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Le Monde Problématique's Public Feed: Willkommen zu meiner Debattenr...

In der Zeit machen sich Elisabeth Raether, Mark Schieritz und Bernd Ulrich Gedanken über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das kapitalistische Wirtschaftsmodell. Durch die zahlreichen Beschränkungen seien viele Konsummöglichkeiten weggefallen, auch habe sich der Terminkalender vieler Menschen stark geleert. Diese Erfahrungen könnten nachhaltigen Einfluss auf unsere zukünftigen Bedürfnisse haben, so die AutorInnen: „[…] ein Gedanke ist nun da, der nicht mehr so schnell verschwindet – beziehungsweise handelt es sich nicht einmal um einen Gedanken, sondern einfach um ein Erlebnis: So sieht die Welt also aus, wenn sich alles aufs Wesentliche reduziert, nur das Nötige gekauft wird, so bin ich und so bist Du, wenn wir nicht rennen.“ Das Selbstzweckhafte des Konsums im gegenwärtigen Kapitalismus und dessen Fixierung auf Wirtschaftswachstum um jeden Preis hätten zu gewaltigen Problemen geführt. Die Frage „Brauche ich das?“ könnte entscheidend für die Entwicklung hin zu einer Wirtschaftsordnung sein, welche weniger als bisher auf dem „Immer mehr“-Gedanken beruhe. Hier noch eine erstaunliches Zahlenbeispiel aus dem Artikel: „Die privaten Konsumausgaben in Deutschland beliefen sich zuletzt auf 1.744 Milliarden Euro im Jahr. Wenn sie nur um 20 Prozent zurück gehen, dann fehlen gut 350 Milliarden Euro. Das entspricht ziemlich genau dem Volumen des gesamten jährlichen Bundeshaushalts.“

Die Kunst- und Kulturlandschaft in Deutschland ist von den Corana-Beschränkungen hart getroffen worden. Die meisten AkteurInnen standen schon vor der Krise auf finanziell wackeligen Beinen, so dass viele nun in akute Existenznot geraten sind. Bund und Länder haben Hilfen angekündigt, doch passiert ist bisher eher wenig. Kolja Reichert skizziert in seinem Artikel für die FAZ, wie eine optimale Kunstförderung von staatlicher Seite aussehen könnte. Er schreibt: „Kulturpolitik darf sich nicht daran messen lassen, wie vielen Künstlern sie das Überleben sichert. Sie muss sich daran messen lassen, wie viel herausragende Kunst entsteht – und ob diese ihr Publikum findet. Das hat schon zuletzt nicht gut geklappt. Eine umfassende Sinnkrise frisst an der Kunst, seit sie in Abhängigkeit von immer weniger immer vermögenderen Käufern geriet, gefolgt von einer Entfremdung der breiten Öffentlichkeit von der Kunst und einem weltweiten Galeriensterben. […] Die Krise bietet die Chance, Kunst und Bürger wieder in ein lebendigeres Verhältnis zu bringen. Wie könnte eine nachhaltige Förderung für eine Kunst aussehen, die weniger vom Markt abhängig ist? Maximal dezentral müsste sie sein, maximale Vielfalt müsste sie fördern und maximale Autonomie – ohne Künstler in die Beliebigkeit zu entlassen.“ Sieben Punkte umfasst Reicherts Maßnahmenkatalog, welche, wie er schreibt, „auch schon vor der Krise Sinn ergeben hätten“.

