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Adina Pintilie: Wie lässt sich Intimität erforschen?

“Loving another human being without losing ourselves, central dilemma of intimacy, is at the core of my search.” (Adina Pintilie)

Künstlerische Forschung als Methode für künstlerisches Schaffen lenkt das Denken und Handeln von Adina Pintilie und prägt ihre Arbeiten. Diesem Denken zu folgen und den Dialog aufzunehmen, ein Produzieren von Prozessen zu wagen, kann ein Risiko darstellen, uns zu verändern. Solch ein Wagnis können die Studierenden nun eingehen und in ihre eigene Praxis einfließen lassen.

In dem Film Touch Me Not aus dem Jahr 2018 zeigt sich Pintilies jahrelange Forschung zum Thema Intimität und Körperlichkeit. Der Weg und der Prozess zu diesem Film sind gleichbedeutender Teil und haben sich in die Umsetzung eingeschrieben. Eine über zwei Jahre ausgewählte Gruppe von Protagonist*innen sucht gemeinsam nach ihrer Intimität und geht über diesen Prozess Identitätsfragen nach. Das Setting im Film ist experimentell steril – es wirkt als Kontrapunkt zur emotionalen Suche und intimen Begegnungen. Die Suche wird stark von Christian (Christian Bayerlein), einem Darsteller mit spinaler Muskelatrophie, beeinflusst. Seine Sicht auf Körper und was sie können, empfinden und wollen, wird durch seine eigene körperliche Präsenz im Film vermittelt. Ein Recht auf Intimität und Sexualität wird nicht nur jede*r zugeschrieben, sondern auch eindringlich in den sexuellen und intimen Bildern deutlich. Sein sexueller, begehrender Körper öffnet den Blick für außerhalb der Norm stehende, begehrenswerte Körper und deren sexuelle Erfahrungen und Praktiken. Zusammen mit anderen Protagonist*innen werden die Zuschauer*innen auf einem Weg entlang von Verklemmung, Barrieren und unerfüllten Wünschen mit Menschen vertraut und intim, die sich dieser Suche verschrieben haben. Der Film wird vor allem von verschiedenen Menschenrechtsaktivist*innen – sei es Transgender-, Sexarbeiter*innen- oder Behindertenrechte-Aktivist*innen – getragen, die uns ihre Perspektive zeigen und Einblick in ihre Erfahrungen mit Intimität gewähren. Das Erforschen der eigenen Intimität über ihre Beteiligung am Forschungsprozess mit den Protagonist*innen ist Teil von Adina Pintilies Anliegen. So schafft sie es auch, den Darsteller*innen einen geschützten Raum zu gewähren, innerhalb dessen sie sich öffnen können. Nur durch den Dialog, den Austausch aller Beteiligten, lässt sich das hierfür notwendige Vertrauen finden. Die entstandenen Bilder sind einfühlsam und nah, sie lassen keine objektivierende Distanzierung zu, ohne dass der*die Zuschauer*in sich selbst aus dem Prozess ausschließt und der Erfahrung entsagt.
Adina Pintilie hat im Prozess des Filmens und allem, was dazugehörte, eine starke Sensibilität für die Dynamiken innerhalb ihrer Gruppe, aber auch in Bezug auf die rezipierende Zuschauer*innenschaft entwickelt. Sie beschreibt in Interviews immer wieder den Dialog, den der Film und die Protagonist*innen mit den Rezipient*innen eingehen (wollen). Dies gelingt in stets individuell geprägter Weise sehr oft, auch wenn die Re-Aktion der Zuschauer*innen sehr unterschiedlich ausfällt: von lautem Missfallen und Verlassen von Kinos bis hin zu einer starken Faszination, die auch über das Screening des Films hinaus anhält und damit einen erneuten Dialog anstoßen kann. „Hate it or love it“ scheint die Reaktion auf den Film zu sein. Zumindest die offengelegte. Denn sicherlich existieren viele Schattierungen in der Sicht auf den Film und die Darsteller*innen. Weil es sich weder um einen Spiel-, noch um einen Dokumentarfilm handelt, sind die Fragen und Gefühle, die der Film auslöst, auf sehr unterschiedlichen Ebenen angelegt: Die Zuschauer*in spalten ihre Wahrnehmung und Neugierde in verschiedene Richtungen auf. Ein wichtiger Aspekt ist dabei zum Beispiel die technische Finesse, mit der der Film gedreht wurde, bei der die Kamera – und Adina Pintilie selbst – über einen