de en

Le Monde Problématique's Public Feed: Willkommen zu meiner Debattenr...

Willkommen zu meiner Debattenrundschau vom 01.07.2019!

Michael Angele, Chefredakteur der Wochenzeitung Der Freitag, hat mit dem Ethnopsychoanalytiker Hans-Jürgen Heinrichs über dessen aktuelles Buch gesprochen. „Fremdheit. Geschichten und Geschichte der großen Aufgabe unserer Gegenwart“ heißt es und um Fremdheit und deren Bedeutung für aktuelle gesellschaftliche Debatten dreht sich auch eben jenes Interview. Angesprochen werden unter anderem Selbstentfremdungsgefühle, Identitätspolitik, Mikroaggressionen, Cultural Appropriation und Fremdenhass. An einer Stelle fragt Angele in Bezug auf das Thema Mikroaggressionen, ob ein gelassenerer Umgang mit Fremdheit sich nicht positiv aufs gesellschaftliche Zusammenleben auswirken würde. Heinrichs antwortet: „Vielleicht ist das Wort ‘gelassen’ eine Klippe. So, als könne man sich zurücklehnen. Es ist aber eine Bewusstwerdung, an der man ständig arbeiten muss, und zwar alle: die sogenannten Mehrheiten und die Minderheiten, die sogenannten Einheimischen und die Hierhergekommenen, die ‘Zugezogenen’. Jeder macht ständig die Erfahrung, zu irgendetwas und irgendeiner Gruppierung nicht dazuzugehören.“ Ein weiteres Zitat des Autors verdeutlicht dessen eigene Haltung gegenüber der Fremdheit: „[…] Leben ist doch ein Umkreisen des Eigenen und des Fremden, ein beständiges Ein- und Ausschließen. Die Frage ist: Bricht man diesen offenen Prozess an einer Stelle ab (zum Beispiel wegen einer schlechten oder gar dramatischen Erfahrung mit einem Fremden), oder bleibt man in einem offenen, kreativen Transfer zwischen ‘Eigen’ und ‘Fremd’, offen für den geistigen Reichtum in der Fremdheit? […] Die Differenz ist nicht das Problem – im Gegenteil: sie ist ein Potential –, sondern die vorurteilshafte herabsetzende Bewertung des Anderen. Das ist eine individuelle Aktion, die durch ein entsprechendes gesellschaftliches Klima allererst zur Wirkung kommt.“

Jörg Scheller erläutert in einem Essay für die Neue Züricher Zeitung einen von ihm beobachteten Trend: Es gebe „Versuchungen selbsterklärter progressiver Bewegungen, zum schnelleren Erreichen ihrer Ziele unlautere Abkürzungen zu nehmen. Gemeint sind explizit alle sich als progressiv verstehenden Bewegungen, egal ob es sich um linke oder rechte, religiöse oder profane handelt.“ Eine Strategie: die Gleichsetzung von Einzelnen mit einer Gruppe, aus der es kein entkommen gebe. Scheller nennt unter anderem folgendes Beispiel: „Der Historiker Erich Keller schrieb unlängst auf Twitter, über ‘historisch kontaminierte Topoi wie Hautfarbe Gruppen zu konstruieren’, sei ‘auf allen Ebenen ein katastrophaler analytischer Rückschritt’. Eine gängige Reaktion auf solche Einwände ist der Anwurf, hier würde guter Progressismus von einem weissen Mann als Empörung des Mobs abgetan, bloss um seine Privilegien zu sichern. So umgeht man bequem die Mühen der Überzeugungsarbeit.“ Gerade in ihren Frühphasen würden progressive Bewegungen Kritik häufig als Verrat ansehen. Dabei seien kritische Fragen gerade am Anfang wichtig, so Scheller: „Dass Progressismus schnell kippen kann, wenn Offenheit sowie Checks und Balances fehlen, wenn Puristen und Ideologen das Ruder übernehmen, zeigt ein kurzer Blick in die Geschichte des Fortschritts […]“ Er schließt seinen Essay mit folgenden Worten: „Fortschrittlich sind nicht jene, die sich zur Avantgarde einer historischen Entwicklung verklären, die sie allein definieren und kontrollieren. Fortschritt ist vielmehr das Resultat kritischen menschlichen Handelns in geteilter Freiheit. Diese Freiheit setzt Offenheit gegenüber den eigenen Mängeln voraus. Gerechte progressive Bewegungen stehen deshalb vor einer besonderen Herausforderung: Sie müssen sogar sich selbst voraus sein.“

