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2013/09/24: Lichtwark-Preis für Andreas Slominski

Der Künstler und HFBK-Professor Andreas Slominski wird mit dem Lichtwark-Preis ausgezeichnet, der alle vier Jahre von Senat und Bürgerschaft der Stadt Hamburg an Maler, Zeichner und Bildhauer vergeben und mit 10.000 Euro dotiert ist. Anfang 2014 wird der Preis vergeben, ebenso wie das Lichtwark-Stipendium, das der Hamburger Bildhauer Stefan Kern erhält.

Benannt ist der Preis nach dem ersten Direktor der Hamburger Kunsthalle und wegweisenden Museumspädagogen Alfred Lichtwark, dessen 100. Todestag im Jahr 2014 begangen wird. Er wird an Künstler verliehen „deren Werke der bildenden Kunst in unserer Zeit neue Aspekte hinzugewonnen haben“.

Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler: „Andreas Slominski ist einer der wichtigsten Künstler, der über Hamburgs Grenzen hinaus mit seiner unkonventionellen Objektkunst auf eine aufregende und neuartige Weise für Eindruck sorgt. Als Professor an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg gibt Andreas Slominski sein Wissen an eine große Zahl von Studierenden weiter.“

Das Preisrichterkollegium würdigt die Kunst Andreas Slominskis „als zum Besten gehörig, was in den letzten Jahrzehnten im internationalen Rahmen an deutscher Kunst entwickelt worden ist“. Letzte Träger des Lichtwark-Preises waren Olaf Metzel (2009), Thomas Schütte (2004) und Reiner Ruthenbeck (2000). Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler wird den Preis voraussichtlich im Januar zum Auftakt des Lichtwark-Jahres 2014 überreichen.

1959 in Meppen geboren, studierte Andreas Slominski von 1983 bis 1986 Kunst an der Hochschule für Bildenden Künste (HFBK) in Hamburg. Nach einer Professur in Karlsruhe lehrt er seit 2004 als Professor für Bildhauerei an der HFBK. Er wurde in den 1980er Jahren mit seinen Fallen-Objekten bekannt, die zugleich banale Alltagsobjekte und autonome Kunstwerke sind. In seiner jüngsten Werkserie beschäftigt Slominski sich mit Garagentoren, die wie Tafelbilder mit bunten Schildern an der Wand hängen. Slominski erhielt verschiedene Auszeichnungen, u.a. den Edwin-Scharff-Preis (1998), den Preis der Yokohama Triennale (2001) und den Niedersächsischen Kunstpreis (2004). Von zahlreichen Institutionen weltweit wurde er zu Einzelausstellungen eingeladen.

Auch der 1966 in Hamburg geborene Stefan Kern, der an der Städelschule in Frankfurt am Main studiert hat, unterrichtete von 2003 bis 2005 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.