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2018/11/09: Hamburger Erklärung der Vielen: HFBK Hamburg gehört zu den Erstunterzeichnenden

Hamburger Erklärung der Vielen: HFBK Hamburg gehört zu den Erstunterzeichnenden

»Wir sind VIELE, weil bildende Künstlerinnen und Künstler weder Grenzen noch Begrenzungen kennen, sei es mit Blick auf ästhetische Formen, soziale Räume, Identitätskonzepte oder Geopolitiken. Kunst ist grenzenlos und wir alle sind - ganz mit Tocotronic - eine verrückte Phantasie. «

Prof. Martin Köttering, Präsident der Hochschule für bildende Künste Hamburg

HFBK-Veranstaltungen der Vielen:

Mi, 14.11.2018, 18 Uhr, Lerchenfeld 2, Raum 229
Khaled Barakeh: The Practice of Necessity
im Rahmen der ACO-Ringvorlesung »Cross-Cultural Challenges«

Mi, 12.12.2018, 19 Uhr, Karolinenstraße 2a, Haus 5
Open Studios mit 15 internationalen Künstler*innen
Ausstellungseröffnung der Art School Alliance

Do, 7.2.2019, 19 Uhr, alle HFBK-Gebäude
Jahresausstellung aller HFBK-Studierenden
Eröffnungsabend mit Performances, Filmprogramm, Ausstellungen

##### HAMBURGER ERKLÄRUNG DER VIELEN #####

Kunst schafft einen Raum zur Veränderung der Welt

In Deutschland stehen wir nicht über den Dingen, sondern auf einem Boden, von dem aus die größten Staatsverbrechen der Menschheitsgeschichte begangen wurden. In diesem Land wurde schon einmal Kunst als entartet diffamiert und Kultur flächendeckend zu Propagandazwecken missbraucht. Millionen Menschen wurden ermordet oder gingen ins Exil, unter ihnen auch viele Kunstschaffende. Als Kulturschaffende in Deutschland tragen wir deshalb eine besondere Verantwortung.

Heute begreifen wir die Kunst- und Kultureinrichtungen als offene Räume, die Vielen gehören. Unsere Gesellschaft ist eine plurale Versammlung. Viele unterschiedliche Interessen treffen aufeinander und finden sich oft im Dazwischen. Demokratie muss täglich neu verhandelt werden – aber immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle, um jede*n Einzelne*n als Wesen der vielen Möglichkeiten!

Der rechte Populismus, der die Kultureinrichtungen als Akteur*innen dieser gesellschaftlichen Vision angreift, steht der Kunst der Vielen feindselig gegenüber. Rechte und nationalistische Gruppierungen und Parteien stören Veranstaltungen, wollen in Spielpläne eingreifen, polemisieren gegen die Freiheit der Kunst und arbeiten an einer Renationalisierung der Kultur.

Ihr verächtlicher Umgang mit Menschen auf der Flucht, mit engagierten Kulturschaffenden, mit allen Andersdenkenden verrät, wie sie mit der Gesellschaft umzugehen gedenken, sobald sich die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten verändern würden.

Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung sind Alltag. Die extreme Rechte ist ein Symptom davon. Dieses Bündnis will nicht nur Symptome bekämpfen, sondern in die Tiefe wirken. Wir setzen uns deswegen mit den eigenen Strukturen auseinander und stellen diese zur Verhandlung. Wir müssen die Kunst- und Kulturräume sowie unsere Gesellschaft öffnen, damit wir wirklich Viele werden!

Wir als Unterzeichnende der Hamburger Theater, Kunst- und Kultureinrichtungen und ihrer Interessensverbände begegnen diesen Versuchen mit einer klaren Haltung.

  • Die unterzeichnenden Kunst- und Kulturinstitutionen führen den offenen, aufklärenden, kritischen Dialog über Strategien, die die Gesellschaft der Vielen angreifen. Sie gestalten diesen Dialog mit Mitwirkenden und dem Publikum in der Überzeugung, dass die beteiligten Häuser den Auftrag haben, unsere Gesellschaft als eine demokratische fortzuentwickeln.
  • Wir, die Unterzeichnenden, bieten kein Podium für völkisch-nationalistische Propaganda.
  • Wir, die Unterzeichnenden, wehren die illegitimen Versuche der Rechtsnationalen ab, Kulturveranstaltungen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.
  • Wir, die Unterzeichnenden, verbinden uns solidarisch mit Menschen, die durch rechte Ideologien immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden

Solidarität statt Privilegien. Es geht um Alle. Die Kunst bleibt frei!

Pressekontakt

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

We cordially invite you to the opening of the academic year 2020/21 as well as to the presentation of the Hiscox Art Prize on November 4 from 6 p.m. via livestream - offline with enough distance and yet together online.

Art defies Corona: Graduate Show 2020

With a two-month delay, the Graduate Show took place this year on the 19 and 20 September. More than 140 students showed their artistic graduation projects, from painting to sound installation.

Teaching Art Online at the HFBK

How the university brings together its artistic interdisciplinary study structure with digital formats and their possibilities.

New articles at rhizome.hfbk.net

rhizome.hfbk.net is the social network of the HFBK. It opens a digital forum for exchange and discussion in which students, teachers, guest authors, art critics and the interested public provide a wide range of content and perspectives.

HFBK Graduate Survey

Studying art - and what comes next? The clichéd images stand their ground: Those who have studied art either become taxi drivers, work in a bar or marry rich. But only very few people could really live from art – especially in times of global crises. The HFBK Hamburg wanted to know more about this and commissioned the Faculty of Economics and Social Sciences at the University of Hamburg to conduct a broad-based survey of its graduates from the last 15 years.

How political is Social Design?

Social Design, as its own claim is often formulated, wants to address social grievances and ideally change them. Therefore, it sees itself as critical of society – and at the same time optimizes the existing. So what is the political dimension of Social Design – is it a motor for change or does it contribute to stabilizing and normalizing existing injustices?

Annual Exhibition 2020 at the HFBK

The HFBK’s traditional annual exhibition („Jahresausstellung“) opens in February every year. For three days the students – from first-years to post-graduates – present a broad spectrum of their current work and projects from all the different departments. All classrooms, studios and halls in the building are used. Interested visitors are cordially invited to gain an impression of the art currently being created at the HFBK.