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Die Tresen-Kolumne: Courier

Seit ein paar Tagen plagt mich ein Reizhusten. Das ist oft so, als letzte Erscheinungsform einer Erkältung. Der Rest ist wieder gut, nur der Husten ist noch da. Heute Abend will ich in meine alte Bar, einen Courier trinken. N. sagt, ich soll davor meinen Husten unterdrücken, man hört dieser Tage Geschichten aus anderen Städten, wo hustende oder niesende Leute in Zwangsquarantäne gestellt werden, wenn sie in der Öffentlichkeit auffallen. Es ist eine nervöse Grundstimmung draußen, auf Instagram sieht man nur leer-gekaufte Regale, Prepperzeit, während das vor kurzem von vielen meiner Freund_innen noch gefeierte Europa an der griechischen Grenze auf Menschen schießt. Man könnte fast denken, das Virus sei die psychosomatische Reaktion einer Gesellschaft, deren moralischer Weltgestus sich nie in, für andere, leid-lindernde Handlungen kulminiert hat. Ich glaube, die Bar ist gerade der sicherste Ort, denn da husten eh immer alle. Ein guter Platz um die Zeit zu überstehen, sich mit Freund_innen dort Geschichten zu erzählen, die woanders spielen als in der Bar, in einer anderen Zeit als heute, während draußen aufgebrachte Menschen in blauen Europa-Pullis literweise Sterilium in ihre Vorratskammern transportieren: Eine Art Souterrain-Dekameron, bis wir wieder nach Hause können, dort weiter husten.

https://rhizome.hfbk.net/p/241851


Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Jahresausstellung 2020 an der HFBK Hamburg

Zur Jahresausstellung der HFBK Hamburg präsentieren rund 800 Studierende drei Tage lang ein breites Spektrum künstlerischer Arbeiten: von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Raum- und Soundinstallationen sowie Designentwürfen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen der Hochschule.

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?