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Le Monde Problématique: Debattenrundschau vom 1. Juli

Willkommen zu meiner Debattenrundschau vom 01.07.2019!

Michael Angele, Chefredakteur der Wochenzeitung Der Freitag, hat mit dem Ethnopsychoanalytiker Hans-Jürgen Heinrichs über dessen aktuelles Buch gesprochen. „Fremdheit. Geschichten und Geschichte der großen Aufgabe unserer Gegenwart“ heißt es und um Fremdheit und deren Bedeutung für aktuelle gesellschaftliche Debatten dreht sich auch eben jenes Interview. Angesprochen werden unter anderem Selbstentfremdungsgefühle, Identitätspolitik, Mikroaggressionen, Cultural Appropriation und Fremdenhass. An einer Stelle fragt Angele in Bezug auf das Thema Mikroaggressionen, ob ein gelassenerer Umgang mit Fremdheit sich nicht positiv aufs gesellschaftliche Zusammenleben auswirken würde. Heinrichs antwortet: „Vielleicht ist das Wort ‘gelassen’ eine Klippe. So, als könne man sich zurücklehnen. Es ist aber eine Bewusstwerdung, an der man ständig arbeiten muss, und zwar alle: die sogenannten Mehrheiten und die Minderheiten, die sogenannten Einheimischen und die Hierhergekommenen, die ‘Zugezogenen’. Jeder macht ständig die Erfahrung, zu irgendetwas und irgendeiner Gruppierung nicht dazuzugehören.“ Ein weiteres Zitat des Autors verdeutlicht dessen eigene Haltung gegenüber der Fremdheit: „[…] Leben ist doch ein Umkreisen des Eigenen und des Fremden, ein beständiges Ein- und Ausschließen. Die Frage ist: Bricht man diesen offenen Prozess an einer Stelle ab (zum Beispiel wegen einer schlechten oder gar dramatischen Erfahrung mit einem Fremden), oder bleibt man in einem offenen, kreativen Transfer zwischen ‘Eigen’ und ‘Fremd’, offen für den geistigen Reichtum in der Fremdheit? […] Die Differenz ist nicht das Problem – im Gegenteil: sie ist ein Potential –, sondern die vorurteilshafte herabsetzende Bewertung des Anderen. Das ist eine individuelle Aktion, die durch ein entsprechendes gesellschaftliches Klima allererst zur Wirkung kommt.“

Jörg Scheller erläutert in einem Essay für die Neue Züricher Zeitung einen von ihm beobachteten Trend: Es gebe „Versuchungen selbsterklärter progressiver Bewegungen, zum schnelleren Erreichen ihrer Ziele unlautere Abkürzungen zu nehmen. Gemeint sind explizit alle sich als progressiv verstehenden Bewegungen, egal ob es sich um linke oder rechte, religiöse oder profane handelt.“ Eine Strategie: die Gleichsetzung von Einzelnen mit einer Gruppe, aus der es kein entkommen gebe. Scheller nennt unter anderem folgendes Beispiel: „Der Historiker Erich Keller schrieb unlängst auf Twitter, über ‘historisch kontaminierte Topoi wie Hautfarbe Gruppen zu konstruieren’, sei ‘auf allen Ebenen ein katastrophaler analytischer Rückschritt’. Eine gängige Reaktion auf solche Einwände ist der Anwurf, hier würde guter Progressismus von einem weissen Mann als Empörung des Mobs abgetan, bloss um seine Privilegien zu sichern. So umgeht man bequem die Mühen der Überzeugungsarbeit.“ Gerade in ihren Frühphasen würden progressive Bewegungen Kritik häufig als Verrat ansehen. Dabei seien kritische Fragen gerade am Anfang wichtig, so Scheller: „Dass Progressismus schnell kippen kann, wenn Offenheit sowie Checks und Balances fehlen, wenn Puristen und Ideologen das Ruder übernehmen, zeigt ein kurzer Blick in die Geschichte des Fortschritts […]“ Er schließt seinen Essay mit folgenden Worten: „Fortschrittlich sind nicht jene, die sich zur Avantgarde einer historischen Entwicklung verklären, die sie allein definieren und kontrollieren. Fortschritt ist vielmehr das Resultat kritischen menschlichen Handelns in geteilter Freiheit. Diese Freiheit setzt Offenheit gegenüber den eigenen Mängeln voraus. Gerechte progressive Bewegungen stehen deshalb vor einer besonderen Herausforderung: Sie müssen sogar sich selbst voraus sein.“

