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Willkommen zu meiner Debattenrundschau vom 16.09.2019!

Die zunehmende gesellschaftliche und politische Anerkennung des menschengemachten Klimawandels als existenzielles Problem für den Fortbestand der menschlichen Zivilisation stellt die Kunst vor fundamentale Fragen. Die Kunstauffassung liberaler Demokratien basiert auf einer besonderen Wertschätzung der Freiheit. Man könnte die Sphäre der Kunst als den „Wilden Westen“ der liberalen Demokratie bezeichnen, was in vielerlei Hinsicht ein passendes Bild ist: Im gleichen Maße, wie in den vergangenen Jahren die dunklen Seiten der Gründung der USA verstärkt in den Blick geraten sind, so erscheinen auch die Grundwerte der Kunst zunehmend problematisch zu werden: Ihre institutionalisierte Anarchie, ihre permanenten Regelbrüche, ihre Überschüssigkeit und die ihr immanente Verschwendung scheinen angesichts einer drohenden Menschheitskatastrophe nicht mehr als Verheißung zu funktionieren, sondern erscheinen eher als dekadente Verantwortungslosigkeit. In Anbetracht einer solch fundamentalen Krise stellt sich für immer mehr Menschen nicht mehr die Frage, wie viel Freiheit sich eine Gesellschaft leisten will, sondern wie viel sie sich überhaupt noch leisten darf.
Dazu ein etwas überspitztes Gedankenspiel: Vielleicht wird man in einigen Jahrzehnten die Kunst seit der Moderne bis hinein in die späten 2010er Jahre als ähnlich problematisch ansehen, wie wir gegenwärtig die Kunst des Nationalsozialismus: Als ästhetischer Ausdruck einer moralisch verabscheuungswürdigen, zerstörerischen Ideologie. Sie könnte als Symptom einer katastrophalen zivilisatorischen Fehlentwicklung betrachtet werden, in der die Feier einer (ökonomischen) Freiheit um ihrer Selbst willen zu einer gedankenlosen, ausbeuterischen und maßlosen Steigerungslogik geführt hat, welche die natürlichen Ressourcen der Erde verantwortungslos aufgebraucht und damit die Lebenssituation weiter Teile der Erdbevölkerung beeinträchtigt hat.

Wie Freiheit unter den Bedingungen des Klimawandels neu gedacht werden muss, damit beschäftigt sich Thomas Assheuer in einem lesenswerten Essay, welcher auf Zeit Online veröffentlicht wurde. Er beschreibt das Problem mit folgenden Worten: „Freiheit schlägt um in Unfreiheit, denn unter den Bedingungen von Erderwärmung und Artensterben stünde das Ziel allen politischen Handelns immer schon fest, absolut, unverrückbar und für lange Zeit. Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit und reduziert sich darauf, die Folgen früherer Freiheitsentscheidungen zu bekämpfen: Eine Zukunft gibt es nur, wenn es in der Gegenwart gelingt, die Fehler der Vergangenheit zu minimieren. Ist es dann noch Freiheit? Und ist eine alternativlose Politik – noch Politik?“ Assheuer fragt, ob eine Freiheit, welche ihre natürlichen Voraussetzungen verleugnet, überhaupt wirklich frei sein kann. Die entscheidende Frage laute: „Gibt es ein Verständnis von Freiheit, das die Freiheit begrenzt – und doch frei bleibt? Es müsste eine Freiheit sein, die ihre Abhängigkeit von der Natur immer schon bewusstlos-gewusst in sich aufgenommen hat. Eine Freiheit, die sich keinem moralischen Imperativ unterwirft (‘Rette die Welt!’), sondern sich aus freien Stücken selbst bindet.“ Assheuer plädiert dafür, innerhalb der bestehenden kapitalistischen Logik der Natur per Gesetz ein Eigentumsrecht an sich selbst zuzugestehen: „Anders gesagt: Wir wenden den liberalen Fetisch, den Besitzindividualismus, auf die Natur an, um sie genau vor diesem Fetisch zu retten.“

Wie bereits vorletzte Woche angesprochen wurde, gibt es im “International Council of Museums“ Streit um eine Neudefinition dessen, was genau ein Museum heutzutage sein soll und welche gesellschaftliche Funktionen es zu erfüllen habe. Eine Abstimmung über einen Vorschlag des Executive Board der Organisation war für den 07.09.2019 geplant, diese wurde allerdings verschoben, wie Vivienne Chow in ihrem Artikel für news.artnet.com berichtet. Sie schreibt über die Jahresversammlung der Organisation im japanischen Kyoto: „Traditionalists were alarmed by the new definition, which declares that museums are ‚democratizing, inclusive, and polyphonic spaces for critical dialogue about the pasts and the futures.‘ The new definition also stressed championing ‚human dignity and social justice, global equality, and planetary well being.‘ Den genauen Wortlaut des Definitionsvorschlags sowie die alte, noch gültige Definition kann man hier auf der Website von ICOM nachlesen.

