de en

unmodern talking's Public Feed: Stranded in the Middle of Nowh...

Stranded in the Middle of Nowhere

In Zeiten des großen Paradigmenwechsels „Internet“ und der vielbeschworenen Demokratisierung von Wissen durch die „digitale Wende“ geraten Institutionen wie das Museum in Legitimationszwang. Wozu noch die Kunst in altehrwürdigen Hallen der bürgerlichen Elite ansehen, wenn ich mich an meinen Rechner setzen kann und eine virtuelle Tour durch das – wohlgemerkt leere – Louvre machen kann? Was man in diversen Naturkundemuseen lernen kann, weiß Wikipedia schon lange und die Bestände von diesem kleinen Stadteilmuseum ums Eck haben eh immer schon höchstens Senior:innen und Nerds interessiert. Außerdem ist die Hemmschwelle, Fragen zu stellen, im Internet wesentlich geringer als vor Ort – jede:r, der:die schon einmal in diversen Foren unterwegs war, weiß, dass für jede dumme Frage zehn noch dümmere online sind.

Museen fragen sich also zurecht seit geraumer Zeit: Wozu sind wir überhaupt noch da? Die Kulturtechnik des sonntäglichen Museumgangs schwindet, Besucher:innenzahlen sinken, der Bedarf nach gesellschaftlicher Verständigung und tatsächlichen Austausch wird dafür immer größer – wie können Museen diese Defizite und Bedürfnisse auffangen?

Eine der Antworten will lauten: Museen sollen zum sogenannten Dritten Ort werden, einem Ort, der neben dem Zuhause und der Arbeit noch einen – eben, „dritten“ – Ort bietet, der für das Leben von Menschen bedeutungsvoll ist, ein Ort, der Identifikation, Kommunikation und Aushandlung fordert und fördert.
Über diese Vorstellung sprachen Dr. Katharina Hoins und Felicitas von Mallinckrodt am 8.10.2019 in Potsdam. (Ja, fünf Monate also vor der europäischen Corona-Krise und der temporären Schließung aller Museen und Kulturinstitutionen, in einer Zeitrechnung also, in der physische Nähe und geteilte Orte noch denkbar waren.)

Zunächst, so Hoins, sei es wichtig zu betonen, dass der Begriff des Dritten Ortes zwar in Bezug auf Museen in den letzten Jahren Konjunktur feiere und vermehrt geradezu als heilsbringende Beschwichtigungsformel an das Ende jeder Debatte zur gesellschaftlichen Öffnung der Institutionen gesetzt wird, der Diskurs (und insbesondere die Umsetzung) allerdings oftmals durch begriffliche Unschärfen erschwert wird. In „The Great Good Place“ prägt der Soziologe Ray Oldenburg bereits 1989 im Kontext der US-amerikanischen Suburbanisierung und des damit einhergehenden defizitären öffentlichen Lebens, den Begriff des Dritten Ortes und meint damit informelle Begegnungsräume: der Kiosk nebenan, der Friseursalon, der kleine Buchladen, das nächste Kaffeehaus etc. Diese Orte sind vor allem für diejenigen Dritte Orte, die Stammgäste sind. Sie identifizieren sich mit diesem Ort, er nimmt eine wichtige Rolle in ihrem Alltag ein, man kennt sich, man trifft sich, man tauscht sich aus. Anders als in den homogenisierten und formell organisierten Sozial-Kapseln der Wohnsiedlung, der Büros und Kantinen sollen die Dritte Orte Räume der gegenseitigen Tuchfühlung sein, ein beiläufiger und informeller Treffpunkt für heterogene – heute würde man sagen: „diverse“ – Bezugsgruppen, Interessen und Bedürfnisse.

Museen nun wiederum sind zunächst keine informellen Orte, sondern als öffentliche Institutionen stark reguliert. Zudem machen Stammgäste im Museum tatsächlich nur einen winzigen Bestandteil der Besucher:innen aus – und, wirft man einen Blick auf die Demografie der bestehenden Freund:innenkreise einzelner Museen: die Gruppe dieser Stammgäste zeichnet sich zumeist nicht durch besondere Heterogenität oder Diversität aus, sondern entstammt meist dem klassischen Kulturbürger:innentum.

