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Le Monde Problématique: Debattenrundschau vom 27. April

Wie funktioniert das mit dem Dagegen-Sein in Zeiten wie diesen? Diese Frage versucht Julia Lorenz vom Magazin Spex in der aktuellen Ausgabe ihres Corona-Logbuchs zu beantworten. Besonders eine Demonstration gegen die staatlich verordneten Einschränkungen vergangene Woche vor der Berliner Volksbühne habe ihr zu Denken gegeben, so die Autorin. „Verschwörungstheoretiker_innen, stramme Rechte, Impfgegner_innen und Ken Jebsen himself nutzten eine Demo gegen den Lockdown als Bühne für ihre krude Weltsicht. […] Leider zeigt der Aktionismus dieser Möchtegern-Widerständler_innen eine ärgerliche Wirkung bei mir: Wo alle, die den Lockdown sinnvoll finden, zu verblendeten Deppen erklärt werden, kriegt ein kritischer Umgang mit Regierungsbeschlüssen schnell einen schalen Beigeschmack. Die Folge sind Lähmungserscheinungen, Lethargie, Verstummen – und Skepsis gegenüber Protest.“ Lorenz fragt: “Wird Passivität zur Opposition, wenn Distanz Fürsorge bedeutet? Bloß nicht – dann würde die Querfront ja Recht behalten mit ihrer Mär von der doofen Lemmingherde. Das Problem ist nur: An wessen Seite stellt man sich gerade? Und wer gehört bestreikt?“ Ihr persönliches Fazit: „Die Übereinkunft, der Regierung in Sachen Schutzmaßnahmen nicht nur das Schlimmste zuzutrauen, geht durchaus zusammen mit scharfer Kritik an ihrer Arbeitsweise. Das sorgt erstmal für einen Knoten im Kopf. Aber wenn der platzt, gehen vielleicht auch die Lähmungserscheinungen vorbei.“

Arlene Dávila fordert in ihren Beitrag für Hyperallergic.com, im Zuge der zahreichen Kürzungen und Einsparungen nicht die Diversity-Bemühungen zu vergessen, welche vor der Corona-Krise Handlungsmaßstab zahlreicher Kunst-Institutionen gewesen seien. Sie schreibt: „In reality, I am not very concerned about MoMA’s finances. I care about what their decision reveals about the workings of an industry in which most arts and cultural institutions in the city operate at a fraction of MoMA’s budget. I fear for the loss of community cultural institutions when they are forced to close doors, and I think about the many creatives who will be forced to leave the city because they have lost jobs and cannot afford to pay rent. Most of our creatives operate as gig workers, lacking health insurance, benefits, and vacations, and COVID-19 has exposed their widespread vulnerability. Artists and creatives of color, however, have always been the most vulnerable; they are the least represented by galleries and museums, and the least likely to have any market for their work.“

Zur Dokumenta 9 im Sommer 1992 produzierte die Künstlergruppe „Van Gogh TV“ experimentelle Fernsehformate, welche für die Dauer der Großausstellung im deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt wurden. Eines davon war „piazza virtuale“. Es bestand schlicht aus einer eingeblendeten Telefonnummer, welche einen, wenn man das Glück hatte durchgestellt zu werden, mit drei weiteren AnruferInnen live auf Sendung schaltete. So beschreibt es Tilman Baumgärtel, Projektleiter eines Forschungsprojekts über „Piazza virtuale“ der Hochschule Mainz und der Universität Bonn, in seinem Beitrag für die TAZ. „‘Piazza virtuale‘ war ein Vorläufer der sozialen Medien der Gegenwart. Und es nahm einige Aspekte der Existenzform vorweg, die die Welt dank der Coronakrise in den letzten Wochen kennengelernt hat: Man sitzt zu Hause vor einem Monitor und ist mit dem Rest der Welt in einer riesigen Telekonferenz verbunden. […] Bei ‚Piazza virtuale‘ sind viele Elemente der Netzkultur unserer Tage in nuce zu beobachten. Wer genau hinguckt, findet Vorläufer von Shitstorms und Cybersex, von E-Commerce und Spielen mit virtuellen Identitäten, von Smart Mobs und von einem Zeitalter, in dem anscheinend jeder Mensch sein eigener Sender werden kann“, so Baumgärtel.

