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Die Sozialfigur der Kunstkritikerin
Sophia Holzmann (Ruhr-Universität Bochum), Astrid Mania (HFBK Hamburg), Anna Schrepper (Ruhr-Universität Bochum)
Buchvorstellung Die Sozialfigur der Kunstkritikerin (edition metzel, 2026) und Gespräch mit der Zeitzeugin Ingeborg Ruthe
Um 1970 beginnt in den USA und Westeuropa eine Rhetorik der „Krise“ der Kunstkritik, die bis heute anhält – wenn auch argumentativ unterschiedlich gelagert. In jenen Jahren tritt im Zuge feministischer Bewegungen aber auch die neue Sozial- und Diskursfigur der Kritikerin in Erscheinung, die den androzentrisch geprägten Kunst- und Kritikbetrieb nachhaltig verändern sollte. Diese bislang ignorierte Koinzidenz diskutiert unser Buch: Anstatt von einer „Krise“ geht es von einem Moment der Neuverortung der Kritik aus. Es entsteht ein Bild der Zeit um und nach 1970, das von Aufbruch, Experimentierfreude und Kreativität zeugt und die Kunstkritikerin als neue Akteurin profiliert – vermittelt durch Beiträge von den ebenso wie über die Protagonistinnen jener Jahre.
Als Teil des Herausgeberinnenteams werden Sophia Holzmann, Astrid Mania und Anna Schrepper das Buch vorstellen und mit Ingeborg Ruthe über Leben und Arbeit einer Kunstkritikerin in (Ost-)Berlin sprechen.
Buchcover Die Sozialfigur der Kunstkritikerin (edition metzel, 2026)