Teleprompter zum Teil der Szenen werden. Wie viel sehen wir hier wirklich von der Filmemacherin? Spielt sie ihrerseits eine Rolle oder ist sie Teil des Prozesses, den alle zu durchlaufen scheinen? Hier gibt Pintilie eine klare Antwort, sie ist Teil und auch Trigger für diese emotionale Suche gewesen, auf die sie sich alle gemeinsam eingelassen haben. „It started from the premise – which I’m also mentioning at one point in the film – that when I was 20 I thought I knew everything about intimacy, how relationships work, about eroticism, beauty, body; Today, after years of trials and tribulations, all those ideas, which used to be so clear back then, seem to have lost their definition and grown more complex and unsettlingly contradictory. Our ongoing artistic research was triggered by this self-reflective process. It started with this intention to un-learn everything I’ve been taught about intimacy, – by family, society, education – and to rediscover, with open eyes, how people really relate to each other, how they really live this often so difficult and full of contradictions experience of intimacy.” Eben diese Un-Klarheit, die ihre Suche hinterlässt, eine große Offenheit gegenüber dem Nichtgewussten und Nichtgekannten, treibt die Zuschauer*innen um und lässt sie nicht los. Der Film wirft Fragen über die eigene Wahrnehmung von Intimität auf, von anderen Menschen, von Verboten, die wir uns selber auferlegen, und den Möglichkeiten, die darüber hinausweisen. Dieses Sich-verletzbar-Machen, ein Verlernen von Gewissheiten, nimmt Adina Pintilie als Prämisse mit in ihren künstlerischen Suchprozess mit der Kamera. Sie folgt bestimmten Linien, ohne Angst, vermeintliche Grenzen zu überschreiten. So kommt es auch, dass sie einer Einordnung des Films Touch Me Not in Schubladen wie dokumentarisch oder fiktiv widersteht. Die Arbeit sprengte die Grenzen von Film und Kino, uferte in künstlerische Wahrnehmungsfelder aus. So ist nun als nächster Schritt auf der Suche nach Intimität und Repräsentation die Video-, VR- und Multimedia-Installation You Are Another Me – A Cathedral of the Body entstanden. Derzeit im rumänischen Pavillon auf der 59. Venedig-Biennale zu sehen, zeigt Adina Pintilie hier Filmszenen auf Screens in einem dunklen Raum, der als Installation begehbar ist. Die Inszenierung ihrer künstlerischen Forschung in einem anderen Kontext und in neuer Form macht die immersive Erfahrung der Bilder noch eindringlicher. Der gewünschte Dialog zwischen Publikum und Protagonist*innen wird individualisierter und gleichzeitig gemeinschaftlicher. Dass das Publikum aufgrund der vereinzelten Position als Schauende, als diejenigen, die den Blick haben, den „gaze“ lenkt und sich im Raum dazu bewegt, sich abgrenzen kann. Das Gemeinschaftliche drängt sich aber ebenso auf, ist jede*r doch in einem kunsterschaffenen Raum gemeinsam mit anderen Individuen und muss sich zu ihnen positionieren. Eine Nachempfindung von Intimität vielleicht? Ein gemeinsames individuelles Erlebnis, welches intim wird, auch, weil wir es teilen? Der Titel beschreibt dieses gemeinsam Geteilte – You Are Another Me – A Cathedral of the Body – welches mich an einen Text von Karen Barad denken lässt: „Diffracting Diffraction: Cutting Together-Appart“[1]. Ist hier nicht ein ähnliches Anliegen offenbar, das dem Nichtklaren, dem Uneindeutigen, dem Gemeinsamen in der Spaltung Raum geben möchte? Einer Erfahrung, die es zulässt, eine Vereinzelung zu spüren in tiefer Verbundenheit? Einsam zu sein, in der Umarmung einer nahen Person? Die Arbeiten und der Forschungsprozess von Adina Pintilie lassen diese Gegensätze nicht nur zu, sie spüren diesen nach und erzeugen Bilder für sie. Ein Begehren nach einer offenen Welt wird in den Szenen sichtbar, die schmerzlich die eigene Existenz angehen. In der Offenheit liegt eine Verheißung, die Kontrolle über diese Offenheit jedoch können wir nicht erlangen. Es geht um ein Einlassen, ein Hineinstürzen, ein Umreißen, die Kontrolle hinter sich lassen.

