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2020/01/15: Der Rosa-Bartl-Kunstpreis 2020. Zauberei in der Bildenden Kunst

In den Kulturwissenschaften hat die Zauberkunst aus vielerlei Gründen bislang nur wenig Beachtung gefunden. Ihre Ästhetik ist performativ,also auch flüchtig. Sie gehört dem profanen Raum an, die Geschichte ihrer Grammatik und visuellen Rhetorik beruht zumeist auf mündlicher Tradition. Dennoch hat sich über Jahrhunderte hinweg ein reiches Text- und Bildinventar der Kunst der Illusion entwickelt. Es ist erhalten in den Enzyklopädien zur natürlichen Magie, in Werbebriefen der Zauberkünstler und in den Aufklärungsversuchen ihrer Kritiker, in den begeisterten Berichtender Besucher wie in den Kampfschriften gegen die Zauberkunst. Zauberkünstler und ihre Kunst sind in der bildlichen Darstellung seit dem 15. Jahrhundert nach weisbar. Die frühesten Abbildungen von Zauberkünstlern beschäftigen sich vorwiegend mit dem „Becherspiel“ (nicht Hütchenspiel), bei dem Bälle unter Bechern nach Belieben des Künstlers hin- und herwandern, erscheinen, verschwinden und sich verwandeln.Erwähnt sei hier das Hausbuch des Joseph von Ulm. Es ist heute im Bestand der Universitätsbibliothek Tübingen. In den Darstellungen der „Planetenkinder“ befindet sich eine kolorierte Zeichnung eines Taschenspielers.In der Malerei taucht Anfang des 16. Jahrhunderts das Bild des Gauklers von Hieronymus Bosch (um 1510) auf. Das Motiv wurde später mehrfach von Künstlern neu Interpretiert: Bruno Bruni, Paul Wunderlich und Alexander Gurevich. Mit dem Rosa-Bartl-Preis soll zum einen an die Protagonistin erinnert und zum anderen die Kunst des Zauberns gewürdigt werden.

  1. Preis 1000,00 €; 2. Preis 500,00 €; 3. Preis 250,00 €

Es gelten folgende Teilnahmebedingungen:

  • Die Ausschreibung richtet sich an Künstlerinnen und Künstler aus der Region Hamburg.
  • Es sind Originalarbeiten aus den Sparten Plastik, Zeichnung, Malerei und Fotografie zugelassen.
  • Die Arbeiten müssen in den Jahren 2018, 2019 oder 2020 entstanden und noch nicht mit einem Kunstpreis ausgezeichnet worden sein.
  • Es darf pro Teilnehmer eine Arbeit eingereicht werden, die sich mitdem Thema Zauberkunst befasst. Der Begriff Zauberkunst versteht sich hier als Theater- bzw. als Darstellende Kunst.
  • Die Größe der Arbeiten: Zweidimensionale Werke dürfen eine Hänge-/Stellbreite von 100 cm nicht überschreiten. Dreidimensionale Objekte dürfen eine Standfläche von 50 cm und eine Höhe von 100 cm nicht überschreiten.
  • Die Arbeit muss unbedingt hängegerecht sein, bei Plastiken müssen geeignete Sockel gestellt werden. Jede Arbeit muss mit einem Anhängezettel versehen sein: Name, Titel, Jahr und Preis. (Vorlage im Downloadbereich: www.galerie-we.de).

Anmeldefrist bis zum 15. Januar 2020
Einreichung bis zum 31. Juli 2020

Ausstellung in der Galerie-W November bis Dezember 2020. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Die Jurymitglieder: Regina Gandera, Dr. Thomas Piesbergen, Dr. Nanna Preußners und Eberhard Stosch

Alle Infos unter: www.galerie-we.de/Download_files/Kunstpreis.pdf