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Verschiebung ins Schräge

Kunstschaffende sind ja alle ein bisschen schräg. Da darf es auch ihre Bildungsstätte sein. Sogar räumlich. Denn die HFBK Hamburg liegt gar nicht am Lerchenfeld, sondern am Eilbekkanal, jedenfalls wenn man die geometrische Ausrichtung zur Grundlage nimmt. Fritz Schumachers Hochschulkomplex steht exakt parallel zur Uferstraße, dagegen leicht schräg angewinkelt zum Vektor seiner Postadresse. Geschätzte 5 Grad Abweichung besteht zwischen der Längsachse der Westfassaden und der Bordsteinkante. Das fiel bisher kaum auf, weil direkte Nachbargebäude als Maßstab fehlten. Aber damit ist es jetzt vorbei. Absichtlich vorbei. Die Passage zwischen dem Nachkriegsflügel des Hauptgebäudes und dem großen neuen Atelierhaus nördlich davon bildet einen klar akzentuierten Trichter, der die Achsenverschiebung deutlich macht.

Denn das von Bernhard Winking entworfene und jetzt eröffnete Gebäude, das endlich die überaus beengte Platzsituation für Master-Studierende entlastet, richtet sich mit seiner Schauseite exakt an der Hauptstraße aus. Und durch diese subtile Umorientierung ist der Leitgedanke der Gestaltung, der sich durch die architektonischen Entscheidungen dieses Neubaus dekliniert, sofort präsent: Die dezente Abweichung als Ausweis selbstbewusster Kollegialität bestimmt das Entwurfskonzept. Im Wettbewerb, den dieser Hamburg über Jahrzehnte mitprägende Architekt 2017 gewonnen hatte, gab es auch einige Vorschläge, die sich dem Ensemblegedanken deutlich weniger verpflichtet fühlten: Laubengänge im Stil italienischer Bogenarkaden, helle vertikale Betonkaskaden, die an Kulturpaläste des Brutalismus erinnerten, oder Zitate einer historischen Industriearchitektur, die mit sichtbarem Stahlskelett, ausgestellten Treppentürmen und gläsernen Sheddächern die Metapher „Kunstfabrik“ für das Erweiterungsgebäude schlagartig wachgerufen hätten.

Aber das unausgesprochene Juryprotokoll der damaligen Entscheidung folgte eben der Maxime: So viel Zweck wie möglich, so viel Architektur wie nötig. Und damit schieden ästhetisch vielleicht prägnantere Entwürfe aus – zugunsten eines Architekten, der als langjähriger Professor an der HFBK Hamburg, als diese noch eine Architekturabteilung besaß, die organischen Bedürfnisse für diesen ersehnten räumlichen Befreiungsschlag verinnerlicht hatte. Der deswegen mehr die familiäre Ähnlichkeit zu den Bauvorfahren des Ensembles formulierte, als die optische Zäsur einer künstlerischen Absetzbewegung, die eine neue Epoche formulieren möchte. Und der außerdem bewusst den Kompromiss akzeptierte, dass die Radikalität des geforderten Programms die Spielräume für das freie Entwerfen stark einengen musste.

Grundriss und Höhe bis zum letzten Zentimeter voll ausreizen, die Wandfläche so maximieren, dass nur die allernötigsten Fensterbreiten die Hülle öffnen, das waren die Wünsche der zukünftigen Nutzer*innen. Und außerdem verlangte das Innere eine Form, die es der Jugend in ihrer Anleitung zum individualistischen Wirken erlaubt, alles zu tun, was sie möchten. Wände und Böden müssen jede Form durch Kunst gerechtfertigter Angriffe ertragen können, sei es durch Bohrer, Farben, Hitze oder Kunststoff. Die perfekte Antwort auf all diese Wünsche wäre natürlich die minimal poröse Schachtel mit der geringst vorstellbaren Verkehrsfläche und der nackten neutralen Robustheit als Oberfläche. Doch echter Bunkerbau ist in Deutschland eben nicht mehr so populär.

Da die Ansprüche an ein optimal nutzbares Ateliergebäude für die Bereiche Malerei, Bildhauerei und Zeitbezogene Medien also qua Programm zu einer massiven und verschlossenen Erscheinung führen würde, bestand die Herausforderung für die Architekten darin, das Ansprechende durch Akzente zu erzielen. Die Verschiebung ins leicht Schräge diente Winking und seinem Projektarchitekten Frank Weitendorf dabei als leitendes Motiv. Und da reicht manchmal auch ein Winkel von 1,43 Grad. Denn so wenig kippt die Backsteinfassade überall dort aus der Horizontalen, wo sie zu den zwei schmalen Fenstern pro Atelierraum hinleitet – die in den Raumecken platziert sind, um keine kostbare Wandfläche sinnlos zu verglasen.

