de en

2007/11/01: Design-Studierende der HFBK bei den Vision Works Awards

Der Vision Works Award, ein Wettbewerb der Bayer Material Science AG, richtete sich erstmals an Studierende ausgewählter europäischer Design-Hochschulen. Gesucht wurden vor allem visionäre Ideen, bei denen nicht die aktuelle Realisierbarkeit vorrangig ist, aber auch solche, deren marktgerechte Umsetzung heute schon denkbar ist. Mit dabei waren die Elisava in Barcelona, die Freie Universität Bozen, die HFBK Hamburg, die Köln International School of Design und die Academy of Arts, Architecture and Design in Prag. Das Ziel war, talentierte Nachwuchs-Designer zu fördern und zu fordern: Zukünftige Produkte und Anwendungen sollten entwickelt werden. Prof. Lutz Pankow betreute die teilnehmenden Studierenden von der HFBK Hamburg.

Aus insgesamt 90 eingereichten Entwürfen wählte eine Fachjury Arbeiten aus, die in einer zweiten Wettbewerbsphase weiterentwickelt werden konnten. Hieraus entstanden dann insgesamt 28 Prototypen, die von der renommierten Jury unter dem Vorsitz des deutschen Designers Konstantin Grcic prämiert wurden. Auf der weltgrößten Kunststoffmesse »K« in Düsseldorf schließlich wurden am 30. Oktober 2007 die Preisträger des Vision Works Awards bekannt gegeben. Die öffentliche Preisverleihung war natürlich mit der Präsentation der Wettbewerbsbeiträge verbunden. Hier waren auch die Projekte der HFBK-Studierenden vertreten, die zwei der insgesamt vier vergebenen Preise gewonnen haben: Marcin Jez mit seinem Entwurf »Seaguard« sowie das Projekt »Sleeping- Policeman« von Ina-Marie von Mohl, Christian Dobbert, Robert Korn und Andrea Schöller.

Seaguard (Preisträger Kategorie Works)
Bei dem Entwurf »Seaguard« handelt es sich um einen Overall für Personen, die auf hoher See arbeiten. »Seaguard« bietet dem »Mann über Bord« längere Überlebenschancen in eiskalter See, da die meisten Opfer nicht ertrinken, sondern in kürzester Zeit erfrieren. Das Funktionsprinzip: Bei Wasserkontakt entsteht innerhalb weniger Sekunden ein Zwei-Komponenten-Schaum in speziellen Kammern im Rettungsanzug. Die sich dabei entwicklende thermische Energie wird dem zu Rettenden über einen längeren Zeitraum zugeführt.

Sleeping Policeman (Preisträger Kategorie Vision)
Das Konzept des »Sleeping Policeman« ist ein Geschwindigkeitsregelsystem, das auf einer interaktiven Rückkopplung zwischen Straße und Fahrer basiert. In die Straße wird eine elastische deformierbare Barriere eingelassen, deren Härte sich der jeweiligen Auftreffgeschwindigkeit anpasst. Bei langsamer, angepasster Fahrweise gibt die Barriere nach und lässt sich unbemerkt überfahren. Bei zu hoher Geschwindigkeit verhärtet sich der Werkstoffaufbau. Die Folge ist ein merklicher Stoß für Fahrer und Fahrzeug.

Weitere Wettbewerbsbeiträge der HFBK Hamburg

»Soft Bath« (Finalist), Stella Dahms, Bastian Diephaus
Gefahrlos baden kann man in ›Soft Bath‹ – einer Badewanne aus flexiblem Polyurethan.

»PU-SafetyMaterial« (Finalist), Andreas Schöller, Julika Welge
Dieser Motorradhelm mit selbstauslösendem Halsstabilisator ist eines von mehreren Sicherheitskonzepten, die Polyurethan nutzen.

»Induction Suit« (Finalist), Ines Göbel, Christian Dobbert
Ein Anzug, der leuchten kann.

»WarningTriangle« (Finalist), Robert Korn, Ina-Marie von Mohl
Ein dreidimensionales tetraederförmiges Warndreieck, das auf Knopfdruck aus einer Kartusche entsteht, selbstständig steht und bei Nacht aus der Ferne gut sichtbar ist.