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29.6.2021, 19:00 Uhr
Wartenau Versammlung #6 Elena Agudio

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The Labour of Repairing

Reparations are juridically understood as a compensation for historical crimes and inequities, having the aim of remedying injustices and helping specific groups of people or populations to re-prosper. Considering reparations not as a financial debt only (but also), this lecture grapples with the thinking and writing of activists, scholars, and writers that address reparations as a way to find “new ways of redeeming bodies in the society”. Reparations may begin in the body, as poet Harmony Holiday states. In this lecture we will ponder: What are possible formats of reparations? How can communities and vulnerable individuals be remunerated and supported in more complex and alternative ways? What forms of solidarity are possible when relations are broken beyond repair?

Reparations correspond to both immaterial and material injury, since the injuries of past actions are not just experienced materially, but felt intergenerationally, corporeally, affectively. While material remunerations thus involve, for instance, the return of stolen land, objects, monetary payments, and the reconstruction of infrastructure, immaterial possibilities of addressing the mental and cultural legacy of colonialism are much more complicated and involve psychic reconciliation, moral recalibration, and a complicated process of self- and community repair.

Elena Agudio is a Berlin-based art historian and curator. She studied Art History at the University of Venice - Ca’ Foscari and in 2010 she received her PhD in Contemporary Art and Design. She is interested in curatorial practices as forms of troubling, with a focus on its performative and relational aspects. Since 2013 she has been artistic co-director of SAVVY Contemporary, where she curates and co-curates exhibition projects, discursive programmes and series, among which recently Ultrasanity. On Madness, Sanitation, Antipsychiatry and Resistance; Soil is an Inscribed Body. On Sovereignty and Agropoetics; and the series Speaking Feminisms/We Who Are Not The Same dedicated to an exploration of current feminist practices and alliances. She is also artistic director of the non-profit association Association of Neuroesthetics (AoN)_Platform for Art and Neuroscience, a project in collaboration with the Medical University of Charité and The School of Mind and Brain of the Humboldt University encouraging both a dialogue and lasting cooperation between contemporary art and the cognitive sciences. She writes, and since 2017 has been teaching at the Weissensee School of Art in Berlin (the last three semesters at The Master of Arts-programme in “Spatial Strategies”) . In 2017 and 2018 she was Guestprofessor at HfBK (Kunsthochschule für Bildende Künste) in Hamburg and Resident Fellow at Helsinki University of the Arts.

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Die öffentliche Veranstaltungsreihe Wartenau Versammlungen bringt unterschiedliche Stimmen von Akteur*innen zwischen Kunst und Bildung, Forschung, Aktivismus und Schule in Form von Gesprächen, Diskussionen und Treffen zusammen um einen neuen Handlungsraum der Teilhabe in der Kunstpädagogik in Hamburg zu bilden. Wartenau Versammlungen eröffnen Räume des kollektiven Sprechens, mit Querverbindungen zwischen Theorien, Praktiken, gemeinsamen Politiken und Handlungsweisen. Das Format der "Wartenau Versammlungen" ist offen. Es reicht von Vorträgen, Gesprächen, Diskussionen, über Installationen und Performances bis zu Workshops und geht über diese hinaus. Versammlungsort ist die Aula Wartenau – ein neuer Kunstvermittlungs- und Handlungsraum an der HFBK Hamburg. Die Wartenau Versammlungen finden in einer Stream-Relay-Kooperation mit Station of Commons statt, https://stationofcommons.org/

Alle Wartenau Versammlungen und mehr finden sich auf: https://art-education.hfbk.net/

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Künstlerin: Iris Hamers "Two pink paintings facing each other"; Foto: Tim Albrecht

Kunst trotz(t) Corona: Graduate Show 2020

Mit einer zweimonatigen Verspätung fand die Graduate Show – ehemals Absolventenausstellung – in diesem Jahr am 19. und 20. September statt. Mehr als 140 Studierende zeigten ihre künstlerischen Abschlussarbeiten.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?