Die Epoche der Aufklärung
und ihre Fokussierung auf Rationalität und Vernunft wird in unseren Breiten allgemein als Voraussetzung für die Entwicklung liberaler Demokratien und die Anerkennung von Menschenrechten angesehen, um nur zwei wichtige Beispiele herauszugreifen. Sie ist praktisch ausschließlich positiv konnotiert und gilt als Quelle der meisten zivilisatorischen Errungenschaften der westlichen Moderne. In den letzten Jahren mehren sich allerdings die Stimmen, die sich kritisch mit den Philosophien der Aufklärung und ihren Auswirkungen auf die Gegenwart auseinandersetzen.
Ein gutes Beispiel dafür liefert die Künstlerin und Kunstpädagogin Lisi Raskin in ihrem Video “(Some of) The Mechanics of Critique”, welches auf hyperallergic.com veröffentlicht wurde. Raskin, welche den Fachbereich Skulptur an der Rhode Island School of Design leitet, beschäftigt sich darin mit dem Format der Arbeitsbesprechung („Critique“) an Kunsthochschulen, welches ihrer Auffassung nach stark von der Philosophie des Empirismus geprägt sei, also von der Vorstellung, dass das Erlangen von Wissen bzw. Erkenntnis primär auf der sinnlichen Wahrnehmung basiere. Raskin einleitende These: der Empirismus wurde von seinen Vertretern (genannt werden George Berkeley, David Hume und John Locke) dazu verwendet, deren politische und gesellschaftliche Ziele durchzusetzen, so z.B. die Legitimierung der Sklavenhaltung und der Durchsetzung der Vorstellung von der Überlegenheit der weißen Rasse. Critique, basierend auf empirischen Grundannahmen, vernachlässige also alle Informationen, die nicht dem Gegenstand der Betrachtung selbst entnommen werden könnten. Zudem seien alle Ideen, welche der Empirismus hervorgebracht habe, unsichtbarer Teil jeder Diskussion, also auch Kolonialismus und all dessen Ungerechtigkeiten, Ausbeutungsstrukturen und Denkmuster. Ich empfehle sehr das komplette Video zu sehen, vermittelt es doch sehr anschaulich und kompakt die Theorien der Autorin.

Im begleitenden Text spricht Raskin über den Verlauf ihres eigenen Erkenntniswegs, welcher sie über einen antirassistischen Workshop zu der Einsicht führte, dass Rassismus keine externe Struktur sei, sondern eine innere, welche häufig unbewusst existiere. Seit dem versuche sie sich an einer „Dekolonialisierung“ der künstlerischen Lehre, was vor allem bei ihren KollegInnen auf wenig Verständnis gestoßen sei. Sie beschreibt ihr Dilemma folgendermaßen: „It’s a hell of a problem to try and figure out how to decolonize higher education, without allies, and when you understand that your own consciousness is part of the colonial project.“

Raskin erwähnt in ihrem Text den Interview-Film „The Room of Silence“, in dem queere, transsexuelle oder nichtweiße Studentinnen und Studenten der Rhode Island School of Design über negative Erfahrungen berichten, welche sie in Klassengesprächen oder in Gesprächen mit Lehrpersonal gemacht hatten. Hier kann man sich den Film von Eloise Sherrid ansehen. Ebenfalls sehr empfehlenswert, erfährt man doch (unter anderem) viel über die Widersprüche und Probleme einer künstlerischen Lehre, welche auf identitätspolitische Fragestellungen in der Kunst nicht vorbereitet zu sein scheint.