Jeweils zwei dieser zurückgenommenen Öffnungen pro 125 Quadratmeter großem Kunstsaal sorgen innen für Tagesatmosphäre, bei den seltenen Hamburger Stunden ohne Wolken sogar für grelles Streifenlicht, das wie eine Sonnenuhr durch den Raum wandert. Ansonsten benötigen die vier identischen Räume pro Stockwerk keine weitere Attraktion. Eine Rippendecke aus Sichtbeton, in deren Schlitzen die Heizung und die Lichtleisten untergebracht sind, erzeugt noch einen gewissen Rhythmus als Raumcharakteristikum. Aber schon die Durchgangstüren an den Außenseiten, die als Fluchtweg dienen, wirken wieder rein zweckdienlich, auch wenn die Zirkulation längs der Fassade bei Atelierrundgängen auch ihren ganz speziellen Reiz entwickeln mag. Außerdem befindet sich in den Räumen nur noch eine Stahlspüle mit Schlammfangbecken, eine Toilette, sowie ein kleiner Stauraum. Minimalismus als neutraler Hintergrund, der keine Spuren ästhetischer Vorprägung hinterlassen will.

Doch Raum als Ermöglicher von Kreativität spielt in dieser Architektur nicht nur durch reine Zurückhaltung eine Rolle. Im Zentrum des Komplexes öffnet sich ein nahezu quadratischer Luftraum unter einem giebeligen Oberlicht, der nicht nur Helligkeit ins Gebäude bringen soll. Gefasst in feine Rippengeländer aus Stahlstäben, die mit einer Leiste aus geölter Eiche haptisch schön abgeschlossen sind, fördern diese Einschnitte eine lärmende und direkte Kommunikation durch das ganze Haus. Natürlich weiß niemand ob Mal- und Medienabteilung wirklich miteinander reden wollen, wo im Hauptgebäude die Türen der Klassen eigentlich immer geschlossen sind. Aber lässig gelehnt an diese invertierte Reling ist die Option zwischengeschosslichen Austausches hier geboten wie sonst nur noch im Haupttreppenhaus des Schumacher-Baus.

Ein wenig erinnert diese offene Mitte an den luftigen Kern von Oswald Mathias Ungers Galerie der Gegenwart am Glockengießerwall, aber ohne die ehrfurchtgebietende Strenge und Verschlossenheit. Wie dort können auch in diesem Freiraum vertikale Kunstwerke, welche die Deckenhöhe von vier Metern überschreiten wollen, platziert werden. Außerdem verbindet die fehlende visuelle Barriere im Atrium die produktiven Ebenen mit dem Galeriegeschoss im Parterre. Die zwei Ausstellungssäle mit einer Gesamtfläche von 357 Quadratmetern sind so stets atmosphärisch durchtränkt von dem Geschehen in den Ateliers. Der Hauptraum der Galerie wiederum vermittelt an der Straße durch sein großes Panoramafenster Tag und Nacht etwas vom Innenleben des Kunstprojektbrüters an die Passant*innen. Darunter befindet sich übrigens auf 250 Quadratmetern noch das Archiv der HFBK.

Dieses Schaufenster zur Stadt, das eine kommunikative Fensterbank aus Eiche besitzt, ist von außen tatsächlich der einzige, aber sehr attraktive Hinweis darauf, dass die Kunst sich hier nicht gegen die Wirklichkeit verbarrikadiert, sondern einlädt, am Vorgang ihrer Entstehung teilzuhaben. Und um den tragischen Eindruck zu vermeiden, der Kubus mit seinen großen Geschosshöhen und kleinen Fensterschlitzen sei vielleicht das Gebäude eines Selfstorage-Anbieters, genügte eine dezente Verschiebung im Fassadenmaterial. Die hier verwendeten Ziegel sind nicht glatt und einfarbig, wie es bei der Riemchenhaut eines Renditeobjektes mit Sicherheit der Fall wäre.

