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Willkommen zu meiner Debattenrundschau vom 17.06.2019!

Von der Venedig-Biennale dürfte sich inzwischen jede/r Interessierte ein Bild gemacht haben, deren Eröffnung liegt ja nun ein paar Wochen zurück. Einen weiteren Artikel möchte ich dennoch empfehlen, und zwar Oliver Koerner von Gustorfs als „Abrechung“ apostrophierte Besprechung der Großausstellung, welche Monopol veröffentlicht hat. Tatsächlich beginnt von Gustorfs Text mit einer etwas nervigen Passage über das ach so aufgeblasene Gehabe der International Art Professionals, aber schon bald verflüchtigt sich der polemische Tonfall zugunsten einer differenzierten und interessanten Betrachtung sowohl der von Rugoff kuratierten Großausstellung „May you live in interesting times“ als auch des deutschen Pavillons und darüber hinaus des Kunstbetriebs im Allgemeinen. Hier ein Auszug: „[Rugoffs Ausstellung] vermittelt […] ziemlich konsequent eine Botschaft: ‘Es ist zu spät, der Zug ist abgefahren, wir sind machtlos politischen, technologischen, ökonomischen Systemen ausgeliefert, die sich auf unheimliche Weise verselbstständigt haben – wie auch der Kunstbetrieb.’ Viele der bedrohlichen Bilder, die hier angesichts der ‘interessanten Zeiten’ erschaffen wurden, kommen einem unheimlich vertraut vor – weil sie in der Unterhaltungsindustrie schon längst wie ein Untergangs-Mantra bedient werden. […] Die gesamte Veranstaltung vermittelte an den Eröffnungstagen das Gefühl, es gebe trotz aller Krisen und Katastrophen einfach keine Alternative zu der bestehenden Gesellschaft, nichts Neues zu denken oder zu erfinden. […]
Würde das Kunstvolk das Krisenthema und die Endzeiterzählungen dieser Biennale ernst nehmen, würden sie, anstatt vergangenen Dekadenz-Träumen nachzuhängen, versuchen, aus dieser hermetischen Kunstwelt auszubrechen, um gemeinsam mit dem Rest der Welt den Planeten zu retten. Doch das will oder kann hier keiner, obwohl sich auf der Biennale ein unglaubliches kreatives Potential und ökonomische Macht sammeln, die tatsächlich zu entscheidenden gesellschaftlichen Änderungen führen könnten.“

Dass ein Mehr an Freiheit nicht automatisch zu mehr Zufriedenheit, besseren Ergebnissen oder höherer Produktivität führen muss, dürfte den allermeisten Kreativen bzw. KünstlerInnen bestens bekannt sein. „New Work“ heißt ein Trend aus der Arbeitsorganisation bzw. der Mitarbeiterführung, welcher auf die Entfesselung der Produktivkräfte von MitarbeiterInnen durch ein hohes Maß an Entscheidungsfreiheit setzt. Lisa Duhm hat für Spiegel Online ein Interview mit der Sozialwissenschaftlerin Stephanie Porschen-Hueck über die potentiellen Schattenseiten von „New Work“ geführt. Duhm beschreibt die Ausgangslage folgendermaßen: „Hört sich erst mal so an, als wären da alle zufrieden: der Chef, für den hoch motivierte Angestellte arbeiten, und die Mitarbeiter selbst, die ihre Kreativität ausleben können.“ Eine starke Identifikation der MitarbeiterInnen könne allerdings zu Selbstausbeutung führen, so Porschen-Hueck. Noch werde „agiles Arbeiten“ positiver wahrgenommen als klassisch hierarchisch strukturiertes. Aber: „für die meisten Arbeitnehmer nimmt der Druck nicht ab. Konzepte zur agilen Arbeit sollen Mitarbeiter zwar entlasten, aber sie bergen eben auch die Gefahr der Selbstoptimierung - die Mitarbeiter nehmen den Marktdruck auf, so werden diese Ansätze letztlich zu einem neuen Instrument zur Leistungsintensivierung.“ Na, wer fühlt sich angesprochen?