Kulturelle Differenzen sollten als etwas Positives und Bereicherndes gesehen werden – diese Meinung vertritt auch Daghild Bartels in ihrem Artikel für die NZZ über die Länderpavillons der Biennale in Venedig. Seit Jahren lese und höre man Klagen über den Anachronismus dieser Ausstellungsstruktur, welche in unserer globalisierten Gegenwart keine Existenzberechtigung mehr habe, so die Autorin. Nationale Unterschiede würden heutzutage keine Rolle mehr spielen – das sei die Position der Kritiker. Bartels ist da ganz anderer Meinung: „[…] Themen und Sujets, welche von Künstlern der unterschiedlichen Kontinente bearbeitet werden, speisen sich immer aus deren Herkunft und Kultur. Ein Ai Weiwei reüssiert zwar auf internationalem Parkett und lebt in Berlin, doch seine Kunst hat stets einen chinesischen Input.“ Die Autorin weiter: „Wenn Museen jetzt ‘Weltkunst’ in ihre Sammlungen integrieren wollen, meinen sie nicht sogenannte globale Kunst, sondern eben exakt die Differenzen, die aufgrund der unterschiedlichen Kulturen auch die Kunst dieser Regionen imprägnieren.“ Bartels Argumentation wirkt prinzipiell plausibel, allerdings wird nicht ganz klar warum die Feier kultureller Differenzen ausgerechnet unter nationalstaatlichen Labels stattfinden sollte. Die von ihr verteidigten Länderpavillons bräuchte es dafür überhaupt nicht.

Philipp Ruch, der Gründer des Kollektivs „Zentrum für Politische Schönheit“, hat einen Kommentar verfasst, in welchem er Außenminister Heiko Maas’ Aufruf kritisiert, für die Demokratie und gegen Rechtsextremismus auf die Straße zu gehen. Hintergrund war der Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, welcher Anfang Juni von einem Rechtsradikalen getötet wurde. Im Tagesspiegel schreibt er: „Wenn eine Regierung die eigene Bevölkerung zu ‘Demos’ aufruft, damit sie selbst endlich handelt, dann läuft etwas verdammt schief. […] Ich will mich bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus nicht gegen Straßenproteste aussprechen. Gerade in den rechten Hochburgen sind sie lokal enorm wichtig und mutig. Ich bin vielleicht der erste, der eine Demo im Berliner Regierungsviertel organisieren wird. Aber sicherlich nicht auf Geheiß einer Regierung, die jede Aufklärung des NSU behindert und jedes Mal still, schweigend und tatenlos zugesehen hat, wie andere die Akten schredderten oder für 120 Jahre sperrten. Wer hier die Demokratie schützen muss, ist die eigentliche Frage.“

Nach dem Dercon-Desaster gibt es seit einigen Wochen einen neuen Leiter der Berliner Volksbühne: René Pollesch wird ab 2021 Intendant des berühmten Theaters. Kolja Reichert hat mit Pollesch ein sehr schönes Interview geführt, welches die FAZ veröffentlicht hat.

In den vergangenen zehn Jahren wurden in China tausende neue Museen errichtet, häufig in Form spektakulärer Landmarks. Wie Wade Shepard in seinem Artikel für das Forbes Magazine berichtet, würden viele von ihnen kaum oder sogar gar nicht benutzt, würden also teilweise oder vollständig leer stehen. Die Gründe für diesen auf den ersten Blick kuriosen Umstand sind so vielfältig wie interessant. Sie lägen unter anderem in den städtischen Finanzierungsstrukturen als auch schlicht im Mangel an Ausstellungsstücken, welcher auch eine Folge der systematischen Zerstörungen während der Kulturellen Revolution sei.

In Klagenfurt sind gerade die Tage der deutschsprachigen Literatur zu Ende gegangen, eine der wichtigsten Literaturveranstaltungen im deutschsprachigen Raum, auf dem unter Anderem der Ingeborg-Bachmann-Preis verliehen wird. Der Schriftsteller Joachim Lottmann hat für die Welt eine polemische Abrechnung über die diesjährige Ausgabe des Festivals geschrieben. Polemik: immer gerne, aber bitte nicht so. Wer als Schriftsteller einen Verriss eines bekannten Literaturwettbewerbs schreibt, der sollte dies mit einem Mindestmaß an Sprachgewalt und Scharfsinn tun, sonst wird die Sache schnell peinlich. Leider hat sich Lottmann hier schön selbst ins Knie geschossen – sein Text wirkt wie das Produkt eines greisen Unverständnisses gegenüber den Themen der Gegenwart, voll lahmer Pauschalurteile und durchtränkt von der Grantigkeit eines Wutbürgers, der überall nur noch Genderwahnsinn und Quotendiktatur wittert. Kleine Kostprobe: „Vierzehn AutorInnen, die meisten natürlich Frauen, sieben Juroren. Banale Texte, überbordende Erklärungen. Das Wort ‘banal’ ist vielleicht unpassend für Wortschnitzereien, die in jedem Satz acht verschiedene Bedeutungsebenen haben. Aber ihre Wirkung ist banal, nämlich ein tönendes Nichts. Es sind Texte, die allesamt nicht für Käufer von Büchern gedrechselt werden, sondern für die Bachmann-Juroren. Schon die Teilnahme an dem vom Fernsehen live übertragenen Wettbewerb garantiert eine Karriere als lesereisende SubventionsschriftstellerInnen. Über tausend weitere Literaturpreise warten auf die neuen Kandidaten, Stipendien, Dorfauftritte. Oder zeitgemäß ausgedrückt: eine feine Identität.“