Wie also können die Museen nicht nur ihre Reichweite vergrößern, sondern zu ernstgemeinten und ernstzunehmenden Treffpunkten für möglichst viele werden? Einige Maßnahmen liegen dafür auf der Hand. Durch eine Anpassung der Öffnungszeiten, Eintrittspreise und barrierefreier Erreichbarkeit kann die Zugänglichkeit erleichtert werden, durch Bedürfnisanalysen und Achtsamkeit das Klima, das Licht, die Sitzgelegenheiten und Rückzugsmöglichkeiten im Museum so gestaltet werden, dass die Schwelle der Institution weiter abgeschliffen wird. Durch Freundlichkeit und Ansprechbarkeit Ängste abgebaut und Einladungen ausgesprochen werden.
Doch, selbst wenn es gelingen sollte, die Schwellen zu überwinden, die eigenen Regeln zu lockern, die Mauern der Museumsburgen brüchiger und einladender zu gestalten – genügt es, ein Treffpunkt – und damit ein Dritter Ort in Oldenburgs Verständnis – zu sein? Genügt es, Tische, Sofas, Wasserspender oder Spielecken zur Verfügung zu stellen – erledigt sich die gesellschaftliche Verständigung dann von selbst?

Hoins und Mallinckrodt sind sich da nicht so sicher. Nicht zu vernachlässigen sei, dass die gesellschaftlichen und politischen Vorzeichen heute andere seien als jene der 1980er von Roy Oldenburg; anstatt der von Oldenburg attestierten Homogenisierung beschäftigt uns heute vielmehr die u.A. von Andreas Reckwitz ausgerufene Gesellschaft der Singularitäten, die Erwartung eines Allgemeinen hat sich verschoben hin zu einer Erwartung des allzeit und überall Besonderen. Ein dritter Ort müsste demnach mehr als je zuvor ein Ort sowohl der Gemeinsamkeiten als auch der aushaltbaren Widersprüche sein, genauso die Möglichkeit der Sortierung und Beruhigung der geteilten Gegenwart leisten, wie die der moderierten und geschützten Kommunikation und Konfrontation mit dem „Anderen“.

Mehr, als „nur“ ein Treffpunkt sein zu wollen, sollten daher die Museen sich heute in dem Versuch, eine Neuartikulation des Dritten Ortes zu formulieren, nicht nur ihrer inhärenten Einschränkungen, sondern auch ihrer spezifischen Besonderheiten und Möglichkeiten bewusstmachen.
Als einer dieser Besonderheiten betont Felicitas von Mallinckrodt das Potenzial der Museumseigenen Sammlungsbestände; hier besonders die Beschäftigung und das Gespräch über das Objekt. Das Objekt als common ground, der geteilte, individuelle, vermittelbare und ungefilterte Blick auf das Objekt als Rahmenbedingungen eines immateriellen Diskursraums, in dem Kommunikation und Vermittlung genauso geübt werden kann wie das Aushalten von Widersprüchen und das Leben einer Ambiguitätstoleranz. Das Objekt kann die Arbeit aber nicht alleine machen, vielmehr muss sich vor Allem der institutionellen, kuratorischen, persönlichen und gestalterischen Anstrengung bewusstgemacht werden, derer es bedarf, um eine tatsächliche und verantwortungsvolle Öffnung der Museen möglich zu machen.

Dr. Katharina Hoins benennt diese Anstrengung als eine „Querschnittsaufgabe“, die nicht einzelnen Ressorts oder Räumen im Museum zugeschoben werden kann, sondern die gesamtinstitutionell gedacht und getragen werden muss. Die Aufgabe des Museums und seiner Agent:innen liegt dabei im Organisieren und Moderieren der gesammelten Bedürfnisse von außen und innen, im Transparentmachen der eigenen Sprechposition und Haltung genauso wie im Abfragen und Auffangen vom Bedarf der Nachbar:innenschaft und der Gäste des Museums. Das Moderieren wird nicht nur den Mitarbeiter:innen des Museums überlassen, auch das Regelwerk des Museums selbst, kann eine solche Funktion übernehmen. Ein Museum wird nie ein total informeller, regelloser Raum sein – das könnte, so Hoins, aber auch gerade die Chance auf einen neu gedachten Dritten Ort sein. Ein Ort, der verbindlich und verlässlich ist, der durch seine Regelmäßigkeit und Stabilität Vertrauen schafft und eine stabile Grundlage zur eigenen, persönlichen Benutzung und Weiterentwicklung. Ein Ort, der Konfrontationen und Konflikte aus dem öffentlichen Raum umlenkt und in seiner klaren Struktur Pausen- und Ruhezeiten anbietet. Ein Ort, der in Zeiten des attestierten Rechtsrucks nicht nur die Solidarität seiner Nachbar*innenschaft einfordert, sondern diese Solidarität im Gegenzug genauso anbietet, seine Ressourcen und Strukturen teilt und öffnet. Ein Ort auch, der seine Hauptaufgabe nicht mehr darin sieht, kulturell und historisch zu bilden, sondern die Gegenwart und den Alltag seiner Besucher:innen und Mitarbeiter:innen mitzugestalten.

