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2017/01/11: Kaiserring 2017 für Isa Genzken

Die Berliner Künstlerin Isa Genzken erhält den Kaiserring der Stadt Goslar 2017. Das hat Oberbürgermeister Oliver Junk (CDU) Anfang Januar beim traditionellenNeujahrsempfang in der Goslarer Kaiserpfalz bekannt gegeben. Die 68-Jährige führe seit Jahrzehnten »den internationalen Diskurs in der Bildhauerei mit an«, heißt es in der Begründung der Jury. Ihre Werke seien »ungeschönt, punkig, aber nie ohne Humor«. Die Fotografien, Installationen und Skulpturen führten dem Betrachter »Umbrüche, Gegensätze, Gewalt und Brutalitäten unserer Gesellschaften« klar vor Augen. Die Auszeichnung wird ihr am 7. Oktober 2017 in Goslar verliehen.

Genzken wurde 1948 in Bad Oldesloe geboren. Sie studierte studierte von 1968 bis 1969 an der HFBK Hamburg (bei Kai Sudeck, Almir Mavigier und Kilian Breier), anschließend in Köln und Berlin, bevor sie zur Kunstakademie in Düsseldorf wechselte. Isa Genzken hat in über vierzig Jahren ein vielseitiges und komplexes Werk entwickelt, das Skulpturen, Installationen, Filme, Fotografien Malereien, Arbeiten auf Papier und Künstlerbücher umfasst. Genzkens Arbeiten wurden weltweit ausgestellt. 2007 vertrat sie Deutschland auf der Biennale in Venedig. 2013 richtete ihr das MoMA New York eine große Retrospektive aus.

Der Goslarer Kaiserring gilt als einer der bedeutensten Preise für moderne Kunst weltweit – ein einfacher Goldring mit dem Bildnis Kaisers Heinrich IV., der 1050 in Goslar geboren wurde. Die undotierte Auszeichnung wird seit 1975 verliehen. Frühere Preisträger sind unter anderem Max Ernst, Joseph Beuys und Christo.