Vor wenigen Woche trat der Unternehmer Warren Kanders von seinem Posten als Aufsichtsratsmitglied des New Yorker Whitney Museums zurück. Vorausgegangenen waren wochenlange Proteste, welche vor allem Kanders Kampfmittelfirma Safariland zum Ziel hatten. Das Geschäftsgebaren Kanders sei moralisch abzulehnen und unvereinbar mit den Werten des Whitney Museum und der Kunst an sich, so das Hauptargument seiner Gegner. Die Aufsichtsräte US-amerikanischer Museen sind voll von reichen Unternehmerinnen und Unternehmern; private Sponsoren tragen einen großen Teil zum Budget der Ausstellungshäuser bei. In letzter Zeit wächst jedoch der öffentliche Druck auf Museen, die Herkunft des ihnen zur Verfügung gestellten Geldes genauer unter die Lupe zu nehmen und es im Zweifelsfall auszuschlagen. Andrew Goldstein hat für news.artnet.com mit Darren Walker gesprochen, dem Direktor der Ford Foundation, welche jedes Jahr gewaltige Summen für philanthropische Zwecke ausgibt. Walker äußert sich besorgt über die pauschale Kritik an der Anwesenheit reicher GönnerInnen in den Aufsichtsräten amerikanischer Museen. Ihr Engagement sei elementar für die Arbeit der Museen. Die Forderung vieler DemonstrantInnen nach mehr Diversität würde dem keineswegs entgegenstehen, so Walker. Er äußert außerdem sein Bedauern darüber, dass ausgerechnet das Whitney Museum derart in die Kritik geraten sei. Schließlich gebe es kaum ein Museum in den USA, welches Diversität auf allen Ebenen so ernst genommen habe.

Einen interessanten Artikel über das Format des Gallery Dinners hat Dan Fox für das magazin Frieze verfasst. Etwas merkwürdig klingt allerdings jenes Loblied, welches der in New York lebende Autor am Ende seines Textes auf das Museumscafé singt. Er schätze es als klassenlosen Gegenentwurf zum privilegierten Gallery-Dinner. Außerdem könne es weitere wichtige Funktionen erfüllen: „In regional towns, a museum cafe may be the only venue that serves healthy food, feels safe or where culture can be accessed if other resources – say, the library – have been shuttered.“ Vielleicht liegt es an meiner deutschen Perspektive, aber mir scheint die Einschätzung des Autors doch vor allem von Wunschdenken geprägt zu sein.

John Currin wurde Ende der 90er Jahre bekannt (und reich) durch seine vom Manierismus inspirierten Portraits, welche häufig einen Hang zum Grotesken hatten. Die Sujets variierten leicht über die Jahre, sein Stil jedoch blieb. Anlässlich einer kommenden Museumsausstellung des Malers hat Rachel Tashjian ein ausführliches Portrait des Künstlers für die Männer-Zeitschrift GQ verfasst. Currin wird ausschließlich Portraits von Männer ausstellen, was er als Reaktion auf die gegenwärtige Problematisierung von traditionellen Männlichkeitsvorstellungen und #Metoo-Debatten beschreibt. So dreht sich ein großer Teil des Artikels um Currins Werk im Kontext gesellschaftlicher Debatten, aber auch klassisch künstlerische Fragen kommen nicht zu kurz. Hier spricht Currin beispielsweise über die besondere Herausforderung der Penisdarstellung in der Malerei: „‘If you’re going to have a penis in a painting, it better be good.‘ Not because penises are powerful or great—but because penises are just funny. A breast is by nature beautiful. You can make it funny, but that’s not its natural state. But a penis is always a punchline, a perennial gag. ‚Whether it’s big or small or erect or flaccid, it’s always funny. It’s always goofy. It messes the painting up.‘ ‚Real artists‘ paint them like they’re incidental, like it’s just another line or a smudge of greenish and pinkish. […]“

Angelika Drnek hat Thomas Schütte für die Neue Züricher Zeitung interviewt und lässt sich erzählen, was früher so alles besser war: keine Handys, keine Emails, kein globales Kunstbusiness, dafür Künstler, die noch richtig wie Künstler aussahen. Schüttes Hemdsärmeligkeit im Gespräch wirkt sympathisch und auch seine Gegenwartsbetrachtungen sind nicht uninteressant, aber irgendwie macht er doch einen ziemlich hängengebliebenen Eindruck.

