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Willkommen zu meiner Debattenrundschau vom 06.05.2019!

Im November vergangenen Jahres eröffnete das MMK in Frankfurt eine große Retrospektive der Künstlerin Cady Noland. Die von Susanne Pfeffer organisierte Ausstellung wurde von vielen als Sensation gefeiert, hatte Noland sich doch vor knapp zwanzig Jahren aus der Kunstwelt zurückgezogen, nach dem sie bis dahin großen institutionellen und kommerziellen Erfolge verzeichnen konnte. Die Show wurde in der Presse fast schon überschwänglich gefeiert. Ein Beispiel liefert Niklas Maak mit seiner Besprechung für die FAZ. Nolands Arbeit, welche sich vor allem mit den eher finsteren Seiten der amerikanischen Gesellschaft beschäftigt, sei ein wahrer Augenöffner: “Es ist selten so, dass man ein ganzes Land, einen Moment der Gegenwart besser versteht, wenn man ins Museum geht. Hier ist es der Fall.”

Hans-Jürgen Haffner attestiert der Ausstellung in seiner Besprechung für das Magazin Springerin eine starke ästhetische Wirkung, welche vor allem auf die Großzügigkeit der Präsentation zurückzuführen sei. “Andererseits wird der architektonische Ort samt seiner institutionellen Funktion einer temporären Ausstellung untergeordnet, der kuratorischen Setzung dienstbar gemacht – mit regelrecht radikalem Effekt. Konkret bedeutet das nämlich, dass für Pfeffers Frankfurter Debüt die Sammlung ins Depot verfrachtet werden musste – bis auf einige handverlesene, dafür aber geradezu aufreizend kokett in den von Noland dominierten Parcours eingestreute Stücke”, so Haffner. Werkinformationen in der Ausstellung selbst seien optisch so minimal wie möglich gehalten worden, um den ästhetischen Gesamteindruck nicht zu beeinträchtigen. Zu den Arbeiten, welche nicht zu Nolands Oeuvre gehörten, seien keinerlei Informationen verfügbar; die kuratorischen Entscheidungen blieben für den/die Betrachter/in intransparent. Haffner thematisiert nicht nur jene Fragen, welche Pfeffers Ausstellungskonzeption offen lassen, sondern liefert auch eine sorgfältige Analyse von Cady Nolands Werk mit all seinen Stärken und Schwächen – sehr empfehlenswert.

Kunstinstitutionen geraten immer häufiger öffentlich in die Kritik, wenn sich deren Repräsentanten, Akteure oder Unterstützer moralische oder ethische Fehltritte erlauben. Anlässlich der Bekanntgabe der Nominierungen für den diesjährigen Turner-Preis kam es zu Kritik an den ausrichtenden Institutionen – die Muttergesellschaft der Firma Stagecoach South East, welche zum Sponsoren-Pool gehört, werde von Brian Souter geführt, welcher sich in der Vergangenheit für Kampagnen engagiert habe, die gegen die Rechte Homosexueller gerichtet waren. Inzwischen sei die Zusammenarbeit einvernehmlich beendet worden, wie unter anderem Chris Sharratt in seinem Kommentar für Frieze berichtet. Er stellt außerdem kurz die Arbeit der nominierten KünstlerInnen Lawrence Abu Hamdan, Helen Cammock, Oscar Murillo und Tai Shani Nominated vor.

Immer noch ungelöst ist der Konflikt um den Vizepräsidenten des Aufsichtsrats des Whitney Museums in New York, Warren Kanders. Kanders ist Eigentümer einer Firma, welche Kampfmittel herstellt; seit Wochen fordern verschiedene Interessensgruppen seinen Rücktritt. Inzwischen hätten fast 50 der 75 an der kommenden Whitney-Biennale beteiligten Künstlerinnen und Künstler einen offenen Brief unterzeichnet, in welchem die Absetzung Kanders gefordert werde. Das berichtet Jasmine Weber in ihrem Artikel für Hyperallergic.com. Aus dem Brief, den viele weitere prominente Akteure aus dem Kunstbereich unterschrieben hätten, zitiert sie folgende Passagen: “‘Universities and cultural institutions like the Whitney claim to be devoted to ideals of education, creativity, and dissent beyond the dictates of the market,’ the letter states. ‘Yet, these institutions have been historically entwined with the power structures of settler colonialism, white supremacy, heteropatriarchy, and capitalism.’ Those institutions, the letter continues, ‘provide cover for the likes of Kanders as they profit from war, state violence, displacement, land theft, mass incarceration, and climate disaster.’ It explains: ‘Saying ‘no’ to Kanders opens a positive opportunity to begin a deep, and long-overdue conversation about artwashing, the role of private funding in the cultural sphere, and the accountability of institutions to the communities they claim to serve.’”