In You Are Another Me – A Cathedral of the Body wird die Besucher*in durch einen geteilten Raum geleitet. Sie kommt vom Dunklen ins Helle, vom Filmscreening ins Filmset. Die Neugierde auf den technischen Aufbau wird gestillt, Teile des Filmsets sind hier im Raum. Der Apparatus der Kamera wird als Videoskulptur nachgebaut offengelegt, die Konstruktion des Teleprompters, der die Anwesenheit Pintilies hinter und vor der Kamera ermöglicht, vorgeführt. Der Kamera wird über eine schräggestellte matte Scheibe Pintilies Gesicht in die Linse projiziert. So wird das hinter und vor der Kamera durchbrochen, die Gefilmten nehmen ihr Gegenüber, ihre Ansprechpartnerin wahr, als Double fungiert sie auch für die Betrachter*innen, die über sie so direkt in den Dialog einsteigen. Diese Sichtbarmachung des Apparatus hat eine demokratisierende und inkludierende Wirkung. Keine Verschleierung der Technik drängt sich zwischen Filmbild und Besucher*in. Die Offenlegung und Begehung der Sets verleibt sich die Besucher*innen einmal mehr ein und macht sie zum Teil des Geschehens.

Dieser Text erschien zuerst im Lerchenfeld Nr. 63.

ANna Tautfest arbeitet als Künstlerin und Autorin in Hamburg und Berlin. Sie bewegt sich an der Schnittstelle zwischen bildender Kunst und Textproduktion und gibt diesen Hybridformaten im Kunstkontext und in Büchern Raum. Texte und theoretische Auseinandersetzungen prägen sich in Tautfests künstlerische Arbeit ein, die Kunst drückt sich in ihren Texte ab. Diese Denk-Wirk-Kombination gibt sie auch in künstlerisch-wissenschaftlicher Lehre an Studierende weiter. In diesem Kontext erschien 2021 auch die Publikation →Kanon. Tautfest promovierte an der HFBK Hamburg zum Thema der zeitlichen Nicht-Linearität und dem Einfluss spekulativer Narrationen auf die Wahrnehmung von Geschichte.

Fußnote:

[1] Karen Barad: „Diffracting Diffraction: Cutting Together-Appart“, in: Parallax, 2014, Volume 20 (3), S. 168–187.

ASA Open Studios winter semester 2021/22; photo: Marie-Theres Böhmker

ASA Open Studios winter semester 2021/22; photo: Marie-Theres Böhmker

The best is saved until last

At the end of the year, once again there will be numerous exhibitions and events with an HFBK context. We have compiled some of them here. You will also find a short preview of two lectures of the professionalization program in January.

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Festival and Symposium: Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image

As the final part of the artistic research project, the festival and symposium invite you to screenings, performances, talks, and discussions that explore the potential of the moving images and the (human and non-human) body to overturn our habitual course and change the dominant order of things.

View of the packed auditorium at the start of the semester; photo: Lukas Engelhardt

View of the packed auditorium at the start of the semester; photo: Lukas Engelhardt

Wishing you a happy welcome

We are pleased to welcome many new faces to the HFBK Hamburg for the winter semester 2022/23. We have compiled some background information on our new professors and visiting professors here.

Solo exhibition by Konstantin Grcic

From September 29 to October 23, 2022, Konstantin Grcic (Professor of Industrial Design) will be showing a room-sized installation at ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer at the HFBK Hamburg consisting of objects designed by him and existing, newly assembled objects. At the same time, the space he designed for workshops, seminars and office workstations in the AtelierHaus will be put into operation.

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Art and war

"Every artist is a human being". This statement by Martin Kippenberger, which is as true as it is existentialist (in an ironic rephrasing of the well-known Beuys quote), gets to the heart of the matter in many ways. On the one hand, it reminds us not to look away, to be (artistically) active and to raise our voices. At the same time, it is an exhortation to help those who are in need. And that is a lot of people at the moment, among them many artists. That is why it is important for art institutions to discuss not only art, but also politics.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; photo: Tim Albrecht

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; photo: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

From July 8 to 10, 2022, more than 160 Bachelor’s and Master’s graduates of the class of 2021/22 will present their final projects from all majors. Under the title Final Cut, all graduation films will be shown on a big screen in the auditorium of the HFBK Hamburg. At the same time, the exhibition of the Sudanese guest lecturer Amna Elhassan can be seen in the HFBK gallery in the Atelierhaus.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

June is full of art and theory

It has been a long time since there has been so much on offer: a three-day congress on the visuality of the Internet brings together international web designers; the research collective freethought discusses the role of infrastructures; and the symposium marking the farewell of professor Michaela Ott takes up central questions of her research work.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Art Prize 2022