Johannes Bendzulla

Julia Scher, Crystal, 2024, Animation, ca. 0:15 Min., Still

Finkenwerder Kunstpreis 2024

Die US-amerika­nische Künstlerin Julia Scher erhält den Finkenwerder Kunstpreis 2024. Mit dem Finkenwerder Förderpreis der HFBK Hamburg wird die Absolventin Anna Stüdeli ausgezeichnet.

Natan Sznaider steht am Rednerpult und  hält seine Keynote.

Keynote "Ambiguitätstoleranz auf dem Prüfstand. documenta fifteen und die jüdische Frage" von Natan Sznaider (Professor für Soziologie, The Academic College of Tel Aviv-Yaffo), zum "Symposium: Kontroverse documenta fifteen" an der HFBK Hamburg; Foto: Tim Albrecht

Gespräche mit Natan Sznaider

Der israelische Soziologe Natan Sznaider spricht mit dem Schriftsteller Navid Kermani und der Philosophin Juliane Rebentisch über den Nahostkonflikt, die Arbeit an einer friedlichen Zukunftsperspektive und das Vermächtnis von Hannah Arendt.

Es wird in Schwarz/Weiß die Nachaufnahme eines menschlichen Auges gezeigt. Auf der Pupille ist ein Atomstern zu sehen.

Still aus US Civil Defense Film Atomic Alert (1951), 10 min 34 sec, Courtesy of the Diefenbunker: Canada’s Cold War Museum.

Archives of the Body - The Body in Archiving

Mit einem Symposium, einer Ausstellung, einem Filmprogramm und einer digitalen Publikation untersucht das von Prof. Hanne Loreck und Vanessa Gravenor konzipierte Forschungsprojekt die Ordnungsform "Archiv" im Hinblick auf den menschlichen Körper. Welche Körperarchive und -diskurse haben sich durchgesetzt? Welche Potenziale für politisch-ästhetischen Widerstand und Aktivismus konnten und können entstehen?

Es ist eine abstrakte Malerei in unterschiedlichen Gelb-, Blau und hellen Brauntönen zu sehen. Ein Kreis in Beige lenkt den Fokus leicht auf die linke Bildhälfte.

Sharon Poliakine, Untitled, 2023, Öl auf Leinwand, Detail

Neue Partnerschaft mit der School of Arts der University of Haifa

Anlässlich einer neuen Partnerschaft mit der School of Arts der University of Haifa präsentiert die HFBK Hamburg eine Ausstellung der Künstler*innen Birgit Brandis, Sharon Poliakine und Studierender der HFBK.

Zwischen blauen Frühlingsblumen hindurch ist der Haupteingang der HFBK Hamburg mit seinem Portal zu erkennen.

Der Eingang der HFBK Hamburg im Frühling; Foto: Ronja Lotz

Aktuelle Ausstellungsempfehlungen

Derzeit finden zahlreiche Ausstellungen mit HFBK-Beteiligung statt. Wir stellen eine kleine Auswahl vor und laden zum Ausstellungsbesuch in der vorlesungsfreien Zeit.

Sieben Personen stehen vor einer bunten Wand aus unterschiedlich farbigen Stoffstreifen.

Besucher*innen der Jahresausstellung 2024; Foto: Lukes Engelhardt

Jahresausstellung 2024 an der HFBK Hamburg

Vom 9. - 11. Februar 2024 (jeweils 14 - 20 Uhr) präsentieren die Studierenden der HFBK Hamburg ihre künstlerischen Produktionen des letzten Jahres. Im ICAT ist neben der von Nadine Droste kuratierten Gruppenausstellung »Think & Feel! Speak & Act!« mit Arbeiten von Master-Studierenden auch die Präsentation der Austauschstudierenden des Goldsmiths, University of London, zu sehen.

