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Die Hochschulgalerie als Membran

Mit dem Umzug in das neue Ateliergebäude und einer neuen wissenschaftlichen Mitarbeiterin gewinnt die Galerie der HFBK an Ausstellungsfläche und an Möglichkeiten. Mehr noch, sie tritt in einen Prozess der konzeptuellen Veränderung ein.

Die Gründung der HFBK Galerie im Jahr 2004 geht zurück auf die Initiative von Martin Köttering, der viele Jahre als Kurator für zeitgenössische Kunst gearbeitet hatte, bevor er 2002 die Präsidentschaft der Hochschule übernahm. Ihm war es ein zentrales Anliegen, dass Studierende über die Mechanismen von Produktion, Präsentation und Repräsentation nicht nur sprechen und nachdenken, sondern sich auch praktisch mit diesem Verhältnis auseinandersetzen. Am besten in Form von selbst kuratierten und organisierten Ausstellungen in einem eigenen Ausstellungsraum. Dafür gab er damals sein Büro in der zweiten Etage des Lerchenfeld-Gebäudes auf und verwandelte es in einen Ausstellungsraum – in einen erstmal leeren, weiß gestrichenen Raum mit möglichst viel Präsentationsflächen. Grundlegend war das Bewusstsein von der Kunsthochschule als ein Ort der Lehre, an dem angehenden Künstler*innen ihr eigenes Profil entwickeln können, ohne dabei systematisch mit einem alltäglichen Ausstellungswesen konfrontiert zu werden, aber dennoch Erfahrungen mit der Konzeption und den Abläufen der Kunstvermittlung sammeln zu können. Von Anfang an war die Hochschulgalerie in der Lehre verortet, stand neben der Vermittlung von Ausstellungspraxis auch die inhaltliche Auseinandersetzung mit (historischen und zeitgenössischen) kuratorischen Konzepten im Mittelpunkt.

Das Programm wurde seither von wechselnden studentischen Teams für ein oder zwei Semester gestaltet. Den Anfang machten 2004/05 Tjorg Douglas Beer und Lutz Krüger, die unter anderem Abel Auer, Ellen Gronemeyer, Stef Heidhues, Malte Urbschat, Adnan Softić oder Christoph Blawert zeigten. Neben dem Ausstellungsprogramm luden sie Kurator*innen wie Heike Munder vom Migros Museum Zürich oder den Galeristen Christian Nagel für Vorträge ein oder berichteten über alternative Ausstellungsräume wie Cubitt (London), Simultanhalle (Köln), Message Salon (Zürich) oder Oscar-von-Miller-Straße-16 (Frankfurt/M.). Diese Kombination aus Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm, von Theorie und Praxis sowie das Arbeiten im Kollektiv lassen sich im Rückblick auf das Programm der HFBK Galerie als wiederkehrende Formate und Auseinandersetzungen identifizieren.

Es gibt Fragen, die zyklisch immer wieder auftauchen, aber sie werden aktualisiert und mit anderen Mitteln bearbeitet. Und immer geschah dies mit großer Radikalität und Experimentierfreude, mit der die studentischen Teams bereit waren, alles zu hinterfragen: Muss sich künstlerische Arbeit über eine Ausstellung manifestieren? Kann sich eine Ausstellung nicht auch selbst kuratieren? Wie kann ein Galerieraum noch genutzt werden? In welchem Verhältnis stehen Theorie und Praxis? Die gesellschaftlichen Bedingungen und Machtstrukturen zu thematisieren, innerhalb derer künstlerisch gearbeitet, kuratiert und kommuniziert wird, trat zunehmend in den Mittelpunkt. Das lässt gerade auch an den Programmen von Julie Gufler & Julia Metropolit (2014), Tim Geissler und Johannes Boscher (2014/15) oder dem Cake & Cash Curatorial Collective (2020/21) anschaulich betrachten.

Daneben spielte die Auseinandersetzung mit der Architektur des Raumes eine wichtige Rolle – lassen sich darüber ja auch immer kuratorischen Setzungen vornehmen. So wurden immer wieder, teils elementare, architektonische Eingriffe vorgenommen, die nicht selten zum „Markenzeichen“ der jeweiligen Kurator*innen wurden: Die Decke wurde in einem mühsamen Akt komplett schwarz gestrichen, eine Wand vor die Fensterfront gestellt, der Eingang verlegt und stattdessen in die Wand ein großes Fenster eingebaut, das zum Schauplatz von Performances wurde und den Blick der Besucher*innen auf das Geschehen im Raum freigab. So unscheinbar der Ausstellungsraum im „Originalzustand“ jemals wirkte, so gut funktionierte er als Folie für die Ideen der Studierenden. Und immer hatten sie die Freiheit und alle technischen Möglichkeiten, ihre Vorschläge umzusetzen. (Es sei denn, statische Gründe sprachen dagegen.) Es galt, sich mit den vorhandenen Gegebenheiten auseinanderzusetzen, darauf zu reagieren und einen Umgang mit ihnen zu finden.