Detail: Installation by Mark Morris; photo: Tim Albrecht

Graduate Show 2024 - Letting Go

From 12 to 14 July 2024 (2 - 8 p.m.), more than 160 graduates from the 2023/24 academic year will be showing their final artistic works in a comprehensive exhibition at the HFBK Hamburg. In addition, all graduation films will be presented in the new cinema hall of the Filmhaus at Finkenau 42 as part of Final Cut.

Julia Scher, Territorium, 2024, installationview at ICAT of HFBK Hamburg; photo: Tim Albrecht

Finkenwerder Art Prize 2024

The US artist Julia Scher will receive the Finkenwerder Art Prize 2024, while Anna Stüdeli, who studied sculpture at the HFBK Hamburg, will be honoured with the Finkenwerder Grant from the HFBK.

Natan Sznaider stands at the lectern and delivers his keynote address.

photo: Tim Albrecht

In conversation with Natan Sznaider

The Israeli sociologist Natan Sznaider talks to the author Navid Kermani and the philosopher Juliane Rebentisch about the Middle East conflict, working towards a peaceful future and the legacy of Hannah Arendt.

Archives of the Body - The Body in Archiving

With a symposium, an exhibition, a film programme and a digital publication, the research project conceived by Prof. Hanne Loreck and Vanessa Gravenor examines the "archive" as a form of order with regard to the human body. Which body archives and discourses have become established? What potentials for political-aesthetic resistance and activism could and can emerge?

Sharon Poliakine, Untitled, 2023, oil on canvas, detail

New partnership with the School of Arts at the University of Haifa

On the occasion of a new partnership with the School of Arts at the University of Haifa, the HFBK Hamburg is presenting an exhibition by the artists Birgit Brandis, Sharon Poliakine and HFBK students.

photo: Ronja Lotz

Exhibition recommendations

Numerous exhibitions with HFBK participation are currently on display. We present a small selection and invite you to visit the exhibitions during the term break.

Visitors of the annual exhibition 2024; photo: Lukes Engelhardt

Annual Exhibition 2024 at the HFBK Hamburg

From February 9 -11, 2024 (daily 2-8 pm) the students of HFBK Hamburg present their artistic productions from the past year. In addition, the exhibition »Think & Feel! Speak & Act!« curated by Nadine Droste, as well as the presentation of exchange students from Goldsmiths, University of London, can be seen at ICAT.

Examination of the submitted portfolios

How to apply: study at HFBK Hamburg

The application period for studying at the HFBK Hamburg runs from 1 February to 5 March 2024, 4 p.m. All important information can be found here.

photo: Tim Albrecht

(Ex)Changes of / in Art

There's a lot going on at the HFBK Hamburg at the end of the year: exhibitions at ICAT, the ASA students' Open Studios in Karolinenstraße, performances in the Extended Library and lectures in the Aula Wartenau.

Extended Libraries

Knowledge is now accessible from anywhere, at any time. In such a scenario, what role(s) can libraries still play? How can they support not only as knowledge archives but also as facilitators of artistic knowledge production? As an example, we present library projects by students and alumni, as well as our new knowledge space: the Extended Library.

Semester Opening 2023/24

We welcome the many new students to the HFBK Hamburg for the academic year 2023/24. A warm welcome also goes to the new professors, whom we would like to introduce to you here.

And Still I Rise

For over 20 years, US artist Rajkamal Kahlon has been interested in the connections between aesthetics and power, which are organized across historical and geographical boundaries, primarily through violence. With this solo exhibition, the HFBK Hamburg presents the versatile work of the professor of painting and drawing to the Hamburg art public for the first time.

photo: Lukes Engelhardt

photo: Lukes Engelhardt

No Tracking. No Paywall.