In einem ausführlichen Essay für den Deutschlandfunk macht Stefan Heidenreich einen ungewöhnlichen Vorschlag: Man solle das Publikum von Kunstmuseen darüber abstimmen lassen, welche Kunst gezeigt werden solle. Heidenreichs Vorschlag ist die Folge einer ernüchternden Bestandsaufnahme des Ausstellungsbetriebs in seiner jetzigen Form: „In der Breite der Bevölkerung wirkt die Kunst unserer Zeit wie ein abgehobener Kult, den sich Experten und Eingeweihte für einige wenige reiche Sammler ausdenken. Dass ein Teil der teuer gehandelten Kunst dann dem gemeinen Volk zugänglich gemacht wird, kommt wie ein Gnadenakt aus feudalen Zeiten daher.“ Niemand interessiere sich für die Meinung der BetrachterInnen bzw. für deren Vorlieben. Heidenreich schlägt vor, den Begriff des Schönen wieder positiv aufzuladen und der Kunst durch ihre Demokratisierung wieder eine größere gesellschaftliche Bedeutung zu geben. Folgender exemplarische Ausschnitt zur künstlerischen Autonomie gibt die Haltung des Autor ziemlich passend wieder: „Eine große Sorge der Künstler gilt ihrer ‘Autonomie’, also der Vorstellung, dass sie in ihrer Arbeit vollkommen frei sein müssten. Schauen wir uns aber an, was diese Autonomie tatsächlich bedeutet. Künstler wissen recht genau, was bei Sammlern und Kuratoren ankommt, und das liefern sie in der Regel auch, nicht selten unter sanftem Druck ihrer Galeristen. Wirklich autonom können sie sich nur den Betrachtern gegenüber verhalten. So wird Autonomie letztlich zur intellektuellen Ausrede, um auf das Publikum keinerlei Rücksicht nehmen zu müssen. Nötig wäre genau das Gegenteil: Anstatt die Betrachter zu ignorieren und nach Belieben vor den Kopf zu stoßen, sollten Künstler sich auf die Haltung der Romantik besinnen. Das hieße: auf die Betrachter zugehen und sie als Verbündete bei der Wirkung ihrer Werke begreifen.“
Der Text kommt als Plädoyer daher und so ist es nicht verwunderlich, dass viele Komplexitäten und Widersprüche der Kunst und des Kunstbetriebs unter den Tisch fallen, um die Argumentation stichhaltiger wirken zu lassen. Allerdings drängt sich über die gesamte Länge des Textes der Eindruck einer gewissen Oberflächlichkeit auf – viele Betrachtungen scheinen nicht absichtlich zugespitzt, sondern schlicht und einfach unterkomplex.

Die diesjährige Kunstmesse Art Basel ist gerade zu Ende gegangen. Kunst im Wert von etwa 4 Milliarden Dollar stand zum Verkauf, so die Schätzung der AXA Versicherung. Berichtenswertes hat Stefan Kobel in seiner Presseschau zusammengetragen.

Andrej Klahn nimmt die Messe als Anlass, um in seinem Radiobeitrag für den WDR nach dem Zusammenhang von künstlerischer Qualität und dem Preis eines Kunstwerks zu fragen. Dazu hat er mit unterschiedlichen Akteuren gesprochen, welche ein sehr widersprüchliches Bild der Lage zeichnen. Für einen zehnminütigen Beitrag zum Thema ist das alles recht aufschlussreich. Ein bisschen schlimm ist der vorgebliche Realismus, mit dem Kunstmarktexperte Magnus Resch zu Protokoll gibt: „Gute oder schlechte Kunst gibt es nicht. Das einzige,was Kunst gut oder schlecht macht, ist das Netzwerk.“ Letztlich entscheide einfach ein Power-Klüngelverein über die Qualität von Kunst. Kultureller Wert kommt in Reschs Kunstverständnis überhaupt nicht vor; die Stumpfheit, mit der hier die vorhandene Machtordnung quasi naturalisiert wird, macht einen schon ein bisschen betroffen.

