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Le Monde Problématique: Debattenrundschau vom 3. Juni

Willkommen zu meiner Debattenrundschau vom 03.06.2019!

Seit einigen Jahren bestimmen identitätspolitische Fragen nicht nur den Kunst-Diskurs maßgeblich mit, sie sind auch in vielen anderen Gesellschaftsbereichen zu wichtigen Taktgebern geworden. „Trigger-Warnung - Identitätspolitik zwischen Abwehr, Abschottung und Allianzen“ heißt ein gerade erschienener Sammelband, den Jan-Paul Koopmann für Spiegel Online rezensiert hat. Das Buch versammele Texte von 20 AutorInnen, welche sich mit ganz unterschiedlichen Aspekte von Identitätspolitik beschäftigen würden. Die Diskussion um identitätspolitische Fragen werde häufig äußerst kontrovers geführt: „Dabei tritt auf allen Seiten zunehmend eine Aggressivität an den Tag, die vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen wäre - und die auch irritieren muss, wo doch die ganze Zeit von Schutzräumen gegen verbale Gewalt die Rede ist“, so der Autor. Die grundsätzlichen Erfolge von Identitätspolitik seinen erst einmal anzuerkennen; vor diesem Hintergrund vollziehe sich dann eine Kritik an den eben auch vorhandenen Überreibungen – so beschreibt Koopmann den grundlegenden Ansatz des Buches. Der Autor greift folgendes Beispiel heraus: „In ihrem Beitrag zum Antisemitismus-Skandal um die Echo-Nominierung von Deutschrapper Kollegah im vergangenen Jahr kritisieren Céline Wendelgaß und Tom David Uhlig pseudo-subversive Tabubrüche im Gangster-Rap. Nur richtet sich ihre Kritik dann auch gegen den Conscious-Rap, ‘wie ihn zum Beispiel prominent Sookee vertritt’. Die Autoren analysieren, wie die Selbstkritik zum Selbstzweck werde: Die Rapperin Sookee macht einen Song über die Diskriminierung von Schwulen und Lesben und kassiert dafür den Vorwurf, andere Diskriminierte auszuschließen, singt sie über toxische Männlichkeit, unterstellt man ihr wiederum Transfeindlichkeit und so weiter. Sookee reagiert betroffen, sagt Konzerte ab, veröffentlicht selbstkritische Songs. ‘Vor lauter Moral der Geschichte’, heißt es aber im Buch, ‘werde die Geschichte selbst vergessen’.“

Das gute Abschneiden der AfD bei der Europa-Wahl nimmt Swantje Karich zum Anlass, sich in der WeltGedanken über die politischen Voraussetzungen der Kunstfreiheit zu machen. Als konkretes Beispiel dient ihr Dresden, ist die AfD in Sachsen doch stärkste Kraft geworden. „Die AfD hat immer wieder bewiesen, dass sie sich für die Kunstfreiheit nur begrenzt interessiert und dass sie in diesem Sinn auch die Museumslandschaft im Freistaat und besonders auch in Dresden verändern will“, so Karich. Beispielsweise wolle AfD-Stadtrat Gordon Engler dem Europäische Zentrum der Künste Hellerau die jährliche städtische Förderung von 3,4 Millionen Euro streichen. Manche Museumsleute befürchteten bereits einen erhöhten politischen Druck nach den Landtagswahlen im Herbst. Zur politischen Unabhängigkeit von Museen und Institutionen schreibt sie: „Egal ob das Stadtmuseum oder die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden: Museumsdirektoren, Mitarbeiter, Kuratoren werden in den städtischen und staatlichen Museen Deutschlands von der Politik berufen. Sie sind weisungsgebunden und vom Grundsatz zu politischer Neutralität verpflichtet. Die Ministerkonferenz entscheidet, ob Verträge geschlossen oder auch nur verlängert werden.“

Auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei sollte eigentlich Ende der Woche die 26. Leipziger Jahresausstellung stattfinden. Die vom Leipziger Jahresausstellung e. V. organisierte Schau wurde nun kurzfristig abgesagt. Grund dafür ist die Debatte um die Teilnahme des Malers Axel Krause, welcher der AfD nahe steht und sich in regelmäßigen Facebook-Posts (https://www.facebook.com/people/Axel-Krause/100008881501633) entsprechend politisch positioniert. Im vergangenen Jahr war Krause von seiner damaligen Leipziger Galerie Kleindienst, welche ihre Räume auch auf dem Gelände der Baumwollspinnerei hat, fallen gelassen worden, was damals mit dessen politischer Haltung begründet wurde. (Ich empfehle die Google-Bewertungen der Galerie zur Lektüre. Ein gewisser Axel Krause hat nur 1/5 Sternen gegeben.) Nun führten öffentliche Proteste gegen die Teilnahme Krauses zum Rücktritt des Vereinsvorstandes und zur besagten Absage der Ausstellung. Ulrike Thielmann hat für MDR Kultur die Hintergründe und Details des Falls zusammengefasst, O-Töne von ursprünglich teilnehmenden KünstlerInnen inklusive.

Galerist Jochen Hempel, ebenfalls auf dem Gelände der ehemaligen Baumwollspinnerei ansässig, hat sich im Interview mit Monopol zu den Streitigkeiten um Krause geäußert. Er befürchte einen Image-Schaden für alle auf dem Gelände ansässigen Galerien, werde doch nun der Name des Areals ständig im Kontext des Skandals genannt, so Hempel. Er sieht in der Teilnahme Krauses auch einen Affront von Seiten des Auswahlkomitees der Überblicksausstellung: „Das Problem ist und bleibt, dass eine einfache Mehrheit der Jury für ihn gestimmt hat. Das war und ist eine deutliche Provokation gegenüber der Entscheidung von Kleindienst sowie den Spinnerei-Galerien.“

Susanne Schreiber hat für das Handelsblatt ein wirklich lesenswertes Interview mit dem Maler Norbert Bisky geführt. Das Gespräch dreht sich unter anderem um seine ostdeutsche Herkunft, sein Verhältnis zu Geld und dem Kunstmarkt und natürlich um seine künstlerische Praxis. Seine künstlerische Sozialisation in den Neunziger Jahren beschreibt er folgendermaßen: „Der Zusammenbruch eines Landes ist eine derart absurde Situation, dass ich mir gesagt habe: ‘Ich werde jetzt Künstler.’ Die Implosion der Ordnung wirkte als Kick. Dinge, die mich bis eben noch gequält haben, Leute, die ich privat gar nicht mochte und die mir reinreden wollten in mein Leben, waren entmachtet worden. […] Das Ende der DDR war biografisch für mich ein Riesenglücksfall. Die Instabilität spielt ja nach wie vor in meinen Bildern eine Rolle. Ich bin immer sehr skeptisch, wenn jemand meint, ganz genau zu wissen, wie es geht. Gut sortierten Weltsichten in verschiedenen Schubfächern misstraue ich. Der Gedanke, dass die Dinge auch ganz anders sein könnten, ist mir ein durchaus lieb gewordener Begleiter geworden.“