Das institutionelle und kommerzielle Interesse an schwarzen bzw. nicht-weißen KünstlerInnen hat in den vergangenen Jahren immer weiter zugenommen. Dass damit ein gehöriger Druck einhergehen könne, welcher für schwarze KünstlerInnen noch vielschichtiger sei als für ihre weißen KollegInnen, beschreibt Melissa Smith in ihrem Artikel für news.artnet.com : “The nearly dozen black artists I spoke to for this article say that while the industry’s gatekeepers are now paying attention to black culture, establishing strong relationships with them is still disproportionately harder for all artists of color than for their white peers. And if black artists have nabbed a spot, they’ve done it by serving as their own advocates, translators, and promoters in a system not designed to fully understand—or accommodate—blackness.”

Das Gallery Weekend in Berlin eröffnete vor knapp zehn Tagen. Eine anonyme Aktivistengruppe kritisierte unter dem Motto “Wie viel Weisswurst geht noch?” die Dominanz weißer männlicher Künstler im Ausstellungsprogramm des Gallery Weekends. “[A]ccording to a group of arts activists, 75% of the artists being platformed at Berlin Gallery Weekend are white and male”, schreibt Dorian Batycka in ihrem Artikel für Hyperallergic.com.

Parallel zum offiziellen Programm fanden zahlreiche weitere Kunstveranstaltungen statt. Eine davon hieß ‘THE show’ – eine selbstorganisierte, dreitägige Gruppenausstellung, welche Kuratorin Helene Bosecker organisierte. Marieke Fischer hat für das i-D Magazine ein Interview mit ihr und zwei Künstlern der Ausstellung geführt. Themen sind die eigene Professionalisierung, Berlin als Kunststadt und Rebellion gegen bestehende Strukturen des Kunstbetriebs. In der Anmoderation heißt es: “Mit der Ausstellung, die parallel zum Gallery Weekend stattfindet, zeigen sie dem etablierten Kunstmarkt elegant den Mittelfinger. Sie suchen nach Lösungsansätzen für einen Wandel in der Szene. ‘Im Rahmen dieses Projekts konnte ich beobachten, dass man den Ellenbogen einfährt und Erarbeitetes teilt’, sagt Helene Bosecker. ‘Damit sind die Künstler*innen erheblich viel weiter in ihrem Denken, als die Galerieszene und autonomisieren sich durch Engagement sowie Enthusiasmus kontinuierlich.’” Insgesamt ein lesenswertes und unterhaltsames Interview, in dem künstlerischer Idealismus in seiner gesamten Bandbreite – von persönlicher Motivation bis hin zur Selbstausbeutung – erfahrbar wird. Hier noch zwei schöne Zitate: “Kennet [Künstler]: Eine gute Arbeitsmoral ist wichtig. Es ist ziemlich ‘millennial’, alles mal auszuprobieren und es beim kleinsten Hindernis wieder wegzuwerfen – nur um dann etwas Neues zu testen. Manche sagen, der ‘Erfolg über Nacht’ kommt nach vielen Jahren harter Arbeit hinter den Kulissen. So abgedroschen das auch klingen mag – ich glaube, dass es wahr ist. Seitdem ich in Berlin bin, bin ich permanent pleite. Aber auf eine Art, die mich dazu motiviert, härter zu arbeiten und kreative Lösungen zu finden, um Kunst zu machen.” […] “Helene [Kuratorin]: […] Die Schnelllebigkeit medialer Eindrücke, das seltsame Gefühl abgelenkt zu sein und am Ende doch unbefriedigt zu bleiben, darauf kann Kunst reagieren. Die Qualität des Austausches ist hier inhaltlich und ästhetisch auf diversen Ebenen angesiedelt. Die Auseinandersetzung mit den eigenen ästhetischen Vorstellungen, eine bewusste Betrachtung von Kunst und das Innehalten zum Denken wird wieder mehr Einzug in den Alltag der Menschen finden. Ich glaube fest daran, dass sich die müden, rechteckigen Augen nach dieser visuellen und inhaltlichen Qualität sehnen. Ich weiß nicht, wie lange der Prozess brauchen wird, doch das Bedürfnis ist generationsübergreifend vorhanden.”

