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8.1.2020, 19:00 Uhr
What if... studentisch-organisierte Veranstaltungsreihe zum Design

  • Venue:

  • HFBK Hamburg, Raum 11

What if..? startet im Wintersemester 2019 als studentisch-organisierte monatliche Veranstaltungsreihe an der HFBK, um den Diskurs an der Hochschule und darüber hinaus in einem selbstbestimmtem Raum zu erweitern und zu fördern.

Mit der Veranstaltungsreihe möchten wir uns in Theorie und Praxis kritisch mit dem Begriff des „Design” und der Vielzahl von Betätigungsfeldern von Designer*innen auseinandersetzen sowie das emanzipatorische Potential des kreativen Gestaltens fernab von Warenfetisch und ästhetischem Konsum untersuchen. Die solidarische Vernetzung sowohl unter Gestalter_Innen als auch interdisziplinär sowie der Wissenstransfer und Austausch auf Augenhöhe stehen dabei im Vordergrund.

6. November, 19 Uhr
What if... we queer up Design?

Feministische Designkritik ‐ Workshop mit Mara Recklies und queer-feministische Projektpräsentation von Henk Müller

Es gibt kein neutrales, objektives oder universell funktionales Design. Unser Denken und Handeln – und damit auch unsere Gestaltung – sind geprägt von den soziokulturellen, wirtschaftlichen oder politischen Kontexten, in denen sie entstehen. Auch in die Designdisziplin sind die Strukturen eingeschrieben, die Menschen aufgrund von Merkmalen (wie Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft, Hautfarbe etc.) diskriminieren bzw. privilegieren: zum Beispiel in der Herstellung von Designprodukten, ihrer Vermarktung oder ihrer Nutzung. Wie können Gestalter*innen dieses Wissen in ihrer Praxis anwenden? Wie viel Einfluss haben sie? Und kann man überhaupt vermeiden, mit der eigenen Arbeit unterdrückende Systeme zu reproduzieren?

Gemeinsam möchten wir diese Fragen anhand von Erfahrungen aus ihrem Arbeitsalltag offen mit der Gruppe besprechen – wobei im Mittelpunkt steht, die eigene(n) Rolle(n) zu reflektieren. Im Rahmen des Workshops wird Mara zu Beginn eine kurze Einführung in ihre Auffassung von intersektionalem Feminismus geben und dann über ihre persönliche Erfahrung mit der Umsetzung sprechen. Im Anschluss wird Henk seine Masterarbeit zum Thema "Queer Design - (De)Konstruktion der Zweigeschlechtlichkeit" vorstellen.

Alle Teilnehmer*innen sind herzlich eingeladen, im Anschluss daran ebenfalls Projekte vorzustellen oder auch mitzubringen, an denen sie gerade arbeiten um sich anhand dieser konkreten Beispiele auszutauschen. Ziel des Abends sind weder Bewertungen noch vernichtende (Selbst)Kritik, sondern feministische Denk- und Handlungsweisen kennenzulernen und in einem Gespräch auf gemeinsamer Augenhöhe anzuwenden.

Workshop nach einem Konzept von Mara Recklies und Anja Neidhardt

Mara Recklies ist Philosophin und Autorin und beschäftigt sich mit zeitgenössischer Kultur, Design und Technik mit dem Fokus auf den politischen Dimensionen von Gestaltung; Schwerpunkte hierbei sind Kritik, Protest und andere widerständige Praktiken.
www.mararecklies.de
www.depatriarchisedesign.com

Henk Müller hat den Master im Studio "Experimentelles Design" an der HFBK abgeschlossen, ist in queer-feministischen D.I.T.-Kontexten in Hamburg aktiv und arbeitet nun im Gestaltungskollektiv gruppe praxis.
www.gruppepraxis.de

27. November, 19 Uhr
What if all our maps are wrong?

Widerständiges Kartieren - Vortrag und Diskussion mit kollektiv orangotango

Seit den 2000er Jahren entsteht kollektiv orangotango am Schnittpunkt aktivistischer Forschung, kollektiver Kunst und kritischer Kartographie. Im Vortrag und der anschließenden Diskussion werden Severin Halder und Paul Schweizer aus der Praxis von kollektiv orangotango berichten. Zum Einen werden sie die eigenen Erfahrungen mit kollektiven Kartierungen in unterschiedlichen lokalen und thematischen Kontexten teilen, zum Anderen Einblicke in das (Buch)Projekt “This Is Not an Atlas” gewähren.
Über vier Jahre hat kollektiv orangotango im Rahmen von “This Is Not an Atlas” counter-cartographies – widerständige Kartierungen – aus der ganzen Welt zusammengetragen. Diese Sammlung zeigt, wie kritische Karten gemacht und genutzt werden – als Teil von politischen Kämpfen, kritischer Wissenschaft, Kunst und Bildungsarbeit: von indigenen Kämpfen um Land in Amazonien bis zu politischer Basisarbeit in den Philippinen, von der Verteidigung der Gemeingüter in Mexiko bis zum Balloon-Mapping von Flüchtlingscamps im Libanon, von Wohnungskämpfen in San Francisco bis zur Sichtbarmachung von sexualisierter Gewalt in Kairo und kolonialen Spuren in München. Inzwischen hat sich das Projekt auf verschiedenen analogen, audio-visuellen und digitalen Ebenen über das Buch hinaus weiterentwickelt.
In der Diskussion wollen wir uns gemeinsam Fragen nach der Perspektiven und Potentialen kritischen Kartierens und Karten-Publizierens stellen.

