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What Time is it on the Clock of the World? Raimar Stange über die Ausstellung von Renée Green

Gleich zwei Gründe gibt es, derzeit über Renée Green zu schreiben: Zum einen wurde die US-amerikanische Künstlerin im Juni mit dem Finkenwerder Kunstpreis 2022 ausgezeichnet, zum anderen eröffnete sie mit ihrer Einzelausstellung Vide ma tête/Selection/Combination: All Variable Elements das Programm der neuen HFBK Galerie im den Atelierhaus. Renée Green kann man als eine intellektuelle Persönlichkeit beschreiben, wie es der Präsident der HFBK Hamburg, Martin Köttering, in seiner Laudatio anlässlich der Preisverleihung tat. Sie verbindet „die von der Konzeptkunst geerbten Verfahren mit den Ideen der postkolonialen Kritik, um die Rolle des Subjektes in der Geschichte nachzugehen und die Frage nach den Identitäten und ihrer Fluidität zu stellen“. Diese systemkritischen Fragen stellt Renée Green nun schon seit den frühen 1990er Jahren – damals spielte der Begriff „Postkolonialismus“ allerdings eine untergeordnete Rolle im deutschsprachigen (Kunst)Diskurs.

Ein gutes Beispiel für ihre Arbeitsweise ist die Installation Import/Export Funk Office (1992), mit der Renée Green damals schnell international für Aufmerksamkeit sorgte. Die Low Culture des Hip-Hop ist bei dieser Arbeit – die nur oberflächlich betrachtet in dem Kontext der „relationalen Ästhetik“ (Nicolas Bourriaud) anzusiedeln, stattdessen besser als „konzeptueller Pop“ zu bezeichnen ist – der zentrale Ausgangspunkt für eine ästhetische Untersuchung des Zirkulierens dieser spezifischen Musikrichtung zwischen den USA und Europa. Dabei wird nicht zuletzt der Transfer dieser Underground-Kultur von der Straße hin zu der profitsüchtigen Unkultur der sogenannten Unterhaltungsindustrie reflektiert. In Kollaboration unter anderem mit dem Kulturtheoretiker Diedrich Diederichsen ging Renée Green in Import/Export Funk Office einerseits Fragen nach der globalen Vermarktung des ursprünglich bewusst antikapitalistischen Phänomens nach, andererseits aber fragte die Arbeit auch nach den identitätsstiftenden Optionen für People of Color, die diese „westliche“ Kommerzialisierung erlaubt. In dieser „dynamischen Situation“ (Nina Möntmann) der Installation sind auf einem Regalsystem etwa 25 Stunden Video- und Tonaufnahmen, Bücher, Flyer, Aufkleber und Fotografien sowie andere Materialien versammelt, um über diese prekären Fragen, die selbstverständlich auch die Rolle Renée Greens als privilegierte Künstlerin betreffen, so sinnlich wie reflektiert nachdenken zu können.

Die von Sjusanna Eremjan kuratierte Einzelausstellung beginnt für das Publikum bereits beim Vorbeigehen, ein Auszug aus dem White Cube des Kunstbetriebs wird dadurch zumindest angedeutet. In dem großen Fenster der Galerie hängen drei Banner, sogenannte „space poems“, auf denen zu lesen ist: What Time is it on the Clock of the World? Nicht nur die Dreiteilung macht die Frage Renée Greens zu einer offenen Frage. Bewusst jedwede (gar propagandistische?) Eindeutigkeit vermeidend – dieses übrigens unterscheidet Renée Green von weiten Teilen der identitätspolitischen Kunst heute – setzt die Künstlerin mit diesem „space poem“ konsequent wie spielerisch auf eine Lesbarkeit, die unterschiedliche Interpretationen zulässt, auf jeden Fall aber keine einzig gültige. Dieses gelingt ihr, weil sie die Worte aus einem sinnstiftenden Kontext herauslöst, wodurch die erzeugten semantischen Leerstellen eine ebenso erratische wie produktive Kraft gewinnen. Das ermöglicht es den Betrachter*innen, eigene, eben nicht vorgegebene Bedeutungszusammenhänge zu generieren. Beschreibt diese neue Textarbeit aus dem Jahr 2022 vielleicht das absehbare Ende der Welt, herbeigeführt durch die Klimakatastrophe? Oder geht es in dem Gedicht um den Grad an Fortschritt und Modernität, der derzeit auf „unserer“ Erde vorherrscht? Im Ausstellungsraum selbst sind dann weitere „space poems“ zu sehen, Wortfolgen wie „Every Single Person“, „To Determine“ oder „Was Involved in Trying“ initiieren in der ebenfalls neuen Werkreihe Every Single Person (2022), eine Reflexion über die von Martin Köttering erwähnte „Fluidität“ des Seins, aber auch über die Mehr- und Uneindeutigkeit von Sprache.