Die Epoche der Aufklärung
und ihre Fokussierung auf Rationalität und Vernunft wird in unseren Breiten allgemein als Voraussetzung für die Entwicklung liberaler Demokratien und die Anerkennung von Menschenrechten angesehen, um nur zwei wichtige Beispiele herauszugreifen. Sie ist praktisch ausschließlich positiv konnotiert und gilt als Quelle der meisten zivilisatorischen Errungenschaften der westlichen Moderne. In den letzten Jahren mehren sich allerdings die Stimmen, die sich kritisch mit den Philosophien der Aufklärung und ihren Auswirkungen auf die Gegenwart auseinandersetzen.
Ein gutes Beispiel dafür liefert die Künstlerin und Kunstpädagogin Lisi Raskin in ihrem Video “(Some of) The Mechanics of Critique”, welches auf hyperallergic.com veröffentlicht wurde. Raskin, welche den Fachbereich Skulptur an der Rhode Island School of Design leitet, beschäftigt sich darin mit dem Format der Arbeitsbesprechung („Critique“) an Kunsthochschulen, welches ihrer Auffassung nach stark von der Philosophie des Empirismus geprägt sei, also von der Vorstellung, dass das Erlangen von Wissen bzw. Erkenntnis primär auf der sinnlichen Wahrnehmung basiere. Raskin einleitende These: der Empirismus wurde von seinen Vertretern (genannt werden George Berkeley, David Hume und John Locke) dazu verwendet, deren politische und gesellschaftliche Ziele durchzusetzen, so z.B. die Legitimierung der Sklavenhaltung und der Durchsetzung der Vorstellung von der Überlegenheit der weißen Rasse. Critique, basierend auf empirischen Grundannahmen, vernachlässige also alle Informationen, die nicht dem Gegenstand der Betrachtung selbst entnommen werden könnten. Zudem seien alle Ideen, welche der Empirismus hervorgebracht habe, unsichtbarer Teil jeder Diskussion, also auch Kolonialismus und all dessen Ungerechtigkeiten, Ausbeutungsstrukturen und Denkmuster. Ich empfehle sehr das komplette Video zu sehen, vermittelt es doch sehr anschaulich und kompakt die Theorien der Autorin.

Im begleitenden Text spricht Raskin über den Verlauf ihres eigenen Erkenntniswegs, welcher sie über einen antirassistischen Workshop zu der Einsicht führte, dass Rassismus keine externe Struktur sei, sondern eine innere, welche häufig unbewusst existiere. Seit dem versuche sie sich an einer „Dekolonialisierung“ der künstlerischen Lehre, was vor allem bei ihren KollegInnen auf wenig Verständnis gestoßen sei. Sie beschreibt ihr Dilemma folgendermaßen: „It’s a hell of a problem to try and figure out how to decolonize higher education, without allies, and when you understand that your own consciousness is part of the colonial project.“

Raskin erwähnt in ihrem Text den Interview-Film „The Room of Silence“, in dem queere, transsexuelle oder nichtweiße Studentinnen und Studenten der Rhode Island School of Design über negative Erfahrungen berichten, welche sie in Klassengesprächen oder in Gesprächen mit Lehrpersonal gemacht hatten. Hier kann man sich den Film von Eloise Sherrid ansehen. Ebenfalls sehr empfehlenswert, erfährt man doch (unter anderem) viel über die Widersprüche und Probleme einer künstlerischen Lehre, welche auf identitätspolitische Fragestellungen in der Kunst nicht vorbereitet zu sein scheint.

