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Dr. Friedrich von Borries

Dr. Friedrich von Borries, Professor für Designtheorie

Friedrich von Borries, geboren 1974, ist Architekt und seit 2009 Professor an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Dort leitet er das DFG-Projekt Franz Ehrlich. Weitere Forschungskontexte sind das Graduiertenkolleg Ästhetiken des Virtuellen und die Forschergruppe Übersetzen und Rahmen. Sein Berliner Projektbüro Friedrich von Borries agiert im Spannungsfeld von Architektur, Design, Kunst und Stadtentwicklung.

Designbegriff

Die HFBK vertritt – theoretisch wie praktisch – einen erweiterten Designbegriff. Er umfasst Produktdesign und Grafik, aber auch Architektur, die Gestaltung von urbanen Räumen oder künstlerische Praxen. Wesentlich ist dabei nicht die Materialität oder der Maßstab des zu gestaltenden, sondern die eingenommene Haltung. Entwerfen als Kern aller Designprozesse wird als Antwort auf ein »Unterworfen-Sein« verstanden. Etwas zu »designen« ist eine Handlung, mit der wir in die gelebte Umwelt eingreifen. Im Mittelpunkt der an der HFBK forcierten designtheoretischen Betrachtungen steht deshalb eine einfache, aber grundsätzliche Frage: »In welcher Welt wollen wir leben?«

Forschungsverständnis

Das Forschungsinteresse der Designtheorie an der HFBK richtet sich auf die politischen, ökonomischen, ökologischen und kulturellen Rahmenbedingungen, die Gestaltung bestimmen. Untersucht werden sie anhand konkreter Phänomene und Praxen. Drei methodische Zugriffe stehen dabei im Vordergrund.

Beobachtung
Empirische Studien und investigative Beobachtungen, Beschreibung von Fehlstellen, Paradoxien, Machtverhältnissen.
Kernfrage: »Wie ist die Welt, in der und für die wir entwerfen, beschaffen?«

Einordnung
Analyse und Kontextualisierung zeitgenössischer und historischer Praxen von Designern, Architekten und Künstlern sowie der damit verbundenen normativen Zielsetzungen.
Kernfrage: »Welche Handlungsmodelle, Welt- und Lebensentwürfe wurden und werden erprobt?«

Intervention
Interventionen in bestehende Ordnungen und experimentelle Erprobung von Handlungsmodellen.
Kernfrage: »Wie können wir die Welt, in der wir leben, durch Design verändern?«

Semestereröffnung und Hiscox-Preisverleihung 2020

Herzlich laden wir Sie zur Eröffnung des akademischen Jahres 2020/21 sowie zur Verleihung des Hiscox-Kunstpreises am 4. November ab 18 Uhr im Livestream ein – offline mit genug Abstand und dennoch gemeinsam online.

Kunst trotz(t) Corona: Graduate Show 2020

Mit einer zweimonatigen Verspätung fand die Graduate Show – ehemals Absolventenausstellung – in diesem Jahr am 19. und 20. September statt. Mehr als 140 Studierende zeigten ihre künstlerischen Abschlussarbeiten.

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Aktuelle Beiträge auf rhizome.hfbk.net

rhizome.hfbk.net ist das soziale Netzwerk der HFBK. Es eröffnet ein digitales Forum für Austausch und Diskussion, in dem Studierende, Lehrende, Gastautor*innen, Kunstkritiker*innen und die interessierte Öffentlichkeit für ein breites Spektrum an Inhalten und Sichtweisen sorgen. Hier finden sich Ausstellungsbesprechungen, eine regelmäßige Kunstpresseschau, literarische Texte sowie Berichte von Vorträgen und Symposien.

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?

Jahresausstellung 2020 an der HFBK Hamburg

Zur Jahresausstellung der HFBK Hamburg präsentieren rund 800 Studierende drei Tage lang ein breites Spektrum künstlerischer Arbeiten: von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Raum- und Soundinstallationen sowie Designentwürfen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen der Hochschule.