Just Premium Content! The (missing) summer offers the ideal opportunity to catch up on what has been missed. In our media library, faculty, students and alumni share knowledge and discussions with us - both emotional moments and controversial discourses. Through podcasts and videos, they contribute to current debates and address important topics that are currently in focus.

Let's talk about language

There are currently around 350 international students studying at the HFBK Hamburg, who speak 55 different languages - at least these are the official languages of their countries of origin. A quarter of the teaching staff have an international background. And the trend is rising. But how do we deal productively with the multilingualism of university members in everyday life? What ways of communication can be found? The current Lerchenfeld issue looks at creative solutions for dealing with multilingualism and lets numerous former international students have their say.

photo: Miriam Schmidt / HFBK

Graduate Show 2023: Unfinished Business

From July 13 to 16, 2023, 165 Bachelor's and Master's graduates of the class of 2022/23 will present their final projects from all areas of study. Under the title Final Cut, all graduation films will be shown on a big screen in the auditorium of the HFBK Hamburg.

A disguised man with sunglasses holds a star-shaped sign for the camera. It says "Suckle". The picture is taken in black and white.

photo: Honey-Suckle Company

Let`s work together

Collectives are booming in the art world. And they have been for several decades. For the start of the summer semester 2023, the new issue of the Lerchenfeld Magazine is dedicated to the topic of collective practice in art, presents selected collectives, and also explores the dangers and problems of collective working.

Jahresausstellung 2023, Arbeit von Toni Mosebach / Nora Strömer; photo: Lukes Engelhardt

Annual Exhibition 2023 at HFBK Hamburg

From February 10-12, students from all departments will present their artistic works at Lerchenfeld 2, Wartenau 15 and AtelierHaus, Lerchenfeld 2a. At ICAT, Tobias Peper, Artistic Director of the Kunstverein Harburger Bahnhof, curates an exhibition with HFBK master students. Also 10 exchange students from Goldsmiths, University of London will show their work there.

Symposium: Controversy over documenta fifteen

With this symposium on documenta fifteen on the 1st and 2nd of February, the HFBK Hamburg aims to analyze the background and context, foster dialogue between different viewpoints, and enable a debate that explicitly addresses anti-Semitism in the field of art. The symposium offers space for divergent positions and aims to open up perspectives for the present and future of exhibition making.

ASA Open Studios winter semester 2021/22; photo: Marie-Theres Böhmker

ASA Open Studios winter semester 2021/22; photo: Marie-Theres Böhmker

The best is saved until last

At the end of the year, once again there will be numerous exhibitions and events with an HFBK context. We have compiled some of them here. You will also find a short preview of two lectures of the professionalization program in January.

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Festival and Symposium: Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image

As the final part of the artistic research project, the festival and symposium invite you to screenings, performances, talks, and discussions that explore the potential of the moving images and the (human and non-human) body to overturn our habitual course and change the dominant order of things.

View of the packed auditorium at the start of the semester; photo: Lukas Engelhardt

View of the packed auditorium at the start of the semester; photo: Lukas Engelhardt

Wishing you a happy welcome

We are pleased to welcome many new faces to the HFBK Hamburg for the winter semester 2022/23. We have compiled some background information on our new professors and visiting professors here.

Solo exhibition by Konstantin Grcic

From September 29 to October 23, 2022, Konstantin Grcic (Professor of Industrial Design) will be showing a room-sized installation at ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer at the HFBK Hamburg consisting of objects designed by him and existing, newly assembled objects. At the same time, the space he designed for workshops, seminars and office workstations in the AtelierHaus will be put into operation.

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Art and war

"Every artist is a human being". This statement by Martin Kippenberger, which is as true as it is existentialist (in an ironic rephrasing of the well-known Beuys quote), gets to the heart of the matter in many ways. On the one hand, it reminds us not to look away, to be (artistically) active and to raise our voices. At the same time, it is an exhortation to help those who are in need. And that is a lot of people at the moment, among them many artists. That is why it is important for art institutions to discuss not only art, but also politics.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; photo: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

From July 8 to 10, 2022, more than 160 Bachelor’s and Master’s graduates of the class of 2021/22 will present their final projects from all majors. Under the title Final Cut, all graduation films will be shown on a big screen in the auditorium of the HFBK Hamburg. At the same time, the exhibition of the Sudanese guest lecturer Amna Elhassan can be seen in the HFBK gallery in the Atelierhaus.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