Kulturelle Differenzen sollten als etwas Positives und Bereicherndes gesehen werden – diese Meinung vertritt auch Daghild Bartels in ihrem Artikel für die NZZ über die Länderpavillons der Biennale in Venedig. Seit Jahren lese und höre man Klagen über den Anachronismus dieser Ausstellungsstruktur, welche in unserer globalisierten Gegenwart keine Existenzberechtigung mehr habe, so die Autorin. Nationale Unterschiede würden heutzutage keine Rolle mehr spielen – das sei die Position der Kritiker. Bartels ist da ganz anderer Meinung: „[…] Themen und Sujets, welche von Künstlern der unterschiedlichen Kontinente bearbeitet werden, speisen sich immer aus deren Herkunft und Kultur. Ein Ai Weiwei reüssiert zwar auf internationalem Parkett und lebt in Berlin, doch seine Kunst hat stets einen chinesischen Input.“ Die Autorin weiter: „Wenn Museen jetzt ‘Weltkunst’ in ihre Sammlungen integrieren wollen, meinen sie nicht sogenannte globale Kunst, sondern eben exakt die Differenzen, die aufgrund der unterschiedlichen Kulturen auch die Kunst dieser Regionen imprägnieren.“ Bartels Argumentation wirkt prinzipiell plausibel, allerdings wird nicht ganz klar warum die Feier kultureller Differenzen ausgerechnet unter nationalstaatlichen Labels stattfinden sollte. Die von ihr verteidigten Länderpavillons bräuchte es dafür überhaupt nicht.

Philipp Ruch, der Gründer des Kollektivs „Zentrum für Politische Schönheit“, hat einen Kommentar verfasst, in welchem er Außenminister Heiko Maas’ Aufruf kritisiert, für die Demokratie und gegen Rechtsextremismus auf die Straße zu gehen. Hintergrund war der Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, welcher Anfang Juni von einem Rechtsradikalen getötet wurde. Im Tagesspiegel schreibt er: „Wenn eine Regierung die eigene Bevölkerung zu ‘Demos’ aufruft, damit sie selbst endlich handelt, dann läuft etwas verdammt schief. […] Ich will mich bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus nicht gegen Straßenproteste aussprechen. Gerade in den rechten Hochburgen sind sie lokal enorm wichtig und mutig. Ich bin vielleicht der erste, der eine Demo im Berliner Regierungsviertel organisieren wird. Aber sicherlich nicht auf Geheiß einer Regierung, die jede Aufklärung des NSU behindert und jedes Mal still, schweigend und tatenlos zugesehen hat, wie andere die Akten schredderten oder für 120 Jahre sperrten. Wer hier die Demokratie schützen muss, ist die eigentliche Frage.“

Nach dem Dercon-Desaster gibt es seit einigen Wochen einen neuen Leiter der Berliner Volksbühne: René Pollesch wird ab 2021 Intendant des berühmten Theaters. Kolja Reichert hat mit Pollesch ein sehr schönes Interview geführt, welches die FAZ veröffentlicht hat.

In den vergangenen zehn Jahren wurden in China tausende neue Museen errichtet, häufig in Form spektakulärer Landmarks. Wie Wade Shepard in seinem Artikel für das Forbes Magazine berichtet, würden viele von ihnen kaum oder sogar gar nicht benutzt, würden also teilweise oder vollständig leer stehen. Die Gründe für diesen auf den ersten Blick kuriosen Umstand sind so vielfältig wie interessant. Sie lägen unter anderem in den städtischen Finanzierungsstrukturen als auch schlicht im Mangel an Ausstellungsstücken, welcher auch eine Folge der systematischen Zerstörungen während der Kulturellen Revolution sei.