So fungiert die HFBK Galerie als experimentelle Plattform, um künstlerische und kuratorische Prozesse in einem geschützten Raum ausprobieren zu können, in dem es weder richtig noch falsch gibt. Und auch wenn das Zitat von Samuel Beckett schon so oft bemüht wurde, es passt auch in diesem Zusammenhang einfach zu gut: „Try again, fail again, fail better!“

Daneben war die Galerie auch immer ein Ort des regelmäßigen Austauschs mit anderen Kunsthochschulen. So stellen jeden Februar zehn Studierende aus London im Rahmen des Ausstellungs-Austausches mit dem Art Department der Goldsmiths University in der Galerie der HFBK aus. Durch den Brauch, Lehrende mit einer Einzelausstellung zu begrüßen oder zu verabschieden, waren in der Galerie auch regelmäßig Positionen etablierter Künstler*innen wie Franz Erhard Walther, Norbert Schwontkowski, Thomas Demand oder Michaela Melián zu sehen.

Nach fast 20-jähriger Ausstellungsgeschichte stehen nun räumliche und personelle Veränderungen bevor, die sich auch in der konzeptionellen Ausgestaltung der HFBK Galerie niederschlagen. In dem neuen Atelierhaus wird die Galerie zwei Räume im Erdgeschoss beziehen, die mit einer Ausstellungsfläche von fast 360 Quadratmetern deutlich größer sind, als der bisherige Raum. Die technisch besser ausgestatteten und repräsentativen Ausstellungsräume ermöglichen vielfältige Nutzungen und durch das zentrale Fenster an der Längsseite öffnet sich der Ausstellungsraum zur Straße. Als großzügiges Schaufenster ermöglicht es den Blick in die Kunstproduktions- und Ausstellungsstätte. Gleichzeitig spielt das Außen eine sichtbare Rolle bei allen Projekten im Innenraum, woraus sich interessante Korrespondenzen ergeben. „Zwischen dem Inneren einer Kunsthochschule und dem Draußen muss es etwas geben, eine in beide Richtungen durchlässige Membran. Und diese Membran kann die Galerie sein. Das bedeutet, noch stärker die Öffentlichkeit zu adressieren, die damit eingeladen wird, an die Hochschule zu kommen und die Ausstellungen wahrzunehmen“, so Martin Köttering.

Für das erweiterte Ausstellungsprogramm bekommt Martin Köttering Unterstützung durch Sjusanna Eremian, die seit Oktober 2021 für die kommenden drei Jahre als kuratorische Assistentin an der HFBK Hamburg arbeitet. Eremian hat an der Leuphana Universität in Lüneburg Kulturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Kunst- und Medienwissenschaft studiert. Ihre Master-Arbeit schrieb sie 2017 zum Thema Politische Kunst und Populismus und war in dieser Zeit studentische Mitarbeiterin des dortigen Kunstraums. Nach einem zweijährigen Volontariat an der Hamburger Kunsthalle hatte sie dort eine Projektassistenz für die Ausstellung De Chirico – Magische Wirklichkeit inne. Ihre ersten Wochen an der HFBK Hamburg verbrachte Eremian damit, genau hinzuschauen, hinzuhören, Ausstellungen anzusehen und den Austausch mit den Studierenden zu suchen. Eigene kuratorische Ideen stellt sie zunächst einmal zurück: „Ich möchte die Ausstellungen mit den Studierenden gemeinsam entwickeln. Deshalb schaue ich mir aktuell sehr genau an, welche Positionen und Inhalte die Studierenden beschäftigt, um daraus Ideen für Ausstellungsprojekte zu entwickeln.“ Eine von Studierenden konzipierte Ausstellung, ein Kooperationsprojekt mit Studierenden aus Leipzig und Berlin ist bereits eingeplant.

Zudem steht eine erste Ausstellung bereits fest. Im Frühsommer wird die Ausstellung zum Finkenwerder Kunstpreis in den neuen Galerieräumen stattfinden. Die seit 1999 vom Kulturkreis Finkenwerder e.V. an international anerkannte Künstler*innen verliehene Auszeichnung wurde in Zusammenarbeit mit der HFBK Hamburg neu ausgerichtet und um den Finkenwerder Förderpreis der HFBK Hamburg ergänzt. Mit der Trägerin des mit 20.000 Euro dotierten Hauptpreises, der US-amerikanischen Künstlerin, Autorin und Filmemacherin Renée Green (siehe auch den Artikel von Nina Möntmann auf S. 33) wird in der Galerie der HFBK – zum ersten Mal unabhängig von ihrem Bezug zur Hochschule –, eine etablierte Position gezeigt. In dem zweiten Raum wird die HFBK-Absolventin Frieda Toranzo Jaeger (Master 2020 bei Prof. Jutta Koether) ausstellen, die mit dem Förderpreis bedacht wurde. Toranzo Jäger kombiniert installative Malerei mit traditionell mexikanischen Textilarbeiten und Performance, um Ideen von Hybridität, Sexualität und Autonomie zu erforschen.