In knapp einer Woche eröffnet die Biennale in Venedig, auf der Natascha Süder Happelmann a.k.a.
Natascha Sadr Haghighian den deutschen Pavillon bespielen wird. Wer einen kompakten Einblick in das künstlerische Vorspiel der Biennale-Präsentation erhalten möchte, welches aus Videoaufnahmen und performativen Auftritten besteht, dem sei Tobias Timms Artikel für Zeit Online ans Herz gelegt.

Ben Mauk gibt in seinem Artikel für Frieze einen Einblick in die von Nationalismen geprägte Geschichte der Biennale von Venedig und sieht dabei in Happelmanns künstlerischem Ansatz ein begrüßenswertes Gegenprogramm.

Schrift begegnet uns permanent im Alltag (und auch sonst ständig), warum sie so aussieht wie sie aussieht dürfte den meisten Menschen allerdings eher unbekannt sein. Eine schöne Einführung in die Typografie bietet ein Interview mit den beiden Gestaltern Hendrik Weber und Alexander Roth, welches Christoph Rauscher und Rabea Weihser für Zeit Online geführt haben. Anlass ist deren Neuinterpretation der Schriftart Helvetica, welche sich weltweit großer Beliebtheit erfreut, welche aber an die Erfordernisse des digitalen Zeitalters angepasst werden musste.

Wolfgang Ullrich kritisiert in seinem Kommentar für die Süddeutsche Zeitung die Fundraising-Strategien von Künstlerinnen und Künstlern, welche sich für den Umweltschutz engagierten. Statt sich Methoden zu bedienen, die strukturell denen großer Konzerne ähneln würden, könnten KünstlerInnen “neue, klügere Formen von Symbolpolitik entwickeln”, so Ullrich. Die Realität sähe allerdings anders aus: “Vielmehr vertrauen Künstler jetzt ganz auf Mechanismen, die auch sonst in der Konsumwelt gut eingespielt sind: Sie produzieren Dinge, um Wirtschaftskreisläufe zu etablieren, mit denen sich eines Tages ökologischer produzieren lässt. Diese Kunst funktioniert also nur innerhalb der etablierten Ökonomie - und geht zumeist bis zur Unkenntlichkeit in ihr auf.”

In fast allen Bereichen der Hochkultur gibt es sie, nur in der Bildenden Kunst ist sei äußerst selten zu finden – die explizit negative Kritik, den Verriss. In der Literatur wird ganz selbstverständlich harsch geurteilt, in der Filmkritik ebenfalls; im Theater sind sogar Buh-Rufe ein etabliertes Instrument, mit dem das Publikum seinen Unmut zum Ausdruck bringen kann. Christian Saehrendt beschreibt in seinem Plädoyer für den Verriss in der Bildenden Kunst, welchen die NZZ veröffentlichte, die Ausgangslage folgendermaßen: “Die Kunstszene erscheint wie eine weitläufige, komplex institutionalisierte Fankultur, wie ein Cluster von kleineren oder grösseren Begeisterungsgemeinschaften für bestimmte Künstler, Kunstrichtungen und kuratorische Konzepte.” Möglicherweise sei das Überangebot an Kunst und die begrenzte Aufnahmefähigkeit des Publikums der Grund – schlechte Kunst würde einfach unter den Tisch fallen, so Saehrendt; eine Auseinandersetzung mit ihr sei schlicht unnötig angesichts der Fülle des aufregenden Angebots. Ein weitere Grund, so vermutet der Autor, könnte in der “grossen Verunsicherung über den wahren Wert der Gegenwartskunst” liegen. Die Bedeutung zeitgenössischer Kunst sei immer fragil. Vielleicht fürchte man sich davor, dass das “Vertrauen in das symbolische Kapital Kunst, in die Währung Kunst insgesamt erschüttert” werden könnte. Außerdem im Verdacht des Autors: “der allgegenwärtige Narzissmus”. Nicht alle Argumente Saehrendts scheinen gleich stichhaltig, als Denkanstoß funktioniert sein Artikel dennoch.