Die potentiellen Probleme des globalen Klimawandels rücken auf den politischen Tagesordnungen immer weiter nach oben und auch im Kunstbereich ist das Thema auf dem Vormarsch. Geht es allerdings um konkrete Maßnahmen zur Reduzierung des eigenen ökologischen Fußabdrucks, dann hört der Spaß auf – Sparsamkeit und Vernunft stehen den Grundwerten des Systems diametral entgegen; ein System, in dem die Überschreitung, die Verschwendung und der Luxus fundamentale Bedeutung haben und dessen Produkte per Definition „nutzlos“ sind. Kate Brown hat genau darüber einen äußerst lesenswerten Artikel geschrieben, welcher auf news.artnet.com veröffentlicht wurde. Sie hat sich auf der Art Basel mit Galeristen und Sammlern zum Thema unterhalten und stellt fest:
„The questions around the art-world’s carbon footprint are deeply uncomfortable for everyone, this writer included. It brings up questions of our very existence as an industry. Professionals of all stripes travel around the world multiple times per year for trips lasting under a week, and the whole supply-and-demand chain, as it currently stands, calls for art to be regularly shipped from A to B, usually as quickly as possible. (‘You know the art world way—I am on a plane every two weeks,’ I overheard one fairgoer explain.)“ Auch kommerziell scheint das Thema Klimawandel ein echter Lustkiller zu sein. Brown schreibt: „Nearly every gallerist I spoke to said that collectors are just not that interested in climate change as a topic.
The subject is different, in this way, from other hot-button issues that are raging in and beyond the art world, like representation, race, and gender politics. Those seem to have informed the kind of art on view—and translated into sales.“

Kolja Reichert versucht sich in seinem großartig geschriebenen Beitrag für F.A.Q. – Frankfurter Allgemeine Quarterly an einer Bestandsaufnahme der ökonomischen Machtkonzentrationen und Wertschöpfungsstrategien innerhalb des Kunstbetriebs. „Der Kunstmarkt ist das Nervensystem der Weltwirtschaft. Er ist das realistischste Bild, das die Kunst je geschaffen hat“, so Reichert. Dieser Spitzen-Vergleich muss als Teaser reichen :D

Die Plattform PRÄ|POSITION hat ein sehr langes und sehr interessantes Interview mit der Theoretikerin Juliane Rebentisch veröffentlicht, welche an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach als Professorin für Philosophie und Ästhetik arbeitet. Das Gespräch dreht sich um den „Zustand der Gegenwart, das Verhältnis von Kunst und Theorie und die Richtung ihre Werks“, wie es so schön auf der Website heißt. Außerdem: der Umgang mit StudentInnen, Geschlechtergerechtigkeit, die Wichtigkeit bzw. Unwichtigkeit der eigenen Erfahrungen für das Verständnis von Welt, wie Rebentisch Texte über Kunst schreibt, und vieles mehr. Einfach lesen – es lohnt sich. Auch wirklich sehr gut: ihr Buch „Theorien der Gegenwartskunst zur Einführung“, 2013 im Junius Verlag erschienen.

Nach der Nolde-Ausstellung im Hamburger Bahnhof wird sich Angela Merkel neue Kunstwerke ins Büro hängen – selbst Malereien von Wellen oder Sonnenblumen erscheinen problematisch, wenn sie von einem Antisemiten und Nazi gemalt wurden. Im Deutschlandfunk plädiert Ulrike Groos, Direktorin des Kunstmuseums Stuttgart, für Werke weiblicher Künstler, welche sich in ihrer Arbeit explizit mit Deutschland auseinandersetzen. Eigentlich ein toller und erstaunlich naheliegender Vorschlag; tatsächlich wird wohl etwas ähnlich unverfängliches wie die Nolde-Welle Einzug halten, nur eben von jemandem mit unproblematischen politischen Ansichten.

Das Feuilleton der Neuen Züricher Zeitung steht fest an der Seite der Kunstfreiheit, wie wieder einmal zwei Beispiele aus den letzten Tagen zeigen.

New York - Korrespondentin Sarah Pines schreibt in ihrem Artikel über die fast durchweg schlechte Presse, welche die Ausstellung „Epic Abstraction: Pollock to Herrera“ im Metropolitan Museum bekommen habe – eine Überblicksausstellung zum Abstrakten Expressionismus. Folgende Punkten würde vor allem in der Kritik stehen, so Pines: „Sie beklagen die fehlende Sensibilität gegenüber Randfiguren des abstrakten Expressionismus wie Frauen oder sozial schwachen Malern.“ Und weiter: „Maler des abstrakten Expressionismus, die eher Minderheiten und Randfiguren verkörperten und nicht der Gruppe der Superstars der New Yorker Malerbohème zuzuordnen sind, würden hier spärlich verteilt und eingezwängt neben Meister gehängt, nicht etwa, um sie erstmalig zu kanonisieren, sondern vielmehr, um sie als technisch mangelhaft zu verlachen, als unterlegen blosszustellen.“ Die Autorin kritisiert wiederum die Kritiker der Ausstellung – der Kunst eigentlich äußerliche Fragen würden immer häufiger in den Vordergrund gerückt: „Die Kritik ist von der #MeToo-Ideologie durchtränkt und zeigt, wie diese uns langsam in Fleisch und Blut übergeht und den bisher von Form und Ästhetik motivierten Blick auf die Kunst mit politischem Ideologiegehabe verstellt.“

