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Thursday 25 Jun 2026

Lecture

Gestaltung und Gleichschritt. Die Geschichte der Hochschule für bildende Künste Hamburg im Nationalsozialismus

6:30 pm Extended Library, HFBK Hamburg

Gespräch von Alina Just und Michael Wildt, moderiert von Yvonne Robel
In Kooperation mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg

Öffentliche Veranstaltung, Eintritt frei

Der Vortrag wird auch online via Zoom übertragen.

Wie veränderte die nationalsozialistische Diktatur den Alltag an einer staatlichen Kunsthochschule? Welchen Einfluss nahm das Regime auf Praktiken des Lehrens und Lernens? Wo lagen die Kipppunkte der Institution auf ihrem Weg in die Diktatur? Die gerade erschienene Studie Gestaltung und Gleichschritt von Alina Just geht diesen Fragen am Beispiel der HFBK Hamburg bzw. deren Vorgängereinrichtungen, der Landeskunstschule und der Hansischen Hochschule für bildende Künste, nach. Sie liefert ein anschauliches Zeitbild des künstlerisch-intellektuellen Beziehungsgeflechts im nationalsozialistischen Hamburg – und dessen Nachwirkungen in der demokratischen Nachkriegszeit.

In der Extended Library der HFBK Hamburg stellt die Autorin ihre Forschungsergebnisse vor und spricht anschließend mit Michael Wildt über den Prozess der institutionellen Anpassung an das nationalsozialistische System und darüber, wie die Beteiligten ihre jeweiligen Handlungsspielräume nutzten.

Dr. Alina Just ist Historikerin und seit 2024 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH). Sie hat Neuere und Neueste Geschichte an der Humboldt- Universität zu Berlin studiert und wurde 2015 an der Universität Münster promoviert. Im Anschluss forschte sie am Leibniz-Institut für Medienforschung / Hans-Bredow-Institut im Bereich Mediengeschichte und an der HafenCity Universität (HCU) Hamburg im Bereich Kultur der Metropole. Freiberuflich war sie u.⁠ ⁠a. tätig für die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen (SHGL) und die Bundeskanzler- Willy-Brandt-Stiftung. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen Stadtgeschichte, Kulturgeschichte und Migrationsgeschichte des 20.⁠ ⁠Jahrhunderts sowie die Geschichte des geteilten Deutschlands nach 1945.

Prof. i.R. Dr. Michael Wildt ist Historiker und lehrte von 2009 bis 2022 als Professor für Deutsche Geschichte des 20.⁠ ⁠Jahrhunderts mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zuvor arbeitete er an der Forschungsstelle für die Geschichte des Nationalsozialismus in Hamburg und am Hamburger Institut für Sozialforschung mit dem Arbeitsbereich Theorie und Geschichte der Gewalt. Für seine Forschung wurde er 2022 mit dem Preis des Historischen Kollegs ausgezeichnet. Jüngste Veröffentlichungen von ihm sind Zerborstene Zeit. Deutsche Geschichte 19181945 (2022), Die Ambivalenz des Volkes. Der Nationalsozialismus als Gesellschaftsgeschichte (2019) sowie Volk, Volksgemeinschaft, AfD (2017). Gemeinsam mit Susan Neiman hat er den Band Historiker streiten. Gewalt und Holocaust – Die Debatte (2022) herausgegeben.

PD Dr. Yvonne Robel ist Historikerin, Privatdozentin für Neuere Geschichte an der Universität Hamburg und seit 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg. Sie forscht u.⁠ ⁠a. zur Geschichte des Altonaer Museums und Museums für Hamburgische Geschichte während des Nationalsozialismus und in der unmittelbaren Nachkriegszeit und bereitet derzeit (gemeinsam mit Christoph Strupp, FZH) einen Sammelband zu Kultur und Kulturpolitiken in Hamburg während der NS-Zeit vor.

Im Anschluss eröffnet im Magazin der HFBK-Bibliothek die Präsentation Von Bruchstücken und Leerstellen: Studierende am Lerchenfeld 193345