Auf der Website der Zeitschrift Texte zur Kunst werden seit Ende März „Notes from Quarantine“ von unterschiedlichen AutorInnen veröffentlicht. In ihrem Beitrag vom 29.04.2020 befasst sich die Künstlerin und Kritikerin Nadja Abt mit den Chancen, welches ein bedingungsloses Grundeinkommen vor allem KünstlerInnen bieten würde. Sie beschreibt das Kunstsystem als ein in vielerlei Hinsicht dysfunktionales, welches nicht nur künstlerische Innovation und Ausdrucksfreiheit behindere, sondern auch eine finanzielle Versorgung seiner AkteurInnen kaum gewährleisten könne. Ein bedingungsloses Grundeinkommen könnte nicht nur jene Probleme lösen, sondern auch insgesamt zu mehr Gerechtigkeit führen, denn: „Der hohe Druck und die schier unerträglich gewordenen finanziellen und patriarchal geprägten Abhängigkeits- und Machtverhältnisse könnten dann endlich offengelegt und mutig geäußert werden, ohne Angst davor, deswegen gleich aus dem Spiel gekickt zu werden. […] Wären wir mit dem Grundeinkommen abgesichert, wären wir auf jene Menschen, die ihre Stellung für demütigende Machtausübung missbrauchen, gar nicht erst finanziell angewiesen, fände sich also womöglich auch mehr Mut zur Aussprache.“

In den drei obigen Artikeln ging es darum, welche Chancen zum Umsteuern die Corona-Pandemie bieten könnte. Gesellschaftliche Defizite treten nun deutlicher zutage, was es erlaubt, sie klarer zu erkennen und leichter adressieren zu können. Mit einer ganz anderen Logik der Chancenverwertung beschäftigen sich Sara Rukaj und Magnus Klaue in ihrem Artikel für jungle.world.

Ausführlich analysieren sie die zahlreichen Aussagen von ZukunftsforscherInnen und PsychologInnen zu den ganz persönlichen Chancen der Krise (Erfahrung von Dankbarkeit, Solidarität, Klarheit; erleben, was wirklich wichtig ist; Lernerfahrungen und persönliches Wachstum etc). Die AutorInnen kritisieren – manchmal etwas sehr polemisch – die empfohlene Arbeit am Selbst als gefährliche Ablenkung von den strukturellen Ungerechtigkeiten und Widersprüchlichkeiten der gesellschaftlichen Realität: „Nicht um das also, was den Menschen Sorge bereitet, kümmert sich der Positive Psychologe, sondern ausschließlich um die Tatsache, dass sie sich sorgen. Sein Problem sind ‚negative Emotionen‘, nicht die ­negative Wirklichkeit, auf die jene reagieren, weshalb er sich um das ökonomische Wachstum wenig, um das psychische aber nachhaltig bemüht. […] So arbeitet die Positive Psychologie an einer Umformung der Klinischen Psychiatrie in eine Variante der Achtsamkeits- und Selbst­optimierungsworkshops, die von den gesellschaftlichen Bedingungen psychischer Krankheit immer stärker abstrahiert.“

Wie wichtig größere Events für den Markt für Zeitgenössische Kunst seien, betont James Tarmy in seinem Artikel für Bloomberg.com. Das persönliche Zusammentreffen und der Austausch unter diversen AkteurInnen sei für die Erzeugung kulturellen Kapitals unverzichtbar, so die These des Autors: „Unlike with the sale of many other expensive, discretionary items (watches, second homes), the contemporary art market relies on face-to-face interactions to determine the value of new works. Much of contemporary art is neither good nor bad, at least not on the surface. It’s mostly through advocacy from the work’s representatives (dealers, critics, curators, the artist herself) that people make a determination about quality. Other luxury goods generate buzz at large events, of course […] but the contemporary art world is unique in its reliance on large group settings to create and sustain value. […] Without these occasions for consensus to be formed—without discovering a work at an exhibition, or hearing about an artist at a gallery dinner, or being invited to another collector’s house and seeing something new and unexpected on the wall—the contemporary art market has ground to a halt.“
(Der Artikel erzeugte bei mir ein merkwürdiges Gefühl, angesiedelt irgendwo zwischen Nostalgie und Melancholie. Er erinnerte mich mit seiner selbstverständlich globalen Perspektive und seinem „Die oberen 0,1%“ - Vibe an die Kunstberichterstattung aus einer Zeit ohne Gerechtigkeitsdebatten, Identitätspolitik und erst recht ohne Corona - irgendwie surreal.)