Verbal deutlich schärfere Geschütze fährt Klaus-Rüdiger Mai in seinem Essay zur Lage der deutschen Hochschul- und Kulturlandschaft auf. Die Überschrift - „Die Unfähigkeit zur Freiheit: In Deutschland herrscht ein zunehmend repressives Klima“ - gibt die Marschrichtung vor, wobei der ihr folgende Text sogar noch deutlich schärfer ausfällt. Freiheitliches Denken werde im Dienste der scheinbar guten Sache immer weiter eingeschränkt, so die These des Autors: „Begriffe wie ‘Aktivist’ oder ‘Intervention’ lassen durchaus frösteln. Interventionen haben die deutschen Universitäten mehr als genug erlebt. Gerade in den letzten Jahren wurden in Deutschland Professoren von Studenten gemobbt und bedroht, weil sie in den Augen derer, die doch erst einmal lernen und sich die Urteilsfähigkeit erwerben sollten, angeblich rassistische, militaristische, menschenfeindliche, frauenfeindliche, heterodominante, homophobe, islamophobe, antifeministische Positionen vertreten.“ Als Beispiel dient ihm unter anderem die Besetzung der Bibliothek der Kunsthochschule in Dresden durch Studierende, welche damit gegen die Leiterin der Einrichtung wegen deren politischen Engagements für die AfD protestierten. Mai spricht hier von „politischer Hetzjagt“ und fragt: „Wie wollen diese Studenten, die unfähig zur demokratischen Auseinandersetzung sind, sonst würden sie nicht administrative Massnahmen fordern, künstlerisch tätig sein, wo doch die Grundlage der Kunst die Freiheit ist? Der Akt der Bibliotheksbesetzung ist weder demokratisch noch im Sinne der bürgerlichen Freiheit, sondern schlicht und ergreifend: Gesinnungsterror.“

Angelika Schoder von musermeku.org hat sich die Mühe gemacht, eine Liste mit den aus ihrer Sicht „besten Kunstblogs, Museumsblogs, Kulturblogs und Kultur-Podcasts“ aus dem deutschsprachigen Raum zusammenzustellen. Wohl bekomms.

Johannes Bendzulla

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Art and war

"Every artist is a human being". This statement by Martin Kippenberger, which is as true as it is existentialist (in an ironic rephrasing of the well-known Beuys quote), gets to the heart of the matter in many ways. On the one hand, it reminds us not to look away, to be (artistically) active and to raise our voices. At the same time, it is an exhortation to help those who are in need. And that is a lot of people at the moment, among them many artists. That is why it is important for art institutions to discuss not only art, but also politics.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; photo: Tim Albrecht

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; photo: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

From July 8 to 10, 2022, more than 160 Bachelor’s and Master’s graduates of the class of 2021/22 will present their final projects from all majors. Under the title Final Cut, all graduation films will be shown on a big screen in the auditorium of the HFBK Hamburg. At the same time, the exhibition of the Sudanese guest lecturer Amna Elhassan can be seen in the HFBK gallery in the Atelierhaus.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

June is full of art and theory

It has been a long time since there has been so much on offer: a three-day congress on the visuality of the Internet brings together international web designers; the research collective freethought discusses the role of infrastructures; and the symposium marking the farewell of professor Michaela Ott takes up central questions of her research work.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Art Prize 2022

The Finkenwerder Art Prize, initiated in 1999 by the Kulturkreis Finkenwerder e.V., has undergone a realignment: As a new partner, the HFBK Hamburg is expanding the prize to include the aspect of promoting young artists and, starting in 2022, will host the exhibition of the award winners in the HFBK Gallery. This year's Finkenwerder Art Prize will be awarded to the US artist Renée Green. HFBK graduate Frieda Toranzo Jaeger receives the Finkenwerder Art Prize for recent graduates.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

