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2012/04/20: HFBK-Promovend erhält Fördergelder der Innovationsstiftung Hamburg

Die Innovationsstiftung Hamburg wird ein Projekt des an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) promovierenden Künstlers Daniel Kerber mit einer Summe von 191.000 Euro fördern. »Morethanshelters« hat die Entwicklung einer innovativen Notunterkunft für den Einsatz in Krisengebieten zum Ziel, die die Flexibilität und Mobilität eines Zeltes mit dem Komfort und dem Gestaltungsspielraum eines festen Hauses verbindet. Mit Hilfe der Fördersumme, die etwa 45 Prozent der sich auf 420.000 Euro belaufenden Gesamtkosten abdeckt, sollen bis 2013 mehrere Prototypen entwickelt werden. Diese sollen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Hilfsorganisationen im Rahmen von Pilotprojekten – voraussichtlich in Südindien und Namibia – den Praxistest durchlaufen. Für 2014 ist die Serienreife des modularen Systems, das unterschiedlichen Situationen, klimatischen Bedingungen und kulturellen Kontexten angepasst werden kann, angestrebt.

Die Grundidee entwickelte Kerber im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsprojektes »Urbane Interventionen« an der HFBK Hamburg. Unter der Leitung von Dr. Friedrich von Borries, Professor für Designtheorie und kuratorische Praxis an der HFBK, untersuchen Kerber und drei weitere wissenschaftliche Mitarbeiter Formen und Wirkungsgeschichte künstlerischer Praktiken, die anknüpfend an Traditionen aus Theater, Performance und Aktionskunst in gesellschaftliche und politische Prozesse eingreifen. »Morethanshelters« ist Teil der Doktorarbeit Kerbers, die sich mit den Themenkomplexen »Informelle Architektur« und »Bauen in Notsituationen« beschäftigt.

Der Ansatz von »Morethanshelters« entspricht zwei zentralen Zielen der modernen Entwicklungshilfe: zum einen dem der Partizipation, wonach dauerhafte Strukturen der Hilfe zur Selbsthilfe im Sinne eines »Empowerments« geschaffen werden sollen; zum anderen dem der Nachhaltigkeit in ökologischer und ökonomischer Hinsicht. Der Materialeinsatz erfolgt so effektiv wie möglich; die flexible Struktur entwickelt sich im Baukastenprinzip, ist variabel und extrem anpassungsfähig; zudem sind alle Module wiederverwendbar und hinterlassen keine Schäden am Einsatzort. In innovativer Weise verknüpft „Morethanshelters“ Wissen und Technik aus den Bereichen Architektur, Design und Ingenieurswesen mit den Erfahrungen von NGOs und Hilfsorganisationen. Das überzeugte unter anderem auch Prof. Dr. Michael Braungart, Mitentwickler des Cradle-to-Cradle Nachhaltigkeitsstandards, das Fraunhofer-Institut für Bauphysik und das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration, die von Daniel Kerber für die Zusammenarbeit gewonnen werden konnten.

Kunst trotz(t) Corona: Graduate Show 2020

Mit einer zweimonatigen Verspätung findet die Graduate Show – ehemals Absolventenausstellung – in diesem Jahr am 19. und 20. September statt. Mehr als 140 Studierende zeigen ihre künstlerischen Abschlussarbeiten. Von 10 - 20 Uhr sind Besucher*innen herzlich eingeladen, sich in der HFBK die zahlreichen Arbeiten anzusehen. Für Ihre Gesundheit an diesem Wochenende sorgt ein extra entwickeltes Corona-Konzept. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Aktuelle Beiträge auf rhizome.hfbk.net

rhizome.hfbk.net ist das soziale Netzwerk der HFBK. Es eröffnet ein digitales Forum für Austausch und Diskussion, in dem Studierende, Lehrende, Gastautor*innen, Kunstkritiker*innen und die interessierte Öffentlichkeit für ein breites Spektrum an Inhalten und Sichtweisen sorgen. Hier finden sich Ausstellungsbesprechungen, eine regelmäßige Kunstpresseschau, literarische Texte sowie Berichte von Vorträgen und Symposien.

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?

Jahresausstellung 2020 an der HFBK Hamburg

Zur Jahresausstellung der HFBK Hamburg präsentieren rund 800 Studierende drei Tage lang ein breites Spektrum künstlerischer Arbeiten: von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Raum- und Soundinstallationen sowie Designentwürfen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen der Hochschule.