The Finkenwerder Art Prize, initiated in 1999 by the Kulturkreis Finkenwerder e.V., has undergone a realignment: As a new partner, the HFBK Hamburg is expanding the prize to include the aspect of promoting young artists and, starting in 2022, will host the exhibition of the award winners in the HFBK Gallery. This year's Finkenwerder Art Prize will be awarded to the US artist Renée Green. HFBK graduate Frieda Toranzo Jaeger receives the Finkenwerder Art Prize for recent graduates.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

New studio in the row of houses at Lerchenfeld

New studio in the row of houses at Lerchenfeld, in the background the building of Fritz Schumacher; photo: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

After more than 40 years of intensive effort, a long-cherished dream is becoming reality for the HFBK Hamburg. With the newly opened studio building, the main areas of study Painting/Drawing, Sculpture and Time-Related Media will finally have the urgently needed studio space for Master's students. It simply needs space for their own ideas, for thinking, for art production, exhibitions and as a depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Annual Exhibition 2022 at the HFBK

After last year's digital edition, the 2022 annual exhibition at the HFBK Hamburg will once again take place with an audience. From 11-13 February, students from all departments will present their artistic work in the building at Lerchenfeld, Wartenau 15 and the newly opened Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments.

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Who speaks? Who paints which motif? Who is shown, who is not? Questions of identity politics play an important role in art and thus also at the HFBK Hamburg. In the current issue, the university's own Lerchenfeld magazine highlights university structures as well as student initiatives that deal with diversity and identity.

Grafik: Tim Ballaschke

Grafik: Tim Ballaschke

Start of semester

After three semesters of hybrid teaching under pandemic conditions, we are finally about to start another semester of presence. We welcome all new students and teachers at the HFBK Hamburg and cordially invite you to the opening of the academic year 2020/21, which this year will be accompanied by a guest lecture by ruangrupa.

photo: Klaus Frahm

photo: Klaus Frahm

Summer Break

The HFBK Hamburg is in the lecture-free period, many students and teachers are on summer vacation, art institutions have summer break. This is a good opportunity to read and see a variety of things:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Since 2010, the HFBK has organised the international exchange programme Art School Alliance. It enables HFBK students to spend a semester abroad at renowned partner universities and, vice versa, invites international art students to the HFBK. At the end of their stay in Hamburg, the students exhibit their work in the Open Studios in Karolinenstraße, which are now open again to the art-interested public.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Unlearning: Wartenau Assemblies

The art education professors Nora Sternfeld and Anja Steidinger initiated the format "Wartenau Assemblies". It oscillates between art, education, research and activism. Complementing this open space for action, there is now a dedicated website that accompanies the discourses, conversations and events.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

School of No Consequences

Everyone is talking about consequences: The consequences of climate change, the Corona pandemic or digitalization. Friedrich von Borries (professor of design theory), on the other hand, is dedicated to consequence-free design. In “School of No Consequences. Exercises for a New Life” at the Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, he links collection objects with a "self-learning room" set up especially for the exhibition in such a way that a new perspective on "sustainability" emerges and supposedly universally valid ideas of a "proper life" are questioned.

Annual Exhibition 2021 at the HFBK

Annual exhibition a bit different: From February 12- 14, 2021 students at the Hamburg University of Fine Arts, together with their professors, had developed a variety of presentations on different communication channels. The formats ranged from streamed live performances to video programs, radio broadcasts, a telephone hotline, online conferences, and a web store for editions. In addition, isolated interventions could be discovered in the outdoor space of the HFBK and in the city.

Public Information Day 2021

How do I become an art student? How does the application process work? Can I also study to become a teacher at the HFBK? These and other questions about studying art were answered by professors, students and staff at the HFBK during the Public Information Day on February 13, 2021. In addition, there will be an appointment specifically for English-speaking prospective students on February 23 at 2 pm.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

On the evening of November 4, the HFBK celebrated the opening of the academic year 2020/21 as well as the awarding of the Hiscox Art Prize in a livestream - offline with enough distance and yet together online.

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Teaching Art Online at the HFBK

How the university brings together its artistic interdisciplinary study structure with digital formats and their possibilities.

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

HFBK Graduate Survey

Studying art - and what comes next? The clichéd images stand their ground: Those who have studied art either become taxi drivers, work in a bar or marry rich. But only very few people could really live from art – especially in times of global crises. The HFBK Hamburg wanted to know more about this and commissioned the Faculty of Economics and Social Sciences at the University of Hamburg to conduct a broad-based survey of its graduates from the last 15 years.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

How political is Social Design?

Social Design, as its own claim is often formulated, wants to address social grievances and ideally change them. Therefore, it sees itself as critical of society – and at the same time optimizes the existing. So what is the political dimension of Social Design – is it a motor for change or does it contribute to stabilizing and normalizing existing injustices?