Begutachtung der eingereichten Mappen durch die Aufnahmekommission

How to apply: Studium an der HFBK Hamburg

Vom 1. Februar bis 5. März 2024, 16 Uhr läuft die Bewerbungsfrist für ein Studium an der HFBK Hamburg. Alle wichtigen Infos dazu gibt es hier.

In der linken Bildhälfte wird ein Übermensch großes Objekt gezeigt. Ein aus Metall bestehender Kubus mit unterschiedlichen Objekten darin. Dahinter kann man vier Leinwände, die ein hochkantiges Format aufweisen, erahnen. An der rechten Wand steht eine Tischvitrine und an der Wand sind zwei großformatige Blätter angebracht.

Ausstellungsansicht des Hiscox Kunstpreises 2023; Foto: Tim Albrecht

(Ex)Changes of / in Art

Zum Jahresende ist an der HFBK Hamburg viel los: Ausstellungen im ICAT, die Open Studios der ASA-Studierenden in der Karolinenstraße, Performances in der Extended Library und Vorträge in der Aula Wartenau.

Extended Libraries

Wissen ist heute von überall und zeitunabhängig abrufbar. Welche Rolle(n) können dann noch Bibliotheken übernehmen? Wie können sie nicht nur als Wissensarchiv dienen, sondern die künstlerische Wissensproduktion unterstützen? Beispielhaft stellen wir Bibliotheksprojekte von Studierenden und Alumni sowie unseren neuen Wissensraum vor: die Extended Library.

Semestereröffnung 2023/24

Wir begrüßen die zahlreichen neuen Studierenden zum akademischen Jahr 2023/24 an der HFBK Hamburg. Ein herzliches Willkommen gilt auch den neuen Professor*innen, die wir Ihnen hier vorstellen möchten.

Auf einer Wand wurden Buchseiten mit Malereien und Zeichnungen in unterschiedlichen Formaten angebracht. Außerdem sind zwei Buchumschläge des Buches "Die Völker der Erde" zusehen.

Detailansicht Rajkamal Kahlon, People of the Earth (Die Völker der Erde), 2017 - 2021

And Still I Rise

Seit über 20 Jahren gilt das Interesse der US-amerikanischen Künstlerin Rajkamal Kahlon den Zusammenhängen von Ästhetik und Macht, die über historische und geografische Grenzen hinweg vornehmlich durch Gewalt organisiert sind. Mit dieser Einzelausstellung stellt die HFBK Hamburg das vielseitige Werk der Professorin für Malerei und Zeichnen erstmals dem Hamburger Kunstpublikum vor.

Eine Person steht an einem Mischpult auf der Bühne der Aula. Hinter ihr laufen bunte nonfigurative Bilder auf einer großen Leinwand. Im Vordergrund der Szene liegen die Besuchenden auf dem Boden, gebettet auf Kissen. Ein helles Licht strahlt aus der linken oberen Ecke in die Kamera.

Festival "Klassentreffen" von Prof. Michaela Melián, Konzert von Nika Son; Foto: Lukes Engelhardt

No Tracking. No Paywall.

Just Premium Content! Der (fehlende) Sommer bietet die ideale Gelegenheit, um Versäumtes nachzuholen. In der Mediathek der HFBK Hamburg lassen uns Lehrende, Studierende und Alumni an Wissen und Diskussionen teilhaben – an emotionalen Momenten und kontroversen Diskursen. Durch Podcasts und Videos bringen sie sich in aktuelle Debatten ein und behandeln wichtige Themen, die gerade im Fokus stehen.

Let's talk about language

An der HFBK Hamburg studieren aktuell ca. 350 internationale Studierende, die 55 unterschiedliche Sprachen sprechen – zumindest sind das die offiziellen Amtssprachen ihrer Herkunftsländer. Ein Viertel der Lehrenden hat einen internationalen Hintergrund. Tendenz steigend. Aber wie gehen wir im Alltag mit der Vielsprachigkeit der Hochschulmitglieder produktiv um? Welche Wege der Verständigung lassen sich finden? Die aktuelle Lerchenfeld-Ausgabe beschäftigt sich mit kreativen Lösungen im Umgang mit Mehrsprachigkeit und lässt zahlreiche ehemalige internationale Studierende zu Wort kommen.