New studio in the row of houses at Lerchenfeld

New studio in the row of houses at Lerchenfeld, in the background the building of Fritz Schumacher; photo: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

After more than 40 years of intensive effort, a long-cherished dream is becoming reality for the HFBK Hamburg. With the newly opened studio building, the main areas of study Painting/Drawing, Sculpture and Time-Related Media will finally have the urgently needed studio space for Master's students. It simply needs space for their own ideas, for thinking, for art production, exhibitions and as a depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Annual Exhibition 2022 at the HFBK

After last year's digital edition, the 2022 annual exhibition at the HFBK Hamburg will once again take place with an audience. From 11-13 February, students from all departments will present their artistic work in the building at Lerchenfeld, Wartenau 15 and the newly opened Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments.

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Who speaks? Who paints which motif? Who is shown, who is not? Questions of identity politics play an important role in art and thus also at the HFBK Hamburg. In the current issue, the university's own Lerchenfeld magazine highlights university structures as well as student initiatives that deal with diversity and identity.

Grafik: Tim Ballaschke

Grafik: Tim Ballaschke

Start of semester

After three semesters of hybrid teaching under pandemic conditions, we are finally about to start another semester of presence. We welcome all new students and teachers at the HFBK Hamburg and cordially invite you to the opening of the academic year 2020/21, which this year will be accompanied by a guest lecture by ruangrupa.

photo: Klaus Frahm

photo: Klaus Frahm

Summer Break

The HFBK Hamburg is in the lecture-free period, many students and teachers are on summer vacation, art institutions have summer break. This is a good opportunity to read and see a variety of things:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Since 2010, the HFBK has organised the international exchange programme Art School Alliance. It enables HFBK students to spend a semester abroad at renowned partner universities and, vice versa, invites international art students to the HFBK. At the end of their stay in Hamburg, the students exhibit their work in the Open Studios in Karolinenstraße, which are now open again to the art-interested public.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Unlearning: Wartenau Assemblies

The art education professors Nora Sternfeld and Anja Steidinger initiated the format "Wartenau Assemblies". It oscillates between art, education, research and activism. Complementing this open space for action, there is now a dedicated website that accompanies the discourses, conversations and events.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

School of No Consequences

Everyone is talking about consequences: The consequences of climate change, the Corona pandemic or digitalization. Friedrich von Borries (professor of design theory), on the other hand, is dedicated to consequence-free design. In “School of No Consequences. Exercises for a New Life” at the Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, he links collection objects with a "self-learning room" set up especially for the exhibition in such a way that a new perspective on "sustainability" emerges and supposedly universally valid ideas of a "proper life" are questioned.

Annual Exhibition 2021 at the HFBK

Annual exhibition a bit different: From February 12- 14, 2021 students at the Hamburg University of Fine Arts, together with their professors, had developed a variety of presentations on different communication channels. The formats ranged from streamed live performances to video programs, radio broadcasts, a telephone hotline, online conferences, and a web store for editions. In addition, isolated interventions could be discovered in the outdoor space of the HFBK and in the city.

Public Information Day 2021

How do I become an art student? How does the application process work? Can I also study to become a teacher at the HFBK? These and other questions about studying art were answered by professors, students and staff at the HFBK during the Public Information Day on February 13, 2021. In addition, there will be an appointment specifically for English-speaking prospective students on February 23 at 2 pm.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

On the evening of November 4, the HFBK celebrated the opening of the academic year 2020/21 as well as the awarding of the Hiscox Art Prize in a livestream - offline with enough distance and yet together online.

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Teaching Art Online at the HFBK

How the university brings together its artistic interdisciplinary study structure with digital formats and their possibilities.

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

HFBK Graduate Survey

Studying art - and what comes next? The clichéd images stand their ground: Those who have studied art either become taxi drivers, work in a bar or marry rich. But only very few people could really live from art – especially in times of global crises. The HFBK Hamburg wanted to know more about this and commissioned the Faculty of Economics and Social Sciences at the University of Hamburg to conduct a broad-based survey of its graduates from the last 15 years.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

How political is Social Design?

Social Design, as its own claim is often formulated, wants to address social grievances and ideally change them. Therefore, it sees itself as critical of society – and at the same time optimizes the existing. So what is the political dimension of Social Design – is it a motor for change or does it contribute to stabilizing and normalizing existing injustices?