Wolfgang Ullrich hat kürzlich in einem Essay für die Zeit eine bemerkenswerte Entwicklung konstatiert – politische eher rechts stehende KünstlerInnen würden sich vermehrt die Verteidigung der Kunstfreiheit auf die Fahnen schreiben, während ihr von linker Seite immer häufiger mit Misstrauen begegnet werde. (Auch Axel Krause beruft sich in seinen Posts ständig auf die Kunst- und Meinungsfreiheit.) Harry Lehmann fragt in seinem Essay, welches ebenfalls auf Zeit Online erschien, nach den unterschiedlichen philosophischen Vorstellungen von Autonomie, die dieser Entwicklung zugrunde liegen, und schlägt darauf aufbauend eine erweiterte Definition von künstlerischer Autonomie vor, welche für demokratische Gesellschaften im Umbruch eine wichtige Funktion erfüllen könne: „Liberale Demokratien brauchen problemscharfe Selbstbeschreibungen. In Zeiten großer Veränderungen werden diese allerdings dysfunktional. Genau hier findet die autonome Kunst ihre gesellschaftliche Funktion, die aber eben nicht direkt politisch, sondern eher vorpolitisch ist: Autonome Kunst kann in ihren besten Werken neue Selbstbeschreibungen provozieren, indem sie die blinden Flecke der aktuellen Selbstbilder artikuliert. […] Man kann die Kulturinstitutionen heute nur ermutigen: In einem politisch polarisierten gesellschaftlichen Umfeld sollte auch jene Kunst unterstützt werden, die quer zu linken und rechten, progressiven und konservativen Standpunkten steht. Denn sie zeigt diese Positionen in ihrer Widersprüchlichkeit, erneuert Erfahrungsmuster und Sprachspiele, die eine demokratische Meinungsbildung erst möglich machen.“

News.artnet.com hat einen Auszug aus dem Buch „Boom: Mad Money, Mega Dealers, and the Rise of Contemporary Art“ veröffentlich, welches von Michael Shnayerson verfasst und kürzlich publiziert wurde. Im den Kapitel beschreibt Shnayerson detailreich und amüsant, wie Takeshi Murakami, Mark Grotjahn und andere KünstlerInnen in den späten Neunzigern und frühen Nuller Jahren zu globalen Stars aufstiegen, zusammen mit ihren Galeristinnen und Galeristen. Künstlerische Fragen spielen in Shnayersons Story keine Rolle; Machtanspruch, Durchsetzungskraft und Geschäftssinn sind die eigentlichen Protagonisten seiner Kunstgeschichte.

Der israelische Psychoanalytiker Carlo Strenger nennt sich selbst einen liberalen Kosmopoliten. Über eben jene gesellschaftliche Figur hat er nun ein Buch geschrieben, welches Michael Angele kürzlich für den Freitag rezensiert hat. Es heißt „Diese verdammten liberalen Eliten. Wer sie sind und warum wir sie brauchen“. Die Grundfrage des Buches laute, ähnlich wie bei Didier Eribons „Rückkehr nach Reims“: „Wie konnte es sein, dass sie (die Arbeiterklasse, das Prekariat, die kleinen Leute) sich von den linken und liberalen Ideen abgewendet haben? Beide Autoren geben ungefähr die gleiche Antwort: Weil wir (Akademiker, Kreative, Kulturschaffende, Journalisten etc.) einmal zu oft abgehoben haben.“ Um diese Frage zu ergründen, habe Strenger Fälle aus seiner psychotherapeutischen Praxis zu fünf exemplarischen Geschichten verdichtet, so der Autor der Rezension. Insgesamt ein wirklich aufschlussreiche Besprechung, ergänzt Angele Strengers Theorien doch noch um zusätzliche soziologische Ansätze und gibt somit einen kompakten, aber dennoch komplexen Einblick in die Thematik.

Ein ganz kurzer Hinweis auf einen tollen Text von Jörg Scheller, veröffentlicht als Blogbeitrag der Zeitschrift Merkur: „Im Folgenden werde ich schlaglichtartig die Haltung dreier AutorInnen beleuchten, die, aus einer dezidiert intellektuellen und/oder künstlerischen Perspektive, vor der Verführbarkeit von Intellektuellen, Akademikern und Künstlerinnen gewarnt haben.“ Denn: „Bildung und Intellekt sind moralisch unspezifisch. Kunst und Kultur zeitigen keine vorhersagbare Wirkung. Aufklärung und Kritik können jederzeit in ihr Gegenteil umschlagen.“ Sie taugten also auch nicht automatisch als Waffe gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck, den Aufstieg des Populismus und dem verbreiteten Glauben an Verschwörungstheorien, so die These des Autors.