Die deutsche Filmproduktion „Kopfplatzen“, welche Anfang April in den Kinos hätte anlaufen sollen, porträtiert den 29 jährigen Architekten Markus. Ausgangspunkt des Films bildet seine Pädophilie und seinen Umgang mit dieser.
Sonja Witte kritisiert in ihrer Rezension für Jungle World die häufig platte Bildmetaphorik von „Kopfplatzen“: „Im Zusammenspiel mit der aseptischen Ästhetik des Films wird dem Publikum immer wieder in unmissverständlicher Symbolik und visueller Eindeutigkeit, also weitgehend unter Verzicht auf Nuancen, Unklarheiten oder Ambivalenzen angezeigt, was im Protagonisten gerade vor sich geht. Ganz anders etwa als der österrei­chische Dokumentarfilm ‚Outing‘ von 2012, in dem ein pädophiler Mann porträtiert wird, bringt ‚Kopfplatzen‘ sein Publikum nicht in die Bredouille. Während ‚Outing‘ in verschiedener Hinsicht Situationen zeigt, in denen das Verhältnis des Publikums zum pädosexuellen Begehren des Protagonisten heikel werden könnte, bleibt man als Zuschauende von ‚Kopfplatzen‘ doch letztlich ­außen vor, auf der sicheren, anderen Seite.“ Witte erkennt in dieser Distanziertheit ein charakteristisches Merkmal unserer Kultur: sie biete nur sehr begrenzte Möglichkeiten, den Topos der Pädophilie zu verhandeln. Sie schreibt: „Das hat nicht zuletzt mit der spezifischen gesellschaftlichen Rolle zu tun hat, die Pädophilie in der Geschichte der Sexualität besitzt. Sozialwissenschaftlichen Befunden zufolge bilden Vorstellungen, die gesellschaftlich über Pädophile kursieren, etwa seit den achtziger Jahren verstärkt einen zentralen Kristallisationspunkt für Ängste vor sexuellen Grenzüberschreitungen. Demnach verdichtet sich in der Figur des Pädophilen auch, was in besonders greller Weise gegen relevante Prinzipien derzeit geltender Sexualmoral verstößt. Als gesellschaftliches Symptom betrachtet bündeln sich somit in der angsterregenden Gestalt des ‚Kinderschänders‘ Aspekte von Sexuellem, welche im Zeitalter der sogenannten Konsens- oder Verhandlungsmoral deren idealen Anforderungen zuwiderlaufen – etwa der Gleichberechtigung und Verhandlungsfähigkeit der an sexuellen Interaktionen Beteiligten […].“

Elsa Koester hat für den Freitag eine sehr schöne Interview-Reihe zum Thema Berührungen und körperliche Nähe produziert. Hier sei als Einstieg auf ihr Gespräch mit dem Haptikforscher Martin Grunwald verwiesen. Themen sind unter anderem die taktilen Reize der Smartphone-Nutzung, die aktuelle Neukodierung von Oberflächen als potentielle Gefahrenquelle und die vielfältigen Auswirkungen von körperlichen Berührungen auf die menschliche Psyche. Für die eher geringe Bedeutung des Tastsinns innerhalb der psychologischen Fachdiskurse hat Grunwald folgende Erklärung: „Die akademische Psychologie hat in ihrer Gründungsphase dezidiert den Tastsinn als niederen Sinn abgewertet. Auch die Religion spielte hier eine Rolle: Berührung und Körper wurden mit animalischen Aspekten in Verbindung gebracht, und natürlich mit Sexualität. Jeder Wissenschaftler, der etwas auf sich hielt, hat einen Bogen um den Tastsinn gemacht. Um finanziell gefördert zu werden. Noch heute ist das in der akademischen Psychologie zu spüren.“

Wie geht es GaleristInnen und KünstlerInnen in der Corona-Krise? Darum drehen sich die folgenden Interviews.