Die Klinker an diesem Atelierhaus sind vielmehr echt schräg. Und zwar so schräg, dass die Vertreterin der Sprinkenhof AG, die als städtischer Bauherr die Qualitäts- und Kostenkontrolle zu verantworten hatte, überzeugt war, Herr Winking und Herr Weitendorf hätten sich von ihrem Wittmunder Lieferanten Schrott andrehen lassen und ungesehen vor die Dämmung geziegelt. Denn die extra für die rege Lebendigkeit der Fassadenflächen ausgesuchten Steine haben Beulen, produktionsbedingte Rillen, Trennsandanbackung, unregelmäßige Kanten, überbrannte Kantenabplatzungen und alle möglichen anderen interessante Deformierungen.

Und flatterhaft bunt, teilweise mit metallischem Glanz ist diese Sortierung im wilden Verband auch noch, die Frank Weitendorf mit viel Kompositionswillen und manchem Abriss und Neuaufbau hat händisch von polnischen Maurern rund um das Haus setzen lassen. Die vier sanft geknickten Fassadenbänder mit gegenläufiger Ausrichtung, die dem Atelierhaus seine feine Dramaturgie wechselnder Lichtstimmungen schenken, sind durch diese Form ungegenständlicher Malerei mit Klinkersteinen fein veredelt – und baudermatologisch mit dem Chilehaus verwandt. Denn die schillernden Häute der schönsten Hamburger Backsteinarchitekturen, die das Bauen in der Stadt zum Zeitpunkt der Gründung der Kunstgewerbeschule am Lerchenfeld bestimmten, finden sich in dieser Verkleidung mit Charaktersteinen modern erneuert. Die Liebe der expressionistischen Filigranentwerfer zum Handwerk beseelt auch dieses Mauerwerk in zeituntypischer Weise. Sogar ein Versprechen gegen die Abriss-und-Neubau-Haltung heutiger Wachstumswirtschaft lässt sich aus dieser Ziegel-Notation herauslesen. Diese Verkleidung, so Frank Weitendorf, kann 200 Jahre halten, und auch länger.

Gemeinsam mit der dezenten Asymmetrie im Verhältnis zum Haupthaus, die dadurch noch verstärkt wird, dass das Ateliergebäude hinten über die Fassadenlinie hinaus lugt, ist das System „schräg“ hier also wirklich konsequent, aber subtil über die meisten Aspekte dieses Entwurfs entwickelt worden. Der Kunst, der es dienen soll, entspricht dieser Bau als Beispiel einer sehr hanseatischen Idee von Schönheit.

Dieser Text erschien zuerst im Lerchenfeld Nr. 60.
Till Briegleb lebt in Hamburg und ist freier Autor und Journalist mit den Themenschwerpunkten Theater, Kunst und Architektur. Er arbeitet unter anderem für die Süddeutsche Zeitung und art – Das Kunstmagazin.

Solo exhibition by Konstantin Grcic

From September 29 to October 23, 2022, Konstantin Grcic (Professor of Industrial Design) will be showing a room-sized installation at ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer at the HFBK Hamburg consisting of objects designed by him and existing, newly assembled objects. At the same time, the space he designed for workshops, seminars and office workstations in the AtelierHaus will be put into operation.

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Art and war

"Every artist is a human being". This statement by Martin Kippenberger, which is as true as it is existentialist (in an ironic rephrasing of the well-known Beuys quote), gets to the heart of the matter in many ways. On the one hand, it reminds us not to look away, to be (artistically) active and to raise our voices. At the same time, it is an exhortation to help those who are in need. And that is a lot of people at the moment, among them many artists. That is why it is important for art institutions to discuss not only art, but also politics.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; photo: Tim Albrecht

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; photo: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

From July 8 to 10, 2022, more than 160 Bachelor’s and Master’s graduates of the class of 2021/22 will present their final projects from all majors. Under the title Final Cut, all graduation films will be shown on a big screen in the auditorium of the HFBK Hamburg. At the same time, the exhibition of the Sudanese guest lecturer Amna Elhassan can be seen in the HFBK gallery in the Atelierhaus.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

June is full of art and theory

It has been a long time since there has been so much on offer: a three-day congress on the visuality of the Internet brings together international web designers; the research collective freethought discusses the role of infrastructures; and the symposium marking the farewell of professor Michaela Ott takes up central questions of her research work.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Art Prize 2022

The Finkenwerder Art Prize, initiated in 1999 by the Kulturkreis Finkenwerder e.V., has undergone a realignment: As a new partner, the HFBK Hamburg is expanding the prize to include the aspect of promoting young artists and, starting in 2022, will host the exhibition of the award winners in the HFBK Gallery. This year's Finkenwerder Art Prize will be awarded to the US artist Renée Green. HFBK graduate Frieda Toranzo Jaeger receives the Finkenwerder Art Prize for recent graduates.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