„How Soon Is Now: Art, Activism, and Accountability” hieß eine Podiumsdiskussion, die vor einigen Tagen im „Vera List Center at The New School“ in New York stattfand. Moderiert wurde die Diskussion von David Velasco, dem Chefredakteur des Magazins Artforum. Auf der Bühne waren die Künstlerinnen Nan Goldin und Tania Bruguera, die Kunsthistorikerin Claire Bishop, der Schriftsteller Tobi Haslett sowie die Direktorin des Brooklyn Museum, Anne Pasternak. Claire Selvin war für artnews.com vor Ort; in ihrem Artikel fasst sie die wichtigsten Diskussionspunkte zusammen. Die Ausgangslage der Debatte beschreibt sie einleitend folgendermaßen: „Against a backdrop of protest and activism surrounding art museums of late—most notably the high-profile case of Safariland figurehead Warren B. Kanders’s presence on the the Whitney Museum’s board and resulting agitation organized by the group Decolonize This Place—a panel of artists, activists, and arts professionals convened at the New School in New York to discuss their work and address pressing questions regarding money, politics, and power in the cultural sector.“

Wer sich noch einmal einen Überblick verschaffen möchte über jene Proteste, welche in den vergangenen Jahren Kunstinstitutionen oder KünstlerInnen trafen, die sich in den Augen der Protestanten unmoralisches oder ungerechtes Verhalten zu Schulden hatten kommen lassen, dem sei Barbara Pollacks ausführlicher Artikel ans Herz gelegt, welcher ebenfalls auf artnews.com erschienen ist.

Johannes Bendzulla

Eine große Wand wurde gelb gestrichen und darauf in großen Lettern geplottet: Territorium. Es hängen diverse Kabel unter der Decke des Raumes.

Julia Scher, Territorium, 2024, Ausstellungsansicht ICAT der HFBK Hamburg; Foto: Tim Albrecht

Finkenwerder Kunstpreis 2024

Die US-amerika­nische Künstlerin Julia Scher erhält den Finkenwerder Kunstpreis 2024. Mit dem Finkenwerder Förderpreis der HFBK Hamburg wird die Absolventin Anna Stüdeli ausgezeichnet.

Natan Sznaider steht am Rednerpult und  hält seine Keynote.

Keynote "Ambiguitätstoleranz auf dem Prüfstand. documenta fifteen und die jüdische Frage" von Natan Sznaider (Professor für Soziologie, The Academic College of Tel Aviv-Yaffo), zum "Symposium: Kontroverse documenta fifteen" an der HFBK Hamburg; Foto: Tim Albrecht

Gespräche mit Natan Sznaider

Der israelische Soziologe Natan Sznaider spricht mit dem Schriftsteller Navid Kermani und der Philosophin Juliane Rebentisch über den Nahostkonflikt, die Arbeit an einer friedlichen Zukunftsperspektive und das Vermächtnis von Hannah Arendt.

Es wird in Schwarz/Weiß die Nachaufnahme eines menschlichen Auges gezeigt. Auf der Pupille ist ein Atomstern zu sehen.

Still aus US Civil Defense Film Atomic Alert (1951), 10 min 34 sec, Courtesy of the Diefenbunker: Canada’s Cold War Museum.

Archives of the Body - The Body in Archiving

Mit einem Symposium, einer Ausstellung, einem Filmprogramm und einer digitalen Publikation untersucht das von Prof. Hanne Loreck und Vanessa Gravenor konzipierte Forschungsprojekt die Ordnungsform "Archiv" im Hinblick auf den menschlichen Körper. Welche Körperarchive und -diskurse haben sich durchgesetzt? Welche Potenziale für politisch-ästhetischen Widerstand und Aktivismus konnten und können entstehen?

Es ist eine abstrakte Malerei in unterschiedlichen Gelb-, Blau und hellen Brauntönen zu sehen. Ein Kreis in Beige lenkt den Fokus leicht auf die linke Bildhälfte.

Sharon Poliakine, Untitled, 2023, Öl auf Leinwand, Detail

Neue Partnerschaft mit der School of Arts der University of Haifa

Anlässlich einer neuen Partnerschaft mit der School of Arts der University of Haifa präsentiert die HFBK Hamburg eine Ausstellung der Künstler*innen Birgit Brandis, Sharon Poliakine und Studierender der HFBK.