Den Anfang machen Katharina Grosse und Alicja Kwade, welche mit Tobias Timm von der Zeit sehr offen über ihre professionellen Schwierigkeiten sprechen, mit welchen sie sich nun konfrontiert sehen. Als international tätige Künstlerinnen beschäftigen beide diverse festangestellte und freie Mitarbeiter. Alicja Kwade beschreibt ihre betriebliche Lage folgendermaßen: “Für mich hat die Situation der letzten Wochen enorm viel Stress bedeutet, ich musste noch nie so sehr Chefin sein. Inklusive psychologischer Einzelbetreuung. Ich bin mit meiner Buchhalterin und einer Assistentin allein in meinem Atelier, wir schlagen uns mit Kurzarbeit-Anträgen für meine zehn Angestellten herum. Ich versuche noch, meinen Angestellten ein wenig Arbeit nach Hause zu verteilen. Und ich vermittele den Dutzend Selbstständigen, mit denen ich zusammenarbeite, Tipps für Anträge auf Soforthilfen und schaue auch, dass wir für sie noch genug Arbeit haben. Ich musste jetzt auch sehen, welche Galerien mir noch Geld schulden, damit wir hier planen können, wie lange wir über die Runden kommen – auch im schlechtesten Fall.” Aber auch Kwades und Grosses Erfahrungen als erfolgreiche Künstlerinnen in einem immer noch männlich dominierten Kunstbetrieb werden ausführlich thematisiert.
In der Welt gibt Gerd Harry Lybke, Eigentümer der Galerie EIGEN+ART, Auskunft über seinen Umgang mit der aktuellen Situation. Er gibt sich krisenerprobt und somit entspannt und kann der Pandemie sogar den ein oder anderen positiven Aspekt abgewinnen. Zu den zahlreichen Online-Initiativen innerhalb des Kunstmarkts bemerkt er: „Wenn die Corona-Krise ein Gutes hat, dann das: Digitalisierung ist jetzt niemandem mehr peinlich.“ Die von ihm vertretenen KünstlerInnen würden ebenfalls profitieren: “Endlich Zeit im Atelier! Es wird intensiv nachgedacht wie nie. Man überprüft Positionen, steht vor sich selbst. Und kann produktiv sein. Nichts lenkt ab.“ Paradiesische Zustände also. Muss richtig nice sein, sonst keine Probleme zu haben …
Sebastian C. Strenger hat für das Magazin Weltkunst ein Interview mit dem international erfolgreichen Galeristen Thaddaeus Ropac geführt. Die ersten zwei Drittel des Gesprächs drehen sich um die Anfangsjahre der Galerie, das letzte Drittel dann um seine Einschätzungen zu gegenwärtigen Pandemie. Auch Ropac gibt sich krisengestählt: „Ich habe geschäftlich auch mehrere dramatische Erfahrungen gemacht. Zunächst 1988, als der Kapitalmarkt zusammenbrach und sich dies sofort auf den Kunstmarkt auswirkte – das war damals ein Schock für mich. Aber mit Durchhalteparolen, Durchstehvermögen und vielen Mühen habe ich es damals zurückgeschafft – bis 1991 ein noch größerer Zusammenbruch folgte. Jedes Mal haben viele Galerien danach schließen müssen – auch 2008, nach der Pleite von Lehman Brothers. Einige sind aber immer auch gestärkt aus diesen Krisen rausgekommen. Da muss man einfach durch. Leider geht es nur so.“

