Ann Richter (*1987) ist Grafikdesignerin und lebt und arbeitet in Berlin. 2015 gründete sie gemeinsam mit Pia Christmann Studio Pandan. Das Studio entwickelt visuelle Identitäten, Publikationen, digitale Anwendungen und Ausstellungen, vor allem für Auftraggeber*innen aus Kunst und Kultur.

Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Auseinandersetzung mit Typografie und Sprache und der Frage, wie Gestaltung Inhalte nicht nur vermittelt, sondern mit hervorbringt. Sie interessiert sich für visuelle Systeme, die aus den spezifischen Bedingungen eines Projekts entstehen, sich über unterschiedliche Medien hinweg entfalten und dabei veränderbar bleiben. Ihre Praxis bewegt sich zwischen angewandter Gestaltung, Recherche und Experiment und sucht nach Formen, die Konventionen und bestehende visuelle Ordnungen aufgreifen, hinterfragen und neu zusammensetzen.

Richter studierte Visuelle Kommunikation an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart sowie Grafikdesign und Buchkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Berufliche Stationen führten sie unter anderem zu Project Projects in New York und Graphic Thought Facility in London. Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt und ausgezeichnet, unter anderem bei den International Biennials of Graphic Design Brno, im Haus der Kulturen der Welt Berlin, beim Weltformat Graphic Design Festival Luzern und von der Stiftung Buchkunst.

Seit 2018 lehrt sie an verschiedenen Kunst- und Designhochschulen, darunter die Universität der Künste Berlin, die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, die Hochschule für Künste Bremen, die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und der Muthesius Kunsthochschule Kiel.

Projekte (Auswahl) + –

  • Die Schönsten Deutschen Bücher 2026, Stiftung Buchkunst / Publikation (2026)

  • Georg Kolbe Museum, Berlin / Visuelle Identität, Publikationen und Ausstellungsgestaltung (seit 2025)

  • Center for Literature – Burg Hülshoff / Visuelle Kommunikation und Ausstellungsgestaltung (seit 2021)

  • Künstler:innenhaus Bremen / Visuelle Identität und Website (2018–2024)

  • AIGA Eye on Design Magazine #05 „Distraction“ / Editorial Design (2019)

  • Guggenheim Museum Bilbao „Architecture Effects“ / Visuelle Identität und Ausstellungsgestaltung (2018)

Ausstellungen / Auszeichnungen / Publikationen + –

  • Slanted Magazin #47 Digital Tools / Publikationsbeitrag (2026)

  • Archiv der Avantgarden, Staatliche Kunstsammlungen Dresden und Freie Universität Berlin: »Einladung — Archiv als Ereignis«, Spector Books / Publikationsbeitrag (2025)

  • Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg / „The F*Word. Guerrilla Girls und feministisches Grafikdesign“ (2023)

  • ADC Art Directors Club / Auszeichnung für „Positionen Magazin“ (2022)

  • Weltformat Graphic Design Festival Luzern / Ausstellungsbeteiligung (2021)

  • Stiftung Buchkunst, Die Schönsten Deutschen Bücher / Auszeichnung für „Beethoven. Welt. Bürger. Musik“ (2020)

  • Onomatopee 178: »Exhibition Views. Subjectivity in Post-Digital Times« / Herausgegeben im Kollektiv A. R. practice (2020)

  • Willy Fleckhaus Preis des ADC Art Directors Club / 2.⁠ ⁠Platz für „ Edit Magazin“ (2020)

  • Stack Awards / Shortlist Magazine & Cover of the Year für AIGA Eye on Design #05 „Distraction“ (2019)

  • Institute of Advanced Uncertainty: »All Possible Futures: Unrealized Archive 2«, San Francisco / Ausstellungsbeteiligung (2018)

  • 28th International Biennial of Graphic Design Brno / International Exhibition (2018)