In Klagenfurt sind gerade die Tage der deutschsprachigen Literatur zu Ende gegangen, eine der wichtigsten Literaturveranstaltungen im deutschsprachigen Raum, auf dem unter Anderem der Ingeborg-Bachmann-Preis verliehen wird. Der Schriftsteller Joachim Lottmann hat für die Welt eine polemische Abrechnung über die diesjährige Ausgabe des Festivals geschrieben. Polemik: immer gerne, aber bitte nicht so. Wer als Schriftsteller einen Verriss eines bekannten Literaturwettbewerbs schreibt, der sollte dies mit einem Mindestmaß an Sprachgewalt und Scharfsinn tun, sonst wird die Sache schnell peinlich. Leider hat sich Lottmann hier schön selbst ins Knie geschossen – sein Text wirkt wie das Produkt eines greisen Unverständnisses gegenüber den Themen der Gegenwart, voll lahmer Pauschalurteile und durchtränkt von der Grantigkeit eines Wutbürgers, der überall nur noch Genderwahnsinn und Quotendiktatur wittert. Kleine Kostprobe: „Vierzehn AutorInnen, die meisten natürlich Frauen, sieben Juroren. Banale Texte, überbordende Erklärungen. Das Wort ‘banal’ ist vielleicht unpassend für Wortschnitzereien, die in jedem Satz acht verschiedene Bedeutungsebenen haben. Aber ihre Wirkung ist banal, nämlich ein tönendes Nichts. Es sind Texte, die allesamt nicht für Käufer von Büchern gedrechselt werden, sondern für die Bachmann-Juroren. Schon die Teilnahme an dem vom Fernsehen live übertragenen Wettbewerb garantiert eine Karriere als lesereisende SubventionsschriftstellerInnen. Über tausend weitere Literaturpreise warten auf die neuen Kandidaten, Stipendien, Dorfauftritte. Oder zeitgemäß ausgedrückt: eine feine Identität.“

Johannes Bendzulla

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Art and war

"Every artist is a human being". This statement by Martin Kippenberger, which is as true as it is existentialist (in an ironic rephrasing of the well-known Beuys quote), gets to the heart of the matter in many ways. On the one hand, it reminds us not to look away, to be (artistically) active and to raise our voices. At the same time, it is an exhortation to help those who are in need. And that is a lot of people at the moment, among them many artists. That is why it is important for art institutions to discuss not only art, but also politics.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; photo: Tim Albrecht

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; photo: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

From July 8 to 10, 2022, more than 160 Bachelor’s and Master’s graduates of the class of 2021/22 will present their final projects from all majors. Under the title Final Cut, all graduation films will be shown on a big screen in the auditorium of the HFBK Hamburg. At the same time, the exhibition of the Sudanese guest lecturer Amna Elhassan can be seen in the HFBK gallery in the Atelierhaus.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

June is full of art and theory

It has been a long time since there has been so much on offer: a three-day congress on the visuality of the Internet brings together international web designers; the research collective freethought discusses the role of infrastructures; and the symposium marking the farewell of professor Michaela Ott takes up central questions of her research work.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Art Prize 2022

The Finkenwerder Art Prize, initiated in 1999 by the Kulturkreis Finkenwerder e.V., has undergone a realignment: As a new partner, the HFBK Hamburg is expanding the prize to include the aspect of promoting young artists and, starting in 2022, will host the exhibition of the award winners in the HFBK Gallery. This year's Finkenwerder Art Prize will be awarded to the US artist Renée Green. HFBK graduate Frieda Toranzo Jaeger receives the Finkenwerder Art Prize for recent graduates.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

New studio in the row of houses at Lerchenfeld

New studio in the row of houses at Lerchenfeld, in the background the building of Fritz Schumacher; photo: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

After more than 40 years of intensive effort, a long-cherished dream is becoming reality for the HFBK Hamburg. With the newly opened studio building, the main areas of study Painting/Drawing, Sculpture and Time-Related Media will finally have the urgently needed studio space for Master's students. It simply needs space for their own ideas, for thinking, for art production, exhibitions and as a depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Annual Exhibition 2022 at the HFBK

After last year's digital edition, the 2022 annual exhibition at the HFBK Hamburg will once again take place with an audience. From 11-13 February, students from all departments will present their artistic work in the building at Lerchenfeld, Wartenau 15 and the newly opened Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments.