Während sich das Konzept erst schrittweise formiert und Gestalt annimmt, stellen Ausstellungen renommierter Einzelpositionen aus dem Hochschulkontext oder von außerhalb, um unterschiedliche Diskurse in den Lehrbetrieb zu holen, ein neues Format für die HFBK Galerie dar. Daneben wird es zukünftig nun noch mehr Raum für studentische Initiativen, Artist Talks, Workshops und Veranstaltungsprogramme geben.

Dieser Text erschien zum ersten Mal im Lerchenfeld-Magazin Nr. 60.
Autorin: Julia Mummenhoff

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

Vom 8. bis 10. Juli 2022 präsentieren mehr als 160 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2021/22 ihre Abschlussarbeiten aus allen Studienschwerpunkten. Unter dem Titel Final Cut laufen zudem alle Abschlussfilme auf großer Leinwand in der Aula der HFBK Hamburg. Parallel ist in der Galerie der HFBK im Atelierhaus die Ausstellung der sudanesischen Gastlektorin Amna Elhassan zu sehen.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Der Juni lockt mit Kunst und Theorie

So viel Programm war schon lange nicht mehr: Ein dreitägiger Kongress zur Visualität des Internets bringt internationale Webdesigner*innen zusammen; das Forscher*innenkollektiv freethought diskutiert über die Rolle von Infrastrukturen und das Symposium zum Abschied der Professorin Michaela Ott greift zentrale Fragen ihrer Forschungstätigkeit auf.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Kunstpreis 2022

Der 1999 vom Kulturkreis Finkenwerder e.V. initiierte Finkenwerder Kunstpreis hat eine Neuausrichtung erfahren: Als neuer Partner erweitert die HFBK Hamburg den Preis um den Aspekt der künstlerischen Nachwuchsförderung und richtet ab 2022 die Ausstellung der Prämierten in der HFBK Galerie aus. Mit dem diesjährigen Finkenwerder Kunstpreis wird die US-amerikanische Künstlein Renée Green ausgezeichnet. Die HFBK-Absolventin Frieda Toranzo Jaeger erhält den Finkenwerder Förderpreis der HFBK Hamburg.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld, im Hintergrund der Bau von Fritz Schumacher; Foto: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

Nach mehr als 40 Jahren intensiven Bemühens wird für die HFBK Hamburg ein lang gehegter Traum Wirklichkeit. Mit dem neu eröffneten Ateliergebäude erhalten die Studienschwerpunkte Malerei/Zeichnen, Bildhauerei und Zeitbezogene Medien endlich die dringend benötigten Atelierräume für Master-Studierende. Es braucht einfach Raum für eigene Ideen, zum Denken, für Kunstproduktion, Ausstellungen und als Depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg

Nach der digitalen Ausgabe im letzten Jahr, findet die Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg wieder mit Publikum statt. Vom 11.-13. Februar präsentieren die Studierenden aus allen Studienschwerpunkten ihre künstlerischen Arbeiten im Gebäude am Lerchenfeld, in der Wartenau 15 und im neu eröffneten Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Wer spricht? Wer malt welches Motiv? Wer wird gezeigt, wer nicht? Identitätspolitische Fragen spielen in der Kunst und damit auch an der HFBK Hamburg eine wichtige Rolle. Das hochschuleigene Lerchenfeld-Magazin beleuchtet in der aktuellen Ausgabe Hochschulstrukturen sowie Studierendeninitiativen, die sich mit Diversität und Identität befassen.

Grafik: Tim Ballaschke

Grafik: Tim Ballaschke

Semesterstart

Nach drei Semestern Hybrid-Lehre unter Pandemiebedingungen steht nun endlich wieder ein Präsenz-Semester bevor. Wir begrüßen alle neuen Studierenden und Lehrenden an der HFBK Hamburg und laden herzlich zur Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 ein, die in diesem Jahr von einem Gastvortrag von ruangrupa begleitet wird.

Foto: Klaus Frahm

Foto: Klaus Frahm

Summer Break

Die HFBK Hamburg befindet sich in der vorlesungsfreien Zeit, viele Studierende und Lehrende sind im Sommerurlaub, Kunstinstitutionen haben Sommerpause. Eine gute Gelegenheit zum vielfältigen Nach-Lesen und -Sehen:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?