In seiner aktuellen Kolumne für das Online-Magazin der Hamburger Deichtorhallen, Halle 4, schreibt Wolfgang Ullrich über die Äußerungen diverser KünstlerInnen zu deren Umgang mit den Herausforderungen der Corona-Pandemie. Auf Interview-Aussagen der Bildhauerin Alicia Kwade Bezug nehmend schreibt Ullrich: „Natürlich wusste man auch bisher schon, dass international erfolgreiche Künstlerinnen über hervorragende Managementqualitäten verfügen müssen und all ihre Aufträge und Ausstellungen nur stemmen können, wenn ihnen (viele) andere dabei helfen. Doch wurde wohl nur selten zuvor so anschaulich, dass ein größeres Künstleratelier wirklich wie ein mittelständisches Unternehmen funktioniert und vor allem viel Bürokratie, viel Orga-Kram, viel Verantwortung bedeutet. Als Künstlerin ist man nicht nur kein Außenseiter der Gesellschaft, sondern sogar stärker in diverse Infrastrukturen integriert als die meisten anderen Menschen.“ Besonders geschickt angepasst an die Krise habe sich Damien Hirst, einer der weltweit erfolgreichsten Kunstunternehmer, so Ullrich: „Er zeigt sich einsam im Atelier, während er expressiv-fröhliche Bilder von Kirschblüten malt, er erfreut seine Follower damit, dass er, sogar per Video, ihre Fragen beantwortet, er erinnert voll Pathos an Egon Schiele, der 1918 an der Spanischen Grippe starb, und er bietet eigens entworfene Herzen und Regenbogen zum Download, damit Eltern und Kinder Varianten davon basteln, in ihre Fenster hängen und sich so beim Pflegepersonal des National Health Service bedanken, das in der Corona-Krise Übermenschliches leistet.“ Anders als während der Finanzkrise 2008 seien von ihm nun keine Auskünfte über sein globales Business zu hören. „Nein, er hat kapiert, dass er seine Produktion in Krisenzeiten umstellen muss. In der Krise mag also einerseits sichtbarer werden, in welchem Ausmaß viele Künstler*innen längst Unternehmer sind, aber der professionellste Künstler-Unternehmer präsentiert sich gerade jetzt wieder als Künstler, der mit schönen Bildern und rührseligem Stoff unterhält und tröstet“, so Ullrichs These.

Ein ganz wunderbar mit „Flatten the Cube: Post-Internet Art’s Lessons for Our Current Crisis and What Comes After“ überschriebener Artikel des Künstlers und Theoretikers Artie Vierkant beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Finanzkrise 2008/09 auf die künstlerische Praxis der mit der sogenannten Post Internet Art assoziierten KünstlerInnen und damit, welche Lehren daraus für die jetzige Situation gezogen werden könnten. Die Situation 2008/09 beschreibt Vierkant in seinem bei artnews.com erschienenen Beitrag folgendermaßen: „It seems fitting that the twin collapse of finance and real estate coincided with a way of making art that reconsidered the dematerialization of the object and made a joke of the white cube. My peers and I sought to eschew studio practice by producing work with the absolute bare minimum of space and material, leaving the rest up to digital manipulation.“ Vielfach habe man sich damals am Format des klassischen White Cube abgearbeitet, und das aus folgenden Gründen: „Some of the virtual exhibitions staged by artists at the time highlighted the illusory nature of prestige by reproducing the physical white cube as a virtual space accessible online.“ Die Kunstwelt versuche gegenwärtig an alten Formen von Repräsentation festzuhalten: „[…] now we see the art world rushing to bring commercial spaces online with as little disruption to pre-COVID operations as possible. Fairs like Art Basel Hong Kong have offered online viewing rooms, while David Zwirner is using its digital resources to present a well-manicured selection of works from smaller galleries as an act of altruism.“ Die Auswirkungen der Corona-Pandemie würden die Legitimität der Strukturen der Kunstsystems in Frage stellen. „The art world we return to—if there is one to return to at all—will be formed in this moment. This is the time to build our own institutions. Our shelter-in-place orders and the masses of workers, including art workers, who were fired when the economy came to an abrupt stop constitute a general strike, leaving us only to declare it. For the art world this could be a massive moment of reorientation. While Berlin has bailed out its artists and cultural institutions, we already know the United States will do no such thing for its citizens. […]“ Ein „weiter so“ könne es nicht geben.