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Who speaks? Who paints which motif? Who is shown, who is not? Questions of identity politics play an important role in art and thus also at the HFBK Hamburg. In the current issue, the university's own Lerchenfeld magazine highlights university structures as well as student initiatives that deal with diversity and identity.

Grafik: Tim Ballaschke

Grafik: Tim Ballaschke

Start of semester

After three semesters of hybrid teaching under pandemic conditions, we are finally about to start another semester of presence. We welcome all new students and teachers at the HFBK Hamburg and cordially invite you to the opening of the academic year 2020/21, which this year will be accompanied by a guest lecture by ruangrupa.

photo: Klaus Frahm

photo: Klaus Frahm

Summer Break

The HFBK Hamburg is in the lecture-free period, many students and teachers are on summer vacation, art institutions have summer break. This is a good opportunity to read and see a variety of things:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Since 2010, the HFBK has organised the international exchange programme Art School Alliance. It enables HFBK students to spend a semester abroad at renowned partner universities and, vice versa, invites international art students to the HFBK. At the end of their stay in Hamburg, the students exhibit their work in the Open Studios in Karolinenstraße, which are now open again to the art-interested public.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Unlearning: Wartenau Assemblies

The art education professors Nora Sternfeld and Anja Steidinger initiated the format "Wartenau Assemblies". It oscillates between art, education, research and activism. Complementing this open space for action, there is now a dedicated website that accompanies the discourses, conversations and events.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

School of No Consequences

Everyone is talking about consequences: The consequences of climate change, the Corona pandemic or digitalization. Friedrich von Borries (professor of design theory), on the other hand, is dedicated to consequence-free design. In “School of No Consequences. Exercises for a New Life” at the Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, he links collection objects with a "self-learning room" set up especially for the exhibition in such a way that a new perspective on "sustainability" emerges and supposedly universally valid ideas of a "proper life" are questioned.

Annual Exhibition 2021 at the HFBK

Annual exhibition a bit different: From February 12- 14, 2021 students at the Hamburg University of Fine Arts, together with their professors, had developed a variety of presentations on different communication channels. The formats ranged from streamed live performances to video programs, radio broadcasts, a telephone hotline, online conferences, and a web store for editions. In addition, isolated interventions could be discovered in the outdoor space of the HFBK and in the city.

Public Information Day 2021

How do I become an art student? How does the application process work? Can I also study to become a teacher at the HFBK? These and other questions about studying art were answered by professors, students and staff at the HFBK during the Public Information Day on February 13, 2021. In addition, there will be an appointment specifically for English-speaking prospective students on February 23 at 2 pm.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

On the evening of November 4, the HFBK celebrated the opening of the academic year 2020/21 as well as the awarding of the Hiscox Art Prize in a livestream - offline with enough distance and yet together online.

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Teaching Art Online at the HFBK

How the university brings together its artistic interdisciplinary study structure with digital formats and their possibilities.

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

HFBK Graduate Survey

Studying art - and what comes next? The clichéd images stand their ground: Those who have studied art either become taxi drivers, work in a bar or marry rich. But only very few people could really live from art – especially in times of global crises. The HFBK Hamburg wanted to know more about this and commissioned the Faculty of Economics and Social Sciences at the University of Hamburg to conduct a broad-based survey of its graduates from the last 15 years.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

How political is Social Design?

Social Design, as its own claim is often formulated, wants to address social grievances and ideally change them. Therefore, it sees itself as critical of society – and at the same time optimizes the existing. So what is the political dimension of Social Design – is it a motor for change or does it contribute to stabilizing and normalizing existing injustices?