Bob Ross gelangte mit seiner Fernsehsendung „The Joy of Painting“, welche Mitte der 80er bis Mitte der 90er Jahre ausgestrahlt wurde, zu einiger Berühmtheit. Darin erklärte er einfache Maltechniken, mit denen jeder zum Landschaftsmaler werden konnte. Eine Ausstellung im DePaul Art Museum in Chicago versucht sich jetzt an einer Neukontextualisierung Ross’. In Jason Foumbergs Artikel für theartnewspaper.com beschreibt Kuratorin Rodrigues Widholm ihren Ansatz. Foumberg selbst sieht in Ross’ Praxis vor allem einen wichtigen Anknüpfungspunkt zur Gegenwartskunst: “As a US Air Force veteran who painted ‘happy little clouds’ and offered inspirational on-air advice while he worked, Ross represents a shift in post-war art away from suffering and trauma, away from irony and academicism, toward optimism, fantasy, community healing and teaching. It turns out Ross is right in line with contemporary art movements.”

  • Johannes Bendzulla

Solo exhibition by Konstantin Grcic

From September 29 to October 23, 2022, Konstantin Grcic (Professor of Industrial Design) will be showing a room-sized installation at ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer at the HFBK Hamburg consisting of objects designed by him and existing, newly assembled objects. At the same time, the space he designed for workshops, seminars and office workstations in the AtelierHaus will be put into operation.

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, oil on canvas, 100 x 100 cm

Art and war

"Every artist is a human being". This statement by Martin Kippenberger, which is as true as it is existentialist (in an ironic rephrasing of the well-known Beuys quote), gets to the heart of the matter in many ways. On the one hand, it reminds us not to look away, to be (artistically) active and to raise our voices. At the same time, it is an exhortation to help those who are in need. And that is a lot of people at the moment, among them many artists. That is why it is important for art institutions to discuss not only art, but also politics.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; photo: Tim Albrecht

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; photo: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

From July 8 to 10, 2022, more than 160 Bachelor’s and Master’s graduates of the class of 2021/22 will present their final projects from all majors. Under the title Final Cut, all graduation films will be shown on a big screen in the auditorium of the HFBK Hamburg. At the same time, the exhibition of the Sudanese guest lecturer Amna Elhassan can be seen in the HFBK gallery in the Atelierhaus.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

June is full of art and theory

It has been a long time since there has been so much on offer: a three-day congress on the visuality of the Internet brings together international web designers; the research collective freethought discusses the role of infrastructures; and the symposium marking the farewell of professor Michaela Ott takes up central questions of her research work.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Art Prize 2022

The Finkenwerder Art Prize, initiated in 1999 by the Kulturkreis Finkenwerder e.V., has undergone a realignment: As a new partner, the HFBK Hamburg is expanding the prize to include the aspect of promoting young artists and, starting in 2022, will host the exhibition of the award winners in the HFBK Gallery. This year's Finkenwerder Art Prize will be awarded to the US artist Renée Green. HFBK graduate Frieda Toranzo Jaeger receives the Finkenwerder Art Prize for recent graduates.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; photo: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

New studio in the row of houses at Lerchenfeld

New studio in the row of houses at Lerchenfeld, in the background the building of Fritz Schumacher; photo: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

After more than 40 years of intensive effort, a long-cherished dream is becoming reality for the HFBK Hamburg. With the newly opened studio building, the main areas of study Painting/Drawing, Sculpture and Time-Related Media will finally have the urgently needed studio space for Master's students. It simply needs space for their own ideas, for thinking, for art production, exhibitions and as a depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; photo: Tim Albrecht

Annual Exhibition 2022 at the HFBK

After last year's digital edition, the 2022 annual exhibition at the HFBK Hamburg will once again take place with an audience. From 11-13 February, students from all departments will present their artistic work in the building at Lerchenfeld, Wartenau 15 and the newly opened Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; photo: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments.