Ein Plädoyer für das Computerspielen hat David Hugendick für die Zeit geschrieben. Vielen sogenannten Erwachsenen seien Computerspiele noch immer suspekt, so der Autor: „[…] während ein Wochenende mit drei Staffeln der Serie Breaking Bad und vier Gorgonzolapizzen zwar als etwas maßlos, aber im Wesentlichen als lebhafte Teilnahme am Kulturleben der Gegenwart gilt, wäre dieselbe Stundenanzahl, die man, sagen wir, in den postnuklearen Einöden eines Adventuregames wie Fallout 4 verbringt, in den Augen von vielen schlichtweg: vertane Zeit. Und es scheint, als habe man sich darauf geeinigt, dass das sogenannte Binge-Watching selbst der noch erbarmungswürdigsten Fernsehserie die angemessene Reaktion des modernen Erwachsenen auf die Gegenwart ist, hingegen das Spielen selbst komplexer und avancierter Games weiterhin als Rückfall in ein frühkindliches Stadium der gedankenlosen Lebensverschwendung betrachtet wird, dem höchstens mit einem verklemmten ‚Ah, dafür hätte ich ja keine Zeit‘ begegnet wird.“ Hugendick fordert, Computerspiele endlich als komplexe kulturelle Produkte ernstzunehmen, welche extrem viel über unsere Gegenwart zu erzählen hätten. Nicht der- oder diejenige, welche sich für Computerspiele begeistere, habe ein Problem. „Man müsste erwidern: Wer keine spielt, hat ein viel größeres. Er weiß von der Gegenwart weniger, als er müsste.“

Die inszenierten Babyfoto von Anne Geddes gehören mit zum kitschigsten, was je von Menschenhand geschaffen wurde. In den frühen 2000ern war praktisch kein Entkommen vor ihren Arbeiten. Warum die Verbreitung des Internets Geddes‘ Erfolg stark zugesetzt hat, beschreibt Noor Brara in einem Portrait der Künstlerin für news.artnet.com.

Wer mehr über die Videoplattform TikTok (mehr als 800 Millionen aktive NutzerInnen) erfahren möchte, der sei auf Miriam Zehs Artikel für die Pop-Zeitschrift verwiesen. Sie analysiert die vorherrschende Ästhetik der dort geteilten Inhalte und wirft ein besonderes Augenmerk auf die Verwendung von Musikstücken innerhalb der 3 bis maximal 60 Sekunden langen Videos.

Johannes Bendzulla

Detail: Installation by Mark Morris; photo: Tim Albrecht

Graduate Show 2024 - Letting Go

From 12 to 14 July 2024 (2 - 8 p.m.), more than 160 graduates from the 2023/24 academic year will be showing their final artistic works in a comprehensive exhibition at the HFBK Hamburg. In addition, all graduation films will be presented in the new cinema hall of the Filmhaus at Finkenau 42 as part of Final Cut.

Julia Scher, Territorium, 2024, installationview at ICAT of HFBK Hamburg; photo: Tim Albrecht

Finkenwerder Art Prize 2024

The US artist Julia Scher will receive the Finkenwerder Art Prize 2024, while Anna Stüdeli, who studied sculpture at the HFBK Hamburg, will be honoured with the Finkenwerder Grant from the HFBK.

