Araba Evelyn Johnston-Arthur ist Theoretikerin, (ver)lernende Lehrende, Forscherin, Kuratorin, Autorin und Erinnerungsarchitektin. Sie promovierte an der Howard University in Washington DC zu Schwarzer Politik, Internationalen Beziehungen und der Geschichte der Afrikanischen Diaspora. Ihre Dissertation ist dem Un/Silencing der glokalen, pan-Afrikanischen Widerstände und Rassismuskritiken von Unokanma Okonjo und der Pan-African Students Union of Austria im post-nazistischen Österreich gewidmet und erinnert an Wirkweisen von Deokolonisierung und Neokolonisierung zur Zeit des Globalen Kalten Krieges. Sie war Mitbegründer*in von Pamoja. Bewegung der jungen afrikanischen Diaspora in Österreich und der Recherchegruppe zu Schwarzer österreichischer Geschichte und ist Teil des Direktor*innenkollektives von MUSMIG (Museum für Migration) – einem Museum, das in Wien für seine Existenz kämpft, während es die Gewalt hinterfrägt, die Museen in Europa zugrunde liegt. Ihre trans-und antidisziplinäre Arbeit thematisiert (neo)koloniale Bild-Blick- und Überwachungsregime ebenso wie Gegenwarten verdrängter Bewegungsgeschichten und folgt dekolonialen Verwobenheiten, Poesien und Ästhetiken.