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; photo: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Who speaks? Who paints which motif? Who is shown, who is not? Questions of identity politics play an important role in art and thus also at the HFBK Hamburg. In the current issue, the university's own Lerchenfeld magazine highlights university structures as well as student initiatives that deal with diversity and identity.

Grafik: Tim Ballaschke

Grafik: Tim Ballaschke

Start of semester

After three semesters of hybrid teaching under pandemic conditions, we are finally about to start another semester of presence. We welcome all new students and teachers at the HFBK Hamburg and cordially invite you to the opening of the academic year 2020/21, which this year will be accompanied by a guest lecture by ruangrupa.

photo: Klaus Frahm

photo: Klaus Frahm

Summer Break

The HFBK Hamburg is in the lecture-free period, many students and teachers are on summer vacation, art institutions have summer break. This is a good opportunity to read and see a variety of things:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; photo: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Since 2010, the HFBK has organised the international exchange programme Art School Alliance. It enables HFBK students to spend a semester abroad at renowned partner universities and, vice versa, invites international art students to the HFBK. At the end of their stay in Hamburg, the students exhibit their work in the Open Studios in Karolinenstraße, which are now open again to the art-interested public.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Unlearning: Wartenau Assemblies

The art education professors Nora Sternfeld and Anja Steidinger initiated the format "Wartenau Assemblies". It oscillates between art, education, research and activism. Complementing this open space for action, there is now a dedicated website that accompanies the discourses, conversations and events.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; photo: Maximilian Schwarzmann

School of No Consequences

Everyone is talking about consequences: The consequences of climate change, the Corona pandemic or digitalization. Friedrich von Borries (professor of design theory), on the other hand, is dedicated to consequence-free design. In “School of No Consequences. Exercises for a New Life” at the Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, he links collection objects with a "self-learning room" set up especially for the exhibition in such a way that a new perspective on "sustainability" emerges and supposedly universally valid ideas of a "proper life" are questioned.

Annual Exhibition 2021 at the HFBK

Annual exhibition a bit different: From February 12- 14, 2021 students at the Hamburg University of Fine Arts, together with their professors, had developed a variety of presentations on different communication channels. The formats ranged from streamed live performances to video programs, radio broadcasts, a telephone hotline, online conferences, and a web store for editions. In addition, isolated interventions could be discovered in the outdoor space of the HFBK and in the city.

Public Information Day 2021

How do I become an art student? How does the application process work? Can I also study to become a teacher at the HFBK? These and other questions about studying art were answered by professors, students and staff at the HFBK during the Public Information Day on February 13, 2021. In addition, there will be an appointment specifically for English-speaking prospective students on February 23 at 2 pm.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

On the evening of November 4, the HFBK celebrated the opening of the academic year 2020/21 as well as the awarding of the Hiscox Art Prize in a livestream - offline with enough distance and yet together online.

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Exhibition Transparencies with works by Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Organized by Prof. Verena Issel and Fabian Hesse; photo: Screenshot

Teaching Art Online at the HFBK

How the university brings together its artistic interdisciplinary study structure with digital formats and their possibilities.

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; photo: Tim Albrecht

HFBK Graduate Survey

Studying art - and what comes next? The clichéd images stand their ground: Those who have studied art either become taxi drivers, work in a bar or marry rich. But only very few people could really live from art – especially in times of global crises. The HFBK Hamburg wanted to know more about this and commissioned the Faculty of Economics and Social Sciences at the University of Hamburg to conduct a broad-based survey of its graduates from the last 15 years.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; photo: MKG Hamburg

How political is Social Design?

Social Design, as its own claim is often formulated, wants to address social grievances and ideally change them. Therefore, it sees itself as critical of society – and at the same time optimizes the existing. So what is the political dimension of Social Design – is it a motor for change or does it contribute to stabilizing and normalizing existing injustices?