In einem verdunkelten Ausstellungsraum schließlich warten filmische Arbeiten auf die Besucher*innen, unter anderem der Film ED/HF (33 Min., 2017). Der Film kann als Doppelporträt von Renée Green und dem Filmemacher Harun Farocki gesehen werden, spannender aber ist, es ihn unter einem anderen Aspekt der Gegenüberstellung zu sehen. Renée Green setzt die formalen Modalitäten des Films und ihr inhaltliches Anliegen, verschiedene Migrationserfahrungen aufzuzeigen, miteinander in Beziehung. Immer wieder kommt sie in ED/HF auf die computergenerierte Schnitttechnik des Films zu sprechen, das bereits im Titel angesprochene „editing digital“. Mit Hilfe dieser Technik erzählt Renée Green die Lebensgeschichte von Harun Farocki, der als Sohn einer deutschen Mutter und eines indischen Vaters im sudetendeutschen Mähren geboren wurde, in Indien und Indonesien aufwuchs, bevor er nach Deutschland kam, wo er 2014 in der Nähe von Berlin starb. Präzise umreißt der Film, wie Migrationserfahrungen des Künstlers sein künstlerisches Werk beeinflusst haben.

Auch wenn postkoloniale Themen in der Ausstellung eine dezente Rolle spielen, angesichts des künstlerischen und theoretischen Œuvres von Renée Green, steht sie stellvertretend für die Ausrichtung des zukünftigen Galerieprogramms.

Dieser Text erschien zuerst im Lerchenfeld Nr. 62.

Raimar Stange lebt und arbeitet als freier Kunstpublizist und Kurator in Berlin. Er schreibt für diverse Kunstmagazine im In- und Ausland und kuratiert immer wieder Ausstellungen zu Themen wie Klimakatastrophe, Postdemokratie oder Rechtspopulismus. Er ist Bassist im Art Critics Orchestra.

ASA Open Studios winter semester 2021/22; photo: Marie-Theres Böhmker

ASA Open Studios winter semester 2021/22; photo: Marie-Theres Böhmker

The best is saved until last

At the end of the year, once again there will be numerous exhibitions and events with an HFBK context. We have compiled some of them here. You will also find a short preview of two lectures of the professionalization program in January.

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Festival and Symposium: Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image

As the final part of the artistic research project, the festival and symposium invite you to screenings, performances, talks, and discussions that explore the potential of the moving images and the (human and non-human) body to overturn our habitual course and change the dominant order of things.

View of the packed auditorium at the start of the semester; photo: Lukas Engelhardt

View of the packed auditorium at the start of the semester; photo: Lukas Engelhardt

Wishing you a happy welcome

We are pleased to welcome many new faces to the HFBK Hamburg for the winter semester 2022/23. We have compiled some background information on our new professors and visiting professors here.

Solo exhibition by Konstantin Grcic

From September 29 to October 23, 2022, Konstantin Grcic (Professor of Industrial Design) will be showing a room-sized installation at ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer at the HFBK Hamburg consisting of objects designed by him and existing, newly assembled objects. At the same time, the space he designed for workshops, seminars and office workstations in the AtelierHaus will be put into operation.

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Art and war

"Every artist is a human being". This statement by Martin Kippenberger, which is as true as it is existentialist (in an ironic rephrasing of the well-known Beuys quote), gets to the heart of the matter in many ways. On the one hand, it reminds us not to look away, to be (artistically) active and to raise our voices. At the same time, it is an exhortation to help those who are in need. And that is a lot of people at the moment, among them many artists. That is why it is important for art institutions to discuss not only art, but also politics.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; photo: Tim Albrecht

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; photo: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

From July 8 to 10, 2022, more than 160 Bachelor’s and Master’s graduates of the class of 2021/22 will present their final projects from all majors. Under the title Final Cut, all graduation films will be shown on a big screen in the auditorium of the HFBK Hamburg. At the same time, the exhibition of the Sudanese guest lecturer Amna Elhassan can be seen in the HFBK gallery in the Atelierhaus.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

June is full of art and theory

It has been a long time since there has been so much on offer: a three-day congress on the visuality of the Internet brings together international web designers; the research collective freethought discusses the role of infrastructures; and the symposium marking the farewell of professor Michaela Ott takes up central questions of her research work.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Art Prize 2022