Zwischen blauen Frühlingsblumen hindurch ist der Haupteingang der HFBK Hamburg mit seinem Portal zu erkennen.

Der Eingang der HFBK Hamburg im Frühling; Foto: Ronja Lotz

Aktuelle Ausstellungsempfehlungen

Derzeit finden zahlreiche Ausstellungen mit HFBK-Beteiligung statt. Wir stellen eine kleine Auswahl vor und laden zum Ausstellungsbesuch in der vorlesungsfreien Zeit.

Sieben Personen stehen vor einer bunten Wand aus unterschiedlich farbigen Stoffstreifen.

Besucher*innen der Jahresausstellung 2024; Foto: Lukes Engelhardt

Jahresausstellung 2024 an der HFBK Hamburg

Vom 9. - 11. Februar 2024 (jeweils 14 - 20 Uhr) präsentieren die Studierenden der HFBK Hamburg ihre künstlerischen Produktionen des letzten Jahres. Im ICAT ist neben der von Nadine Droste kuratierten Gruppenausstellung »Think & Feel! Speak & Act!« mit Arbeiten von Master-Studierenden auch die Präsentation der Austauschstudierenden des Goldsmiths, University of London, zu sehen.

Begutachtung der eingereichten Mappen durch die Aufnahmekommission

How to apply: Studium an der HFBK Hamburg

Vom 1. Februar bis 5. März 2024, 16 Uhr läuft die Bewerbungsfrist für ein Studium an der HFBK Hamburg. Alle wichtigen Infos dazu gibt es hier.

In der linken Bildhälfte wird ein Übermensch großes Objekt gezeigt. Ein aus Metall bestehender Kubus mit unterschiedlichen Objekten darin. Dahinter kann man vier Leinwände, die ein hochkantiges Format aufweisen, erahnen. An der rechten Wand steht eine Tischvitrine und an der Wand sind zwei großformatige Blätter angebracht.

Ausstellungsansicht des Hiscox Kunstpreises 2023; Foto: Tim Albrecht

(Ex)Changes of / in Art

Zum Jahresende ist an der HFBK Hamburg viel los: Ausstellungen im ICAT, die Open Studios der ASA-Studierenden in der Karolinenstraße, Performances in der Extended Library und Vorträge in der Aula Wartenau.

Extended Libraries

Wissen ist heute von überall und zeitunabhängig abrufbar. Welche Rolle(n) können dann noch Bibliotheken übernehmen? Wie können sie nicht nur als Wissensarchiv dienen, sondern die künstlerische Wissensproduktion unterstützen? Beispielhaft stellen wir Bibliotheksprojekte von Studierenden und Alumni sowie unseren neuen Wissensraum vor: die Extended Library.

Semestereröffnung 2023/24

Wir begrüßen die zahlreichen neuen Studierenden zum akademischen Jahr 2023/24 an der HFBK Hamburg. Ein herzliches Willkommen gilt auch den neuen Professor*innen, die wir Ihnen hier vorstellen möchten.

Auf einer Wand wurden Buchseiten mit Malereien und Zeichnungen in unterschiedlichen Formaten angebracht. Außerdem sind zwei Buchumschläge des Buches "Die Völker der Erde" zusehen.

Detailansicht Rajkamal Kahlon, People of the Earth (Die Völker der Erde), 2017 - 2021

And Still I Rise

Seit über 20 Jahren gilt das Interesse der US-amerikanischen Künstlerin Rajkamal Kahlon den Zusammenhängen von Ästhetik und Macht, die über historische und geografische Grenzen hinweg vornehmlich durch Gewalt organisiert sind. Mit dieser Einzelausstellung stellt die HFBK Hamburg das vielseitige Werk der Professorin für Malerei und Zeichnen erstmals dem Hamburger Kunstpublikum vor.