Und um das umzusetzen, das zu erreichen braucht es zwei Dinge: Menschen, die sich dieser Aufgaben annehmen, Zeit und Geld. Unterschiedliche Projekte und Förderungsmodelle der Stadt und des Bundes zeigen, dass auch in der Politik die Notwendigkeit und der Bedarf der strukturellen Förderung solcher Orte angekommen ist, auch dort Museen längst nicht mehr ausschließlich als Produzenten von Blockbuster-Ausstellungen und kultureller Elitenbildung gedacht werden, sondern als Möglichkeit, dringend notwendige Foren für gesellschaftliche Verständigung und Stadtteilpolitik anzubieten.

Wie notwendig und unersetzbar Orte des Austauschs und der Verbindlichkeit sind, zeigt sich gerade jetzt besonders, ist Einsamkeit doch eines der prävalentesten Themen in der Corona-Berichterstattung und eines der am schwierigsten zu bewältigenden Probleme. Dabei kommt oftmals zu kurz, dass das Corona-Virus die Einsamkeit nicht produziert hat, sondern höchstens offengelegt. Es bleibt nun abzuwarten, wie unsere Gegenwartsgesellschaft eine Zeit nach Corona imaginieren und gestalten wird. Aus unserer Position können wir nur hoffen, dass Museen und andere Begegnungsräume es schaffen, ihr Potenzial zu erkennen und dieses auch zu vermitteln. Ob sie dann auch gehört werden, ist eine andere Frage.

Julia Scher, Territorium, 2024, installationview at ICAT of HFBK Hamburg; photo: Tim Albrecht

Finkenwerder Art Prize 2024

The US artist Julia Scher will receive the Finkenwerder Art Prize 2024, while Anna Stüdeli, who studied sculpture at the HFBK Hamburg, will be honoured with the Finkenwerder Grant from the HFBK.

Natan Sznaider stands at the lectern and delivers his keynote address.

photo: Tim Albrecht

In conversation with Natan Sznaider

The Israeli sociologist Natan Sznaider talks to the author Navid Kermani and the philosopher Juliane Rebentisch about the Middle East conflict, working towards a peaceful future and the legacy of Hannah Arendt.

Archives of the Body - The Body in Archiving

With a symposium, an exhibition, a film programme and a digital publication, the research project conceived by Prof. Hanne Loreck and Vanessa Gravenor examines the "archive" as a form of order with regard to the human body. Which body archives and discourses have become established? What potentials for political-aesthetic resistance and activism could and can emerge?

Sharon Poliakine, Untitled, 2023, oil on canvas, detail

New partnership with the School of Arts at the University of Haifa

On the occasion of a new partnership with the School of Arts at the University of Haifa, the HFBK Hamburg is presenting an exhibition by the artists Birgit Brandis, Sharon Poliakine and HFBK students.

photo: Ronja Lotz

Exhibition recommendations

Numerous exhibitions with HFBK participation are currently on display. We present a small selection and invite you to visit the exhibitions during the term break.

Visitors of the annual exhibition 2024; photo: Lukes Engelhardt

Annual Exhibition 2024 at the HFBK Hamburg

From February 9 -11, 2024 (daily 2-8 pm) the students of HFBK Hamburg present their artistic productions from the past year. In addition, the exhibition »Think & Feel! Speak & Act!« curated by Nadine Droste, as well as the presentation of exchange students from Goldsmiths, University of London, can be seen at ICAT.

Examination of the submitted portfolios

How to apply: study at HFBK Hamburg

The application period for studying at the HFBK Hamburg runs from 1 February to 5 March 2024, 4 p.m. All important information can be found here.

photo: Tim Albrecht

(Ex)Changes of / in Art

There's a lot going on at the HFBK Hamburg at the end of the year: exhibitions at ICAT, the ASA students' Open Studios in Karolinenstraße, performances in the Extended Library and lectures in the Aula Wartenau.

Extended Libraries

Knowledge is now accessible from anywhere, at any time. In such a scenario, what role(s) can libraries still play? How can they support not only as knowledge archives but also as facilitators of artistic knowledge production? As an example, we present library projects by students and alumni, as well as our new knowledge space: the Extended Library.

Semester Opening 2023/24

We welcome the many new students to the HFBK Hamburg for the academic year 2023/24. A warm welcome also goes to the new professors, whom we would like to introduce to you here.