The Finkenwerder Art Prize, initiated in 1999 by the Kulturkreis Finkenwerder e.V., has undergone a realignment: As a new partner, the HFBK Hamburg is expanding the prize to include the aspect of promoting young artists and, starting in 2022, will host the exhibition of the award winners in the HFBK Gallery. This year's Finkenwerder Art Prize will be awarded to the US artist Renée Green. HFBK graduate Frieda Toranzo Jaeger receives the Finkenwerder Art Prize for recent graduates.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

New studio in the row of houses at Lerchenfeld

New studio in the row of houses at Lerchenfeld, in the background the building of Fritz Schumacher; photo: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

After more than 40 years of intensive effort, a long-cherished dream is becoming reality for the HFBK Hamburg. With the newly opened studio building, the main areas of study Painting/Drawing, Sculpture and Time-Related Media will finally have the urgently needed studio space for Master's students. It simply needs space for their own ideas, for thinking, for art production, exhibitions and as a depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Annual Exhibition 2022 at the HFBK

After last year's digital edition, the 2022 annual exhibition at the HFBK Hamburg will once again take place with an audience. From 11-13 February, students from all departments will present their artistic work in the building at Lerchenfeld, Wartenau 15 and the newly opened Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments.

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Who speaks? Who paints which motif? Who is shown, who is not? Questions of identity politics play an important role in art and thus also at the HFBK Hamburg. In the current issue, the university's own Lerchenfeld magazine highlights university structures as well as student initiatives that deal with diversity and identity.

Grafik: Tim Ballaschke

Grafik: Tim Ballaschke

Start of semester

After three semesters of hybrid teaching under pandemic conditions, we are finally about to start another semester of presence. We welcome all new students and teachers at the HFBK Hamburg and cordially invite you to the opening of the academic year 2020/21, which this year will be accompanied by a guest lecture by ruangrupa.

photo: Klaus Frahm

photo: Klaus Frahm

Summer Break

The HFBK Hamburg is in the lecture-free period, many students and teachers are on summer vacation, art institutions have summer break. This is a good opportunity to read and see a variety of things:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Since 2010, the HFBK has organised the international exchange programme Art School Alliance. It enables HFBK students to spend a semester abroad at renowned partner universities and, vice versa, invites international art students to the HFBK. At the end of their stay in Hamburg, the students exhibit their work in the Open Studios in Karolinenstraße, which are now open again to the art-interested public.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Unlearning: Wartenau Assemblies

The art education professors Nora Sternfeld and Anja Steidinger initiated the format "Wartenau Assemblies". It oscillates between art, education, research and activism. Complementing this open space for action, there is now a dedicated website that accompanies the discourses, conversations and events.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

School of No Consequences

Everyone is talking about consequences: The consequences of climate change, the Corona pandemic or digitalization. Friedrich von Borries (professor of design theory), on the other hand, is dedicated to consequence-free design. In “School of No Consequences. Exercises for a New Life” at the Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, he links collection objects with a "self-learning room" set up especially for the exhibition in such a way that a new perspective on "sustainability" emerges and supposedly universally valid ideas of a "proper life" are questioned.

Annual Exhibition 2021 at the HFBK

Annual exhibition a bit different: From February 12- 14, 2021 students at the Hamburg University of Fine Arts, together with their professors, had developed a variety of presentations on different communication channels. The formats ranged from streamed live performances to video programs, radio broadcasts, a telephone hotline, online conferences, and a web store for editions. In addition, isolated interventions could be discovered in the outdoor space of the HFBK and in the city.

Public Information Day 2021

How do I become an art student? How does the application process work? Can I also study to become a teacher at the HFBK? These and other questions about studying art were answered by professors, students and staff at the HFBK during the Public Information Day on February 13, 2021. In addition, there will be an appointment specifically for English-speaking prospective students on February 23 at 2 pm.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

On the evening of November 4, the HFBK celebrated the opening of the academic year 2020/21 as well as the awarding of the Hiscox Art Prize in a livestream - offline with enough distance and yet together online.

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Teaching Art Online at the HFBK

How the university brings together its artistic interdisciplinary study structure with digital formats and their possibilities.

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

HFBK Graduate Survey

Studying art - and what comes next? The clichéd images stand their ground: Those who have studied art either become taxi drivers, work in a bar or marry rich. But only very few people could really live from art – especially in times of global crises. The HFBK Hamburg wanted to know more about this and commissioned the Faculty of Economics and Social Sciences at the University of Hamburg to conduct a broad-based survey of its graduates from the last 15 years.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

How political is Social Design?

Social Design, as its own claim is often formulated, wants to address social grievances and ideally change them. Therefore, it sees itself as critical of society – and at the same time optimizes the existing. So what is the political dimension of Social Design – is it a motor for change or does it contribute to stabilizing and normalizing existing injustices?