Natan Sznaider stands at the lectern and delivers his keynote address.

photo: Tim Albrecht

In conversation with Natan Sznaider

The Israeli sociologist Natan Sznaider talks to the author Navid Kermani and the philosopher Juliane Rebentisch about the Middle East conflict, working towards a peaceful future and the legacy of Hannah Arendt.

Archives of the Body - The Body in Archiving

With a symposium, an exhibition, a film programme and a digital publication, the research project conceived by Prof. Hanne Loreck and Vanessa Gravenor examines the "archive" as a form of order with regard to the human body. Which body archives and discourses have become established? What potentials for political-aesthetic resistance and activism could and can emerge?

Sharon Poliakine, Untitled, 2023, oil on canvas, detail

New partnership with the School of Arts at the University of Haifa

On the occasion of a new partnership with the School of Arts at the University of Haifa, the HFBK Hamburg is presenting an exhibition by the artists Birgit Brandis, Sharon Poliakine and HFBK students.

photo: Ronja Lotz

Exhibition recommendations

Numerous exhibitions with HFBK participation are currently on display. We present a small selection and invite you to visit the exhibitions during the term break.

Visitors of the annual exhibition 2024; photo: Lukes Engelhardt

Annual Exhibition 2024 at the HFBK Hamburg

From February 9 -11, 2024 (daily 2-8 pm) the students of HFBK Hamburg present their artistic productions from the past year. In addition, the exhibition »Think & Feel! Speak & Act!« curated by Nadine Droste, as well as the presentation of exchange students from Goldsmiths, University of London, can be seen at ICAT.

Examination of the submitted portfolios

How to apply: study at HFBK Hamburg

The application period for studying at the HFBK Hamburg runs from 1 February to 5 March 2024, 4 p.m. All important information can be found here.

photo: Tim Albrecht

(Ex)Changes of / in Art

There's a lot going on at the HFBK Hamburg at the end of the year: exhibitions at ICAT, the ASA students' Open Studios in Karolinenstraße, performances in the Extended Library and lectures in the Aula Wartenau.

Extended Libraries

Knowledge is now accessible from anywhere, at any time. In such a scenario, what role(s) can libraries still play? How can they support not only as knowledge archives but also as facilitators of artistic knowledge production? As an example, we present library projects by students and alumni, as well as our new knowledge space: the Extended Library.

Semester Opening 2023/24

We welcome the many new students to the HFBK Hamburg for the academic year 2023/24. A warm welcome also goes to the new professors, whom we would like to introduce to you here.

And Still I Rise

For over 20 years, US artist Rajkamal Kahlon has been interested in the connections between aesthetics and power, which are organized across historical and geographical boundaries, primarily through violence. With this solo exhibition, the HFBK Hamburg presents the versatile work of the professor of painting and drawing to the Hamburg art public for the first time.

photo: Lukes Engelhardt

photo: Lukes Engelhardt

No Tracking. No Paywall.

Just Premium Content! The (missing) summer offers the ideal opportunity to catch up on what has been missed. In our media library, faculty, students and alumni share knowledge and discussions with us - both emotional moments and controversial discourses. Through podcasts and videos, they contribute to current debates and address important topics that are currently in focus.

Let's talk about language

There are currently around 350 international students studying at the HFBK Hamburg, who speak 55 different languages - at least these are the official languages of their countries of origin. A quarter of the teaching staff have an international background. And the trend is rising. But how do we deal productively with the multilingualism of university members in everyday life? What ways of communication can be found? The current Lerchenfeld issue looks at creative solutions for dealing with multilingualism and lets numerous former international students have their say.

photo: Miriam Schmidt / HFBK

Graduate Show 2023: Unfinished Business

From July 13 to 16, 2023, 165 Bachelor's and Master's graduates of the class of 2022/23 will present their final projects from all areas of study. Under the title Final Cut, all graduation films will be shown on a big screen in the auditorium of the HFBK Hamburg.

