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Cross-Cultural Challenges

Die Ringvorlesung »Cross-Cultural Challenges« ist Bestandteil des Programms Artistic and Cultural Orientation für Asylsuchende und Geflüchtete, die an künstlerischen und/oder gestalterischen Fragestellungen interessiert sind.

Die Gastvorträge mit Künstler*innen, Theoretiker*innen und Kurator*innen, die eine nicht-europäische Perspektive und ihre je besondere ästhetische Strategie im Umgang mit dem aktuellen Zeitgeschehen mitbringen, richten sich an alle Hochschulmitglieder und wollen den Diskurs über kulturelle Transfers und verschiedene »Schulen des Sehens« forcieren.

Vorträge bisher

14. November 2018
Khaled Bakareh: The Practice of Necessity
Khaled Barakeh ist ein in Berlin lebender syrischer Künstler und Kulturaktivist. Er nähert sich seiner kreativen Praxis als Werkzeug des sozialen Wandels mit Fokus auf Themen, die sich auf Machtstrukturen im Kontext von Identität, Kultur und Geschichte beziehen.
Aus seiner künstlerischen Arbeit heraus, entwickelte sich eine Praxis, die er als "Practices of Necessity" beschreibt. Er versteht sie als Antwort auf Fragen und Bedürfnisse seiner Umgebung. In seinem Vortrag stellt Barakeh zwei aktuelle Projekte vor: SYRIA Cultural Index – eine Online Plattform zur Vernetzung syrischer Kreativer und die Syrian Biennale – die erste mobile Biennale entlang der Stationen der sogenannten "Flüchtlingsroute" Station macht.

6. Juni 2018
Guest Lecture: Shirana Shahbazi
Shirana Shahbazi, geboren 1974 in Teheran, studierte Fotografie in Dortmund und Zürich. Ihre Werke waren in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen zu sehen, u.a. in der Kunsthalle Bern, im Fotomuseum Winterthur, im New Museum, New York und im Museum Boijmans van Beuningen, Rotterdam, und wurden mehrfach ausgezeichnet. Die Künstlerin lebt und arbeitet in der Schweiz.

9. Mai 2018
Ayzit Bostan: Internet
Die Künstlerin und Modedesignerin Ayzit Bostan machte sich 1997 in München mit ihrem eigenen Modelabel selbständig. Sie arbeitet häufig an der Schnittstelle zwischen Mode und Kunst, u.a. auch als Kostümbildnerin für Theater und Film, und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Ayzit Bostan lehrt als Professorin an der Kunsthochschule Kassel.
www.ayzitbostan.com

8. November 2017
Guest Lecture: Anna Boghiguian
Künstlerin und Documenta 13-Teilnehmerin
Anna Boghiguian was born in 1946, an Armenian in Cairo. She never adopted the city as her only home, continuing to have a conflicting relationship with the city today. Living a nomadic life, the artist has constantly moved from city to city across the globe. Immersing herself in the sights and sounds of the city, as well as the literature, poetry and politics of its people, the artist nonetheless remained distant, an outsider in a busy metropolis.

25. Oktober 2017
Ahlam Shibli: Between Trauma and a Negotiated Home
Künstlerin und Documenta 14-Teilnehmerin
Ahlam Shibli, born in 1970 in Palestine, lives and works in Palestine. Her photographic work addresses the contradictory implications of the notion of home through a documentary aesthetics. It deals with the loss of home and the fight against that loss, but also with restrictions and limitations that the idea of home imposes on individuals and communities marked by repressive identity politics.

14. Juni 2017
Guest Lecture: Hiwa K, Berlin
Irakisch-deutscher Installationskünstler, aktueller Documenta 14-Teilnehmer und Einzelausstellung in den Kunstwerken Berlin. »In seiner Heimat galt Hiwa K [...] als realistischer Maler – und daran hat sich nichts geändert, auch wenn er das Malen mittlerweile aufgegeben hat. Er ist ein Sozialrealist, dem es nicht um die präzise Darstellung einer potenziellen Wirklichkeit geht, sondern um die Neuerfindung und Transformation der vorgefundenen Realität.« (Adam Szymczyk)

17. Mai 2017
Jasmina Metwaly + Philip Rizk, Cairo/Egypt
Jasmina Metwaly and Philip Rizk are founding members of Mosireen media collective, which was formed during the 2011 revolution in Egypt in order to establish a platform for citizen journalism and an archive of the revolution.

19. April 2017
Natascha Sadr Haghighian: Fuel to the Fire
Mit ihrer recherche-basierten Praxis versucht Natascha Sadr Haghighian, Machtverhältnisse innerhalb der Kunst und durch künstlerische Mittel erfahrbar und veränderbar zu machen. Seit ihrer Arbeit Pfad, die sie für die documenta 13 entwickelte, beschäftigt sie sich auch mit Übersetzungsproblemen, vor allem zwischen ziviler und militärischer Definition von Lebensräumen. Die Arbeit Fuel to the Fire ist eine umfassende Installation mit begleitenden Workshops und Screenings, die in Zusammenarbeit mit den Communities in den Vororten des Stockholmer Nordens entstanden.

11. January 2017
Ghassan Salhab: Distraught Bodies
»Characters in film live in a sort of solitude, either poetic or prophetic, within the human community: each lives a catastrophic episode of the destiny of mankind as his own historical curse.«
Film presentation: Ghassan Salhab »1958« (2009, 66 Min.)
www.ghassansalhab.com

14. Dezember 2016
Alya Sebti: In between – on exhibition making as experience of in between
Alya Sebti has been director of ifa-Galerie Berlin since April 2016, she curated several exhibitions in Europe and North Africa and was the artistic director for the 5th edition of the Marrakech Biennale in 2014.

16. November 2016
Guest Lecture: Rayyane Tabet
Im Rahmen der ACO-Ringvorlesung »Cross-Cultural Challenges« spricht der libanesische Künstler über seine Arbeit.
sfeir-semler.com/rayyane-tabet

12. Oktober 2016
Guest Lecture: Dr. Bonaventure Soh Bejeng Ndikung
Der Direktor von SAVVY Contemporary, Berlin, und Curator at Large documenta 14 spricht zum Auftakt der Ringvorlesung »Cross-Cultural Challenges« im Rahmen der HFBK-Semestereröffnung.

Kontakt

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Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

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Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

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Zur Jahresausstellung der HFBK Hamburg präsentieren rund 800 Studierende drei Tage lang ein breites Spektrum künstlerischer Arbeiten: von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Raum- und Soundinstallationen sowie Designentwürfen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen der Hochschule.

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Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?