In der Eingangshalle der HFBK steht eine Holzbude mit dem hinterleuchteten Schriftzug "Würstelinsel". Davor stehen ein paar Leute.

Hanna Naske, Würstelinsel, 2023, Installation in der Eingangshalle der HFBK Hamburg; Foto: Miriam Schmidt / HFBK

Graduate Show 2023: Unfinished Business

Vom 13. bis 16. Juli 2023 präsentieren 165 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2022/23 ihre Abschlussarbeiten aus allen Studienschwerpunkten. Unter dem Titel Final Cut laufen zudem alle Abschlussfilme auf großer Leinwand in der Aula der HFBK Hamburg.

Ein verkleideter Mann mit Sonnenbrille hält ein Schild in Sternform in die Kamera. Darauf steht "Suckle". Das Bild ist in Schwarz-Weiß aufgenommen.

Foto: Honey-Suckle Company

Let`s work together

Kollektive haben Konjunktur im Kunstbetrieb. Und das schon seit mehreren Jahrzehnten. Zum Start des Sommersemesters 2023 widmet sich die aktuelle Ausgabe des Lerchenfeld-Magazins dem Thema der kollektiven Praxis, stellt ausgewählte Kollektive vor und geht aber auch den Gefahren und Problemen kollektiven Arbeitens nach.

Jahresausstellung 2023, Arbeit von Toni Mosebach / Nora Strömer; Foto: Lukes Engelhardt

Jahresausstellung 2023 an der HFBK Hamburg

Vom 10.-12. Februar präsentieren Studierende aus allen Schwerpunkten ihre künstlerischen Arbeiten im Gebäude am Lerchenfeld, in der Wartenau 15 und im AtelierHaus. Im dort ansässigen ICAT kuratiert Tobias Peper, Künstlerischer Leiter des Kunstvereins Harburger Bahnhof, eine Ausstellung mit HFBK-Masterstudierenden. Zudem stellen dort 10 Austauschstudierende des Goldsmiths, University of London ihre Arbeiten aus.

Symposium: Kontroverse documenta fifteen

Mit dem Symposium zur documenta fifteen am 1. und 2. Februar 2023 möchte die HFBK Hamburg Hintergründe und Zusammenhänge analysieren, unterschiedliche Standpunkte ins Gespräch bringen und eine Debatte ermöglichen, die explizit den Antisemitismus im Kunstfeld thematisiert. Die Veranstaltung bietet Raum für divergente Positionen und will Perspektiven für die Gegenwart und Zukunft des Ausstellungmachens eröffnen.

ASA Open Studios im Wintersemester 2021/22; Foto: Marie-Theres Böhmker

ASA Open Studios im Wintersemester 2021/22; Foto: Marie-Theres Böhmker

Das Beste kommt zum Schluss

Zum Jahresende finden nochmals zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen mit HFBK-Kontext statt. Einige davon tragen wir hier zusammen. Auch einen kurzen Ausblick auf zwei Vorträge im Rahmen des Professionalisierungsprogramms im Januar finden sich in darunter.

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Festival und Symposium: Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image

Als abschließender Teil des künstlerischen Forschungsprojekts laden das Festival und Symposium vom 24.-27. November 2022 zu Vorführungen, Performances, Vorträgen und Diskussionen ein, die das Potenzial der bewegten Bilder und des (menschlichen und nicht-menschlichen) Körpers erforschen, unseren gewohnten Kurs umzukehren und die herrschende Ordnung der Dinge zu verändern.

Blick in die vollbesetzte Aula zum Semesterstart; Foto: Lukas Engelhardt

Blick in die vollbesetzte Aula zum Semesterstart; Foto: Lukas Engelhardt

Herzlich willkommen - und los geht's!

Wir freuen uns, zum Wintersemester 2022/23 viele neue Gesichter an der HFBK Hamburg begrüßen zu können. Einige Informationen und Hintergründe zu unseren neuen Professor*innen und Gastprofessor*innen stellen wir hier zusammen.