A disguised man with sunglasses holds a star-shaped sign for the camera. It says "Suckle". The picture is taken in black and white.

photo: Honey-Suckle Company

Let`s work together

Collectives are booming in the art world. And they have been for several decades. For the start of the summer semester 2023, the new issue of the Lerchenfeld Magazine is dedicated to the topic of collective practice in art, presents selected collectives, and also explores the dangers and problems of collective working.

Jahresausstellung 2023, Arbeit von Toni Mosebach / Nora Strömer; photo: Lukes Engelhardt

Annual Exhibition 2023 at HFBK Hamburg

From February 10-12, students from all departments will present their artistic works at Lerchenfeld 2, Wartenau 15 and AtelierHaus, Lerchenfeld 2a. At ICAT, Tobias Peper, Artistic Director of the Kunstverein Harburger Bahnhof, curates an exhibition with HFBK master students. Also 10 exchange students from Goldsmiths, University of London will show their work there.

Symposium: Controversy over documenta fifteen

With this symposium on documenta fifteen on the 1st and 2nd of February, the HFBK Hamburg aims to analyze the background and context, foster dialogue between different viewpoints, and enable a debate that explicitly addresses anti-Semitism in the field of art. The symposium offers space for divergent positions and aims to open up perspectives for the present and future of exhibition making.

ASA Open Studios winter semester 2021/22; photo: Marie-Theres Böhmker

ASA Open Studios winter semester 2021/22; photo: Marie-Theres Böhmker

The best is saved until last

At the end of the year, once again there will be numerous exhibitions and events with an HFBK context. We have compiled some of them here. You will also find a short preview of two lectures of the professionalization program in January.

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Festival and Symposium: Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image

As the final part of the artistic research project, the festival and symposium invite you to screenings, performances, talks, and discussions that explore the potential of the moving images and the (human and non-human) body to overturn our habitual course and change the dominant order of things.

View of the packed auditorium at the start of the semester; photo: Lukas Engelhardt

View of the packed auditorium at the start of the semester; photo: Lukas Engelhardt

Wishing you a happy welcome

We are pleased to welcome many new faces to the HFBK Hamburg for the winter semester 2022/23. We have compiled some background information on our new professors and visiting professors here.

Solo exhibition by Konstantin Grcic

From September 29 to October 23, 2022, Konstantin Grcic (Professor of Industrial Design) will be showing a room-sized installation at ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer at the HFBK Hamburg consisting of objects designed by him and existing, newly assembled objects. At the same time, the space he designed for workshops, seminars and office workstations in the AtelierHaus will be put into operation.

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Art and war

"Every artist is a human being". This statement by Martin Kippenberger, which is as true as it is existentialist (in an ironic rephrasing of the well-known Beuys quote), gets to the heart of the matter in many ways. On the one hand, it reminds us not to look away, to be (artistically) active and to raise our voices. At the same time, it is an exhortation to help those who are in need. And that is a lot of people at the moment, among them many artists. That is why it is important for art institutions to discuss not only art, but also politics.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; photo: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

From July 8 to 10, 2022, more than 160 Bachelor’s and Master’s graduates of the class of 2021/22 will present their final projects from all majors. Under the title Final Cut, all graduation films will be shown on a big screen in the auditorium of the HFBK Hamburg. At the same time, the exhibition of the Sudanese guest lecturer Amna Elhassan can be seen in the HFBK gallery in the Atelierhaus.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

June is full of art and theory

It has been a long time since there has been so much on offer: a three-day congress on the visuality of the Internet brings together international web designers; the research collective freethought discusses the role of infrastructures; and the symposium marking the farewell of professor Michaela Ott takes up central questions of her research work.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Art Prize 2022

The Finkenwerder Art Prize, initiated in 1999 by the Kulturkreis Finkenwerder e.V., has undergone a realignment: As a new partner, the HFBK Hamburg is expanding the prize to include the aspect of promoting young artists and, starting in 2022, will host the exhibition of the award winners in the HFBK Gallery. This year's Finkenwerder Art Prize will be awarded to the US artist Renée Green. HFBK graduate Frieda Toranzo Jaeger receives the Finkenwerder Art Prize for recent graduates.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

