbildung, kunst- und theoriebasierte Methodenentwicklung sowie Humor und Kritik in der (künstlerischen) Bildung.