New studio in the row of houses at Lerchenfeld

New studio in the row of houses at Lerchenfeld, in the background the building of Fritz Schumacher; photo: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

After more than 40 years of intensive effort, a long-cherished dream is becoming reality for the HFBK Hamburg. With the newly opened studio building, the main areas of study Painting/Drawing, Sculpture and Time-Related Media will finally have the urgently needed studio space for Master's students. It simply needs space for their own ideas, for thinking, for art production, exhibitions and as a depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Annual Exhibition 2022 at the HFBK

After last year's digital edition, the 2022 annual exhibition at the HFBK Hamburg will once again take place with an audience. From 11-13 February, students from all departments will present their artistic work in the building at Lerchenfeld, Wartenau 15 and the newly opened Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments.

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Who speaks? Who paints which motif? Who is shown, who is not? Questions of identity politics play an important role in art and thus also at the HFBK Hamburg. In the current issue, the university's own Lerchenfeld magazine highlights university structures as well as student initiatives that deal with diversity and identity.

Grafik: Tim Ballaschke

Grafik: Tim Ballaschke

Start of semester

After three semesters of hybrid teaching under pandemic conditions, we are finally about to start another semester of presence. We welcome all new students and teachers at the HFBK Hamburg and cordially invite you to the opening of the academic year 2020/21, which this year will be accompanied by a guest lecture by ruangrupa.

photo: Klaus Frahm

photo: Klaus Frahm

Summer Break

The HFBK Hamburg is in the lecture-free period, many students and teachers are on summer vacation, art institutions have summer break. This is a good opportunity to read and see a variety of things:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Since 2010, the HFBK has organised the international exchange programme Art School Alliance. It enables HFBK students to spend a semester abroad at renowned partner universities and, vice versa, invites international art students to the HFBK. At the end of their stay in Hamburg, the students exhibit their work in the Open Studios in Karolinenstraße, which are now open again to the art-interested public.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Unlearning: Wartenau Assemblies

The art education professors Nora Sternfeld and Anja Steidinger initiated the format "Wartenau Assemblies". It oscillates between art, education, research and activism. Complementing this open space for action, there is now a dedicated website that accompanies the discourses, conversations and events.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

School of No Consequences

Everyone is talking about consequences: The consequences of climate change, the Corona pandemic or digitalization. Friedrich von Borries (professor of design theory), on the other hand, is dedicated to consequence-free design. In “School of No Consequences. Exercises for a New Life” at the Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, he links collection objects with a "self-learning room" set up especially for the exhibition in such a way that a new perspective on "sustainability" emerges and supposedly universally valid ideas of a "proper life" are questioned.

Annual Exhibition 2021 at the HFBK

Annual exhibition a bit different: From February 12- 14, 2021 students at the Hamburg University of Fine Arts, together with their professors, had developed a variety of presentations on different communication channels. The formats ranged from streamed live performances to video programs, radio broadcasts, a telephone hotline, online conferences, and a web store for editions. In addition, isolated interventions could be discovered in the outdoor space of the HFBK and in the city.

Public Information Day 2021

How do I become an art student? How does the application process work? Can I also study to become a teacher at the HFBK? These and other questions about studying art were answered by professors, students and staff at the HFBK during the Public Information Day on February 13, 2021. In addition, there will be an appointment specifically for English-speaking prospective students on February 23 at 2 pm.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

On the evening of November 4, the HFBK celebrated the opening of the academic year 2020/21 as well as the awarding of the Hiscox Art Prize in a livestream - offline with enough distance and yet together online.

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Teaching Art Online at the HFBK

How the university brings together its artistic interdisciplinary study structure with digital formats and their possibilities.

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

HFBK Graduate Survey

Studying art - and what comes next? The clichéd images stand their ground: Those who have studied art either become taxi drivers, work in a bar or marry rich. But only very few people could really live from art – especially in times of global crises. The HFBK Hamburg wanted to know more about this and commissioned the Faculty of Economics and Social Sciences at the University of Hamburg to conduct a broad-based survey of its graduates from the last 15 years.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

How political is Social Design?

Social Design, as its own claim is often formulated, wants to address social grievances and ideally change them. Therefore, it sees itself as critical of society – and at the same time optimizes the existing. So what is the political dimension of Social Design – is it a motor for change or does it contribute to stabilizing and normalizing existing injustices?