Eine Person steht an einem Mischpult auf der Bühne der Aula. Hinter ihr laufen bunte nonfigurative Bilder auf einer großen Leinwand. Im Vordergrund der Szene liegen die Besuchenden auf dem Boden, gebettet auf Kissen. Ein helles Licht strahlt aus der linken oberen Ecke in die Kamera.

Festival "Klassentreffen" von Prof. Michaela Melián, Konzert von Nika Son; Foto: Lukes Engelhardt

No Tracking. No Paywall.

Just Premium Content! Der (fehlende) Sommer bietet die ideale Gelegenheit, um Versäumtes nachzuholen. In der Mediathek der HFBK Hamburg lassen uns Lehrende, Studierende und Alumni an Wissen und Diskussionen teilhaben – an emotionalen Momenten und kontroversen Diskursen. Durch Podcasts und Videos bringen sie sich in aktuelle Debatten ein und behandeln wichtige Themen, die gerade im Fokus stehen.

Let's talk about language

An der HFBK Hamburg studieren aktuell ca. 350 internationale Studierende, die 55 unterschiedliche Sprachen sprechen – zumindest sind das die offiziellen Amtssprachen ihrer Herkunftsländer. Ein Viertel der Lehrenden hat einen internationalen Hintergrund. Tendenz steigend. Aber wie gehen wir im Alltag mit der Vielsprachigkeit der Hochschulmitglieder produktiv um? Welche Wege der Verständigung lassen sich finden? Die aktuelle Lerchenfeld-Ausgabe beschäftigt sich mit kreativen Lösungen im Umgang mit Mehrsprachigkeit und lässt zahlreiche ehemalige internationale Studierende zu Wort kommen.

In der Eingangshalle der HFBK steht eine Holzbude mit dem hinterleuchteten Schriftzug "Würstelinsel". Davor stehen ein paar Leute.

Hanna Naske, Würstelinsel, 2023, Installation in der Eingangshalle der HFBK Hamburg; Foto: Miriam Schmidt / HFBK

Graduate Show 2023: Unfinished Business

Vom 13. bis 16. Juli 2023 präsentieren 165 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2022/23 ihre Abschlussarbeiten aus allen Studienschwerpunkten. Unter dem Titel Final Cut laufen zudem alle Abschlussfilme auf großer Leinwand in der Aula der HFBK Hamburg.

Ein verkleideter Mann mit Sonnenbrille hält ein Schild in Sternform in die Kamera. Darauf steht "Suckle". Das Bild ist in Schwarz-Weiß aufgenommen.

Foto: Honey-Suckle Company

Let`s work together

Kollektive haben Konjunktur im Kunstbetrieb. Und das schon seit mehreren Jahrzehnten. Zum Start des Sommersemesters 2023 widmet sich die aktuelle Ausgabe des Lerchenfeld-Magazins dem Thema der kollektiven Praxis, stellt ausgewählte Kollektive vor und geht aber auch den Gefahren und Problemen kollektiven Arbeitens nach.

Jahresausstellung 2023, Arbeit von Toni Mosebach / Nora Strömer; Foto: Lukes Engelhardt

Jahresausstellung 2023 an der HFBK Hamburg

Vom 10.-12. Februar präsentieren Studierende aus allen Schwerpunkten ihre künstlerischen Arbeiten im Gebäude am Lerchenfeld, in der Wartenau 15 und im AtelierHaus. Im dort ansässigen ICAT kuratiert Tobias Peper, Künstlerischer Leiter des Kunstvereins Harburger Bahnhof, eine Ausstellung mit HFBK-Masterstudierenden. Zudem stellen dort 10 Austauschstudierende des Goldsmiths, University of London ihre Arbeiten aus.

Symposium: Kontroverse documenta fifteen

Mit dem Symposium zur documenta fifteen am 1. und 2. Februar 2023 möchte die HFBK Hamburg Hintergründe und Zusammenhänge analysieren, unterschiedliche Standpunkte ins Gespräch bringen und eine Debatte ermöglichen, die explizit den Antisemitismus im Kunstfeld thematisiert. Die Veranstaltung bietet Raum für divergente Positionen und will Perspektiven für die Gegenwart und Zukunft des Ausstellungmachens eröffnen.