And Still I Rise

For over 20 years, US artist Rajkamal Kahlon has been interested in the connections between aesthetics and power, which are organized across historical and geographical boundaries, primarily through violence. With this solo exhibition, the HFBK Hamburg presents the versatile work of the professor of painting and drawing to the Hamburg art public for the first time.

photo: Lukes Engelhardt

photo: Lukes Engelhardt

No Tracking. No Paywall.

Just Premium Content! The (missing) summer offers the ideal opportunity to catch up on what has been missed. In our media library, faculty, students and alumni share knowledge and discussions with us - both emotional moments and controversial discourses. Through podcasts and videos, they contribute to current debates and address important topics that are currently in focus.

Let's talk about language

There are currently around 350 international students studying at the HFBK Hamburg, who speak 55 different languages - at least these are the official languages of their countries of origin. A quarter of the teaching staff have an international background. And the trend is rising. But how do we deal productively with the multilingualism of university members in everyday life? What ways of communication can be found? The current Lerchenfeld issue looks at creative solutions for dealing with multilingualism and lets numerous former international students have their say.

photo: Miriam Schmidt / HFBK

Graduate Show 2023: Unfinished Business

From July 13 to 16, 2023, 165 Bachelor's and Master's graduates of the class of 2022/23 will present their final projects from all areas of study. Under the title Final Cut, all graduation films will be shown on a big screen in the auditorium of the HFBK Hamburg.

A disguised man with sunglasses holds a star-shaped sign for the camera. It says "Suckle". The picture is taken in black and white.

photo: Honey-Suckle Company

Let`s work together

Collectives are booming in the art world. And they have been for several decades. For the start of the summer semester 2023, the new issue of the Lerchenfeld Magazine is dedicated to the topic of collective practice in art, presents selected collectives, and also explores the dangers and problems of collective working.

Jahresausstellung 2023, Arbeit von Toni Mosebach / Nora Strömer; photo: Lukes Engelhardt

Annual Exhibition 2023 at HFBK Hamburg

From February 10-12, students from all departments will present their artistic works at Lerchenfeld 2, Wartenau 15 and AtelierHaus, Lerchenfeld 2a. At ICAT, Tobias Peper, Artistic Director of the Kunstverein Harburger Bahnhof, curates an exhibition with HFBK master students. Also 10 exchange students from Goldsmiths, University of London will show their work there.

Symposium: Controversy over documenta fifteen

With this symposium on documenta fifteen on the 1st and 2nd of February, the HFBK Hamburg aims to analyze the background and context, foster dialogue between different viewpoints, and enable a debate that explicitly addresses anti-Semitism in the field of art. The symposium offers space for divergent positions and aims to open up perspectives for the present and future of exhibition making.

ASA Open Studios winter semester 2021/22; photo: Marie-Theres Böhmker

ASA Open Studios winter semester 2021/22; photo: Marie-Theres Böhmker

The best is saved until last

At the end of the year, once again there will be numerous exhibitions and events with an HFBK context. We have compiled some of them here. You will also find a short preview of two lectures of the professionalization program in January.

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Festival and Symposium: Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image

As the final part of the artistic research project, the festival and symposium invite you to screenings, performances, talks, and discussions that explore the potential of the moving images and the (human and non-human) body to overturn our habitual course and change the dominant order of things.

View of the packed auditorium at the start of the semester; photo: Lukas Engelhardt

View of the packed auditorium at the start of the semester; photo: Lukas Engelhardt

Wishing you a happy welcome

We are pleased to welcome many new faces to the HFBK Hamburg for the winter semester 2022/23. We have compiled some background information on our new professors and visiting professors here.

Solo exhibition by Konstantin Grcic

From September 29 to October 23, 2022, Konstantin Grcic (Professor of Industrial Design) will be showing a room-sized installation at ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer at the HFBK Hamburg consisting of objects designed by him and existing, newly assembled objects. At the same time, the space he designed for workshops, seminars and office workstations in the AtelierHaus will be put into operation.

