de en

2013/01/16: Red Dot Award für »Memory Loops«

»Memory Loops. 300 Tonspuren zu Orten des NS-Terrors in München 1933–1945« von Michaela Melián, Professorin im Studienschwerpunkt Zeitbezogene Medien an der HFBK Hamburg, ist erneut ausgezeichnet worden. Das Frankfurter Mediendesign-Unternehmen Meso Web Scapes erhielt für die »Memory Loops«-Website den Red Dot Award 2012 für communaction design. Die Jury würdigte das herausragende Design und die technisch komplexe Umsetzung des virtuellen Denkmals für die Opfer des Nationalsozialismus in der Sparte information design/public space. »Wir freuen uns sehr, dass unsere Arbeit für das Kunstwerk Memory Loops ausgezeichnet wird« sagt Stefan Ammon, einer der Geschäftsführer von MESO Web Scapes.

Das Herzstück ist die Website www.memoryloops.net: Eine virtuelle, von Michaela Melián handgezeichnete Stadtkarte spiegelt die Topographie des Nationalsozialismus an 61 Orten in München wider, verknüpft mit 300 Toncollagen aus von Sprechern nacherzählten Zeitzeugenberichten und Musik.

2008 hatte Melián mit ihrem Entwurf für ein Denkmal ohne konkreten Ort den Kunstwettbewerb der Landeshauptstadt München »Opfer des Nationalsozialismus – Neue Formen des Erinnerns und Gedenkens« gewonnen. Es sollten ausdrücklich alle NS-Opfergruppen eingebunden, Täterbezüge nicht ausgelassen und vor allem »neue Formen des Erinnerns und Gedenkens« erprobt und reflektiert werden. Die zentrale Idee Meliàns bestand darin, Opferstimmen als virtuell-akustisches Netz über den Stadtraum zu legen. Die Tonspuren sollten auf einer eigenen Website jederzeit und überall abrufbar sein. »Meine Überlegung war, diese Stimmen von NS-Opfern und Zeitzeugen als permanente, unsichtbare Installation über die Stadt zu legen, eine Art virtuelles Raster, das sich für immer mit der Stadt verbindet. Dass diese Stimmen nicht einfach im Archiv schlummern, sondern dass sie wirksam gemacht werden in einer aktuellen, zeitgenössischen Form und sich als eine unsichtbare Audioskulptur über die Stadt legen,« sagt Autorin Michaela Melián.
www.memoryloops.net

Kunst trotz(t) Corona: Graduate Show 2020

Mit einer zweimonatigen Verspätung findet die Graduate Show – ehemals Absolventenausstellung – in diesem Jahr am 19. und 20. September statt. Mehr als 140 Studierende zeigen ihre künstlerischen Abschlussarbeiten. Von 10 - 20 Uhr sind Besucher*innen herzlich eingeladen, sich in der HFBK die zahlreichen Arbeiten anzusehen. Für Ihre Gesundheit an diesem Wochenende sorgt ein extra entwickeltes Corona-Konzept. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Aktuelle Beiträge auf rhizome.hfbk.net

rhizome.hfbk.net ist das soziale Netzwerk der HFBK. Es eröffnet ein digitales Forum für Austausch und Diskussion, in dem Studierende, Lehrende, Gastautor*innen, Kunstkritiker*innen und die interessierte Öffentlichkeit für ein breites Spektrum an Inhalten und Sichtweisen sorgen. Hier finden sich Ausstellungsbesprechungen, eine regelmäßige Kunstpresseschau, literarische Texte sowie Berichte von Vorträgen und Symposien.

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?

Jahresausstellung 2020 an der HFBK Hamburg

Zur Jahresausstellung der HFBK Hamburg präsentieren rund 800 Studierende drei Tage lang ein breites Spektrum künstlerischer Arbeiten: von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Raum- und Soundinstallationen sowie Designentwürfen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen der Hochschule.