ASA Open Studios im Wintersemester 2021/22; Foto: Marie-Theres Böhmker

ASA Open Studios im Wintersemester 2021/22; Foto: Marie-Theres Böhmker

Das Beste kommt zum Schluss

Zum Jahresende finden nochmals zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen mit HFBK-Kontext statt. Einige davon tragen wir hier zusammen. Auch einen kurzen Ausblick auf zwei Vorträge im Rahmen des Professionalisierungsprogramms im Januar finden sich in darunter.

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image, Grafik: Leon Lothschütz

Festival und Symposium: Non-Knowledge, Laughter and the Moving Image

Als abschließender Teil des künstlerischen Forschungsprojekts laden das Festival und Symposium vom 24.-27. November 2022 zu Vorführungen, Performances, Vorträgen und Diskussionen ein, die das Potenzial der bewegten Bilder und des (menschlichen und nicht-menschlichen) Körpers erforschen, unseren gewohnten Kurs umzukehren und die herrschende Ordnung der Dinge zu verändern.

Blick in die vollbesetzte Aula zum Semesterstart; Foto: Lukas Engelhardt

Blick in die vollbesetzte Aula zum Semesterstart; Foto: Lukas Engelhardt

Herzlich willkommen - und los geht's!

Wir freuen uns, zum Wintersemester 2022/23 viele neue Gesichter an der HFBK Hamburg begrüßen zu können. Einige Informationen und Hintergründe zu unseren neuen Professor*innen und Gastprofessor*innen stellen wir hier zusammen.

Einzelausstellung von Konstantin Grcic

Vom 29. September bis 23. Oktober 2022 zeigt Konstantin Grcic (Professor für Industriedesign) im ICAT - Institute for Contemporary Art & Transfer der HFBK Hamburg eine raumgreifende Installation aus von ihm gestalteten Objekten und bereits existierenden, neu zusammengestellten Gegenständen. Parallel wird der von ihm konzipierte Raum für Workshops, Seminare und Büro-Arbeitsplätze im AtelierHaus in Betrieb genommen.

Amna Elhassan, Tea Lady, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Amna Elhassan, Tea Lady, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm

Kunst und Krieg

„Jeder Künstler ist ein Mensch“. Diese so zutreffende wie existenzialistische Feststellung von Martin Kippenberger (in ironischer Umformulierung des bekannten Beuys Zitats) bringt es in vielerlei Hinsicht auf den Punkt. Zum einen erinnert sie uns daran, nicht wegzusehen, (künstlerisch) aktiv zu handeln und unsere Stimmen zu erheben. Gleichzeitig ist sie eine Ermahnung, denen zu helfen, die in Not sind. Und das sind im Moment sehr viele Menschen, unter ihnen zahlreiche Künstler*innen. Deshalb ist es für Kunstinstitutionen wichtig, nicht nur über Kunst, sondern auch über Politik zu diskutieren.

Merlin Reichert, Die Alltäglichkeit des Untergangs, Installation in der Galerie der HFBK; Foto: Tim Albrecht

Graduate Show 2022: We’ve Only Just Begun

Vom 8. bis 10. Juli 2022 präsentieren mehr als 160 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2021/22 ihre Abschlussarbeiten aus allen Studienschwerpunkten. Unter dem Titel Final Cut laufen zudem alle Abschlussfilme auf großer Leinwand in der Aula der HFBK Hamburg. Parallel ist in der Galerie der HFBK im Atelierhaus die Ausstellung der sudanesischen Gastlektorin Amna Elhassan zu sehen.