Dass es auch außerhalb des etablierten Kunstbetriebs parallele Wertschöpfungsstrukturen (im kulturellen und finanziellen Sinne) gibt, welche für die an ihnen beteiligten ProtagonistInnen hervorragend funktionieren, daran erinnert ein Artikel über den Künstler Tim Bengel, welchen Sebastian Späth für die Zeit geschrieben hat. Bengel kreiert mit Sand und Blattgold Bilder, welche motivlich nicht von klassischen Kunstdrucken aus dem Baumarkt zu unterschieden sind. Dass seine Arbeiten dennoch bis zu 80000€ kosten, erklärt Späth folgendermaßen: „Man kann sich denken, dass der etablierte Kunstbetrieb dieses Sandgestöber nicht ernst nimmt. Doch Bengel ist davon überzeugt, ihn ausgetrickst zu haben. Die Machtverhältnisse auf dem Markt haben sich in den vergangenen Jahren radikal geändert. Längst bestimmen nicht mehr nur Kuratoren, Galeristinnen, Museumsdirektoren und Kritikerinnen, was als Kunst gelten soll, sondern Instagram-Follower, Fernsehsender und Marketingabteilungen großer Unternehmen. Neben dem elitären Markt hat sich ein zweiter etabliert: Hier stellen Internetphänomene neue Regeln auf. Tim Bengel ist dort ein nationaler Champion. Mindestens.“ Ein weiterer „nationaler Champion“ auf diesem Gebiet ist der Maler Leon Löwentraut (63000 Follower auf Instagram), welcher als Phänomen mindestens ebenso interessant ist wie Bengel. In eine ähnliche Kategorie fallen auch die nordamerikanischen Kaplan Twins, allerdings spielen die beiden Malerinnen in einer deutlich höheren Liga (200000 Follower auf Instagram, 1,5 Millionen Fans auf Tiktok).

Johannes Bendzulla

Annette Wehrmann, photography from the series Blumensprengungen, 1991-95; Foto: Ort des Gegen e.V.

Conference: Counter-Monuments and Para-Monuments

The international conference at HFBK Hamburg on December 2-4, 2021 – jointly conceived by Nora Sternfeld and Michaela Melián –, is dedicated to the history of artistic counter-monuments and forms of protest, discusses aesthetics of memory and historical manifestations in public space, and asks about para-monuments for the present.

23 Fragen des Institutional Questionaire, grafisch umgesetzt von Ran Altamirano auf den Türgläsern der HFBK Hamburg zur Jahresausstellung 2021; Foto: Charlotte Spiegelfeld

Diversity

Wer spricht? Wer malt welches Motiv? Wer wird gezeigt, wer nicht? Identitätspolitische Fragen spielen in der Kunst und damit auch an der HFBK Hamburg eine wichtige Rolle. Das hochschuleigene Lerchenfeld-Magazin beleuchtet in der aktuellen Ausgabe Hochschulstrukturen sowie Studierendeninitiativen, die sich mit Diversität und Identität befassen.

Grafik: Tim Ballaschke

Semesterstart

Nach drei Semestern Hybrid-Lehre unter Pandemiebedingungen steht nun endlich wieder ein Präsenz-Semester bevor. Wir begrüßen alle neuen Studierenden und Lehrenden an der HFBK Hamburg und laden herzlich zur Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 ein, die in diesem Jahr von einem Gastvortrag von ruangrupa begleitet wird.

Grafik: Sam Kim, Bild im Hintergrund: Sofia Mascate, Foto: Marie-Theres Böhmker

Graduate Show 2021: All Good Things Come to an End

Vom 24. bis 26. September präsentierten die mehr als 150 Bachelor- und Master-Absolvent*innen des Jahrgangs 2020/21 ihre Abschlussarbeiten im Rahmen der Graduate Show in der HFBK Hamburg. Wir bedanken uns bei allen Besucher*innen und Beteiligten.