Mehr Infos: www.notanatlas.org - www.orangotango.info

8 January, 7 pm

What if decolonization is not a metaphor?

Lecture and discussion with Pedro Oliveira

The history of design as well as the theory are undeniable centered on Western civilization since the industrialisation and up to today, the term "design" is mostly used for things, objects, artifacts, structures, etc. produced in or by members of Western society while design from the global South for example is often labelled as "handicrafts".
With the online-platform decolonisingdesign.com, the founders want to make "alternative and marginalized discourses from the non Anglo-European sphere" visible and "seek decentralized dialogues, in which different voices can coexist in their difference rather than in an assimilated narrative."

Pedro Oliveira is a researcher, sound artist, and educator whose work inquires the cultural and colonial articulations of listening, violence, and the policing of bodies in urban and border spaces. He holds a PhD from the University of the Arts Berlin and is a founding member of the Decolonising Design platform. Currently he is a lecturer in the Musicology department at Humboldt University in Berlin.

More information:
www.decolonisingdesign.com
www.oliveira.work
www.instagram.com/pjliveira

Jahresausstellung 2021: Studio Konzeptionelles Design (Prof. Ralph Sommer)

Jahresausstellung 2021: Studio Konzeptionelles Design (Prof. Ralph Sommer)

Annual Exhibition 2022 at the HFBK

After last year's digital edition, the 2022 annual exhibition at the HFBK Hamburg will once again take place with an audience. From 11-13 February, students from all departments will present their artistic work in the building at Lerchenfeld, Wartenau 15 and the newly opened Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments.

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Who speaks? Who paints which motif? Who is shown, who is not? Questions of identity politics play an important role in art and thus also at the HFBK Hamburg. In the current issue, the university's own Lerchenfeld magazine highlights university structures as well as student initiatives that deal with diversity and identity.

Grafik: Tim Ballaschke

Grafik: Tim Ballaschke

Start of semester

After three semesters of hybrid teaching under pandemic conditions, we are finally about to start another semester of presence. We welcome all new students and teachers at the HFBK Hamburg and cordially invite you to the opening of the academic year 2020/21, which this year will be accompanied by a guest lecture by ruangrupa.

Graphic design: Sam Kim, picture in the background: Sofia Mascate, photo: Marie-Theres Böhmker

Graphic design: Sam Kim, picture in the background: Sofia Mascate, photo: Marie-Theres Böhmker

Graduate Show 2021: All Good Things Come to an End

From September 24 to 26, the more than 150 Bachelor's and Master's graduates of the class of 2020/21 will present their final projects as part of the Graduate Show at the HFBK Hamburg. We would like to thank all visitors and participants.

photo: Klaus Frahm

photo: Klaus Frahm

Summer Break

The HFBK Hamburg is in the lecture-free period, many students and teachers are on summer vacation, art institutions have summer break. This is a good opportunity to read and see a variety of things:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Since 2010, the HFBK has organised the international exchange programme Art School Alliance. It enables HFBK students to spend a semester abroad at renowned partner universities and, vice versa, invites international art students to the HFBK. At the end of their stay in Hamburg, the students exhibit their work in the Open Studios in Karolinenstraße, which are now open again to the art-interested public.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Unlearning: Wartenau Assemblies

The art education professors Nora Sternfeld and Anja Steidinger initiated the format "Wartenau Assemblies". It oscillates between art, education, research and activism. Complementing this open space for action, there is now a dedicated website that accompanies the discourses, conversations and events.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

School of No Consequences

Everyone is talking about consequences: The consequences of climate change, the Corona pandemic or digitalization. Friedrich von Borries (professor of design theory), on the other hand, is dedicated to consequence-free design. In “School of No Consequences. Exercises for a New Life” at the Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, he links collection objects with a "self-learning room" set up especially for the exhibition in such a way that a new perspective on "sustainability" emerges and supposedly universally valid ideas of a "proper life" are questioned.

Annual Exhibition 2021 at the HFBK

Annual exhibition a bit different: From February 12- 14, 2021 students at the Hamburg University of Fine Arts, together with their professors, had developed a variety of presentations on different communication channels. The formats ranged from streamed live performances to video programs, radio broadcasts, a telephone hotline, online conferences, and a web store for editions. In addition, isolated interventions could be discovered in the outdoor space of the HFBK and in the city.

Public Information Day 2021

How do I become an art student? How does the application process work? Can I also study to become a teacher at the HFBK? These and other questions about studying art were answered by professors, students and staff at the HFBK during the Public Information Day on February 13, 2021. In addition, there will be an appointment specifically for English-speaking prospective students on February 23 at 2 pm.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

On the evening of November 4, the HFBK celebrated the opening of the academic year 2020/21 as well as the awarding of the Hiscox Art Prize in a livestream - offline with enough distance and yet together online.

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Teaching Art Online at the HFBK

How the university brings together its artistic interdisciplinary study structure with digital formats and their possibilities.

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

HFBK Graduate Survey

Studying art - and what comes next? The clichéd images stand their ground: Those who have studied art either become taxi drivers, work in a bar or marry rich. But only very few people could really live from art – especially in times of global crises. The HFBK Hamburg wanted to know more about this and commissioned the Faculty of Economics and Social Sciences at the University of Hamburg to conduct a broad-based survey of its graduates from the last 15 years.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

How political is Social Design?

Social Design, as its own claim is often formulated, wants to address social grievances and ideally change them. Therefore, it sees itself as critical of society – and at the same time optimizes the existing. So what is the political dimension of Social Design – is it a motor for change or does it contribute to stabilizing and normalizing existing injustices?