New studio in the row of houses at Lerchenfeld

New studio in the row of houses at Lerchenfeld, in the background the building of Fritz Schumacher; photo: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

After more than 40 years of intensive effort, a long-cherished dream is becoming reality for the HFBK Hamburg. With the newly opened studio building, the main areas of study Painting/Drawing, Sculpture and Time-Related Media will finally have the urgently needed studio space for Master's students. It simply needs space for their own ideas, for thinking, for art production, exhibitions and as a depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Annual Exhibition 2022 at the HFBK

After last year's digital edition, the 2022 annual exhibition at the HFBK Hamburg will once again take place with an audience. From 11-13 February, students from all departments will present their artistic work in the building at Lerchenfeld, Wartenau 15 and the newly opened Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments.

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Who speaks? Who paints which motif? Who is shown, who is not? Questions of identity politics play an important role in art and thus also at the HFBK Hamburg. In the current issue, the university's own Lerchenfeld magazine highlights university structures as well as student initiatives that deal with diversity and identity.

photo: Klaus Frahm

photo: Klaus Frahm

Summer Break

The HFBK Hamburg is in the lecture-free period, many students and teachers are on summer vacation, art institutions have summer break. This is a good opportunity to read and see a variety of things:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Since 2010, the HFBK has organised the international exchange programme Art School Alliance. It enables HFBK students to spend a semester abroad at renowned partner universities and, vice versa, invites international art students to the HFBK. At the end of their stay in Hamburg, the students exhibit their work in the Open Studios in Karolinenstraße, which are now open again to the art-interested public.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Unlearning: Wartenau Assemblies

The art education professors Nora Sternfeld and Anja Steidinger initiated the format "Wartenau Assemblies". It oscillates between art, education, research and activism. Complementing this open space for action, there is now a dedicated website that accompanies the discourses, conversations and events.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

School of No Consequences

Everyone is talking about consequences: The consequences of climate change, the Corona pandemic or digitalization. Friedrich von Borries (professor of design theory), on the other hand, is dedicated to consequence-free design. In “School of No Consequences. Exercises for a New Life” at the Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, he links collection objects with a "self-learning room" set up especially for the exhibition in such a way that a new perspective on "sustainability" emerges and supposedly universally valid ideas of a "proper life" are questioned.

Annual Exhibition 2021 at the HFBK

Annual exhibition a bit different: From February 12- 14, 2021 students at the Hamburg University of Fine Arts, together with their professors, had developed a variety of presentations on different communication channels. The formats ranged from streamed live performances to video programs, radio broadcasts, a telephone hotline, online conferences, and a web store for editions. In addition, isolated interventions could be discovered in the outdoor space of the HFBK and in the city.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

On the evening of November 4, the HFBK celebrated the opening of the academic year 2020/21 as well as the awarding of the Hiscox Art Prize in a livestream - offline with enough distance and yet together online.

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Teaching Art Online at the HFBK

How the university brings together its artistic interdisciplinary study structure with digital formats and their possibilities.

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

HFBK Graduate Survey

Studying art - and what comes next? The clichéd images stand their ground: Those who have studied art either become taxi drivers, work in a bar or marry rich. But only very few people could really live from art – especially in times of global crises. The HFBK Hamburg wanted to know more about this and commissioned the Faculty of Economics and Social Sciences at the University of Hamburg to conduct a broad-based survey of its graduates from the last 15 years.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

How political is Social Design?

Social Design, as its own claim is often formulated, wants to address social grievances and ideally change them. Therefore, it sees itself as critical of society – and at the same time optimizes the existing. So what is the political dimension of Social Design – is it a motor for change or does it contribute to stabilizing and normalizing existing injustices?