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Grafik: Nele Willert, Dennise Salinas

Der Juni lockt mit Kunst und Theorie

So viel Programm war schon lange nicht mehr: Ein dreitägiger Kongress zur Visualität des Internets bringt internationale Webdesigner*innen zusammen; das Forscher*innenkollektiv freethought diskutiert über die Rolle von Infrastrukturen und das Symposium zum Abschied der Professorin Michaela Ott greift zentrale Fragen ihrer Forschungstätigkeit auf.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Renée Green. ED/HF, 2017. Film still. Courtesy of the artist, Free Agent Media, Bortolami Gallery, New York, and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Cologne/Munich.

Finkenwerder Kunstpreis 2022

Der 1999 vom Kulturkreis Finkenwerder e.V. initiierte Finkenwerder Kunstpreis hat eine Neuausrichtung erfahren: Als neuer Partner erweitert die HFBK Hamburg den Preis um den Aspekt der künstlerischen Nachwuchsförderung und richtet ab 2022 die Ausstellung der Prämierten in der HFBK Galerie aus. Mit dem diesjährigen Finkenwerder Kunstpreis wird die US-amerikanische Künstlein Renée Green ausgezeichnet. Die HFBK-Absolventin Frieda Toranzo Jaeger erhält den Finkenwerder Förderpreis der HFBK Hamburg.

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Amanda F. Koch-Nielsen, Motherslugger; Foto: Lukas Engelhardt

Nachhaltigkeit im Kontext von Kunst und Kunsthochschule

Im Bewusstsein einer ausstehenden fundamentalen gesellschaftlichen Transformation und der nicht unwesentlichen Schrittmacherfunktion, die einem Ort der künstlerischen Forschung und Produktion hierbei womöglich zukommt, hat sich die HFBK Hamburg auf den Weg gemacht, das Thema strategisch wie konkret pragmatisch für die Hochschule zu entwickeln. Denn wer, wenn nicht die Künstler*innen sind in ihrer täglichen Arbeit damit befasst, das Gegebene zu hinterfragen, genau hinzuschauen, neue Möglichkeiten, wie die Welt sein könnte, zu erkennen und durchzuspielen, einem anderen Wissen Gestalt zu geben

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld

Atelier-Neubau in der Häuserflucht am Lerchenfeld, im Hintergrund der Bau von Fritz Schumacher; Foto: Tim Albrecht

Raum für die Kunst

Nach mehr als 40 Jahren intensiven Bemühens wird für die HFBK Hamburg ein lang gehegter Traum Wirklichkeit. Mit dem neu eröffneten Ateliergebäude erhalten die Studienschwerpunkte Malerei/Zeichnen, Bildhauerei und Zeitbezogene Medien endlich die dringend benötigten Atelierräume für Master-Studierende. Es braucht einfach Raum für eigene Ideen, zum Denken, für Kunstproduktion, Ausstellungen und als Depot.

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Martha Szymkowiak / Emilia Bongilaj, Installation “Mmh”; Foto: Tim Albrecht

Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg

Nach der digitalen Ausgabe im letzten Jahr, findet die Jahresausstellung 2022 an der HFBK Hamburg wieder mit Publikum statt. Vom 11.-13. Februar präsentieren die Studierenden aus allen Studienschwerpunkten ihre künstlerischen Arbeiten im Gebäude am Lerchenfeld, in der Wartenau 15 und im neu eröffneten Atelierhaus.

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V., VG-Bild Kunst Bonn

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Wer spricht? Wer malt welches Motiv? Wer wird gezeigt, wer nicht? Identitätspolitische Fragen spielen in der Kunst und damit auch an der HFBK Hamburg eine wichtige Rolle. Das hochschuleigene Lerchenfeld-Magazin beleuchtet in der aktuellen Ausgabe Hochschulstrukturen sowie Studierendeninitiativen, die sich mit Diversität und Identität befassen.

Foto: Klaus Frahm

Foto: Klaus Frahm

Summer Break

Die HFBK Hamburg befindet sich in der vorlesungsfreien Zeit, viele Studierende und Lehrende sind im Sommerurlaub, Kunstinstitutionen haben Sommerpause. Eine gute Gelegenheit zum vielfältigen Nach-Lesen und -Sehen:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Katja Pilipenko

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?