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Art and war

"Every artist is a human being". This statement by Martin Kippenberger, which is as true as it is existentialist (in an ironic rephrasing of the well-known Beuys quote), gets to the heart of the matter in many ways. On the one hand, it reminds us not to look away, to be (artistically) active and to raise our voices. At the same time, it is an exhortation to help those who are in need. And that is a lot of people at the moment, among them many artists. That is why it is important for art institutions to discuss not only art, but also politics.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; photo: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

From July 8 to 10, 2022, more than 160 Bachelor’s and Master’s graduates of the class of 2021/22 will present their final projects from all majors. Under the title Final Cut, all graduation films will be shown on a big screen in the auditorium of the HFBK Hamburg. At the same time, the exhibition of the Sudanese guest lecturer Amna Elhassan can be seen in the HFBK gallery in the Atelierhaus.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

June is full of art and theory

It has been a long time since there has been so much on offer: a three-day congress on the visuality of the Internet brings together international web designers; the research collective freethought discusses the role of infrastructures; and the symposium marking the farewell of professor Michaela Ott takes up central questions of her research work.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Art Prize 2022

The Finkenwerder Art Prize, initiated in 1999 by the Kulturkreis Finkenwerder e.V., has undergone a realignment: As a new partner, the HFBK Hamburg is expanding the prize to include the aspect of promoting young artists and, starting in 2022, will host the exhibition of the award winners in the HFBK Gallery. This year's Finkenwerder Art Prize will be awarded to the US artist Renée Green. HFBK graduate Frieda Toranzo Jaeger receives the Finkenwerder Art Prize for recent graduates.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

New studio in the row of houses at Lerchenfeld

New studio in the row of houses at Lerchenfeld, in the background the building of Fritz Schumacher; photo: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

After more than 40 years of intensive effort, a long-cherished dream is becoming reality for the HFBK Hamburg. With the newly opened studio building, the main areas of study Painting/Drawing, Sculpture and Time-Related Media will finally have the urgently needed studio space for Master's students. It simply needs space for their own ideas, for thinking, for art production, exhibitions and as a depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Annual Exhibition 2022 at the HFBK

After last year's digital edition, the 2022 annual exhibition at the HFBK Hamburg will once again take place with an audience. From 11-13 February, students from all departments will present their artistic work in the building at Lerchenfeld, Wartenau 15 and the newly opened Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments.

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Who speaks? Who paints which motif? Who is shown, who is not? Questions of identity politics play an important role in art and thus also at the HFBK Hamburg. In the current issue, the university's own Lerchenfeld magazine highlights university structures as well as student initiatives that deal with diversity and identity.

photo: Klaus Frahm

photo: Klaus Frahm

Summer Break

The HFBK Hamburg is in the lecture-free period, many students and teachers are on summer vacation, art institutions have summer break. This is a good opportunity to read and see a variety of things:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Since 2010, the HFBK has organised the international exchange programme Art School Alliance. It enables HFBK students to spend a semester abroad at renowned partner universities and, vice versa, invites international art students to the HFBK. At the end of their stay in Hamburg, the students exhibit their work in the Open Studios in Karolinenstraße, which are now open again to the art-interested public.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Unlearning: Wartenau Assemblies

The art education professors Nora Sternfeld and Anja Steidinger initiated the format "Wartenau Assemblies". It oscillates between art, education, research and activism. Complementing this open space for action, there is now a dedicated website that accompanies the discourses, conversations and events.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

School of No Consequences

Everyone is talking about consequences: The consequences of climate change, the Corona pandemic or digitalization. Friedrich von Borries (professor of design theory), on the other hand, is dedicated to consequence-free design. In “School of No Consequences. Exercises for a New Life” at the Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, he links collection objects with a "self-learning room" set up especially for the exhibition in such a way that a new perspective on "sustainability" emerges and supposedly universally valid ideas of a "proper life" are questioned.

Annual Exhibition 2021 at the HFBK

Annual exhibition a bit different: From February 12- 14, 2021 students at the Hamburg University of Fine Arts, together with their professors, had developed a variety of presentations on different communication channels. The formats ranged from streamed live performances to video programs, radio broadcasts, a telephone hotline, online conferences, and a web store for editions. In addition, isolated interventions could be discovered in the outdoor space of the HFBK and in the city.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

On the evening of November 4, the HFBK celebrated the opening of the academic year 2020/21 as well as the awarding of the Hiscox Art Prize in a livestream - offline with enough distance and yet together online.

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Teaching Art Online at the HFBK

How the university brings together its artistic interdisciplinary study structure with digital formats and their possibilities.

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

HFBK Graduate Survey

Studying art - and what comes next? The clichéd images stand their ground: Those who have studied art either become taxi drivers, work in a bar or marry rich. But only very few people could really live from art – especially in times of global crises. The HFBK Hamburg wanted to know more about this and commissioned the Faculty of Economics and Social Sciences at the University of Hamburg to conduct a broad-based survey of its graduates from the last 15 years.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

How political is Social Design?

Social Design, as its own claim is often formulated, wants to address social grievances and ideally change them. Therefore, it sees itself as critical of society – and at the same time optimizes the existing. So what is the political dimension of Social Design – is it a motor for change or does it contribute to stabilizing and normalizing existing injustices?