Foto: Klaus Frahm

Summer Break

Die HFBK Hamburg befindet sich in der vorlesungsfreien Zeit, viele Studierende und Lehrende sind im Sommerurlaub, Kunstinstitutionen haben Sommerpause. Eine gute Gelegenheit zum vielfältigen Nach-Lesen und -Sehen:

ASA Open Studio 2019, Karolinenstraße 2a, Haus 5; Foto: Matthew Muir

Live und in Farbe: die ASA Open Studios im Juni 2021

Seit 2010 organisiert die HFBK das internationale Austauschprogramm Art School Alliance. Es ermöglicht HFBK-Studierenden ein Auslandssemester an renommierten Partnerhochschulen und lädt vice versa internationale Kunststudierende an die HFBK ein. Zum Ende ihres Hamburg-Aufenthalts stellen die Studierenden in den Open Studios in der Karolinenstraße aus, die nun auch wieder für das kunstinteressierte Publikum geöffnet sind.

Studiengruppe Prof. Dr. Anja Steidinger, Was animiert uns?, 2021, Mediathek der HFBK Hamburg, Filmstill

Vermitteln und Verlernen: Wartenau Versammlungen

Die Kunstpädagogik Professorinnen Nora Sternfeld und Anja Steidinger haben das Format „Wartenau Versammlungen“ initiiert. Es oszilliert zwischen Kunst, Bildung, Forschung und Aktivismus. Ergänzend zu diesem offenen Handlungsraum gibt es nun auch eine eigene Website, die die Diskurse, Gespräche und Veranstaltungen begleitet.

Ausstellungsansicht "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; Foto: Maximilian Schwarzmann

Schule der Folgenlosigkeit

Alle reden über Folgen: Die Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie oder der Digitalisierung. Friedrich von Borries (Professor für Designtheorie) dagegen widmet sich der Folgenlosigkeit. In der "Schule der Folgenlosigkeit. Übungen für ein anderes Leben" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg verknüpft er Sammlungsobjekte mit einem eigens für die Ausstellung eingerichteten „Selbstlernraum“ so, dass eine neue Perspektive auf „Nachhaltigkeit“ entsteht und vermeintlich allgemeingültige Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ hinterfragt werden.

Jahresausstellung 2021 der HFBK Hamburg

Jahresausstellung einmal anders: Vom 12.-14. Februar 2021 hatten die Studierenden der Hochschule für bildende Künste Hamburg dafür gemeinsam mit ihren Professor*innen eine Vielzahl von Präsentationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen erschlossen. Die Formate reichten von gestreamten Live-Performances über Videoprogramme, Radiosendungen, eine Telefonhotline, Online-Konferenzen bis hin zu einem Webshop für Editionen. Darüber hinaus waren vereinzelte Interventionen im Außenraum der HFBK und in der Stadt zu entdecken.

Studieninformationstag 2021

Wie werde ich Kunststudent*in? Wie funktioniert das Bewerbungsverfahren? Kann ich an der HFBK auch auf Lehramt studieren? Diese und weitere Fragen rund um das Kunststudium beantworteten Professor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen der HFBK im Rahmen des Studieninformationstages am 13. Februar 2021. Zusätzlich findet am 23. Februar um 14 Uhr ein Termin speziell für englischsprachige Studieninteressierte statt.

Katja Pilipenko

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Am Abend des 4. Novembers feierte die HFBK die Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie die Verleihung des Hiscox-Kunstpreises im Livestream – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Ausstellung Transparencies mit Arbeiten von Elena Crijnen, Annika Faescke, Svenja Frank, Francis Kussatz, Anne Meerpohl, Elisa Nessler, Julia Nordholz, Florentine Pahl, Cristina Rüesch, Janka Schubert, Wiebke Schwarzhans, Rosa Thiemer, Lea van Hall. Betreut von Prof. Verena Issel und Fabian Hesse; Foto: Screenshot

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Alltagsrealität oder Klischee?; Foto: Tim Albrecht

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Ausstellung Social Design, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Teilansicht; Foto: MKG Hamburg

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?