June is full of art and theory

It has been a long time since there has been so much on offer: a three-day congress on the visuality of the Internet brings together international web designers; the research collective freethought discusses the role of infrastructures; and the symposium marking the farewell of professor Michaela Ott takes up central questions of her research work.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Art Prize 2022

The Finkenwerder Art Prize, initiated in 1999 by the Kulturkreis Finkenwerder e.V., has undergone a realignment: As a new partner, the HFBK Hamburg is expanding the prize to include the aspect of promoting young artists and, starting in 2022, will host the exhibition of the award winners in the HFBK Gallery. This year's Finkenwerder Art Prize will be awarded to the US artist Renée Green. HFBK graduate Frieda Toranzo Jaeger receives the Finkenwerder Art Prize for recent graduates.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

New studio in the row of houses at Lerchenfeld

New studio in the row of houses at Lerchenfeld, in the background the building of Fritz Schumacher; photo: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

After more than 40 years of intensive effort, a long-cherished dream is becoming reality for the HFBK Hamburg. With the newly opened studio building, the main areas of study Painting/Drawing, Sculpture and Time-Related Media will finally have the urgently needed studio space for Master's students. It simply needs space for their own ideas, for thinking, for art production, exhibitions and as a depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Annual Exhibition 2022 at the HFBK

After last year's digital edition, the 2022 annual exhibition at the HFBK Hamburg will once again take place with an audience. From 11-13 February, students from all departments will present their artistic work in the building at Lerchenfeld, Wartenau 15 and the newly opened Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments.

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Who speaks? Who paints which motif? Who is shown, who is not? Questions of identity politics play an important role in art and thus also at the HFBK Hamburg. In the current issue, the university's own Lerchenfeld magazine highlights university structures as well as student initiatives that deal with diversity and identity.

photo: Klaus Frahm

photo: Klaus Frahm

Summer Break

The HFBK Hamburg is in the lecture-free period, many students and teachers are on summer vacation, art institutions have summer break. This is a good opportunity to read and see a variety of things:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Since 2010, the HFBK has organised the international exchange programme Art School Alliance. It enables HFBK students to spend a semester abroad at renowned partner universities and, vice versa, invites international art students to the HFBK. At the end of their stay in Hamburg, the students exhibit their work in the Open Studios in Karolinenstraße, which are now open again to the art-interested public.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Unlearning: Wartenau Assemblies

The art education professors Nora Sternfeld and Anja Steidinger initiated the format "Wartenau Assemblies". It oscillates between art, education, research and activism. Complementing this open space for action, there is now a dedicated website that accompanies the discourses, conversations and events.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

School of No Consequences

Everyone is talking about consequences: The consequences of climate change, the Corona pandemic or digitalization. Friedrich von Borries (professor of design theory), on the other hand, is dedicated to consequence-free design. In “School of No Consequences. Exercises for a New Life” at the Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, he links collection objects with a "self-learning room" set up especially for the exhibition in such a way that a new perspective on "sustainability" emerges and supposedly universally valid ideas of a "proper life" are questioned.

Annual Exhibition 2021 at the HFBK

Annual exhibition a bit different: From February 12- 14, 2021 students at the Hamburg University of Fine Arts, together with their professors, had developed a variety of presentations on different communication channels. The formats ranged from streamed live performances to video programs, radio broadcasts, a telephone hotline, online conferences, and a web store for editions. In addition, isolated interventions could be discovered in the outdoor space of the HFBK and in the city.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

On the evening of November 4, the HFBK celebrated the opening of the academic year 2020/21 as well as the awarding of the Hiscox Art Prize in a livestream - offline with enough distance and yet together online.

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Teaching Art Online at the HFBK

How the university brings together its artistic interdisciplinary study structure with digital formats and their possibilities.

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

HFBK Graduate Survey

Studying art - and what comes next? The clichéd images stand their ground: Those who have studied art either become taxi drivers, work in a bar or marry rich. But only very few people could really live from art – especially in times of global crises. The HFBK Hamburg wanted to know more about this and commissioned the Faculty of Economics and Social Sciences at the University of Hamburg to conduct a broad-based survey of its graduates from the last 15 years.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

How political is Social Design?

Social Design, as its own claim is often formulated, wants to address social grievances and ideally change them. Therefore, it sees itself as critical of society – and at the same time optimizes the existing. So what is the political dimension of Social Design – is it a motor for change or does it contribute to stabilizing and normalizing existing injustices?