2013/07/17: Stendar-Feuerbaum-Stipendium erstmals vergeben
Zum ersten Mal wurde an der HFBK Hamburg das mit 5.000 Euro dotierte Stipendium der Stiftung Stendar-Feuerbaum vergeben. Es richtet sich an junge Nachwuchskünstler/innen, die mit der künstlerischen Qualität ihrer Bachelor-Abschlussarbeit die Jury der HFBK in besonderem Maße überzeugt haben. Während des Eröffnungsabends der Jahresausstellung am 3. Juli 2013 erfolgte die offizielle Bekanntgabe des Stipendiaten durch die Geschäftsführerin der Hamburgischen Kulturstiftung Gesa Engelschall.
Über die Auszeichnung sich der Bachelor-Absolvent Gerrit Frohne-Brinkmann aus der Klasse von Prof. Andreas Slominski freuen. HFBK-Präsident Prof. Martin Köttering dankte in seiner Rede dem Stifter-Ehepaar Renate Stendar Feuerbaum und Wolfgang Stendar für ihr großzügiges Engagement und auch der Hamburgischen Kulturstiftung, die den Kontakt hergestellt hatte.
Das Auswahlverfahren lief in zwei Schritten ab. Zunächst nominierte die Bachelor-Prüfungskommission für die Bereiche Malerei/Zeichnen, Bildhauerei, Bühnenraum und Zeitbezogene Medien hat zum Abschluss ihres dreitägigen Rundgangs (17.–19. Juni 2013) acht Absolvent/innen für das Förderstipendium. Anschließend wählte die HFBK-Jury im Rahmen eines Präsentationsrundgangs am 24. Juni 2013 aus diesen acht Nominierten einen Stipendiaten aus. Gerrit Frohne-Brinkmann überzeugte dabei mit seiner Performance »Two Hours Show in 20 Minutes«. Nach Einschätzung der Juror/innen war die Performance in ihrer konsequenten Umsetzung die überzeugendste der präsentierten Positionen.
Frohne-Brinkmann führt in »Two Hours Show in 20 Minutes« durch die Ausstellung seiner Mitstudierenden. Nach der Besprechung einer Arbeit löscht er mit dem Feuerzeug den Namen der der Künstler/innen von den Ausstellungsschildchen. Am Ende der Führung verblüfft er die Zuschauer, indem er mit dem Feuerzeug einen Luftballon zum Platzen bringt – aus dem die Namen in einzelnen Buchstaben herauszufallen scheinen. So bescheiden er als Interpret der Kunst auftritt, so behauptet er mit seinem Auftritt als Magier zugleich den auratischen Begriff des Künstlers.