Einzelausstellung von Konstantin Grcic

Vom 29. September bis 23. Oktober 2022 zeigt Konstantin Grcic (Professor für Industriedesign) im ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer der HFBK Hamburg eine raumgreifende Installation aus von ihm gestalteten Objekten und bereits existierenden, neu zusammengestellten Gegenständen. Parallel wird der von ihm konzipierte Raum für Workshops, Seminare und Büro-Arbeitsplätze im AtelierHaus in Betrieb genommen.

Amna Elhassan, Tea Lady, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Kunst und Krieg

„Jeder Künstler ist ein Mensch“. Diese so zutreffende wie existenzialistische Feststellung von Martin Kippenberger (in ironischer Umformulierung des bekannten Beuys Zitats) bringt es in vielerlei Hinsicht auf den Punkt. Zum einen erinnert sie uns daran, nicht wegzusehen, (künstlerisch) aktiv zu handeln und unsere Stimmen zu erheben. Gleichzeitig ist sie eine Ermahnung, denen zu helfen, die in Not sind. Und das sind im Moment sehr viele Menschen, unter ihnen zahlreiche Künstler*innen. Deshalb ist es für Kunstinstitutionen wichtig, nicht nur über Kunst, sondern auch über Politik zu diskutieren.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; Foto: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

Vom 8. bis 10. Juli 2022 präsentieren mehr als 160 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2021/22 ihre Abschlussarbeiten aus allen Studienschwerpunkten. Unter dem Titel Final Cut laufen zudem alle Abschlussfilme auf großer Leinwand in der Aula der HFBK Hamburg. Parallel ist in der Galerie der HFBK im Atelierhaus die Ausstellung der sudanesischen Gastlektorin Amna Elhassan zu sehen.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Der Juni lockt mit Kunst und Theorie

So viel Programm war schon lange nicht mehr: Ein dreitägiger Kongress zur Visualität des Internets bringt internationale Webdesigner*innen zusammen; das Forscher*innenkollektiv freethought diskutiert über die Rolle von Infrastrukturen und das Symposium zum Abschied der Professorin Michaela Ott greift zentrale Fragen ihrer Forschungstätigkeit auf.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Kunstpreis 2022

Der 1999 vom Kulturkreis Finkenwerder e.V. initiierte Finkenwerder Kunstpreis hat eine Neuausrichtung erfahren: Als neuer Partner erweitert die HFBK Hamburg den Preis um den Aspekt der künstlerischen Nachwuchsförderung und richtet ab 2022 die Ausstellung der Prämierten in der HFBK Galerie aus. Mit dem diesjährigen Finkenwerder Kunstpreis wird die US-amerikanische Künstlein Renée Green ausgezeichnet. Die HFBK-Absolventin Frieda Toranzo Jaeger erhält den Finkenwerder Förderpreis der HFBK Hamburg.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld, im Hintergrund der Bau von Fritz Schumacher; Foto: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

Nach mehr als 40 Jahren intensiven Bemühens wird für die HFBK Hamburg ein lang gehegter Traum Wirklichkeit. Mit dem neu eröffneten Ateliergebäude erhalten die Studienschwerpunkte Malerei/Zeichnen, Bildhauerei und Zeitbezogene Medien endlich die dringend benötigten Atelierräume für Master-Studierende. Es braucht einfach Raum für eigene Ideen, zum Denken, für Kunstproduktion, Ausstellungen und als Depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg

Nach der digitalen Ausgabe im letzten Jahr, findet die Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg wieder mit Publikum statt. Vom 11.-13. Februar präsentieren die Studierenden aus allen Studienschwerpunkten ihre künstlerischen Arbeiten im Gebäude am Lerchenfeld, in der Wartenau 15 und im neu eröffneten Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Wer spricht? Wer malt welches Motiv? Wer wird gezeigt, wer nicht? Identitätspolitische Fragen spielen in der Kunst und damit auch an der HFBK Hamburg eine wichtige Rolle. Das hochschuleigene Lerchenfeld-Magazin beleuchtet in der aktuellen Ausgabe Hochschulstrukturen sowie Studierendeninitiativen, die sich mit Diversität und Identität befassen.

Foto: Klaus Frahm

Foto: Klaus Frahm

Summer Break

Die HFBK Hamburg befindet sich in der vorlesungsfreien Zeit, viele Studierende und Lehrende sind im Sommerurlaub, Kunstinstitutionen haben Sommerpause. Eine gute Gelegenheit zum vielfältigen Nach-Lesen und -Sehen:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?