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2010/02/08: Hans Platschek-Preis an Monika Grzymala

Am 4. März 2010 verleiht die Hans Platschek Stiftung im Rahmen der Kunstmesse »Art Karlsruhe« den dritten Hans-Platschek-Preis für Kunst und Schrift an Monika Grzymala, Absolventin der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Einzeljuror Axel Hecht, Gründer und langjähriger Chefredakteur des Hamburger Kunstmagazins »art«, wählte die 1970 im polnischen Zabrze geborene Künstlerin aus. Zugleich hält der Kunstkritiker die Laudatio.

Seine Wahl begründete Hecht: »Monika Grzymala kann mit schwebenden Linien auf selbstgeschöpften Papieren einen lyrischen Kosmos entwerfen oder mit leuchtenden Farbbändern in geschlossenen Räumen lichte Wirbel, kraftvoll stürzende Wasserfälle oder wundersame Stürme inszenieren. Souverän und phantasievoll, wie kaum jemand zuvor, hat sie die Befreiung der Zeichnung vorangetrieben.«

Ausgebildet als Steinbildhauerin und als Restauratorin, studierte Grzymala zunächst Bildhauerei in Karlsruhe und Kassel. Bei Bogomir Ecker an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg fand sie dann zur ortsspezifischen Raumzeichnung. Ihre poetischen Raumzeichnungen, die sie mit teils kilometerlangen Klebebändern und Seilen anfertigt, sind oft farbstarke Installationen und thematisieren gattungsübergreifend Architektur, Plastik wie Zeichnung gleichermaßen. Für diese Grenzgänge ist Grzymala mittlerweile international bekannt.

Monika Grzymala wuchs in Deutschland auf. Ihre Familie wurde 1980 aus Polen ausgewiesen. Heute lebt sie in Berlin.