Die Tresen-Kolumne: Leitern
Es ist Sonntagnachmittag und ich habe tatsächlich wieder eine Tresenschicht hinter mir. Einspringen, das geht noch. Abwehrkämpfe hinter einer Mauer aus Gläsern, Menschen die mit Geldscheinen winken, flache Hände, die, um die eigene Zustimmung zu unterstreichen, auf Tischplatten schlagen. Jetzt, die Taschen voller Bargeld und ein zufriedenes, müdes Gefühl irgendwas geschafft zu haben. Ich habe angefangen, eine Ausstellungsbeteiligung von mir in der Kunsthalle im Februar 2020 zu bewerben. Es fühlt sich aufregend an, manchmal. Das Leben als konstanter Treppenanstieg: Wieder eine Stufe nach oben – Karrieresprung, Beförderung, Versetzung. Meinen Freund_innen mit richtigen Berufen geht das oft genauso. Sie kündigen, sobald sie das Gefühl haben, ihr jetziger Arbeitsplatz hält keine Aufstiegschancen mehr für sie bereit und suchen sich eine neue „Herausforderung“ - Das Leben, gedacht als Steppertraining. Plötzlich melden sich Menschen bei mir, die ich ewig nicht mehr gehört habe. Sie fragen, was ich so mache, wie es mir geht und was ich in der Kunsthalle zeige. Mit einer imaginierten Reichweite kommt das Interesse zurück. Neugierde, ein schlimmes Wort, im Deutschen zumindest. Es klingt so getrieben, gierig, unfreiwillig, unbestimmt. Man müsse halt, und das ist ja wohl klar, es ginge nicht anders: Bilder malen, Gedichte schreiben, die Hose ausziehen, Menschen stalken, Leitern erklimmen, Geschäfte machen, Herausforderungen suchen und jetzt unbedingt mal wieder gemeinsam Kaffee trinken. Ich habe die Vermutung, am Ende der Leiter wartet nichts. Sie hört einfach auf, geht seitwärts weiter oder im Kreis, wird plötzlich eine Rutsche, ein Trampolin, ein großer Pudding, bis irgendwann das Herz nicht mehr mitmacht und man einfach verschwindet und ein anderer Mensch eine andere Leiter an ein anderes Leben anstellt. Bis dahin hab ich vielleicht noch ein bisschen Zeit. Ich muss die Vermieterin anrufen und fragen, ob ich die Miete auch mit opportunities bezahlen kann anstatt mit richtigem Geld.
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